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Diskutiere im Thema ADS und die Ernährung dazu im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    ADS und die Ernährung dazu

    Hallo zusammen,

    weiss jemand von euch, wie es aussieht, wie sich die Ernährung auf ADS'ler auswirkt? In einem Buch von Dr. Lutz "Leben ohne Brot" hatte ich gelesen, dass
    bei Kindern eine kohlenhydratarme Ernährung sehr gut wirken soll. Wie siehts aus bei Erwachsenen? Ich habe bisher darüber noch nichts lesen können, weder hier
    noch woanders. Oder ich bin blind

    Ich komme gesundheitlich, bin insulinpflichtige Diabetikerin seit 41 Jahren, am besten mit dem Blutzucker klar, wenn ich so gut wie keine Kohlenhydrate zu mir nehme.
    Also nur Fett und Eiweiss zu mir nehme. Habe das schon sehr oft ausprobiert und auch meine Blutwerte waren phantastisch. Das Längste, was ich geschafft habe, mich
    so zu ernähren, waren 8 Monate.

    Es scheiterte bei mir immer an der Psyche. Ich bekam sehr miese Laune und starke Stimmungsschwankungen. Da wusste ich noch nichts von einer evtl. ADS-Erkrankung bei mir. Kann das damit zusammen hängen? Ich meine, es ist ja bekannt, dass Zucker & Co wie z,.B., Schoki für Serotonin-Ausschüttung sorgen.

    Ich habe nächste Woche Donnerstag endlich meinen Test und bekomme dann wohl auch Medis. Aber über die Ernährung konnte mir bisher keiner etwas sagen. Ich finde, dass der Spruch "Du bist, was du isst" sehr wahr ist und das die Ernährung in der Medizin und bei den Ärzten sehr vernachlässigt wird.

    Hat hier einer eine Meinung zu und kann mir dazu etwas sagen?

    lg

    Heike

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    AW: ADS und die Ernährung dazu

    wenn ich ehrlich bin, les ich das zwar auch immer wieder und hab auch schon gelesen, daß zuckerarm oder glutamatfrei helfen soll, halte das aber alles für den placeboeffekt.

    ich bin als kind vollwertig-zuckerarm ernährt worden und hatte damals schon meine starken träumertendenzen.
    meine symptome hats nicht verbessert.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: ADS und die Ernährung dazu

    Ich denke nicht, das es da einen großen Zusammenhang gibt.

    Ich weiß, das viel Zucker aufputschen kann.......bei meinem ADHSler wirkt Zucker beruhigend.
    Ich weiß das Coffein aufputschend wirkt......bei meinem ADHSler wirkt Coffein beruhigend.

    Zusätzlich wird bei ADHSlern im Frontalhirn wohl mehr Glucose verbraucht, weswegen ich den Zuckerkonsum meines Kindes nicht einschränke, da er sowieso nicht viel süßes isst.
    Aber wenn er Kopfschmerzen hat, dann geb ich ihm bewußt nen Traubenzucker oder Saft zu trinken.
    Die Kopfschmerzen gehen dann innerhalb von Minuten wieder weg.

  4. #4
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: ADS und die Ernährung dazu

    Hey Leute,

    ich danke euch für die Antworten,auch wenn sie mir nicht direkt sooo sehr weiter geholfen haben.

    Schauen wir, wies weiter geht....

    Ich habe eh Neuigkeiten, die ich jetzt hier posten werde....Mein Eigenverdacht, dann der hausärtzliche Verdacht auf ADS wurde nun von der Klinik nach dem Test bestätigt und
    ich muss stationär für ca. 3 Wochen hin, um auf die Medis eingestellt werden. Das ist wohl bei mir so, weil ich ja noch zusätzlich Diabetes habe. Naja wie auch immer...

    lg

    Heike

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: ADS und die Ernährung dazu

    Huhu Heike,
    erstmal viel erfolg für den statonären Aufenthalt (war auch stationär als ich eingestellt wurde, kann sehr sinnvoll sein).

    Zu dem Thema ... das sehe ich eher kritisch muss ich sagen.
    Also mein Sohn ist auch ADHS´ler und sowieso schon immer und überall als "anders" gebrandmarkt (was auch daran liegt, dass er dazu leicht autistische Züge hat) und dann soll ich dem Kind noch was aufdrücken und ihn "zwingen" Dinge nich mehr zu essen die er gerne isst? Seh ich als sehr zweischneidiges Schwert. Ich versuche so wenig wie möglich Glutamat-haltige Sachen zu verwenden aber ansonsten... also zuckerarm halte ich auch für naja sinnfrei... einen gewissen Blutzuckerspiegel muss man nämlich haben, wenn die Medikamente richtig wirken sollen. Ich denke wir ernähren uns ganz ok, essen viel Obst und Gemüse und ich versuche zur Zeit Fleisch etwas zu reduzieren. Aber keine Kohlehydrate... ähm ne das ginge gar nicht... wir lieben Pizza und Pasta und Brot, Bötchen, Kuchen... unser Leben ist hart genug, da folter ich uns nich auch noch mit etwas von dem ich nichtmal weiß obs was bringt

    LG


    Rose


    PS: Ach ja wichtiger Faktor ist auch noch, dass mein Sohn immer an der unteren Grenze zum Untergewicht kratzt und wenn ich ihm keinen Zucker und Kohlehydrate mehr geben würde wüßte ich gar nicht wie ich das kind "bei figur" halten sollte ...

  6. #6
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: ADS und die Ernährung dazu

    Hi Rose,

    danke für deine tolle Antwort.

    Ich bin ja seit 41 Jahren Diabetikerin mit Insulinpflicht.....da komme ich halt am besten klar, wenn ich die KH sehr weit reduziere.

