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Diskutiere im Thema schnelle Hilfe bitte! im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 142

    schnelle Hilfe bitte!

    Ihr Lieben,

    das gehört vielleicht eher in die Eltern-Ecke, aber da bin ich kein Mitglied und habs auch jetzt zu eilig, deshalb hier...

    ich habe ein Problem - hab um zehn Uhr einen Termin mit der Mutter eines Nachhilfeschülers.
    Der hat ADHS so sicher wie das Amen in der Kirche, nicht diagnostiziert.
    Noch bevor ich anfing, mich näher wegen meines eigenen Verdachts damit zu beschäftigen, war ich mir da sehr sicher und hab mich zu meiner eigenen Unterstützung über die Probleme mit ihm immer mit einer befreundeten Ergotherapeutin ausgetauscht.

    Die Mutter ist leider gar nicht erfreut von allem, was dazu führen würde, dass die Umwelt den Eindruck bekommt, ihr Sohn entspricht nicht der Norm,- ist womöglich sogar 'krank'. Sie will davon nichts wissen. Die Familie leidet ganz sicher sehr, der Vater hat mir mal erzählt, dass der Sohn von der Mutter schon auch mal geschlagen wird, wenns bei den Hausaufgaben so gar nicht mehr läuft.
    Genau danach ist er nicht mehr zu mir zur Nachhilfe gekommen, mit der Begründung, es wär schon alles viel besser, das Gegenteil war der Fall, ich glaube sie hatte Angst, dass ich ihr zu nahe treten werde, was ich auch getan hätte wenn nicht mein eigenes Problem mir dazwischen gekommen wäre.
    Bisher war es mir also nicht recht möglich, fruchtbar mit ihr zu sprechen, sie wollte das nicht aber ich hatte auch selbst zu wenig Hintergrundwissen.

    Das ist inzwischen anders und ich glaube ich komme besser an sie ran, jetzt wo ich ihr sagen kann, auch ich habe das. Wir kennen uns auch privat durch die Pferde und ich glaube, sie ist so gestrickt, dass sie ihre grundsätzliche 'wir haben das nicht und bei uns ist alles normal' und die absolut anti-Medikamente Einstellung überdenken wird, wenn sie hört, dass auch ich, die Lehrerin, ADS habe, warum ich Ritalin brauche und was es bewirkt.

    Gestern hat die Mutter mich also angerufen, es läuft mal wieder so gar nicht und hat mich gefragt ob das Kind wieder regelmäßig zu mir kommen könne, "bei Dir macht ers ja wenigstens..."
    Ich habe aber gesagt, nein,- so möchte ich das nicht, ich möchte aber sehr gerne mit ihr einen Kaffee trinken und ihr erzählen, warum ich fest davon überzeugt bin, dass ihrem Kind geholfen werden kann und muss und dass es nicht gut ist, ihn länger ohne diese Hilfe durch die Anforderungen in der Schule zu quälen. Kein Kind hat es verdient, dass es sich so derart quälen muss wie dieses.
    Ich persönlich finde es sehr traurig, dass dem Kind schon so lange nicht geholfen wurde. Er geht jetzt in die zweite Klasse, war in der ersten äußerst unerfolgreich und ist schon so sehr davon überzeugt, dass ers eh nicht kann und sowieso zu doof ist. Das ist er aber ganz sicher nicht!

    Ich denke die Symptome sind deutlich bei ihm, seine Konzentrationsfähigkeit bei den Hausaufgaben oder beim Lesenüben erstreckt sich in der Regel über nur wenige Sekunden, während er sich in für ihn interessante Beschäftigungen ordentlich hyperfokussiert absolut reinhängt.

    Dazu kommt, dass ich mit diesem Kind immer eine mir damals nicht erklärliche Vertrautheit gespürt habe,- so ein 'er ist einer von uns-Gefühl' ohne damals zu wissen was ich damit meine. Ich hatte immer das Gefühl, zu verstehen wie er tickt, im Gegensatz zu seinen Eltern und Lehrern. Ich will dem Kind unbedingt helfen und seine Mutter dazu bringen, ihn diagnostizieren zu lassen. Er braucht ganz bestimmt auch Medikamente.

    Nun will ich also gleich der Mutter von ADHS erzählen, weiß zwar noch nicht recht wie, aber das wird dann schon kommen. Mein Problem ist, dass ich möglichst mit ihr auch Symptomlisten durchgehen möchte, in denen sie das Kind wieder erkennt, auf eine nicht abschreckende Art - eine richtig gut gemachte Internetseite für ratsuchende Eltern.

    Kennt jemand von Euch so eine Seite???

    Meine vielen Bücher sind leider alle über ADS bei Erwachsenen,- ich such ihr mal das am besten passenden raus, aber eine gute Internetseite würde mir grade sehr weiter helfen.

    Wenn also hier jemand ist, der eine Idee hat,
    bitte ganz dringend her damit!

    Danke und liebe Grüße von der

    Jule

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: schnelle Hilfe bitte!

    Hallo Julia,

    schau mal in den Link:

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-kin...hter-adhs.html

    Die PDFs, erklären eigentlich gut die Verscheidenen "Typen vob ADHS und wenn der Kleine betroffen ist, wird sie ihn irgendwo darin wieder erkennen. Gut ist, dass auch erläutert wird, wie den Kindern geholfen wurde und wie es ihnen mit der Hilfe besser geht.

    Ich hoffe, dass Dir das bei Deiner Mission hilfreich ist und es noch nicht zu spät ist. Kannst ja mal berichten, wie es verlaufen ist.

    Lieben Gruß
    Marvinkind

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 142

    AW: schnelle Hilfe bitte!

