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Diskutiere im Thema Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 1

    Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren

    Ich will niemanden beleidigen oder bin hier sicherlich auch nicht umsonst, dennoch:
    Mir ist aufgefallen, wenn ich hier lese, fühle ich mich gleich kranker und ich habe auch das Gefühl, das hier einige sich auch kranker machen zur Bestätigung vielleicht ihrerselbst?
    Ich weiß es nicht, und ich will sicherlich auch nicht die Diagnose in Frage stellen oder das generell Hilfe von Nöten ist.
    Darum geht es mir bei dieser Aussage nicht!
    Und ja, auch wenn dieser Beitrag, besonders als Neuling sehr hart aufschlägt und ich mich damit seeehr weit aus dem Fenster lehne, dennoch:
    Wenn ich jetzt sagen würde, das hier vielleicht viele sich zu seeehr in ihre Krankheit hineinsteigern, dann würden wahrscheinlich viele wieder sagen "Jaaa, das liegt am ADHS, wir hyperfokussieren!"
    Ist ja nicht schlimm, und dieses Forum handelt ja schließendlich auch darüber, aber bei vielen klingt es eben so, das sie sich nur noch darum drehen und ich kann mir auch kaum vorstellen, dass es mit dem schließen des Forum, und dem beginnen des realen Lebens, dann anders sein soll, weil bei vielen das zu offensichtlich durchhängt.
    Ich denke, es ist ein Unterschied, sich mit seiner Krankheit einfach nur auseinandersetzen zu wollen oder eben sich mit anderen Betroffenen nur noch darin zu drehen und anstatt dadurch unabhängig von der Krankheit glücklich zu werden, sich nur noch darüber und dadurch zu definieren.
    Weil, ich finde schon, das sticht hier ordentlich herraus.
    Um mal ein blödes Beispiel zu nehmen, sagen wir mal, jemand sagt im Forum "Ich mag Curryreis" und eröffnet dazu ein Thema.
    Jetzt schreiben auf einmal ein paar Leute aus dem Forum:
    "Oh ja, ich mag auch Curryreis. Wie verrückt, alle ADHSler mögen Curryreis, das ist ja interessant. Also alle ADHSler sind Curryreis-liebhaber!"
    So in der Richtung findet man viele bis fast nur Themen hier im Forum.
    Bei einigen Dingen mag was dran sein, aber so gut wie alles wird aufs eigene ADHS bezogen.

    Auf der anderen Seite, mache ich immer mehr die Beobachtung, mal unabhängig vom Thema, das es immer einfacher wird, sich auf etwas diagnostizieren zu lassen.
    Ich habe durchaus von einem Fall gelesen, das jemand, der gar nicht ADHS hatte, den Test bestanden hat und an Retalin schnell herankam.
    Er hatte das dann einer Studentin weiterempfohlen, die prompt auch das Medikament bekommen hatte.
    Es ging also "relativ" einfach, worüber sie selbst erstaunt zu sein schien.

    Ich denke, das dies auch passiert, aus dem Grund, weil Pharmakonzerne verdienen wollen und Ärzte bekommen eben auch einen deutlichen Gewinn bei einer Verschreibung eines Medikaments.
    Es gibt viele, die daran profitieren und das nicht gerade zu wenig.

    Ich glaube, deswegen wird die Diagnose Depression durchaus auch mittlerweile immer lockerer vergeben.
    Es gibt viel zu viele die glauben sie wären depressiv, weil die mal Phasen haben, wo sie nicht mehr leben wollen oder lange Zeit traurig drauf sind.
    Und an Antidepressiva kommst du ja auch relativ leicht ran.
    Da brauchst du nur mal bei einem Psychologen oder Psychiater landen, die sowieso nur am pathologisieren sind, oder einem leichtgläubigen und/oder verantwortungslosen Arzt, und schon bist du depressiv und kriegst gaaanz, gaanz leicht Antidepressiva ausgeschrieben.
    Und der fragt auch nicht nach Monaten, wie es dir geht.
    (Hatte ich schon Mal.)

