Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 14

Diskutiere im Thema Nocheinmal wegen Antidepressiva / Venlafaxin im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    Nocheinmal wegen Antidepressiva / Venlafaxin

    Ich soll eigentlich schon 2 Wochen Venlafaxin nehmen, mache ich aber nicht. Nach
    wie vor bin ich der Meinung, mir geht es nicht unbedingt super (täglich so komische
    Unruhe, Kopfschmerzen, starkes kribbeln/zucken in den Beinen, schnell gereizt etc.),
    aber eben immer noch viel zu gut für ein solches Medikament.
    Ich bin aus meiner Sicht aktiv genug, laufe viel mit dem Hund, hab ständig SmallTalk
    mit Leuten draußen, koche, auch mal für Bekannte mit, hab keine Schlafstörungen.

    Ich hab in den letzten 4 Wochen viel bei ebay verkauft, täglich was eingestellt, mit den
    Leuten geschrieben, weil Fragen kamen, über 50 Pakete gepackt und verschickt,
    fast täglich lange auf der Post angestanden.

    Kurz, ich mache und schaffe alles gut, wenn ich es mir einteilen kann und wenn ich
    mein eigener Chef bin. Ich bin nicht schwermütig, weine nie.

    Mir geht es körperlich halt oft nicht gut und ich vermute, in erster Linie führt das zu
    einer gewissen Abgenervtheit.

    Ich hab eine Tendenz zu hohem Blutdruck und meine Herzfrequenz ist auch nie
    unter 80/85. Sind alles Bereiche, wo ich keine Senker brauch, aber die Tendenz
    ist da. Ein Hang zu schnellem Schwitzen ist auch enorm da und das nervt. Die
    Cholesterin Werte sind auch hoch, trotz Normalgewicht und eigentlich normaler
    Ernährung. Liegt einfach in der Familie.

    Das sind nun alles Punkte, die mit Venlafaxin nicht besser werden, nein, eher sollte
    man da abwägen.

    In 3 Woche hab ich wieder Termin und ich will den Doc auch nicht vor den Kopf
    stoßen. Ich weiß echt nicht, was ich machen soll.

    Ich stehe auf dem Standpunkt, Venalfaxin ist ein schweres Medikament und das
    bekommt man eigentlich nur, wenn NICHTS mehr geht. Das ist bei mir aber nicht so.

    Was soll ich denn machen?

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.806
    Blog-Einträge: 40

    AW: Nocheinmal wegen Antidepressiva / Venlafaxin

    Hallo

    Naja, was soll man denn jetzt dazu sagen?

    Vielleicht solltest du mal deinem Arzt vertrauen und die Medikamente einnehmen, die er dir verordnet?

    Sollten dabei dann wirklich derart gravierende Nebenwirkungen auftreten, dass du die Einnahme unmöglich weiter fortsetzen kannst, dann wäre das eine neue Situation, die man aber im Voraus nicht vorhersagen kann.

    Ich stehe auf dem Standpunkt, Venalfaxin ist ein schweres Medikament und das
    bekommt man eigentlich nur, wenn NICHTS mehr geht. Das ist bei mir aber nicht so.
    Venlafaxin ist insgesamt ein recht potenter Wirkstoff, das ist so richtig, aber insgesamt auch mit einer guten Verträglichkeit.

    Wie er aber bei einem einzelnen Menschen wirkt und welche Nebenwirkungen auftauchen ist - wie bei allen Psychopharmaka und insbesondere bei Antidepressiva - sehr individuell.

    Vielleicht erst mal versuchen und dann beurteilen?

    Die Ultima Ratio bei Depressionen, die man nur dann bekommt, wenn gar nichts anderes mehr hilft, ist Venlafaxin im Übrigen ganz sicher nicht.

