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Diskutiere im Thema Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei? im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 432

    Frage Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei?

    Ich liebe Autofahren (ja auch Autos) aber fühle mich damit nie 100% sicher.
    Wenn ich alleine fahre und auf bekannten Strecken fahre, fahre ich gerne schnell (Kick).
    Hatte ein halbes Jahr ein altes Auto gehabt. Als ich neue Strecken gefahren bin war bei mir absolutes Chaos im Kopf.
    Wenn dann noch einer gehupt hat wusste ich nicht mehr weiter.
    Alle Sinne waren blockiert, sobald was schief lief. Das ist schwer zu beschreiben...

    Meiner Meinung nach kann ich gut und selbstsicher Auto fahren, wenn ich alleine fahre (aber keine neuen Strecken).
    Ist noch Jemand im Auto kann ich mich gar nicht konzentrieren.

    Im März werde ich ein Praktikum in einer Psychiatrie machen und muss da auch Auto fahren (hab beim Vorstellungsgespräch zugesichert, dass ich das kann...).
    Allerdings weiß ich nicht ob ich bis dahin eine offizielle Diagnose habe und ob ich da Tabletten oder irgendwas bekomme, womit ich es schaffe meine Eindrücke zu filtern.

    Denke auch, dass ich zuerst mit meinem Anleiter fahren werde.
    Habe Angst davor. Üben kann ich nicht, da ich kein eigenes Auto habe.
    Wenn ich mit dem von meinem Freund fahre, ist er auch mit mir im Auto und ich bin dadurch total durcheinander und mache dumme Fehler 4Das frustriert mich und ich hänge an den Fehlern fest Denke nach wie das passieren konnte, anstatt mich auf das hier und jetzt zu konzentrieren.
    Habe einfach das Gefühl nicht da zu sein, obwohl ich fahre. Als wäre ich in einer Kapsel, abgeschottet von der Welt, wie benommen...

    Mich würden Erfahrungen zu dem Thema interessieren. Erlebt ihr das auch so

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei?

    Ich mag Autofahren nicht (mehr - vor 15, 20 Jahren war das anders) aber seit ich MPH nehme braucht mein Auto 1,5l weniger Sprit und die Rückenverspannungen sind weg ...

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 432

    AW: Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei?

    Verstehe ich das richtig, dass dir das Medikament beim Filtern der Eindrücke hilft?

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei?

    Ich fahre sehr gerne Auto und auch viel.

    Mir ist aufgefallen, dass ich enspannter bin mit mph.
    Das mit dem Sprit kann ich bestätigen.
    Und die Fluchwörter sind auch weniger.
    Ich fahre bewusster - im Auto lasse ich gerne (ohne mph) meine Gedanken freien lauf - um mich wieder "her" zu holen,
    beisse ich mir auf die Lippe
    Autofahren beruhigt mich (mit und ohne mph)

    Neue Stecken - das sehe ich eher als "Erkunden" an - Landkarte, und sonst halte ich an um nachzufragen.

    Bin bis anhin unfallfrei unterwegs - mal etwas zügiger - mal ne Busse Pakieren - mal eine Busse da Ausweise nicht dabei -
    mal eine Busse wegen zu schnelles Fahren... 10 kmh über.... mal eine Busse da ich nicht angegurtet war....

    ich schiebe es nicht auf das Adhs - doch häufig bin ich im Stress und hab jetzt kein Kleingeld für die Parkuhr, keine Zeit um
    anzugurten und der Ausweis hatte ich eigentlich schon über ein Jahr lang irgendwohin verlegt.... nach der Busse hatte ich es endlich
    geschafft mir einen neuen zu beantragen - mit richtigem Foto, richtigem Formular.... u.s.w.

    Und seit ich Kinder habe - bin ich beim Autofahren auch etwas Geräusche-abgehärtet -

    p.s. Verfahren - stresst mich nicht.... ja nu... drehen wir halt um. :-)
    Doch langsame Fahrer - Bauerntracktoren - Velofahrer und Pferdekutschen - die nerven mich.

    gruss.... das beste um sicherer zu werden - ist, viel und immer wieder fahren auch extra mal jemand mit nehmen
    um sich daran zu gewöhnen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei?

    Ich bin Fahranfänger. Ich höre erstmal in mich rein, ob es heute ein guter Tag wird. Also schaue ich, dass ich das Gefühl habe (was man halt auch vom Fahrradfahren kennt) ich kann fahren. Wenn es nicht da ist, steig ich nicht bei der Fahrertüre ein.

    Leider habe ich nur das Auto von meinem Freund zu Verfügung und er muss mitfahren und er leidet (Fluchen, Vorwürfe, Angst etc.). Damit leide ich. Momentan hat mein Freund es tatsächlich geschafft (nach nur 4 Fahrten), dass ich gar nicht Auto fahren möchte - Panikattacken, wie er wieder reagieren wird, halten mich davon ab.

    Und leider sind die Attacken auch schon da, wenn ich auf dem Beifahrersitz sitze und zur Übung mitgucke. Ich sehe jeden anderen Verkehrsteilnehmer, der aus einer rechten Seitenstraße kommt, schön in die Beifahrertüre rollen. Permanete Unfälle (auch wenn sie nicht real exsistieren). Oder wenn mein Freund reagiert (fährt, bremst, lenkt), während ich noch am Gucken bin, was so Alles zu sehen ist - da wird es mir richtig schlecht vor Angst( bzw. Erschrecken).