    Und dabei weiß jeder gute Arzt, das man von sowas sterben kann oder anderes und wenn es nur negative Symptome sind.

    Natürlich gibt es aber auch heute noch Leute vom Fach, die da eher skeptischer sind und nicht so schnell eine Diagnose vergeben. Finde ich aber ehrlich gesagt auch besser, auch wenn das nicht Mal was über die Kompetenz sagt. Und dennoch finde ich es daher gut, weil zum Beispiel bestimmte Erkrankungen so relativ werden, das sie irgendwann nicht mehr Ernst genommen werden oder eine neue Kategorie bekommen, weil ja auch noch der Rest pathologisiert werden muss.

    So, ich musste mich jetzt einfach mal hier auskotzen.
    Es ist auch nicht direkt aggressiv- im übertriebenen Sinne- gemeint, nur nervt es ein klein bisschen und manchmal regt es schon doch auf und da tut sowas mal gut, das alles aufzuschreiben.

    Ich habe ein bisschen ein schlechtes Gefühl, das hier so zu schreiben, weil ich mir gut vorstellen könnte deswegen eins aufs Dach zu kriegen
    Aber ich denke, vielleicht ist sowas ja auch mal interessant

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren

    Hallo Grandia,

    bin zwar auch noch recht frisch hier und mag jetzt nicht auf alles eingehen, nur eine Frage schoss mir grad durch den Kopf:

    Hast Du Angst davor, Dich zu sehr mit Deinen Diagnosen (habe rausgelesen, dass Du mal Antidepressiva genommen hast und hast im Status ja ADS/ADHS seit Kindheit stehen) zu identifizieren? Oder von anderen nur als "die mit AD(H)S" gesehen zu werden?

    Scheint Dich ja zu beschäftigen, sonst hättest Du Dich nicht durch das Forum gelesen, Dich hier angemeldet und diesen langen Text verfasst...

    Was hindert Dich denn daran, den Fokus weg von den Diagnosen und hin zu anderen Aspekten in Deinem Leben (Ziele/Wünsche/Freunde/Arbeit/Hobbies/wasauchimmer) zu lenken?

    Viele Grüße
    *paula*

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren

    Mir ist aufgefallen, wenn ich hier lese, fühle ich mich gleich kranker und ich habe auch das Gefühl, das hier einige sich auch kranker machen zur Bestätigung vielleicht ihrerselbst?
    Ja, das ist grundsätzlich eine Gefahr von jeder Selbsthilfe. Aber die Gefahr kann man bannen.

    Menschen die bei eine Arzt, einer Selbsthilfegruppe oder einem Forum aufschlagen haben ja irgendein Problem, ob das nun ADHS ist erstmal noch unklar und spielt auch erstmal keine Rolle. Die suchen einen Rat.

    Und wie bei jedem Rat muss man das Hirn einschalten und die meisten machen das auch; wie du weißt sind ADHSler nicht nur gelegentlich hyperfokussiert und beeinflussbar sondern auch gerne und häufiger mal superkritisch, diskussionswütig und oppositionsfreudig. Bei den meisten besteht diese Gefahr nicht oder nur vorübergehend, vor allem in der labilen Phase kurz nach der Diagnose - du hast die Diagnose ja seit der Kindheit, da müsstest du dich mit "deinem" ADHS arrangiert haben. Denn genau dabei hilft das Forum und der Austausch mit Andern. Ein wichtiger Punkt dabei ist zu lernen, welche alltäglich Probleme direkt auf ADHS zurückzuführen sind und welche allgemeiner Natur sind. Das sollte dir ja bekannt sein, du solltet dich gut genug kennen um zu sagen, was für tägliche Stolperer du auf ADHS zurückführst und welche mit ADHS nichts zu tun haben.

    Aber jemand mit einem seeschlangenartigen Lebenslauf, der plötzlich mit 30, 40 oder 50 eine Diagnose ADHS in der Hand hält wird ersteinmal alles auf ADHS zurückführen und dann Stück für Stück lernen, was ADHS ist und was nicht. Und dabei ist der Austausch mit anderen Betroffenen wertvoll.