    Das wären Therapien wie kombinierte Antidepressiva, Augmentation eines oder mehrerer gleichzeitig eingenommener Antidepressiva durch Substanzen wie Lithium, EKT-Behandlungen (Elektrokonvulsionstherapie) in Kombination mit einem oder mehrerer Antidepressiva und weitere dann wirklich "schwere" Maßnahmen.





    Liebe Grüße,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Nocheinmal wegen AD

    Danke. Ja, stimmt natürlich, man kann nicht nach den Horrorberichten im Netz gehen,
    da die Wirkung bei jedem anders ist. Daneben hab ich auch viel Positives gelesen
    und selbst das Absetzen machte nicht allen Probleme.

    Ich werde es also nur selbst versuchen müssen.

    Bei mir geht es ja nicht um Depression, sondern um körperliche Symptome und eine
    gewisse Abschirmung gegen Reizüberflutung, Abgenervtheit. Wenn der Fahrstuhl
    nicht in 5 Sekunden da ist werde ich schon sehr sauer. Etc.

    Der Doc kam nach 3 Terminen zu den Ergebnis "schwere Form von ADS" und ich
    schätze, da denkt jeder Doc an Medikamente. Gerade, weil ja auch schon einige
    Störungen wohl in Folge da sind.

    Klar, hab ich ja in der Klinik gesehen, die Leute mit schwerer Depression bekamen
    ganz andere Medikamente, nicht selten 2 oder 3 und in Dosierungen, da wurde mir
    schon beim Gedanken daran übel. Mir waren schon 25 mg Stangyl zu viel,
    manche nahmen davon 300 mg.

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.806
    Blog-Einträge: 40

    AW: Nocheinmal wegen AD

    Hallo

    matt_e schreibt:
    Bei mir geht es ja nicht um Depression, sondern um körperliche Symptome und eine
    gewisse Abschirmung gegen Reizüberflutung, Abgenervtheit. Wenn der Fahrstuhl
    nicht in 5 Sekunden da ist werde ich schon sehr sauer. Etc.
    Dagegen dann Venlafaxin?

    Das klingt zumindest nach einem interessanten Vorhaben.

    Welche Dosierung wurde dir denn von deinem Arzt verordnet? (nur mal Interessehalber)

    matt_e schreibt:
    Der Doc kam nach 3 Terminen zu den Ergebnis "schwere Form von ADS"
    Das finde ich auch interessant ...

    In dem Fall würden mich mal ausgesprochen die diagnostischen Leitlinien und die entsprechenden Diagnosekriterien respektive deren Herausgeber interessieren, in denen verschieden schwere Ausprägungen einer ADS definiert sind bzw. was denn da so zu einer "schweren Form" gehört.





    Liebe Grüße,
    Alex

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Nocheinmal wegen Antidepressiva / Venlafaxin

    @ Alex

    Ja, ich gehe eigentlich auch eher davon aus, Venlafaxin ist in einigen Punkten nicht so richtig für mich. Vom Bauchgefühl hab ich bei mir immer eher so den Eindruck, ich bräuchte ein Beruhigungsmittel. Ich hatte schon bei Elontril das Gefühl, ich platze jeden Moment und ob da Venlafaxin nun anders wirkt, ich hab Zweifel.

    Na ja, einen ziemlichen Anteil hat bei mir auch diese Unruhe, die schnell zur Angstproblematik wird. Völlig grundlos, es gibt also keinen klaren Auslöser. Und Venlafaxin soll da wohl gut wirken, kann es aber auch sehr verstärken, meist am Anfang.

    Mit 37,5 mg soll ich anfangen, nach 2 Wochen 75 mg.

    Wegen der Diagnose. Also er hat es eigentlich so gemacht, wie es ein soll. Würde ich mal sagen. Vorgeschichte, Zeugnisse/Beurteilungen, aktuelle Situation, etliche Fragebögen, Gespräche an 3 Terminen, alte Befunde etc. Blutbild wurde gemacht, 2 Befunde MRT Kopf hatte ich auch noch.