    Ehrlich gesagt, ich wünsche mir den Fahrlehrer als Beifahrer - der blieb cool - und ich war damit auch cool.

    Jetzt wird aber gespart, damit ich auch ein eigenes Auto habe, womit ich üben kann.
    Geändert von NinjaChaos (23.09.2012 um 02:08 Uhr)

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei?

    Ich liebe Auto fahren da kann ich gut abschalten. Und bin auchsehr konzentriert dabei. Wenn ich wieder Chaos im Kopf habe. dann fahre ich einfachnur mit dem auto herum. Und da kann ich meine gedanken ordnen! da bin ich extrem konzentriert beim Autofahren. Ich fahr oft sinnlos herum! Das ist so befreiend!

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei?

    Also ich fahr auch noch nicht so lange und
    ich mag Autofahren auch nicht soo besonders.
    Mit Medikamenten geht es, aber ohne bin ich teilweise unkonzentriert und
    daher hat mein Auto auch schon ein paar Macken - beim Einparken zu Hause ist die Konzentration einfach weg ^^).
    Ich fahre eig. recht vernünftig, aber für mich ist Autofahren sehr anstrengend, da ich immer Angst habe, etwas
    zu übersehen. Ob ich dabei alleine bin oder nicht stört mich nicht so, wenn ich mich konzentrieren muss dann
    blende ich die Personen im Auto kurz aus ^^

    Lg

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei?

    Ich liebe Auto fahren. Ich könnte das stundenlang tun, wenn der Spritpreis es zulassen würden. Allerdings "entspanne" ich mich dabei so sehr, das ich schon mehr wie einmal einen Autounfall hatte, dabei ging es mir wie Empathie "Habe einfach das Gefühl nicht da zu sein, obwohl ich fahre. Als wäre ich in einer Kapsel, abgeschottet von der Welt, wie benommen..."


    Einfach unerklärbar und man zweifelt extrem an sich selbst. Ich versuch dann immer wieder meine Anstrengungen mich zu konzentrieren zu verdoppeln, darauf zu achten ausgeruht, nüchtern (sollte man ja sowieso sein) und nicht "aggro" zu sein. Leider ärgere ich mich schnell über mich und andere Fahrer, fluchen gehört da selbstverständlich als Ventil dazu

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 393

    AW: Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei?

    Hallo empathie9,

    so ein ähnliches Thema hatten wir schon:

    http://adhs-chaoten.net/adhs-erwachs...net-adult.html

    Ich kann verstehen, dass es viel Spaß macht, schnell zu fahren. Bitte überschätze aber Deine Fahrkünste nicht.
    Auch bei bekannten Strecken kann mal etwas Unvorhergesehenes auftauchen, was Dein Können überfordert.

    Ich würde Dir empfehlen mal ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren. Dort werden Dir normalerweise Deine Grenzen vor Augen geführt. Du lernst richtig zu reagieren und wirst sicherer.

    Mit dem „blockiert“ sein kenne ich auch aus meinen ersten Jahren. Aber das gibt sich mit der Zeit und den gefahrenen Kilometern.

    Ich würde versuchen mit den Eltern, Verwanden oder Freunden möglichst noch viel Autofahren zu üben. Vielleicht gibt es ja auch mal ein Sonderangebot bei einer Autovermietung.

    Wenn Du mit Deinem Freund übst, so solltest Du immer nur ein Stück fahren, dann eine Pause machen, in der Du Dich ablenkst und dann das nächste Stück fahren.
    Falls Du einen Fehler gemacht hast, dann ist auch eine Pause sinnvoll, um den Kopf frei zu bekommen.

    Bitte fahre nicht weiter, wenn Du Dich nicht mehr konzentrieren kannst.

    Du solltest auch den Mut haben langsamer als üblich zu fahren. Dann machst Du sicher weniger Fehler und wirst schneller sicherer.

    Ich wünsche Dir immer eine Handbreit Luft vor der Stoßstange und viel Erfolg bei Deinem Praktikum.

    LG
    Elektron

  10. #10
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Autofahren und ADHS - Wie geht es euch dabei?

    Also das Autofahren an sich mag ich.

    Ich lieg eher im Clinch mit der Kupplung und dem Schaltgetriebe. Wenn mir das Auto mittendrin absäuft und sie hinter mir zum hupen anfangen, schrillen in meinem Kopf die Alarmglocken und verlier selbigen fast.

    Ich hab das auch während der Fahrstunden so erlebt, das ich nicht "da" bin. Das ich mich wie betäubt fühle und schlimmer verspannt bin als ein Koffergurt. Aus diesen Gründen habe ich stark die Freude am Fahren verloren. Wohl auch, weil ich mich dabei meistens sehr unsicher fühlte und das Gefühl hatte, nicht schnell genug oder auf alles nötige gleichzeitig reagieren zu können.

    So als müsste man sich um zehn Kinder gleichzeitig kümmern und wüsste nicht mehr wo einem der Kopf steht von den vielen Eindrücken die auf einen einrauschen. Ich hab bisher keine Medis gegen das ADHS genommen, drum hab ich keine Erfahrungen, wie es sich damit fährt. Nur eins weiß ich: Ich würd gern die Angst vorm Fahren verlieren, weils mir im Grunde doch soviel Spaß macht. Und gewisse praktische Aspekte hat es auch.

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