    Von Tipps über Therapien und medizinische Themen will ich mal noch garnicht reden.

    Wenn du dich runtergezogen fühlst überlege mal, woran das liegen könnte. Offenbar ist deine Behandlung und deine Arbeit mit dem ADHS nicht abgeschlossen. Offenbar hast du noch viele viele Baustellen. Die zu finden und abzuschließen kann der Austausch mit Betroffenen helfen - muss nicht, das kommt immer auch auf den Charakter der Person an. Aber dafür gibt es ja viele verschiedene Hilfen und Anlaufpunkte.

    Und sei beruhigt: Wenn sich jemand zu sehr in seinem Elend aalt kommt früher der später jemand und sagt: Komm wieder auf den Teppich, Mensch. Du übertreibst gerade. Das kannst du hier immer wieder beobachten.
    Geändert von Wildfang (25.04.2012 um 16:04 Uhr) Grund: Blöde Tippfehler ...

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren

    Hallo Grandia,

    viele Erwachsene haben -so wie ich-ihre Diagnose erst sehr spät bekommen.Da bekommt man dann doch das Bedürfnis, so einiges auf zu arbeiten.

    Ein gewisser Focus auf ADHS und auch eine gewissen Intensität finde ich o.k. , wenn es nicht das einzige ist, was zählt. Oder für eine bestimmte Zeit mal intensiver ist.

    In sofern kann ich dich verstehen.

    Ich bin auch noch nicht so lange hier. Ich empfinde mein ADHS nicht als Krankheit, hab mich schließlich 50 Jahre lang zwar als chaotisch, aber nicht krank empfunden. Die Diagnose ändert daran nichts.
    Vieles hätte ich ohne ADHS nicht geschafft.


    Es gibt sicherlich viele Menschen hier, die gelegentlich mal rein schauen oder nur zu bestimmten Themen.
    Oder mal ihre Zeit hier verdaddeln ( wie ich gerade, ich könnte auch aufräumen - ).

    Vielleicht hast du ja auch eine konkrete Fragestellung, du hast es ja selbst in der Hand, worauf und wie du dich einlässt.
    Viele Beiträge sind wirklich gut und fundiert und gehen weit über dein curryreis-Beispiel hinaus. Aber es ist auch o.k. , mal ein wenig flach und platt zu denken, zu fragen und fest zu stellen. Kommt darauf an, wie ernst man das das nimmt......


    Mein Jugendlicher Nachwuchs, der mit ADHS groß geworden ist, hat da z.b. gar kein Bock drauf.....Die will ihre Ruhe und so sein dürfen, wie sie eben ist. Da gibt es definitiv interessantere Dinge im Leben als ADHS -


    Alles zu seiner Zeit

    Bassai Dai

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren

    Ich kann mich meinen beiden Vorrednern nur anschließen. Und ganz ehrlich? Es tut einfach nur gut, sich mit "Gleichgesinnten" auszutauschen. Da sind dann eben auch mal Kleinigkeiten dran, die ausführlich diskutiert werden.

    Gerade wenn man erst so spät diagnostiziert wurde, wird das ganze Leben auf den Prüfstand gestellt. Man muss erst einmal herausfinden, was jetzt tatsächlich dem AD(H)S zuzuordnen ist und was nicht. Das klappt am Besten im Austausch mit anderen Betroffenen.

    Gerade kurz nach der Diagnose schwirren einem da tausend Fragen im Kopf rum. Ich finde das OK. Und wenn mich heute gewisse Themen nicht interessieren, nehme ich einfach nicht an der Diskussion teil.

    Und hey, wenn Du findest das die Leute sich hier gegenseitig zu sehr runterziehen. Dann eröffne einen Motivationsthread.

    Manchmal braucht man einfach wieder einen Stoß in die richtige Richtung...

    Alles Gute

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren

    Vielleicht schreiben ja nur die Menschen, dass sie Curry mögen, die es eben mögen, und die Anderen schreiben eben in Themen, die sie eher interessieren.
    Welche Schlussfolgerung daraus gezogen wird, ist jedem sein eigenes Urteil.