    Mehr kann man doch nicht machen. Oder? AD(H)S kann man nicht in bildgebenden Verfahren nachweisen, nicht im Blut oder was auch immer. Letztlich ist es eine Diagnose, die sich fast ausschließlich auf Fragebögen, Lebenslauf, Verhalten und eventuell schon vorliegende psychologische Befunde stützt.

    Oder wie meinst Du das Alex?

    Wegen schwere Form. Na ja, bestimmte Punktezahlen aus den Fragebögen ergeben das wohl. Und bei mir stehen eben auch schon verschiedene andere Diagnosen im Raum, von verschiedenen Stellen, die mich z.T. lange kennen. Depressive Anpassungsstörung, Zwänge (war mal), Implusive Persönlichkeitsakzentuierung, Panikstörung, Persönlichkeitsstörung.

    Was Leichtes ist es da also eher nicht.

  6. #6


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.806
    Blog-Einträge: 40

    AW: Nocheinmal wegen Antidepressiva / Venlafaxin

    Hallo

    Naja, man kann ja Venlafaxin auch gegen eine ADHS- bzw. ADS-Symptomatik einsetzen, aber dafür braucht es Dosierung von 300mg/Tag oder mehr, will man da einen wirklichen Effekt erzielen, weil ansonsten das Venlafaxin gar keine oder zumindest keine relevante noradrenerge oder sogar dopaminerge Wirkung hat, sondern primär nur als SSRI, also serotonerg, wirkt.

    matt_e schreibt:
    Na ja, einen ziemlichen Anteil hat bei mir auch diese Unruhe, die schnell zur Angstproblematik wird. Völlig grundlos, es gibt also keinen klaren Auslöser. Und Venlafaxin soll da wohl gut wirken, kann es aber auch sehr verstärken, meist am Anfang.
    Gegen alle möglichen Arten von Angststörungen (sogar gegen soziale Phobie) ist Venlafaxin ein ausgezeichneter Wirkstoff.

    Hat aber nichts mit einer Reizfilterung oder ähnlichem zu tun.

    matt_e schreibt:
    Wegen der Diagnose. Also er hat es eigentlich so gemacht, wie es ein soll. Würde ich mal sagen. Vorgeschichte, Zeugnisse/Beurteilungen, aktuelle Situation, etliche Fragebögen, Gespräche an 3 Terminen, alte Befunde etc. Blutbild wurde gemacht, 2 Befunde MRT Kopf hatte ich auch noch.
    Das klingt ja schonmal gut.

    Nur mal noch interessehalber: War das MRT ein funktionelles oder ein "normales" MRT?

    matt_e schreibt:
    Wegen schwere Form. Na ja, bestimmte Punktezahlen aus den Fragebögen ergeben das wohl. Und bei mir stehen eben auch schon verschiedene andere Diagnosen im Raum, von verschiedenen Stellen, die mich z.T. lange kennen. Depressive Anpassungsstörung, Zwänge (war mal), Implusive Persönlichkeitsakzentuierung, Panikstörung, Persönlichkeitsstörung.
    Es gibt bei dem Ergebnis einer ADS-/ADHS-Diagnostik nur vier Möglichkeiten:


    1. Ausreichend gesichert: Ja
    2. Ausreichend gesichert: Nein
    3. Verdacht auf Vorliegen einer ADS bzw ADHS
    4. Diagnosestellung im Moment nicht möglich (z.B. aufgrund unbehandelter und die AD(H)S-Symptomatik überlagernder Komorbiditäten).


    Abstufungen im Schweregrad gibt es nicht und was du oben schilderst, sind Folgeerkrankungen, die nichts mehr mit der eigentlichen AD(H)S zu tun haben.

    Was aber auch eigentlich nicht hier ins Thema gehört, da es hier eben nach wie vor (nur) um Venlafaxin geht.

