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Diskutiere im Thema Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist! im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Hallo Nade,
    versuche bitte das gute zu Sehen was Du erreicht hast und nicht nur auf das negative zu fokusieren. Dreh die Aufzählung um damit die schönen Sachen zum Schluß stehen :-).

    Kopf hoch, Du bist nicht alleine !

    LG Zappel

  2. #12
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Hi 1/f-Rauschen,

    ich weiß, was du meinst ... eine Weile hat mich die Trauer um diese Zeit gelähmt ...

    ich erlaube mir, gewisse Zeiten als verloren zu betrachten und sie zu betrauern ... ähnlich, wenn ein lieber Mensch von einem geht und man die Zeiten betrauert, die man nicht im ihm verbracht hat ... diese verloren Zeiten habe ich analog nicht mit mir verbracht und ich empfinde sie manchmal wie "kleine Tode" ... hm, ziemlich schräg dieser Vergleich vielleicht aber ich finde keine passenderen Worte ...

    diese Trauer zuzulassen ist für mich wichtig - es bedeutet, diese Zeiten zu verarbeiten, mit mir selber ins Reine zu kommen und daran zu arbeiten, dass diese Zeiten immer weniger werden! Immer mehr lernen, gut zu mir und meinen Lieben zu sein ...

    nein richtig stört. Extrem stört, ich würde das gerne noch mit ein paar vulgären Wörter beschreiben,
    Was an dieser Empfindung gut sein kann: du bist wütend - eine sehr sehr liebe Freundin, die leider schon zu früh verstorben ist, hat mir damals eine bisher "unkaputtbare mentale Notfallration" mitgegeben:"Es ist gut, wenn du wütend bist! Wenn du wütend bist, dann kämpfst du noch - du hast noch Kraft, die Dinge zu ändern ... gefährlich wird es, wenn du aufhörst wütend zu sein!!"

    Fazit: wir dürfen traurig sein, Trauerarbeit ist elementar wichtig, mit Dingen, die wir als verloren empfinden, umgehen zu lernen! Trauerarbeitet bedeutet dann auch, irgendwann Abschied nehmen zu können, den verlorenen Zeiten ein Blümchen auf's Grab zu legen und sich langsam wieder dem Leben zuzuwenden ...

    LG, habitbreaker

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Zur zeit kann ich diese Trauer sehr gut nachempfinden. Zwar nicht wegen Adhs(Oder auch?)
    Sondern weil mir gestern die Gefühle der halben Kindheit um die Ohren geflogen sind.
    Ist schon eigentümlich...fast keine Erinnerung zu haben....aber plötzlich die Gefühle dazu zu spüren.
    Fühlte mich wie ein Teekessel..der Pfeift und Pfeift...nur keiner kümmert sich drum.
    Ich bedauere den Verlust meiner Kindheit, den Verlust meiner Unschuld. Ich bin neidisch auf die heutige zum teil glücklich Jungend.
    Und ich bin furchtbar wütend auf meinen Vater und noch einige Leute...die es in der Hand gehabt hätten...uns Kinder aus der Situation rauszuziehen und zu helfen. Es jedoch nciht getan haben.
    Und heute stehen sie da....und sage..sie wollen mit der Vergangenheit nix mehr zu tun haben!
    Und schon wieder steh ich da und denke, Kämpfe weiter, oder geh unter und tu der Welt einen Gefallen....Und tschüss....Meine Mutter fand es ja wohl angenehmer ihre perversionen an mir auszulassen, als mich als Baby gleich irgendwo zu verscharren...Nur? wie lange währt dieser kampf noch?
    Was muss ein mensch alls mitmachen..bevor er seine verdiente Ruhe bekommt...
    Ich bin müde....

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Ich finde das Thema gut, denn mir ging es schon sehr oft so, dass ich diesen Gedanken hatte und es mich wütend, traurig und irgendwie ratlos gemacht hat.