    Wie andere schon geschrieben haben, ist nach einer Diagnose oft erstmals die Möglichkeit entstanden, viele Situationen des Lebens zu erklären.
    Das bezieht sich dann auf die schon älteren Diagnostizierten, aber ich kenne das auch von mir.
    Natürlich muss erst unterschieden werden, was zu was gehört. Das wird eben erst angeeignet, unterstützt durch den Austausch mit anderen.

    Das sehr häufig gebrauchte Argument der Pharmalobby und Ärtze, finde ich persönlich völlig übertrieben.
    Es kann schon sein das manche Ärzte da etwas lockerer sind, es giebt aber auch den genauen Gegenposten, die selbst bei deutlicher Notwendigkeit mit einer Verschreibung zögern.
    Verantwortungslose Ärzte, so etwas soll es geben. Nur sind diese aufjedenfall eine Ausnahme und bei weitem nicht die Regel.

    Die Pharmaindustrie macht Gewinne, ob mit Retalin oder ohne. Jede Krankheit, die medikamentös behandelt wird, bringt denen Gewinne und auch viele Alternativen dazu ebenfalls.
    z.B.: Statt Retalin Omega3Fettsäuren. Statt Antibiotiker, Homoöpathische Dinge (werden ja auch von denen hergestellt).


    Ich finde du hast deine Krittik gut geäußert. Mich persönlich würde es interessieren was du damit verfolgst.

    Liebe Grüße

    Die Eis, derer so!

  7. #7
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 473

    AW: Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren

    Hey Grandia,

    Du hast gut reden, konntest du Dich schon seit Deiner Kindheit mit Dir und Deiner ADS vernünftig (und hoffentlich mit verständnisvollem Umfeld) auseinander setzen!

    Mein Sohn (Teenager mit Super-Pubertät- aber hallo!), weiß mit ihm los ist, verweigert MPH ("Ich will das so hin kriegen, bei mir das nicht so schlimm, ich schaffe das!"). Eine Psychotherapie macht er dennoch, da er sehr oft aneckt und nicht weiß, wie das zustande kam.
    Er lebt damit, von Anfang an, hat seinen Einzelgänger- und Anderseistatus akzeptiert und gut ist. Ich freue mich sehr darüber und hätte mir das so für meine Kindheit gewünscht. wenigstens kann ich ihm nun dieses Verständnis bieten!


    Über ihn kam ich an mein "Anderssein". Endlich eine Erklärung warum ich so "gaga" in der Birne bin/war. Um damit meinen Frieden zu machen musste ich drüber reden, reden, reden..auch die banalsten Fragen klären um mich immer öfter zu darüber zu freuen, dass alles einen sinn hat(te).
    In so einer großen community, wie dieser hier gibt es immer wieder jemanden, der gerade dieses aha-Erlebnis hat. Daher immer diese "dummen" Fragen von den Leuten hier. Ich freue mich immer, wenn ic jemandem hier helfen kann und lerne selber gerne dazu!

    Ich weiß nicht, wie alt Du bist. Vielleicht hattest Du schon eine "Midlife-Crisis", vielleicht bleibt sie Dir erspart. Ich wünsche es Dir!D
    Seit drei Jahren bin ich diagnostiziert (die Diagnose kam zeitgleich mit einer schweren Depression, meinem Kind, welches völlig austickte und noch einem emotionalem Tiefschlag) und es ist nun wesentlich ruhiger geworden, weil ich mich arrangiert habe, meine Therapie erfolgreich beendet habe und medikamentös eingestellt bin!

    Ich kann Dir nur sagen, dass die Ärzte hier in meiner Gegend genauestens abklären, bevor sie verschreiben!

    Danke meinen Vorrednern hier, waren gute Sachen bei!

