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Diskutiere im Thema Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist! im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Tja Zappel,
    Ich sags mal ehrlich...damals hat mich meine damalige Hausärztin befragt, was in meiner Kindheit war, ich wusste es nicht...musste meine Geschwister fragen. Die eine wollte reden, die andere nicht...dann hickhack...mein vater stellte sich quer, und dass alles führte plötzlich dazu, dass erste Blitzlichter kamen. Und je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klare wurde was wohl damals vorgefallen war. Meine Mutter hat mich misshandelt, geprügelt, Physisch wie auch psychisch gequält, und letztendlich an den *onkel der Familie ausgeliefert, der auf kindersex stand. Ich weiss nicht, wie alt ich war, aber ich weiss noch sehr deutlich, dass auch einmal meine schwester dran..war...ich konnte alles hören...und ich konnte ihr nicht helfen....dass begleitet mich meine Leben lang.
    ER ist tot und meine Mutter auch seid ich 14 Jahre alt war. Meine Familie hat kein Bock darauf...bis auf die älteste.....die hat aber schön 12 Jahre Therapie hinter sich...ende nicht absehbar.
    es wird immer wieder etwas hochkommen, zumal meine Mutter auch schwerste alkoholikerin war...schon vor meiner geburt
    Bin also mit einer gewissen promilleanzahl schon zur welt gekommen .
    Bei mir wurden damals schon Knochendeformierungen festgestellt, wie nach einem unfall......ich habe bis heute keine antwort darauf.
    Und trotz alle dem geb ich die hoffnung nicht auf, dass es vielleicht auch mal augenblicke one angst gab...die schön waren.
    ich habe sie bis jetzt noch nicht gefunden.
    Und immer wieder begleitet mich die frage, warum???
    Mama...warum hast du mich so gehasst?
    Stop...nach vorne gucken heisst die devise............alles andere kommt noch früh genug.
    Es wird nich schwer werden, dass weiss ich , aber da ich bis jetzt noch lebe, werd ich wohl auch die zukunft überleben...irgendwie.
    Ich wünsche mir irgendwann mal sagen können...ich weiss wie ich eingeschult wurde, und weiss wie ich in der schule war.
    Und zu guter letzt freu ich mich für jeden hier, der sich die schönen momente aufrufen kann.Und sagen können...ich hatte eine schöne Kindheit, und ich hatte Eltern die mich liebten.
    Sorry für diese Lebensgeschichte, aber muss es immer mal wieder loswerden, und ich hab leider keine andere
    In diesen sinne...

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    habitbreaker schreibt:
    das hast du prima auf den Punkt gebracht!!! wie wenige diesen Kontrast verstehen!!
    Hallo Habitbreaker,
    danke für das Feedback. Als ich mir dieser Sache bewußt wurde sind bei mir viele Tränen geflossen. :-( . Mein ganzes Leben habe ich mich dafür niedergemacht das ich so war wie ich war. Und dann zu erkennen das man ohne externe Hilfe wenig Chancen gehabt hat anderst zu sein hat sehr an mir gearbeitet. Aber es war auch befreiend !!!
    Und das war wichtig für den Verarbeitungsprozess.

    LG Zappel

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Zappel1969 schreibt:
    DAF, da hast Du vollkommen recht mit den guten Überraschungen! Es kann auch gut sein das man plötzlich Freunde gewinnt die ähnlich ( oder gleich :-) ) mit denen man immer sprechen kann wenn man mal nicht weiter weiß , oder mal eine zweite Meinung braucht.
    Ich hatte so ein Erlebnis in der Klinik als ich einen jungen Mann, in Deinem Alter, kennengelernt hatte und ich echt froh war endlich jemanden zu erleben der so ist wie ich. Wir konnten sehr gut über einander sprechen. Mir ging es fast so als hätte sich der junge Mann auch gefreut das er jemanden kennengelernt hat der die gleichen Eigenschaften hat wie er. Das sind glaube ich die wichtigen Positiven Erlebnisse die Mann im Leben eines ADHSlers braucht. Mal gleicher unter gleichen sein, und so sein zu dürfen wie man ist.

    LG Zappel
    Da hast du recht, mir erging es genauso mit einem erwachsenen Mann (43). So sein zu dürfen, wie man ist und über die "typischen" ADHSdinge zu reden, die sonst keiner versteht - was viel besseres gibt's kaum und solche Erfahrungen bringen einen unglaublich weiter. Genau wegen solchen Erlebnissen bin ich den letzten Monaten so dankbar.

    LG DAFrankfurt

  4. #34
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Stört mich nicht, alternativ kann ich mich entscheiden und gleichzeitig läuft nicht noch die Alternative, ich habe keinen Nerv auf Depressionen - ich bin 55 und erfreue mich an

    meinem gelebten Leben, mit meinen Entscheidungen,. Ideen, Anregungen, Spaßgeschichten .. AD(H)S ist ein Teil von mir, macht mein Ganzes aus, ich habe nix verloren.

