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Diskutiere im Thema Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #11
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen?

    Ich danke Dir. Werd mit dem Doc nochmal sprechen... komm ich wohl nicht drum rum.. Gott, was hab ich Schiss davor... Geht gar nicht

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen?

    schnubbel

    ich habe auch tage lang gezögert bevor ich es begonnen habe zu nehmen.
    ewig mit mir gerungen bis es so schlimm war und kurz davor ein benzo genommen hätte. habs aber nicht getan weil es gegen meine einstellung ist sich mit benzo voll zu hauen.
    bin aber auch noch nicht weiter hoch gegangen sollte nach dem 5ten tag auf 50mg hoch gehen.
    heute hätte ich hoch gehen sollen hab es aber nicht gemacht auch zwecks angst und so.
    schau wie es so weiter läuft und werde dann entscheiden .
    wenn du möchtest kann ich dir ja weiter berichten.
    ängste sind zurück gegangen .
    hab aber schiess zu zu nehmen das ist mein haupt problem in der ganzen sache.
    lg Andrea

  3. #13
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen?

    Hallo Andrea,

    blöde Frage, nimmt man davon zu??? Bzw. Ist man in der Lage arbeiten zu gehen, Autozu fahren???

  4. #14


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen?

    Hallo

    Generell ist es so, dass ein Antidepressivum in etwa 2 bis 3 Wochen braucht, bis sich die antidepressive Wirkung entfaltet.

    Bis sich die anxiolytische (angstlösende) Wikrung richtig bemerkbar macht, kann es noch etwas länger dauern.

    Um diese Zeit, in der sich auch Nebenwirkungen des Antidepressivums verstärkt bemerkbar mach und sogar Angst noch verstärkt werden kann, zu überbrücken sind Benzodiazepine das Mittel der Wahl, was dann auch nichts mit "Zuknallen" zu tun hat, sondern mit einem ganz normalen, geregelten Behandlungsverlauf.

    Sobald dann die Wirkung des Antidepressivums eingesetzt hat, wird das entsprechende Benzodiazepin über einige Tage wieder ausgeschlichen.

    Hierbei entsteht keine Abhängigkeit, weil die Dauer der Einnahme des Benzos zu kurz ist.

    Die Antidepressiva machen ohnehin nicht abhängig.

    Lediglich bei Abhängigkeits-/Suchtproblemen in der Vorgeschichte und noch ein paar seltenen Besonderheiten ist diese Vorgehensweise mit einem Benzodiazepin zur Überbrückung kontraindiziert.

    Antidepressiva, die gegen Angst wirken und auch für diesen Einsatzzweck zugelassen sind, kommen vor allem aus den Stoffgruppen der SSRI (z.B. Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, .... ) und der SNRI (z.B. Venlafaxin, Duloxetin, ...) , wobei sich sich die Wirkung auf bestimmte Formen der Angst etwas von Wirkstoff zu Wirkstoff unterscheidet und daher nicht jedes Antidepressivum für eine bestimmte Form von Angst gleich gut geeignet ist.
    Schnubbel schreibt:
    Bzw. Ist man in der Lage arbeiten zu gehen, Auto zu fahren???
    Das kommt auf das Benzodiazepin und die individuelle Reaktion darauf an.

    50mg/Tag Dikaliumclorazepat (Tranxilium) sind z.B. eine relativ geringe Dosierung und 50mg/Tag Lorazepam (Tavor) führen Menschen, die nicht seit langem hochgradig abhängig von Benzodizepinen sind, umgehend auf die Intensivstation (noch im besten Fall).

    Was man sich bei Benzodiazepinen im Straßenverkehr immer klar sein muss: Diese werden von Drogentests erkannt und sollte es zu einem Unfall oder sonstigen Auffälligkeiten im Strassenverkehr kommen und dann Benzodizepine festgestellt werden, so sind die Folgen enorm.


    Liebe Grüße,
    Alex

  5. #15
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen?

    Wow, Alex, danke für Deinen äußerst informativen Beitrag.. Dass Benzos nicht ohne sind, war mir bewusst, aber im Zusammenhang mit Konsequenzen bei nem Unfall.. oh nee...

    Ich werd vielleicht nach nem SSRI fragen. Hatte mal Cipramil, aber brutal schlecht gesehen. Meine Brille hätte ich in die Tonne werfen können, weil sie nichts mehr brachte..
    Vielleicht Fluoxetin, weil ich auch essensmäßig nicht richtig in der Spur laufe... Das soll sich ja mit MPH vertragen...

    Problem, ich werd jetzt nachts verstärkt mit Herzrasen und Panik wach. Ob es traumbedingt ist, weiß ich nicht. Am Morgen ist alles vorbei, gut... wie wenn nichts gewesen wäre...

    LG Schnubbel

  6. #16


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen?

    Hallo

    Wie gesagt hat jedes angstlösende Antidepressivum im Punkt der Behandlung von Angst sein "Spezialgebiet".

    Zudem hat nicht jedes Antidepressivum eine Zulassung für jede Form von Angst.