    Bezieh mal bitte Stellung zu Deiner Bombe, die Du hier gelegt hast

    Grüße von Melli

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren

    Grandia schreibt:
    und Ärzte bekommen eben auch einen deutlichen Gewinn bei einer Verschreibung eines Medikaments.
    Nein, das stimmt nicht. Ein niedergelassener Psychiater hat ein von der kassenärztlichen Vereinigung vorgegebenes Budget. Wenn er dieses Budget aufgebraucht hat, dann muss er aus eigener Tasche draufzahlen.

    Bis ich zur ADHS Diagnose kam, musste ich ca. 20 Jahre diverse andere psychische und psychosomatische Erkrankungen durchmachen bis mir endlich jemand gesagt hat, was mit mir los ist. Methylphenidat habe ich trotzdem nicht verschrieben bekommen. Das war damals (Anfang letzten Jahres) noch nicht zugelassen. Daher haben viele Ärzte das nicht verschrieben.
    Meine persönliche Erfahrung sieht daher so aus, dass es sehr lange gedauert hat bis ich meine ADHS Diagnose hatte und dass es eher schwierig ist, einen Arzt zu finden, der einem Methyphenidat verschreibt.

    Mir hilft der Austausch hier sehr, da ich in meinem privaten Leben diesen Austausch nicht habe. Kaum einer aus meinem Umfeld weiß von meiner Diagnose. Viele erwachsene ADHSler verschweigen das eher, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben. Daher sind Foren im Internet und Mitgliedertreffen dieser Foren für mich (und viele andere) die einzige Möglichkeit andere ADHSler zu treffen und sich auszutauschen.

    Meine "richtiges" Leben lebe ich außerhalb des Internets. Dort habe ich Freunde und Hobbies und bespreche das dann auch im realen Leben. Meine ADHSbedingten Probleme bespreche ich online und auf Mitgliedertreffen. Daher könnte hier auch der Eindruck entstehen, dass es in meinem Leben nur ADHS gibt. Aber im realen Leben ist das anders.

    Wie gehst du mit deinem ADHS um? Welche Strategien wendest du an um im Alltag besser klarzukommen?

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 127

    AW: Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren

    Huhu Grandia ,


    Ich bin der gleich meinung wie du ,
    hab aber nie die richtigen Worte gefunden es zu schreiben , oder besser , Nein , ich hab solche kritik nie geschrieben , weil ich dachte ich werd verbannt auf alle lebenszeit .

    Ich glaub auch das viele ihr ADS/ ADHS ,das ist für mich persönlich ein großer unterschied ist . Viel zu ernst nehmen und alles auf ihr ADS/ADHS schieben und sagen " ich bin doch krank "
    Da ich von mein ADS schon seit der Kindheit weiß , konnte ich mich schon wirklich länger darauf einstellen, was mir aber auch nicht sehr viel gebracht hat.
    Ich verweigere auch MPH seit meiner Kindheit und das 1/2 wo ich die genommen hab, will ich mich nicht zurück erinnern .
    Ich emfinde mein ADS als Fluch und Segen zugleich. Manchmal mehr Fluch als Segen .
    Aber ich hab es angenommen und leben damit .
    Ich hab es allen meinen Freunden / Bekannten gesagt das ich ADS hab , weil es halt zu mir gehört und sie zolten mir großen Respekt das ich ohne Medis durch leben gehe.
    Was man ja durchaus schaft.

    Aber großen Respekt Grandia das du das ihr geschieben hast .

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: Achtung: Kritik an ADHS und dem pathologisieren

    @ Grandia:

    So, ich musste mich jetzt einfach mal hier auskotzen.
    Es ist auch nicht direkt aggressiv- im übertriebenen Sinne- gemeint, nur nervt es ein klein bisschen und manchmal regt es schon doch auf und da tut sowas mal gut, das alles aufzuschreiben.
    Darf ich fragen, was deine Gründe sind, hier im Forum zu lesen und dich dann - unvorgestellt - gleich mal "auskotzen" zu müssen?
    Wenn es dich nervt, was du hier liest und wenn es dich aufregt, stellt sich mir die Frage, warum du dann überhaupt hier liest?

    Welchen Bezug hast du zu dem Thema ADHS?

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