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Diskutiere im Thema AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers

    Smile schreibt:
    ich behaupte es gibt lehrpersonen, die besser mit den symthomen der adhs umgehen können -
    rein intuitiv richtig agieren.

    gruss
    Die erste satzhälfte steht außer frage.
    Und natürlich gibt es auch lp,die intuitiv richtig reagieren.
    Es gibt aber auch handreichungen für Lehrer, die eine menge helfen können, wenn sie beachtet werden. Das geht nicht nur über intuition, sondern auch über wissen um das phänomen.

    DAS ist eine Frage des Wollens - der lp.

  2. #32
    salamander

    Gast

    AW: AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers

    Sorry, ich find die haltung dieser lehrer von bescheuert bis dumm wie bohnenstroh.

    es ist doch nicht ihr job die kids auf stupides funktionieren zu trimmen
    sondern ihnen zu helfen ihre fähigkeiten, talente und intelligenz bestmöglich zu entfalten und zu unterstützen
    im rahmen der inhalte, die der unterricht transportiert.

    das wäre mal das erste aus meiner sicht.

    was die medikation angeht, habe ich meine eigene haltung.

    wenn ich mir anschau, was für einen unterschied ich bei mir schon nach einer guten woche ausmache
    was mir mit medis leicht fällt und schnell von der hand geht
    wo ich mich vorher geplagt hab
    weil mein denken einfach viel zu schnell für den rest war,
    plus den autopilot standby
    dann halte ich es schon in gewisser weise für unterlassene hilfeleistung, wenn man den kids die medis vorenthält.

    sie müssen sich mit soviel abplagen, was die anderen kinder gar nicht kennen,
    bevor sich auf das "wesentliche" konzentrieren können.
    ich persönlich finde, das leistungssystem ist hart genug für alle,
    den kindern mit ads solls nicht noch schwerer gemacht werden, als es ohne hin schon ist.
    trotz medis, die kinder bleiben ja sie selbst,
    nur das was so nicht zu handhaben ist, wird ihnen leichter gemacht.

    das ist halt jetzt meine denke zu dem thema,
    im vergleich mein leben und erleben mit und ohne medis

    letztendlich finde ich aber, es ist und bleibt eine persönliche entscheidung der eltern,
    in die sich lehrer nicht einzumischen haben. es gibt da eine klare grenze für mich.

    salamander....
    Geändert von salamander (13.12.2012 um 15:08 Uhr)

  3. #33
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers

    Aus einem längeren Vortrag von Dr. Russel Barklay (danke @ salamander, mich auf diesen Herrn aufmerksam gemacht zu haben )
    übersetze ich mal eine schöne zusammenfassung davon, was (seiner meinung) für eine erfolgreiche therapie bei ads notwendig ist:

    Das üben von Fertigkeiten ist unzureichend (ads menschen wissen, was zu tun ist - sie haben ein umsetzungsproblem)
    Behandlung / Therapie muss möglichst unmittelbar an der Ausführung ansetzen (kann medis einschließen)
    Verhaltenstherapie ist entscheidend, aber setzt sich nach beendigung nicht notwendigerweise fest, automatisiert sich nicht ohne weiteres
    Die Bereitschaft des Umfeldes, sich anzupassen, ist entscheidend für einen behandlungserfolg

    Den letzten Punkt wollte ich nicht alleine anführen, das wäre ja ein völliges kapitulieren vor der Eigenverantwortung.
    Aber ich finde diesen Punkt schon bemerkenswert. Wir schaffen das nicht alleine. Wenn das umfeld nicht ein minimum an verständnis aufbringt, kämpfen wir auf verlorenem Posten.
    bzw. umgekehrt formuliert:
    Die forderung des Umfeldes an uns, uns anzupassen, ist eine überforderung, die wir niemals alleine leisten können.
    Zusammenleben erfordert auch eine bereitschaft des Umfeldes. Und genau diese Bereitschaft fehlt mir in der haltung dieser Lehrerin.
    Geändert von IonTichy (13.12.2012 um 21:59 Uhr)

  4. #34
    salamander

    Gast

    AW: AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers

    find ich gut, gefällt mir.

    prinzip: hand in hand, gemeinsam sind wir stark.
    glaub für die kids ist diese erfahrung ganz besonders wichtig.

    stehen sie nicht alleine da,
    sind zwar anders, bekommen aber die rückmeldung,
    anders ja, aber prima!,
    völlig okay und in ordnung,
    wie bei allen andern auch,
    kleine anpassungsmodifaktionen notwendig
    genau wieder wie bei allen andern auch,
    nur in anderer art,
    also alles normal.