  5. #35
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Nadde schreibt:
    ich vermisse auch die verlorene Zeit
    ich habe viel erlebt - viel mehr als beinahe jeder andere
    ich habe oft gewonnen und oft verloren
    es war nie langweilig und wird es wohl auch nicht werden
    aber ich kann nicht mehr immer wieder von vorne beginnen
    das Wissen um das Können hat mir im Leben viel erleichter
    viele Ängste genommen
    aber - ich hätte gerne vieles ganz anders erlebt
    ich habe meine große Liebe verloren
    ich habe gute Freunde verloren
    ich habe meinen Glauben verloren
    ich habe oft alles verloren
    ich habe Fehler gemacht die ich nun leider nicht mehr ausbügeln kann
    ich habe Fehler gemacht die ich nun leider nicht wiederholen kann

    ich trauere um meine Zeit
    die ich gerne anders ERLEBT hätte
    Weisst Du Nadde, alle machen Fehler, mehr oder weniger, gravierende oder weniger gravierende. Das gehört zum Leben, darasu können wir lernen und das lässt uns wachsen. Nie einen Fehler zu machen, heisst auch nicht zu leben, dass heist Stillstand.

    Ich kann Dir sagen, was ich schon alles erlebt habe, darunter sind Dinge dabei, die kaum ein anderer erlebt hat - ich weiss wie es ist - Ich kann dich gut verstehen.

    Ich hab auch langjährige Beziehung verloren, Freunde, usw.
    Aber fasst alles was man verliert, kann man wieder finden, eine neue Liebe, neue Freunde usw. das Leben steckt so voller Überraschungen

    Das Leben ist dynamisch, es ist ein trugschluss zu Glauben, dass alles immer so bleibt wie es ist, die einzigste Konstante die es im Leben gibt, ist die Veränderung - aber Du fängst nie von Null an, denn du hast gelebt, du hast erfahren, du hast dich entwickelt, du bist gewachsen.

    Das Leben ist immer Addition auch wenn es manchmal nach Subtraktion aussieht. (wow der Satz ist philosophisch ja ganz weit vorne - ich glaub den lass ich mir patentieren )

  6. #36
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Rose schreibt:
    Ich finde das Thema gut, denn mir ging es schon sehr oft so, dass ich diesen Gedanken hatte und es mich wütend, traurig und irgendwie ratlos gemacht hat.

    Ich habe so viel Zeit vertan, verschenkt, nicht sinnvoll genutzt, mir schlechtes getan......

    ABER ....

    Irgendwann kam ich an den Punkt, dass es so ist... ich kanns nicht mehr ändern und dann habe ich mir gesagt, dass ich DOCH etwas aus dieser Zeit gelernt hab, Erfahrungen gemacht habe, mir Dinge bewußt geworden sind dadurch....

    Ich mache mit 30 nochmal eine Ausbildung, die ich schon vor 8 Jahren hätte machen können, ja , aber da war ich vielleicht einfach noch nich soweit, damals hätte ichs vielleicht nicht geschafft, weil mir Erkenntnisse und Erfahrungen gefehlt hätten.... was solls.... JETZT mache ich es!

    Das Thema hat viel mit Achtsamkeit zu tun! Im HIER und JETZT sein, nicht der Vergangenheit nachtrauern, nicht versuchen in der Zukunft zu leben... sondern hier und heute und das tun und beeinflussen was Du kannst !
    Ich finde es schwer, ich hänge viel zu oft in der Vergangenheit fest... aber es wird besser, man kann das lernen!

    Und man sollte einfach versuchen diese "vertane" Zeit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten (wenn man denn umbedingt darüber nachdenken will/muss) und zu sehen, dass auch das einen irgendwohin gebracht hat , wie auch immer... selbst wenn man "nichts" getan hat, hat einen das vielleicht zu der Erkenntnis gebracht, dass das dumm war... und das ist dann auch wieder etwas....
    Wirklich vertane Lebenszeit... wenn man es ganz genau betrachtet gibts das glaube ich gar nicht wirklich !

    LG

    Rose
    Hallo Rose,

    was ich meinem Thema beschreiben wollte ist nicht Resignation. Stillstand ist für mich der Horror.

    Ich bin 38 - ieeh - grad geworden, ich mache gerade mein Bachalor in Business Administration.

    Ich lebe auch im Hier und Jetzt - aber ganau das ist mein Problem, was ich meinem Post ausdrücken wollte.