    Daher ist es wichtig, dass du deinem Arzt so genau wie möglich beschreibst, wie sich die Angst bei dir äußert, in welchen Situationen und Tageszeiten sie verstärkt oder nur gering auftritt und alle weiteren Einzelheiten, die dir dazu einfallen.

    Erfahrungen, die du bereits mit bestimmten Wirkstoffen gemacht hast, spielen da natürlich eventuell auch eine Rolle.

    Das bildet die Grundlage für die Entscheidung des Arztes, welcher Wirkstoff voraussichtlich am geeignetsten ist und welche Wirkstoffe eher nicht.

    Cipramil (also Citalopram) wird in den letzten Jahren aufgrund der häufigen und zahlreichen Nebenwirkungen immer weniger eingesetzt.

    Nicht umsonst hat man aus dem Wirkstoff Citalopram das Escitalopram weiter entwickelt (steht noch unter Patentschutz, einziger Handelsname derzeit: Cipralex), das über eine wesentlich bessere Relation zwischen Wirkung und zu erwartenden Nebenwirkungen verfügt.

    Wie gesagt ist es eben aber das Wichtigste, dass der Wirkstoff generell zu deiner speziellen Form von Angst "passt", wozu jeder Facharzt die entsprechenden Kenntnisse und Erfahrungen hat.




    Liebe Grüße,
    Alex

  7. #17
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
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    AW: Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen?

    Dann werd ich das mal ansprechen... Danke Dir!!!

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen?

    Citalopram.

    Ich hatte gerade im Urlaub bei meinen Eltern mit einer Freundin aus der Kindheit
    gesprochen, sie leidet seit 2 Jahren an einer starken Angststörung. Fing auf Arbeit
    an, die war im Vorzimmer für 3 Ärzte zuständig und völlig überlastet.

    Sie nimmt jetzt 1 Jahr Citalopram und kommt seit 6 Monaten super klar damit, bis auf
    Schweißausbrüche und Kleinkram.

    Das Problem war aber, es wirkte eigentlich erst nach 6 Monaten und bis dahin waren
    die Symptome enorm verstärkt und wie sie sagte, die Hölle. Es war ein totaler Kraftakt
    und sie dachte sogar an Suizid.

    6 Monate Hölle, bis dann die Wirkung kam. Also in meinen Augen ist das nicht zu vertreten!

    Ich hatte vor 1 Jahr Cipralex und hielt 1 Woche durch. Es war die schlimmste Woche
    meines Lebens. Wegen starker Nesselsucht musste ich sie dann aber eh weglassen.

    SSRI, Trevilor und alles in die Richtung, kommt für mich nie wieder in Frage. TCA auch
    nicht. Hab übermorgen Termin und werde was bekommen. Ich frage mich nur, was.

  9. #19


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
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    Blog-Einträge: 40

    AW: Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen?

    Hallo

    matt_e schreibt:
    SSRI, Trevilor und alles in die Richtung, kommt für mich nie wieder in Frage. TCA auch
    nicht.

    Schön zu wissen.

    Nur sind Erfahrungen von Antidepressiva (auch mit SSRI und SNRI und (seltener) TZA) respektive deren aufgetretene Wirkungen und Nebenwirkungen in keinem Fall übertragbar, da sie enorm individuell sind.

    Ich kenne sehr viele Leute, denen SNRI und auch SSRI oder TZA sehr geholfen haben und die sie nicht mehr missen wollten.

    Die anfänglich verstärkt auftretenden Nebenwirkungen und auch eine Verstärkung von Angst und "Leidensdruck" lassen wich vorübergehend sehr gut mit Benzodiazepinen oder einigen Neuroleptika überbrücken.

    Das ist aber eben alles sehr individuell und Erfahrungen anderer User nützen bei dem Ganzen daher wenig bis nichts oder sind sogar kontraproduktiv.






    Liebe Grüße,
    Alex

  10. #20
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
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    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Wieder Angst.. doch nach Antidepressivum fragen?

    Hallo Ihr beiden,

    also ich denke auch, es ist von Mensch zu Mensch verschieden, wie man reagiert. Vor den Benzos geb ich zu, hab ich wirklich nen heiden Respekt und versuche lieber die NW zu ertragen oder ohne Medi klar zu kommen.

    Also ich bin grundsätzlich SSRIs aufgeschlossen gegenüber. Auch nach meinem negativen Erlebnis mit Paroxtein. Mein Doc meinte, dass es ne paradoxe Wirkung war und das sei legitim.. auch kann ich mich nach 50 oder 100mg Opipramol den ganzen Tag in die Ecke hauen, weils mich zudröhnt. Auch wenns kein AD dieser Gruppe ist.

    Cipramil hatte ich auch NW, aber besser auszuhalten als beim Paroxetin. Das schlimmste war, dass ich sehr sehr schlecht zu sehen begann, trotz Brille. Das ist beim Autofahren ein Risiko..

    Werds trotzdem versuchen, wenn man mich nochmal auf was anderes einschleichen will. Der Leidensdruck ist sehr hoch... also versuch ich mich drauf einzulassen.. irgendwie..

    LG Schnubbel

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