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Diskutiere im Thema Wahrnehmung in der Öffentlichkeit im Forum ADS ADHS Allgemeines
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 38

    Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

    In der letzten Zeit musste ich wieder mal feststellen, dass sich das Bild von ADHS in der Öffentlichkeit doch sehr auf Kinder und dabei vor allem auf laute, ewig störende und "freche" Kinder beschränkt ist. Nicht nur in den Medien, wo ich gerade heute wieder im Netz auf der Seite eines großen Telefon- und Internetanbieters einen entsprechenden Artikel gelesen habe. Demnach gibt es auch eine Menge falsch diagnostizierter Kinder. Das wundert mich auch nicht, wenn immer gleich bei jedem "wilden" Kind eine ADHS erkannt wird.
    Meine Bekannte, die selber mit Kinder arbeitet, meinte neulich, dass ADS-Kinder ja nur Aufmerksamkeit wollen, sie hätten also irgendwo ein Aufmerksamkeitsdefizit. Solche ADHS-Kinder hätte sie auch in ihrer Gruppe. Nun ja...

    Wenn ich hier aber die Beiträge der betroffenen Erwachsenen anschaue, die ja zum Teil auch den Inhalt ihrer Zeugnisse posten, habe ich nicht den Eindruck, dass erwachsene ADHS'ler auch immer gleich laute, auffällige Kinder waren.
    Mein erwachsener Sohn ist ja letztes Jahr selber diagnostiziert worden (ADHS) und er war als Kind auf keinen Fall ein Störenfried, manchmal vielleicht ein bisschen laut, aber sicher nicht aggressiv. Seine Probleme lagen in anderen Bereichen.
    Bestimmt gibt es auch betroffene Kinder, die Probleme im Sozialverhalten haben. Aber man kann doch nicht alles verallgemeinern.


    Warum wird in der Öffentlichkeit fast immer ein falsches bzw. begrenztes Bild vom ADHS'ler gezeigt, zumindest in den Medien für die breite Öffentlichkeit?
    Natürlich gibt es spezielle Infoseiten, aber wer schaut da schon drauf, wenn er nicht wirklich Interesse hat.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

    Warum wird in der Öffentlichkeit fast immer ein falsches bzw. begrenztes Bild vom ADHS'ler gezeigt, zumindest in den Medien für die breite Öffentlichkeit?
    Gute Frage! Das beschäftigt mich auch.

    Natürlich gibt es spezielle Infoseiten, aber wer schaut da schon drauf, wenn er nicht wirklich Interesse hat.
    Das kommt mir auch so vor. Offensichtlich schauen nicht mal die Journalisten, die das grauslige Zeug schreiben, da drauf.

    Aber es gibt wohl grad ein Interview mit Christopher Lauer von den Piraten und Dr. Klaus Skrodtski zu hören.
    Allerdings finde ich die Formulierungen der Anmoderation auch ganz miserabel und irreführend -

    - eben wieder die typischen Klischees von den wilden Jungs, die einfach nur nicht toben dürfen.

    Es gibt Eltern und Ärzte, die darauf schwören. Und es gibt andere, die davor warnen. Um Ritalin ist ein regelrechter Glaubenskrieg ausgebrochen.

    Vor allem verhaltensauffällige Kinder mit der Aufmerksamkeitsstörung ADHS bekommen die Pille. Ihre Wirkung ist phänomenal. Aus unkonzentrierten, aggressiven, schwer erziehbaren Jungs, werden brave, fleißige Schulbuben, die unter Medikamenten-Einfluss keinen mehr stören.

    Die Veränderung der Persönlichkeit hängt mit Methylphenidat zusammen, ein Wirkstoff, der so stark ist, dass er unter das Betäubungsmittelgesetz fällt

    . Allein in Deutschland werden 250 000 Kinder damit behandelt. Und immer häufiger stellt sich die Frage: Wer ist da eigentlich krank: Kinder, die nicht in die Norm passen? Oder eine Gesellschaft, die nicht in die Norm passende Kinder immer häufiger mit Psychopharmaka ruhig stellt.
    SWR2 Forum: Im Notfall Ritalin

  3. #3
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

    Hallo daspony,

    was ich fragwürdig finde ist die Schlussfolgerung, dass Aufmerksamkeitsdefizit daraus resultiert, dass das Kind zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Das Kind mit einem Aufmerksamkeitsdefizit kann seine Aufmerksamkeit nicht konstant auf gewisse Dinge richten. Es wird immer durch äußere Reize abgelenkt, die seine Aufmerksamkeit immer wieder unterbrechen und letztendlich, kann man so keine Aufgaben im selben Tempo, wie nicht Betroffene lösen.Ich habe das früher auch gedacht, aber gerade, wenn jemand mit Kindern arbeitet, sollte man sich bewusst sein, was ADHS bedeutet. Genau solche Annahmen von Fachpersonen geben ein falsches Bild an die Öffentlichkeit wieder. Man ist also gewzwungen zu denken, dass ADHS-Kinder sich nicht anpassen können, nicht umgangsfähig sind etc.