    Ich wäre in jedem Fall sehr daran interessiert, wie das mit dem Venlafaxin bei dir weiter geht und hoffe, dass du uns hier daran teilhaben lässt.




    Liebe Grüße,
    Alex

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Nocheinmal wegen Antidepressiva / Venlafaxin

    Elontril mit Venlafaxin zu vergleichen ist ungefähr so,als vergleichst Du einen Smart mit einem Ferrari.
    Wenn Du solche Angst vor dem Medikament hast,jeder stinknormale SSRI ersetzt Venlafaxin.
    Es wirkt bis zu der Normaldosis sowieso wie ein reiner SSRI.

    Ich unterscheide bei Nebenwirkungen immer kann das tödlich sein,schwere Nebenwirkungen ,die gesundheitlich schädlich sind,haben, ,oder sind es zwar unangenehme aber vollkommen harmlose ungefährliche Nebenwirkungen.
    Mich wundert dass dir dein Arzt das nicht sagt,wenn Du solche Bedenken/Ängste hast.

    Unter Nebenwirkungen steht im "Ärztebuch":unter anderem:

    Erst ab 225 mg!!geringfügiger Blutdruckanstieg.

    Häufiger aber dennoch harmlos:

    Appetitlosigkeit,Übelkeit,etc nur harmlose Sachen,die sicher auch unangenehm von der Empfindung sein können,aber wirklich harmlos sind.
    Alles was Du befürchtest innere Unruhe,Agitiertheit,Schlafstö rungen erst ,wenn überhaupt bei sehr hosen Dosen,weil dann das Noradrenalin seine Wirkung tut.
    Willst Du das Medikament als AD einsetzen,brauchst das geringe Noradrenalin in der Normaldosis nicht,und könntest jeden SSRI nehmen.

    Unter den SSRI hast dann wiederum ne große Auswahl.

    SSRI sind wirklich harmlose Medikamente.

    Das waren paar Fakten,Du und dein Arzt entscheiden natürlich was zu tun,oder zu unterlassen ist.
    Dann müsstest du ja bei Elontril Horrorängste gehabt haben,wenn es um Nebenwirkungen geht.

    Kleiner Tipp zum Schluss.Hausarzt = der Arzt deines Vertrauens kannst sicher auch fragen,weil mit SSRI etc kennen die sich auch meist noch aus.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Nocheinmal wegen Antidepressiva / Venlafaxin

    Hallo Alex,

    ja, gegen die Angstsymptome hätte ich nach nun fast 2 Jahren schon dann doch gern mal was. Hab es immer abgelehnt, aber scheinbar geht es doch nicht ohne Medikament. Es ist einfach mühsam und nimmt dann doch etwas die Lebensfreude.

    Die MRT Kopf waren normale, also nur mit Kontrastmittel. Auffälligkeiten gab es da aber keine, bis auf eine Kleinigkeit: "Kleiner Defekt rechts cerebellär/basal (DD posttraumatisch). Was das genau bedeutet, keine Ahnung. Dem Doc fiel es auf, ist aber wohl nicht so sehr dramatisch.

    Wegen dem Doc, hm..., also den hab ich ja über die Charité und ich vermute mal, schlecht kann das nicht sein und er macht ja ausschließlich AD(H)S. Über den Ablauf der Diagnose hatte ich mich vorher schon informiert (belesen), auch bei der Bundesärztekammer. Und so lief es bei dem Doc auch. Ich denke schon, da in guten Händen zu sein.

    Er sagte mir eben auch, nach nun fast 2 Jahren der Suche nach den Ursachen fanden 2 Psychologen und 4 Psychiater nichts. Von AD(H)S war da aber auch null Ahnung vorhanden. Und wie der Doc meinte, ist ADS das Grundproblem und hat leider schon zu den Folgestörungen geführt.