    das nimmt druck aus der sache
    und entspannt gehörig

    na hoffentlich kapiert das die "normalo-lehrerschaft"

    ich schick ein stoßgebet zum himmel
    und ans unversium

    hoffe die liefern zügig aus:

    verständnis, hand in hand, wir sind ein team an die lehrerschaft plus:
    können alle miteinander satt von unserer unterschiedlichkeit profitieren.

    also ihr da oben, bald ist weihnachten,
    das wär meine geschenkbestelllung,
    auslieferung wie üblich - zack-zack
    entsprechend des denkens,
    das ihr mir geschenkt habt, gewünscht.

    danke
    salamader
    Geändert von salamander (13.12.2012 um 15:40 Uhr)

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers

    man kann es auch positiv sehen (betrf. des goodwill's des umfelds)

    was mich nicht umbringt, macht mich stark.... ich wurde zeitweise zum rebell... daher meine abneigung gegenüber
    dogmen, die, meiner meinung nach, sehr gerne von lehrpersonen angewendet werden.

    ich glaube nicht, auch wenn die lp es wollen würde, dass man mein anders-denken, anders-handeln, anders-umsetzen
    von allen verstanden wird.

    jemand der anders denkt - wird nie verstehen können - dass andersrum gedacht auch funktioniert oder
    wie es funktionieren sollte....

    sequentelle vs. divergent - man kann sich bemühen - aber wirklich verstehen, so glaube ich,
    kann man es nicht.

    lehrer die vor einer schulklasse stehen - haben sehr viel zeit in schule und bildung sowie professionalisierung
    des faches investiert.... aber wenig im menschlichen, mit kinder umgehen, im psychologischen?!

    gruss

  6. #36
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers

    Zu Konsequenzen und Verantwortung der ads ler und der umgebung:
    http://youtu.be/ZY5h-LhINU4

  7. #37
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers

    Hallo alle,

    Aus eigene erfahrung finde ich auch wichtig dass ich nicht nur mich anpassen muss, aber dass meine umfeld mich eine vernünftige mass an verständnis gibt. Ohne diese mass, geht es für mich, als erwachsene gar nicht und sicher fürt eine kind nicht!

    Wegen verständnis von stinos, gegenüber ADSler: ich habe die erfahrung gemacht dass auch stinos die gut aufgeklärt sind, darüber wissen, dort rasch an ihre grenzen kommen und dass oft ADSler, auch ohne diagnose, aber intuitiv richtig handeln.

    Eine aufgeklärte stinos ist schon besser als eine ignorante stinos. Aber es gibt auch unaufgeklärte stinos die irgendwie doch offen sind und doch viel verständnis geben können, nur weil für ihnen kein problem ist dass jeden mensch anders ist.

    Als kind hatte ich sehr viel verschiedene lehrer und als erwachsene begegne ich auch sehr verschiedene art von menschen. Es geht wirklich immer besser für beiden, wenn verständnis da ist. Ich denke, ADSler haben auch eine vorteil wenn sie gegenüber stinos verständnis entwicklen, aber da sind wir ehe fast gezwungen und schaffen es auch nicht so schlecht, finde ich.

    Als erwachsene kann ich auch andere menschen aufklären, meine umfeld die wichtige infos geben damit sie mich verstehen und auf mich eingehen können und probiere auch auf andere einzugehen. Ein kind könnte vielleicht auch lernen, aber ist auch etwa schwieriger, es braucht auch reife dazu (und hilfe die eltern). Dabei finde ich dass manche kinder sich sehr gut ausdrücken können wenn es drauf ankommt! Ich habe gesehen wie kinder auch sagen können dass etwas ihnen ablenkt...

    Der video von Russell ist sicher sehr interessant, aber ich denke, ich verstehe zu wenig english um etwas sinnvolles zu verstehen. Irgendwann muss ich doch sein buch (D-übersetzung, natèrlich!) kaufen. Gibt es über diese thema auch etwas?

    jetzt schweifele ich wieder, obwohl es mit das thema anpassung geht. Ich habe viele ADS-bücher, einigen sind übersetzungen aus englisch und dort scheint es der rolle der umfeld mehr betont werden als in die deutsche bücher wo es etwa mehr um eigene diziplin geht... Vielleicht täusche ich mich, aber es ist so eine eindruck. Im moment beschäftige mich viel mit kommunikation mit mein umfeld, meine bedürfnissen äussern, verständnis zu bekommen (ADS bei name nennen ist dabei oft gar nicht nötig) und die 2 bücher die mich dabei am meistens helfen sind übersetzungen aus englisch...

    lg

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 64
    Forum-Beiträge: 241

    AW: AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers

    Uff... gestern hatte ich hier einen halben Roman geschrieben. Das Schicksal hatte wohl ein Einsehen
    mit Euch: mein Laptop ist abgestürzt und ich konnte das Geschriebene nicht retten.