    Da ich bei zuvielen KH unter Fressattacken leide, ich kann nicht nur 1 Scheibe Brot essen, es werden dann immer 3-5 Scheiben, ist mein Blutzuckerspiegel dann äusserst schlecht
    einstellbar. Ich befinde mich da in einem Teufelskreis. Das ist das Problem.

    Deshalb werde ich versuchen, die Ärzte davon zu überzeugen, dass ein Amphetaminpräparat meinen Heisshungergelüsten sehr hilft....ansonsten habe ich zwar mein ADS besser
    unter Kontrolle, aber nicht meine andere Erkrankung. Und das ist dann wieder ein neues Problem. Ich kämpfe halt mit 2 chronischen Erkrankungen, eigentlich mit 4....Osteoporose und
    Morbus Basedow kommen noch hinzu....*heul*

    lg

    Heike

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: ADS und die Ernährung dazu

    Hallo Heike,

    wenn dich das Thema interessiert, dann schau dich doch mal im LOGI-Forum um; hierbei handelt es sich um eine LowCarb-Ernährunsgumstellung, die speziell für Menschen mit metabolischem Syndrom "entwickelt" wurde. Erst später stellte sich heraus, dass sie neben den wesentlich verbesserten Blutfett-Parametern, auch den positiven Neben-Effekt einer Gewichtsreduktion mit sich bringt. Das Problem dürften aber wahrscheinlich eher die Typ II-Diabetiker haben, während du als Typ I schlank sein wirst, oder?

    Die Probleme, die du schilderst, können auf die Umstellungsphase zurückzuführen sein, wenn dein Körper quasi von KH- auf Fett- bzw. Keton-Verbrennung umschaltet. Ich weiß nicht, wie du es gemacht hast, aber eine KH-Reduzierung sollte nicht von 100 auf 0 sofort stattfinden. UND es ist auch nicht erforderlich, dass du gar keine Kohlenhydrate mehr zu dir nimmst. Es kommt auf die Qualität und die Menge an.

    Kann dir das Buch von Katja Richart/Ulrike Gonder "Stopp Diabetes!" empfehlen. Katja (Katti) moderiert im LOGI-Forum auch das Diabetes-Unterforum, ist selbst Typ I, arbeitet auch in diesem Bereich und gibt ihr Wissen gerne weiter.

    Ansonsten kann man nichts Allgemeingültiges zu diesem Thema sagen: Unter den LOGIanern berichten einige, dass sie seit der Umstellung weniger mit Depressionen usw. zu tun haben, anderen wie auch mir, geht es besser, wenn der KH-Anteil etwas höher ausfällt...aber noch lange nicht so hoch wie er in unserer üblichen "vollwertigen" Ernährung vorhanden ist.

    LG Amn

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: ADS und die Ernährung dazu

    Heike, unter so einer Erkrankung ist das ja auch was ganz anderes und ich finde es super, dass Du so verantwortungsvoll damit umgehst. Diabetis ist eine Krankheit die echt schwer zu handhaben ist und da ist die Ernährung natürlich ein total wichtiger Faktor. Ich bezog das in meinem Beitrag jetzt rein auf den Faktor AD(H)S

    LG

    Rose

  9. #9
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: ADS und die Ernährung dazu

    Hi Amn,

    supi danke dir.

    LOGI kenne ich schon. Hat mir auch leider nicht viel gebracht, da ich ja schon bei den geringsten KH Mengen meine Fressattacken bekomme.

    Als ich quasi nur 50 gr. KH zu mir genommen habe, aber Unmengen von Fett, auch tierische Fette, ging es mir sehr gut. Zumindest was meine Eßgelüste anging.
    Auch meine Blutwerte waren super toll. Mein Cholesterin ging runter...hatte vorher bei Weight Watchers z. B. einen Wert von 300, also viel zu hoch.

    Nach 6 Wochen KH-armer Ernährung mit bis zu 50 gr. KH am Tag, die sich aus Gemüse und Salaten zusammen setzte, war der Wert auf 140 !!!! Selbst das schlechte Cholesterin ging
    runter. Das war der Hammer. Muss aber nicht bei jedem so sein, klar.

    Nein, leider bin ich nicht schlank. Allerdings auch nicht adipös. Ich bin 1,72 m und wiege 75 kg. Für mich trotzdem insgesamt zu viel. Fühle mich wohler, wenn ich 10 kg weniger habe, was ich
    auch jahrelang hatte. Nur aufgrund des Älterwerdens, der Wechseljahre in denen ich mich schon befinde und natürlich auch aufgrund meiner "Faulheit" hehe durch ADS, was sich hoffentlich
    ändert mit den Medis, die dann kommen werden, habe ich stark zugenommen. Das macht mich sehr unglücklich.

    Insgesamt aber gebe ich dir Recht, denn LOGI ist eine tolle Sache. Ich werde mit Sicherheit dieses Forum einmal besuchen, danke für den Tipp.

    Und ja, wenn ich z. B. es so wie Atkins gemacht hätte, also so gut wie gar keine KH, dann drehe ich durch. Fleisch ohne Soße z. B. oder auf meine geliebte Currywurst zu verzichten....neee danke.
    Oder Frikadellen....lecker. Und da sind ja auch viele KH drin. So ganz KH-frei ist eh schwierig, denn überall ist mittlerweile Zucker drin, selbst in Wurst. Das ist unglaublich, wenn man einmal darauf achtet.

    Ich danke dir nochmals recht herzlich für diese Auffrischung. Ich werde mal schauen, wenn ich meine Medis bekomme, wie es mir dann geht. Ich denke, dass ich dann eher den Willen habe,
    auch gut auf mich und meine Ernährung zu achten.

    lg

    Heike

  10. #10
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: ADS und die Ernährung dazu

    @ Rose



    lg

    Heike

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