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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 16

    Welche medis

    Hallo

    ich wollte mal wissen was ihr für medikamente bekommt ??

    Also bei mir wurde vor ein paar wochen ADS/ADHS festgestellt und eine rezidivierenden depressiven Störung mittelgradige Episode.

    In dem bericht steht das die Bahandlung mit Stimulantien wie Methylphenidat die Medikation erster wahl ist.

    Beim gleichzeitigen Vorliegen einer rezidiviedirenden depressiven Störung und ADHS empfehlen sich folgende Vorgehensweisen: Entweder eine Behandlung mit Methylphenidat und einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmeinhibitor (SSRI), oder eine Behandlung mit einem, bei beiden Erkrankung klinisch oft hilfreich Medikament(selektive Serotonin-und Noradrenalin- Wiederaufnahmeinhibitoren) z.B Venlafaxin und Duloxetin oder mit Bupropion als selektiver Dopamin und Noradrenalin Wiederaufnahmeinhibitor.

    In meinem Fall wird der begin mit Venlafaxin empfohlen.

    Also so hat mir mein Neurologe Venlafaxin Verschrieben Ich sollte erst mit 37,5 beginnen und dann auf 2 mal 75 mg am tag steigern was ich auch gemacht habe !

    Wenn ich meinen Neurologe auf Ritalin anspreche stellt er sich irgendwie dagegen und versucht es mir mehr oder wehniger auszureden es sei ja ein off label usw.

    Jetzt wollte ich mal wissen ob vielleicht einer von euch erfahrung mit beiden medis hat also mit venlafaxin und Methylphenidat hat also beide zuammen nimmt oder so ???

    über antworten tips und ratschläge würde ich mich sehr freun

    Gruß
    Marcel

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 61

    AW: Welche medis

    Hallo Marcel,

    laut Aussage meiner Neurologin kann man nicht Beides zusammen nehmen.

    Ich bekam MTH - meine Depressionen sind schlimmer geworden.
    An dieser Stelle riet mir meine Neurologin zu einem hochdosiertem Johanniskraut plus MTH

    und nun stelle ich fest, das mir das MTH anscheinend gar nicht hilft - irgendwie wirkt es aber ich kann es nicht einordnen. Mit dem Johanniskraut (900mg/1x/Tag) geht es mit viel besser - wenig bis keine Depris.

    MTH: Es geht mir damit nur anders - mal besser mal nicht besser - mal schlechter mal nicht schlechter - ich kann es einfach nicht eindeutig sagen. Ich hab nur eine sehr kleine Dosis MTH genommen. Zwischen 2,5 und 10mg Einzeldosis - hin und her probiert. Bei 10mg war ich eindeutig überdosiert und darunter hatte ich teils gute Wirkung und teils Verschlechterung. Wenn ich dachte - jetzt hab ich die Dosis gefunden - hat es dann nicht mehr funktioniert.
    Hab es nun abgesetzt.
    In zwei Wochen hab ich einen Termin bei meiner Neurologin und denke, das sie mir dann Venlafaxin verschreiben will.
    Ich habe schon verschiedene Antidepressiva verschrieben bekommen und damit nur negative Erfahrungen gemacht. Es ging mir damit immer schlecht, ja richtig mies.
    Jetzt hab ich richtig Angst davor.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Welche medis

    Das schreibt die Bundesärztekammer:
    Bundesärztekammer - 7. ADHS im Erwachsenenalter

    SSRI sind da kein Thema, sondern z.B. Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer bzw. Antidepressiva mit dualem Wirkprinzip und kombinierte Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Konkret: Venlafaxin/Trevilor oder Elontril. Und das ist nach MPH gleich 2. Wahl.

    So hat mir das auch mein Doc gesagt und der ist Profi auf dem Gebiet, mit 900 Patienten und nur AD(H)S, andere nimmt er nicht (mehr).

    Und die o.g. AD kann man sehr wohl mit MPH kombinieren.

    Bei der medikamentösen Therapie ist es auch entscheidend, was im Vordergrund steht. Viele Patienten mit AD(H)S leiden an Folgestörungen, wie eben Depression oder Episoden mit oder ohne Angst-/Panikstörung, Zwängen, Persönlichkeitsstörungen u.m. Auch wenn ich es immer noch nicht ganz so eng sehe, bei mir ist es genau so. Wenn diese Folgestörungen dann im Vordergrund stehen, auch schon mit psychosomatischen Beschwerden, dann werden die behandelt und eben i.d.R. mit AD, wie z.B. Venlafaxin/Trevilor.

    Stimulanzien wie MPH und Elontril gehört auch dazu, können auch nach hinten losgehen, z.B. wenn eh schon eine Angst-/Panikstörung da ist oder Hypochondrie. Allein Erhöhung von Herzfrequenz oder/und Blutdruckanstieg löst da bei manchen Leuten schon Unruhe und Angst aus.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Welche medis

    Kommt auf den Schweregrad der Depression an, bzw. der Angststörung, bzw. anderer Komorbiditäten.

    Je schwerer die Depression, umso vorsichtiger der Umgang mit Stimulanzien.

    Johanneskraut macht viele ADHSler, ähnlich wie Balderian/Hopfen-Präparate hibbelig, ist allenfalls bei leichten Depressionen angezeigt.

    Steht die Depression ausgeprägt im Vordergrund, muss diese schwerpunktmässig angegangen werden.

    Venlafaxin kann man promblemlos mit Mph kombinieren.

    Wirkliche Profis verwenden Substanzen mit dualem Wirkprinzip (in dem Fall auf Serotonin und Noradrenalin) allenfalls bei beschissener Compliance. Weil man bei diesen Medikamenten, nicht genau sagen kann, wie stark sie wann und wie auf was wirken. Und verwenden gegebenfalls SSRI und NARI getrennt oder in Kombination.

    Ums zeitinsensive Experimentieren mit dem Arzt Eures Vertrauens kommt ihr nicht herum. Eine einfache Antwort gibt es leider nicht.

    Viel Glück!

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