    Meine Tochter ist vom ADS-Typ. Ein Träumerchen. Sie würde nie durch Lautstärke auffallen oder Raufereien. Sie fällt auf, weil sie träumt und schusselig ist.

    Das Problem ist, dass wenige sich mit dem Thema ADHS befassen und entsprechend auch wissen, was es damit auf sich hat.

    LG Schnubbel

  4. #4
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

    Ich sehe es immer von der seite, dass heute viel zu schnell die Diagnose ADHS gestellt wird. Ähnlich wie bei der Depression. Natürlcih sind die Grenzen fließend, aber wenn es nach aktuellen Zahlen geht ist ja fast jedes 3. Kind betroffen... das kann und will ich nciht glauben. .

  5. #5
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

    Heinzel, aber Depressionen und ADHS zu vergleichen ist schon stark vermessen. Auch was das Nachweisverfahren betrifft. Depressionen sind so weit verbreitet und ich denke sogar, dass noch mehr Menschen an Depressionen leiden, und sich dessen weder bewusst sind, noch dazu stehen würden.

    ADHS wird sicher bei vielen Kindern nicht richtig diagnostiziert, bzw. einfach eine Diagnose gestellt, ohne zu Überlegen. Aber das kann man nicht verallgemeinern: Ich gehe als Mutter nur dann zum Arzt, wenn ich meine es stimmt wirklich was nicht. Es gibt schon gewaltige Unterschiede zwischen ADHS und einem unerzogenen Kind.
    Für die Eltern, die wirklich ein Kind mit ADS/ADHS haben sind diese falschen Diagnosen ein Grauen, weil immer wieder Zweifel geäußert werden, ob es wirklich ADS ist. Ich denke, diese Phase der Diagnostik, die ja nicht von heute auf morgen gestellt wird, lassen keine Eltern über ihre Kinder und sich ergehen, wenn es nicht an dem wäre, dass wirklich was dahinter steckt.

    Ich find es generell erschütternd, dass man sich für psychische Krankheiten oder Syndrome immer rechtfertigen muss. Dass für diese Art von Krankheiten so starke Zweifel existieren.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    AW: Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

    über die wahrnehmung in der öffentlichkeit mach ich mir schon lange keine gedanken mehr. mich nervt es einfach, wenn mph immer so verteufelt wird oder wenn immer so auf die negativen eingeschaften abgehoben wird.
    ich muss dann immer aufklärungsarbeit leisten und das nervt :-(

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

    Es ist doch wie mit allen Themen, hauptsache reisserisch und dem allgemeinem Bild weiter entsprechend. Hauptsache dramatisch, alles andere verkauft sich nicht, weil es die Mehrheit nicht interessiert.
    Wer sich interessiert informiert sich selbst weiter, ansonsten nimmt man halt das vorgefertigte.

    Die Minderheit die das Thema betrifft sind halt nicht kaufkräftig genug. Das was wir tun können, ist unser Umfeld aufklären, und die Hoffnug nicht aufgeben, das sie begreifen, das nicht alles so ist, wie sie es in den Medien vorgesetzt bekommen.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    AW: Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

    ThunderBit schreibt:

    Die Minderheit die das Thema betrifft sind halt nicht kaufkräftig genug. Das was wir tun können, ist unser Umfeld aufklären, und die Hoffnug nicht aufgeben, das sie begreifen, das nicht alles so ist, wie sie es in den Medien vorgesetzt bekommen.

    das kann schon anstrengend genug sein *seufz*

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

    Ich weiss .
    Aber es gibt einem auch was zurück, wenn mn merkt, das das Umfeld aufgeschlossener wird und man wieder ein paar Menschen ein bischen mehr von der Welt gezeigt hat

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

    Hallo,

    wahrscheinlich gehört das hier nicht zum Thema, aber als ich hier gelesen habe ist mir ein Gedanke wieder gekommen. Mich nerven Kinder immer mehr, ich weiss das ist gegen die "gesell. Norm". Oft halte ich die kleinen quängelnden und schreienden "Monster" nicht aus. Schlimm ist das in den kaufhallen....

    Immer alles von ADHS ableiten halte ich für sehr fragwürdig, oft ist es auch mangelnde Erziehung bzw. das keine klaren Regeln gesetzt werden.

    lg tom

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