    Hilfe, Marvinkind -
    sehr vielen lieben Dank, aber ich komm da als Nichtmitglied nicht rein - kann ich das irgendwie anders öffnen???

    kommt jetzt schon in zehn Minuten, leider keine Zeit mehr, aber ich schau dann mit ihr zusammen nochmal hier rein...


    Danke!!

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 72

    AW: schnelle Hilfe bitte!

    Hallo Julia,

    ich habe versucht, die Links rüberzukopieren, aber es hat leider nicht geklappt. Schick mir doch bitte eine PN mit Deiner E-Mail-Adresse, dann schicke ich Dir die PDFs.

    Gruß
    Nomade
    Geändert von Nomade ( 7.09.2009 um 10:10 Uhr) Grund: Links korrigiert

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: schnelle Hilfe bitte!


  6. #6
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 902

    AW: schnelle Hilfe bitte!

    Infobroschüren auch über PDF zu lesen : XXXXXXXXXXX
    toll das Du Dich so einsetzt ,ich wünsche Dir ganz ganz viel Glück!!!!!

    vielleicht noch zusätzlich Tip zu sagen :
    viele ADS´ler wenn nicht behandelt werden ,
    bekommen Depressionen ,Angsstörungen ,
    bekommen Drogen u Alkoholprobleme usw

    Die meisten hier im forum werden unter diesen oder noch anderen Störungen leiden.
    Deshalb sind Medikamente soo wichtig vom Kindesalter an .
    Ich habe es auch erst nicht verstehen können /akzeptieren können . Für mich war erst auch eine Welt zusammen gebrochen.
    Geändert von Alex ( 7.09.2009 um 11:54 Uhr) Grund: Link gelöscht

  7. #7


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.808
    Blog-Einträge: 40

    AW: schnelle Hilfe bitte!

    @ Dipsi: Links auf Werbeseiten von Pharmaherstellern bitte unterlassen, oder hast du schonmal eine Selbsthilfegruppe gesehen, in der Werbebroschüren von Medikamenten ausgelegt wurden?




    LG,
    Alex

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 142

    AW: schnelle Hilfe bitte!

    Ihr Lieben,

    ich danke Euch! Ihr seid sooo großartig!!!

    Jetzt wollte noch kurz erzählen wie das Gespräch verlaufen ist.
    Ich hab ihr erst mal beim Kaffee gesagt, dass ich glaube, dass ihr Sohn ein ADHS Problem haben könnte und ihr erzählt dass ich durch meine eigene Diagnose darauf kam.
    Weil ich so oft an ihn denken musste, bei allem was ich seit dem gelesen habe. Hab erzählt, was alles passiert oder passieren kann wenn man als Kind unerkannt bleibt, wie ich selbst mich als Kind gefühlt habe, wie groß mein Leidensdruck war und wie sehr ich mir im Nachhinein gewünscht hätte, dass schon damals jemand mich in meiner Welt erkannt hätte.
    Hab Eigenschaften beschrieben und eine Menge geredet und ich glaube sie war ziemlich betroffen. Aber, jedenfalls während des Gesprächs, absolut gewillt, etwas zu unternehmen. Ihre größte Angst bisher war wohl, dass sie so sehr dagegen sei, das Kind mit Medikamenten 'zu zu dröhnen' falls er ADHS haben sollte. Ich hab ihr erklärt was bei uns im Gehirn anders läuft und wie die Medikamente wirken und dass ein Kind mit der richtigen Dosierung nicht nur nicht apathisch sein wird, sondern vielleicht viel eher es selbst sein kann als ohne Medikamente.

    Hatte vorher noch ein bisschen rum telefoniert und eine Kinder- und Jugendpsychologin ganz in der Nähe gefunden, die umfangreiche ADHS Diagnostik macht.
    Die Mutter sagte, dass sie auf jeden Fall noch heute dort anruft um einen Termin zu machen. Ich hoffe, das wird sie auch wirklich tun und bin sehr gespannt, was dabei raus kommt.

    Eure Links habe ich ihr auch aufgeschrieben und sie für mich gespeichert, damit ich beim nächsten mal schon gleich Bescheid weiß, was wo steht und wo man sich als Neuling-Eltern eine erste Hilfe suchen kann.

    Vielen vielen Dank Euch für Eure super schnelle Hilfe!!!!!!

    Dieses Forum ist wahrlich ein Segen,

    Ihr seid ein Segen,

    Danke und liebe Grüße von

    Jule

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: schnelle Hilfe bitte!

    Tut mir leid, dass es mit meinen Links nicht sofort geklappt hat bzw. ich nicht dran gedacht habe, dass Du sie so nicht lesen konntest, weil Du ja in den Bereich nicht rein kommst.

    Aber Du hast es ja trotzdem geschafft, die Mutter aufzurütteln. Bleibt nur zu hoffen, dass sie nun wirklich alles tut, um ihrem Kind zu helfen, weil die Hilfe anschweinend sehr nötig ist. Es ärgert mich immer wieder, wenn ich so etwas höre, dass in den Köpfen der Menschen noch so ein falsches Bild ist, dass immer noch so viele Fehlinformationen kursieren, die aber offensichtlich so eine Macht haben, dass Eltern das Offensichtliche nicht sehen und lieber auf diese öffentliche meinung hören, weil einfach die Angst geschürt wird, man könnte den Kindern schaden, wenn sie die Medis nehmen, die ihnen ja eigentlich helfen, sich endlich vernünftig entwickeln zu können.

    Wir brauchen mehr Aufklärung.

  10. #10
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 902

    AW: schnelle Hilfe bitte!

    Hi Alex ,schade das Du meinen link gelöscht hast ,denn das sind sehr gute Infoheftchen,2 von denen hab ich auch vom ADS-Doc meines Sohnes bekommen.
    Dort wird alles kurz u bündig u gut geschrieben . echt schade..

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