    Im Vordergrund für den Doc steht Angst, Unruhe, Müdigkeit (schnell ermüdet) und körperliche Symptome, die wohl psychosomatisch sind. Antrieb hab ich, aber eigentlich nur bei den Dingen, die eh sein müssen, z.B. Gassi mit dem Hund oder einkaufen. Ziemlich lustlos bin ich dann doch. So kam der Doc zu Venlafaxin, also müsste es ja da helfen.

    Also ich werde Venlafaxin mal nehmen. Ich will ja auch, hab aber Angst. Wenn es nicht geht und ich Angstzustände bekomme, soll ja vorkommen, dann nehme ich 1/2 Diazepam, 2 hab ich, würde für 4 Tage reichen. Geht es dann immer noch nicht, dann lasse ich alles weg. So mache ich das...

    Hallo Chilischote,

    ich schätze mal, bei 75 mg wird der Doc nicht bleiben wollen, ich würde mal von 150 mg ausgehen.

    SSRI? Also ich hatte vor 1 Jahr Cipralex bekommen, fing mit 5 mg an, was ja nun echt nichts ist. Am 1. Tag Unruhe, am 2 Tag mehr Unruhe, am 3. Tag unerträgliche Unruhe, bekam in der Berliner S-Bahn völlig Panik (was ich sonst NIE hatte), wollte die Notbremse ziehen. (Kein Scherz!) Irgendwie kam dann noch Ausschlag dazu (Nesselsucht), ich hatte es so wie 1000 Mückenstiche am ganzen Körper. Abends im Bett bekam ich Todesängste und als mein Puls über Stunden konstant bei 170-180 war, fuhr ich ins Krankenhaus.
    Meine damalige Ärztin (Psychiater) hatte gerade Bereitschaft und sagte, allergische Reaktion, sofort weglassen Cipralex.

    Das waren die schlimmsten Tage meines Lebens. So eine Art von Unruhe und Angst hab ich noch nie erlebt und auch danach nie wieder gehabt. Ganz furchtbar.

    Wenn das bei Venlafaxin auch so in die Richtung geht, na schönen Dank. Vielleicht hätte ich das dem Doc mal so konkret erzählen sollen, hab ich nämlich nicht.

    Mein Hausarzt (FA für Innere)? Der hat von Psychopharmaka kaum Ahnung, verschreibt auch generell keine, überweist zu Psychiatern. Hab ihn schon gefragt, er hat null Ahnung, nur so vom Hörensagen. Da brauch ich nicht fragen.

    Ich hab übrigens auch von Betablockern Angst und Panikattacken bekommen, 5 verschiedene probiert, immer das Gleiche.

    Benzos hab ich nie genommen, nur mal eine Injektion bekommen. Da ging es mir super, aber das ist wohl keine Lösung.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Nocheinmal wegen Antidepressiva / Venlafaxin

    Ich noch mal. Also ich hab mir mal abschließend Gedanken gemacht. Ich gehöre nicht zu den Patienten, die sich einfach was einwerfen, ich mache mir auch Gedanken, informiere mich und nicht nur hier, sondern auch auf Fachseiten.

    Venlafaxin/Trevilor ist ein Medikament, welches bei mittlerer und schwerer Depression eingesetzt, eher bei schwerer. Weiterhin bei Angststörung und auch hier eher nicht bei leichten Formen.

    Wie ich schon schrieb, Depression hab ich nicht, ich bin nicht gehemmt, hab nie wirklich schlechte Laune, grübele nie, hab nie Schlafstörungen, weine nie, Antrieb hab ich genug, könnte eher weniger sein.

    Und allein da kann man sich schon fragen "Warum bekommt der Venlafaxin?" Das frage ich mich nämlich eigentlich auch.

    Den Arzt hatte ich das auch gesagt, aber für mich stehen ausschließlich körperliche Beschwerden im Vordergrund. Ausschließlich. Starke Missempfindungen in den Beinen, Taubheitsgefühl im linken Arm, mittlere bis starke Kopfschmerzen, Tinnitus. Damit plage ich mich jetzt seit gut 1,5 Jahren rum.