    Versuch es heute mit der Kurzfassung

    Bei allen Fachleuten - egal welches Fach - gibt es auch noch den Mensch dahinter, der
    sich verschieden weit entwickelt hat. So auch bei Lehrpersonen (folgend lp genannt).
    Einige haben sich wohl aus Berufung zum Beruf (a... so war es wohl ursprünglich mal gemeint)
    entschieden. Andere hatten andere Gründe. Einige haben mehr Selbsterkenntnis als Andere.
    Einige sind selber eher Egoisten... andere nicht.
    Einige haben viel Empathie... Andere nicht.

    Einige haben darüber nachgedacht, wie verschieden die Kinder sind, die sie unterrichten und
    versuchen, bei Jedem die Freude am Lernen, Fragen und Forschen zu fördern.... Andere nicht.
    Einige finden, dass eine humorvolle, freundliche Umgebung das Lernen fördert.... Andere nicht.
    Einige finden, dass es hauptsächlich um Disziplin und Ordnung geht... Andere nicht.
    Einige wollen Wissen vermitteln mit Strenge und Druck.... Andere nicht.
    Einige haben verstanden, was die Forschung über das Lernen beim Menschen erforscht hat....
    ... Andere wissen noch nicht mal, das da geforscht wird.
    Einige können über sich selbst lachen... Andere nicht.

    Die Liste könnte ich noch beliebig erweitern.
    Aber es gibt - so meine Überzeugung - tatsächlich ein paar Charaktereigenschaften und Einstellungen,
    die, wenn die lp diese hat, es den Kindern erleichtern zu lernen.

    Bei solchen lp's gehen die Kinder gerne zur Schule.
    Deren Unterricht ist spannend und fesselnd.
    Die Kinder fühlen sich da ernst genommen, geachtet.
    So eine lp würde vermutlich auch bemerken, dass es keine Frage des Wollens bei einem
    ADHS-Kind ist. Sie würde sich schlau machen, wie sie dem Kind helfen kann.
    Bei so einer lp würde das Kind Werkzeug in die Hand bekommen, wie es mit sich, mit
    seinem ADHS besser umgehen kann. Das wäre eine gute Hilfe auch für nach der Schule.
    Bei so einer lp bekäme das Kind auch was über seine Stärken zu hören.

    Da aber bei unserem Schulsystem jeder mit gutem Gedächnis und etwas Hirn Lehrperson werden kann,
    ohne Rücksicht auf die oben beschriebenen Eigenschaften,
    ist und bleibt es ein

    Russisches Roulette

    zu was für einer Lehrperson ein Kind kommt.
    Von Gerechtigkeit ist da weit und breit keine Spur!

    ..... erhol mich schon wieder, keine Angst

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 64
    Forum-Beiträge: 241

    AW: AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers

    Es gibt es Bücher von einem aussergewöhnlichen schweizer Lehrer: Jürg Jegge
    zwar nicht zu ADHS, aber zu Schülern, die anders sind....

  10. #40
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 44

    AW: AD(H)S - aus der Sicht eines Lehrers

    Ich finde schon, dass wir ADHSler die Verantwortung haben, uns unserer Umwelt anzupassen.

    Ich denke, dass es die Grundvorraussetzung für ein friedliches Zusammenleben menschlicher Gesellschaften ist, dass nicht jeder nur sein eigenes Ding durchziehen will.

    Man muss sich anpassen und einen gemeinsamen Nenner für alle finden.

    Wir ADHSler machen 5-10% der Bevölkerung aus. Wäre es da nicht ungerecht für die anderen und destruktiv im Bildungssystem und in der Berufswelt, und der gesamten Volkswirtschaft, wenn sich 90-95% der Bevölkerung uns anpassen müssten?

    Eigentlich müssen wir uns doch anpassen, da jeder von uns in der Lage ist es zumindest in Stück weit zu tun.

    Aber mal abgesehen von der Frage, wer sich an wen anpassen muss.

    Jeder von uns ist gezwungen sich anzupassen, da wir die anderen Leute nicht ändern können. Das ist viel einfacher, kostensparender, und schneller effektiv, als ständig rumzudiskutieren über seine Krankheit und tausendmal zum Gericht zu laufen, um irgendwelche Nachteilsausgleiche zu bekommen oder was.

    Fazit: Ich finde als ADHSler kann man sich prima an die Gesellschaft/Umwelt anpassen. Man kann, muss es jedoch nicht. Aber ich mach es und fühl mich damit gutzu, da es sich für mich als der einfachste, schnellste und effizienteste Weg zu einen zufriedenen und erfolgreichen Leben bewährt hat . Wie ihr es macht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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