    Ich habe das Gefühl ich lebe in einem Permanenten Hyperfokus - in einer sozusagen JETZT-BLASE. Dieser Permanente Hyperfokus auf ein Ding klaut mir die Zeit, die ich eigentlich für andere Sachen gebrauchen könnte um dann wieder Zeit für mich und auch andere zu haben. Und so dreht sich die Spirale immer weiter und ich renne der Zeit hinterher. Immer auf dem Run .... wie Lola Rennt!

    Hoffe ihr versteht was ich meine!

  7. #37
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Smile schreibt:
    och, zum thema zeit ist mir folgendes in
    einem buch "entgegengesrungen":

    ZITAT:


    .... zeit ist für mich nicht greifbar... ich habe häufig das gefühl... in den tag hinein
    zu leben... ohne wirlich zu leben?.... damit meine ich, ich handle nicht... ein grund, so glaube
    ich... ist meine planlosigkeit und mein nicht entschliessen wollen/können....

    das versuche ich jetzt entgegenzuwirken... mit mehr struktur... plan und
    dinge etweder ganz zu tun, oder ganz zu lassen... mich 100% für etwas zu entschliessen damit
    ich es durchziehe...
    ... bin noch am üben.. *gg*
    Exakt das ist es - in den Tag zu leben...ohne wirklich zu leben! Und dafür ist das Leben zu kurz, deswegen rebeliert es gerade in mir!

    Und genau das Selbe fehlt mir auch Struktur, Plan, und das zu erkennen was tief drinn im mir steckt, ganz nach dem unten stehenden Zitat:

    "Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary." (Steve Jobs)

    Hab den Mut deinem Herz und deiner Intuition zu folgen....

    Ich übe auch noch *gg*

  8. #38
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Ich möchte euch gerne an einem Lied teilhaben lassen, dass ich in den letzten 30 Minuten als Endlosschleife höre. Passt zum Thema, wie die Faust aufs Auge.

    Der Song und der Text unten ist von den Böhsen Onkelz

    Erinnerung

    Hast Du wirklich dran geglaubt,
    dass die Zeit nicht weitergeht?
    Hast Du wirklich dran geglaubt,
    dass sich alles um Dich dreht?
    Man hat sich reichlich gehaun,
    und nie dazugelernt.
    Viel Alkohol, viel Fraun,
    von der Wirklichkeit entfernt.


    Refrain:
    Ich erinner mich gern an diese Zeit,
    eine Zeit, die man nie vergisst.
    Doch ich muss mein Leben leben, meinen Weg alleine gehn,
    Machs gut, su schöne Zeit - auf Wiedersehen!


    Hast Du wirklich dran geglaubt,
    dass die Zeit nicht weitergeht?
    Hast Du wirklich dran geglaubt,
    dass sich alles um Dich dreht?
    Es war nicht alles Gold, was glänzte,
    und doch, es war schön!
    Es war nicht alles Gold, was glänzte,
    Du trägst Narben der Zeit, die nie vergehn!


    Refrain:
    Ich erinner' mich gern an diese Zeit,
    eine Zeit, die man nie vergisst.
    Doch ich muss mein Leben leben, meinen Weg alleine gehn,
    Machs gut, du schöne Zeit - auf Wiedersehen!



    (An die Mods, falls es nicht ok ist das zu posten, zwecks Copyright, dann bitte löschen)

  9. #39
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Dr Russell Barkley - ADHD Intention Deficit Disorder - YouTube

    auch wenn ich das dramatisieren und das fokussieren... :-).... auf das negative nicht mag...
    erlebe ich die zukunft auch so.... jetzt.... und was weiter ist.... na ja, dafür sind wir spontan und flexibel
    uuuuund..... exklusiv.

  10. #40
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Das Leben findet, (wenn man es auch oft nicht glauben mag) im Jetzt statt.
    Alles andere, die Zukunft und die Vergangenheit ist sozusagen Geschichte.
    Verloren ist eigentlich nichts. Das kommt aber auch auf die Sichtweise drauf an;
    - auf das 'Wohlwollen' es Betrachters.
    Natürlich kann ich jeder Zeit lamentieren und jammern, über mein 'Sumpfloch-Leben'.
    Mich treten und die Seele schubsen, bis sie auseinander fällt.
    Abba da kommt wiedda der humoristische Widerstand und der Blick auf das 'Heute'.
    Ja;-und dann? Was schert mich die Ruine von gestern? Was sagt mir die Zukunft?
    Gut. Am 'Gestern' kann ich nciht mehr viel herumschrauben. Dieses Wrack ist einfach zu marode.
    Die Zukunft? Jou. Da kann ich ein bisschen daran basteln. Ich muß es nur noch wollen.
    Verloren? Verloren ist lediglich nur das, was ich als verloren erachte. Sonst nix.
    Ich lebe im 'Heute'-und das ist gut so.

    LG --hirnbeiß--

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