    Und dagegen bräuchte ich was und ob Venlafaxin da nun der Hit sein soll, ich bezweifele das sehr. Diese Beschwerden wurde bisher mit JEDEM Medikament nur noch wesentlich schlimmer, z.B. mit Elontril, Amitripylin, Stangyl, Cipralex. Ich hab nichts länger genommen, weil eben in der Anfangszeit alles nur schlimmer wurde und das toleriere ich nicht.
    Selbst mal 8 Wochen Trazodon (Thombran) brachte keinen Erfolg.

    Klar, mit Venlafaxin könnte alles anders sein, aber ich hab da arge Zweifel. Und allein die Zweifel sind schon eine schlechte Basis.

    Ich hatte letztes Jahr in der Tagesklinik Kontakt mit Leuten, die Venlafaxin nehmen. Selbst mir ging es zu der Zeit noch wesentlich schlechter, als heute, allein schon wegen der Panikattacken, die ich ja schon Monate nicht mehr hab. Aber von den Leuten war ich Lichtjahre entfernt und einige sagten auch zu mir "Du brauchst doch kein Medikament". Zu der Zeit nahm ich Stangyl und mir ging es nur schlecht, ständige Schweißausbrüche, Schwindel, Kopfschmerzen.

    Nein, Venlafaxin werde ich auf keinen Fall nehmen.

    Was mir noch spontan einfallen würde, wäre Mirtazapin, weil die wohl auch gut gegen Kopfschmerzen sein sollen und das würde mir schon reichen.

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Nocheinmal wegen Antidepressiva / Venlafaxin

    Nur paar "Gedanken",die mir beim Lesen deiner Texte durch den Kopf gehen....

    Du wirkst auf mich eher wie ein Angstpatient,als ein Depressiver...
    Angst kann aber auch Bestandteil einer Depression sein.....

    Es gibt eine Larvierte Depression:bei dieser Form stehen körperliche Beschwerden ( Schwindel,Kopfdruck) im Vordergrund.

    Es gibt auch eine "abgeschwächte Form der Depression" sg.Dysthymia=
    chronische depressive Verstimmung

    Deine ständigen Kopfschmerzen könnten auch "chronische" Migräne sein.Oder ein anderes internistisches Problem.

    Lustiger weise befinden sich in deiner Liste von Medikamenten,die du genommen hast,2,die ich eher als" hardcore" einstufen würde.

    Remergil soll auch gut helfen......

    Wenn Du vor Venlafaxin so Angst hast,dieses Medikament hat keine Sonderstellung,ist leicht austauschbar.....

    Bei Dir sehe ich eher die Problematik,dass Du aufgrund deiner Angst vor allen Medikamenten Angst hast.Zusätzlich hast Du " keine Ahnung" von Medikamenten,Nebenwirkungen etc,was dir zusätzlich Sorgen bereitet.....

    "Wir" hier,wollen Dir doch nicht einreden ,dass Du depressiv oder sonst etwas bist,und Venlafaxin nehmen musst.
    Jeder antwortet nur,was ihm dazu einfällt.

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Venlafaxin
    Von Karin68 im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 25.12.2010, 13:21
  2. Ritalin, Venlafaxin und Selbstwahrnehmung
    Von Rosenfee im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 31.10.2010, 10:59
  3. Trevilor Effexor Venlafaxin
    Von Eiselein im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 30
    Letzter Beitrag: 13.09.2010, 14:08
  4. Medikinet+Venlafaxin
    Von Domsen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 2.09.2010, 14:21
  5. extreme Müdigkeit - Venlafaxin
    Von Nordmann im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 11.08.2010, 16:30

Stichworte

Thema: Nocheinmal wegen Antidepressiva / Venlafaxin im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum