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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 62

    Verschiedene Methylphenidatpräparate

    hallo,

    meine aerztin hat mir methylphenidat von hexal ( 10mg ) verordnet, welches ich seit vier wochen einnehme.

    meinem sohn hingegen wurde von seinem arzt Methylpheni TAD ( 10mg ) verordnet.

    da scheint sich also lediglich der hersteller zu unterscheiden, oder gibt es da tatsaechlich auch unterschiede in der qualitaet des medikamentes?

    mein sohn ist einige monate vor mir diagnostiziert worden, wir haben aber fast zeitgleich die medikamentoese behandlung begonnen. bei ihm variiert allerdings die dosierung.

    da es ja mehrere praeparate gibt die zur behandlung in frage kommen interessiert mich welches kriterium der arzt bei der verordnung anwendet?

    wer hat erfahrungswerte diesbezueglich?

    vg adelicious
    Geändert von adelicious (24.11.2010 um 15:46 Uhr)

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Verschiedene Methylphenidatpräparate

    Ritalin (Methylphenidat)

    Bericht ist von 2003, weiss nicht,ob es diesbezgl. noch mehr gibt

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Verschiedene Methylphenidatpräparate

    Hallo

    adelicious schreibt:
    da scheint sich also lediglich der hersteller zu unterscheiden, oder gibt es da tatsaechlich auch unterschiede in der qualitaet des medikamentes?
    Da muss man erst mal grundlegend unterscheiden zwischen

    1. retardierten (Retard-)-Präparaten, bei denen der Wirkstoff verzögert und über einen verlängerten Zeitraum hinweg freigesetzt wird und

    2. unretardierten Methylphenidat-Präparaten
    , die den Wirkstoff sofort freisetzen.


    1. Retardierte
    Präparate (Ritalin LA/SR, Medikinet retard, Concerta, Equasym retard) unterschieden sich erheblich in verschiedenen Punkten wie Wirkdauer und dem Verlauf der Wirkung über den Tagesverlauf hinweg.

    Hierzu mal eine Grafik:

    http://adhs-chaoten.net/content/Plas...MPH_retard.png



    2. Bei unretardierten Präparaten (Ritalin, Medikinet, Equasym, MethylpheniTAD, MPH von Hexal, 1A-Pharma usw.) gibt es zahlreiche, verschiedene Meinungen, ob es da wirklich einen signifikanten Unterschied zwischen den Präparaten bzw deren Wirkaspekten gibt.

    Qualitativ gibt es meiner Ansicht nach sicher keinen Unterschied zwischen den unretardierten Methylphenidat-Präparaten, jedoch sind z.B. verschiedene Beistoffe in unterschiedlichen Zusammensetzungen in den verschiedenen Präparaten und sie unterscheiden sich auch geringfügig in anderen Punkten, so, dass ich mir da durchaus kleinere Unterschiede in der verspürten Wirkung vorstellen kann.

    Das wird auch so immer wieder mal von Leuten berichtet, die unterschiedliche Erfahrung mit mehreren, unretardierten Präparaten gemacht haben und ich sehe auch keinen wirklichen Grund, das komplett in die Richtung "Placeboeffekt" oder Vergleichbarem zu verschieben.

    adelicious schreibt:
    da es ja mehrere praeparate gibt die zur behandlung in frage kommen interessiert mich welches kriterium der arzt bei der verordnung anwendet?
    Der Arzt wird hierbei sehr persönliche und individuelle Kriterien anwenden.

    Jeder Arzt hat mit Medikamenten seine Erfahrungswerte und wird vorrangig auf diesen, sowie auf individuellen Gegebenheiten beim Patienten basierend das Präparate auswählen.

    Was man auch nicht vergessen darf ist, dass es (im Falle einer Kostenübernahme) teilweise Versorgungsverträge mit den Krankenkassen gibt, die mehr oder weniger vorschreiben, von welchen Herstellern ein Medikament verordnet werden muss.

    Der übliche Weg ist, erst einmal die notwendige Tagesmenge an Methylphenidat mit einem unretardierten Präparat zu ermitteln und danach bzw nach einiger Zeit dann versuchsweise evtl. auf ein retardiertes Pärparat zu wechseln.

    Wobei man hier dazu sagen muss, dass speziell bei Erwachsenen mit einer ADS bzw. ADHS das Finden eines wirklich "passenden", retardierten Präparates sehr schwierig ist und entweder sehr lange und viele Versuche dauern kann oder sogar wieder verworfen wird und unretradiertes Methylphenidat verordnet wird.




    Liebe Grüße,
    Alex

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Verschiedene Methylphenidatpräparate

    HI,
    sehr gute Graphik.
    Mich würde allerdings interessieren, aus wessen Feder sie stamm und unter welchen Vorraussetzungen diese Werte ermittelt wurde. Wenn ich für Medikinet Retard eine Graphik erstellen müsste, sähe das ganze etwas anders aus. Gefühlt -->
    http://adhs-chaoten.net/picture.php?...d=2661&thumb=1

    Der Graph sollte eig. bei 0,0 beginnen . Verschiebt sich also alles und nach 4 -5 stunden is die Wirkung hin..
    Geändert von compiler (29.11.2010 um 14:18 Uhr) Grund: Graphik flasch formatiert :)

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