    Ich habe so viel Zeit vertan, verschenkt, nicht sinnvoll genutzt, mir schlechtes getan......

    ABER ....

    Irgendwann kam ich an den Punkt, dass es so ist... ich kanns nicht mehr ändern und dann habe ich mir gesagt, dass ich DOCH etwas aus dieser Zeit gelernt hab, Erfahrungen gemacht habe, mir Dinge bewußt geworden sind dadurch....

    Ich mache mit 30 nochmal eine Ausbildung, die ich schon vor 8 Jahren hätte machen können, ja , aber da war ich vielleicht einfach noch nich soweit, damals hätte ichs vielleicht nicht geschafft, weil mir Erkenntnisse und Erfahrungen gefehlt hätten.... was solls.... JETZT mache ich es!

    Das Thema hat viel mit Achtsamkeit zu tun! Im HIER und JETZT sein, nicht der Vergangenheit nachtrauern, nicht versuchen in der Zukunft zu leben... sondern hier und heute und das tun und beeinflussen was Du kannst !
    Ich finde es schwer, ich hänge viel zu oft in der Vergangenheit fest... aber es wird besser, man kann das lernen!

    Und man sollte einfach versuchen diese "vertane" Zeit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten (wenn man denn umbedingt darüber nachdenken will/muss) und zu sehen, dass auch das einen irgendwohin gebracht hat , wie auch immer... selbst wenn man "nichts" getan hat, hat einen das vielleicht zu der Erkenntnis gebracht, dass das dumm war... und das ist dann auch wieder etwas....
    Wirklich vertane Lebenszeit... wenn man es ganz genau betrachtet gibts das glaube ich gar nicht wirklich !

    LG

    Rose

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Es stimmt. Ich habe ja auch mal so gesprochen.
    Bei mir ist es halt so, dass ich Vorher gut funktioniert habe.
    Schule abgeschlossen, zwar nur Haupt, aber besser als garnix.
    Mehr war damals einfach net drin.
    Ausbildung abgeschlossen, mein Vater hat mich so gedrillt...hauptsache ausbildung, wenn ich zu Blöd für die eine bin muss halt ne Bäckerei her. Seine Worte!
    Und dann durchgehend im Verkauf gearbeitet.
    Und immer gut funktion dabei.
    Bis vor mittlerweile vor 3 einhalb Jahren der endgültige Zusammenbruch kam. Seitdem immer wieder versucht, Tagesklinik, Berufliche Reha (Zweiter abbruch). Traumakur (erfolglos, weil keine traumakur gewesen) , Therapie (läuft)nun adhs, und das medihickhack. Erste vorschläge der Ärzte auf Frührente und Schwerbehinderung......
    ich will ja voran kommen, es kann mir auch nicht schnell genug gehen....meine Therapeutin sagt schon immer das ich überdurchschnittlich intelligent sei und eine superschnelle auffassungsgabe habe.
    Häufig ist es schon so, dass sie mir Vorschläge machen will, die ich dann schon umgesetzt habe
    Und sie ist eine super Therapeutin!
    Also keine Flachpfeife
    Ansich bereue ich auch nichts.....und trotzdem...wenn ich über mein Leben nachdenke.....bricht die Trauer doch wieder durch, da ich im moment ja auch nicht weiss, wie es weitergeht mit mir.
    So ich texte euch schon wieder einschläfernd zu....sry
    erstmal ende im gelände

  6. #16
    Lysander

    Gast

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Das ist wohl das Wesen der Zeit, sie kehrt nie wieder, um eine getroffene Entscheidung zu revidieren, verlorenes Glück erneut zu finden. Ach, hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß.... Was dann? Hätte ich meine erste oder die zweite Ehe retten können? Vielleicht hätte ich keine von beiden jemals kennen gelernt. Das eine Unglück wäre mir erspart geblieben, dafür hätte mich vielleicht ein anderes ereilt? Ich wäre jetzt womöglich nicht so, wie es bin, sondern ein ganz anderer. Und eigentlich bin ich ganz okay ;-). Und so stehe ich hier, mit meinen Erfahrungen, mit Traumata und Leid, aber aber mit der ganzen Macht des Glücks, das ich jetzt erfahre. Wer weiß, wo der andere Lysander, der die eine Zeit nutzte, die der andere Lysander untätig verrinnen ließ, jetzt wohl stünde. Vielleicht einsam oder schon gestorben oder ein biederer Familienvater mit Reihenhaus, Garten und Einbauküche....
    Nach welchem Leben soll ich mich sehnen, wenn ich doch nur eins habe? Um verpasste Gelegenheiten trauern? Um ein nicht gelebtes Leben? Zeit konnte ich nie verlieren, denn ich habe sie niemals besessen. Meine Vergangenheit habe ich gelebt.

    Ich bereue nichts, getrauert habe ich schon und nun kämpfe ich um mein Glück, denn ich habe gelernt, es durch viele Brüche wert zu schätzen.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    och, zum thema zeit ist mir folgendes in
    einem buch "entgegengesrungen":

    ZITAT:
    "laufe nicht der vergangenheit nach,
    und verliere diech nicht in der zukunft.
    die vergangenheit ist nicht mehr.
    die zukunft ist noch nicht gekommen.
    das leben ist hier und jetzt. (buddha)"

    kein moment ist gut oder schlecht, er IST einfach.

    .... zeit ist für mich nicht greifbar... ich habe häufig das gefühl... in den tag hinein
    zu leben... ohne wirlich zu leben?.... damit meine ich, ich handle nicht... ein grund, so glaube
    ich... ist meine planlosigkeit und mein nicht entschliessen wollen/können....

    das versuche ich jetzt entgegenzuwirken... mit mehr struktur... plan und
    dinge etweder ganz zu tun, oder ganz zu lassen... mich 100% für etwas zu entschliessen damit
    ich es durchziehe...
    ... bin noch am üben.. *gg*

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Viel erfolg meine Liebe

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Hallo Alle,
    die verlorene Zeit?! Verloren ist sie in meinen Augen nicht, ich habe sie gelebt, wenn ich sie auch nicht bewußt wahrgenommen habe. Ich habe an meine Kindheit, Jugend und auch an mein bisheriges Leben sehr sehr wenige Erinnerungen. Ich finde das schade, aber was soll man daran ändern? Traumatherapie? Hypnose? Für mich war die Diagnose und das erkennen, das viele Dinge die in meinem Leben passiert sind weil ich ein nichterkanntes ADHS hatte.
    Spielsucht, Gelddiebstahl, Stress in der Schule, keine festen Bindungen zu Menschen, Lügen. Und die ewigen Massregelungen , bleib sitzen, hör auf zu zappeln, da hättest du besser zuhören müssen......

    Das erkennen,das diese Sachen passiert sind weil wir so sind wir wir sind machte mich einerseits froh, aber anderseits auch sehr traurig den mit einer Behandlung hätte das nicht passieren müssen.

    Aber wem soll ich den einen Vorwurf machen. Ich bin jetzt 43 Jahre und als ich der "Zappelphilip " war , war das Thema ADHS noch kein Thema. Deshalb mache ich meinen Eltern auch keinen Vorwurf. Sie haben nichts verkehrt gemacht, und ich habe auch nichts verkehrt gemacht. Diese ganze Scheisse habe ich bewußt gemacht, aber nicht mir Absicht !!!

    Ich bin gerade am MPH Versuch und freue mich auf das was kommt !!! An der Vergangenheit kann ich nichts ändern :-)

    LG Zappel

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 929

    AW: Was mich an ADHS stört, ist das was unwiderbringlich verloren ist!

    Wegen adhs mache ich meinen eltern auch keinen vorwurf! Wäre ja schön gewesen, wenn das damals mein einziges problem gewesen wäre.

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