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Diskutiere im Thema Erwartungen? Was hat sich bei euch verändert? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 562

    AW: Erwartungen? Was hat sich bei euch verändert?

    hallo also bei mir positiv geändert (+) hat sich:

    dauer der konzentrationsfähigkeit, dinge verstehen die kompliziert und/oder uninteressant sind, mehr geduld beim warten,motivation zb beim aufräumen, mehr odnung, struktur und weniger verpeilt im kopf sein.
    im praktisch-motorischen bereich sind es jedoch eher nur diese kleinen dinge.

    verschlechtert (-):

    leichte stimmungstiefs,manchmal leichte schlafstörungen und panikattacken (kenn ich aber auch ohne medis),gefühl nicht mehr ganz "ich selbst" zu sein.

    teils extreme planung des tagesablaufs, rückzug und etwas "kirre" werden wenn dann was dazwischenkommt...(kann man aber sowohl positiv als auch negativ sehen)


    gleich geblieben:

    punkto selbstständigkeit,sich in alltag und leben/gesellschaft zurechtzufinden, so dinge wie arbeitsmarkt,behörden und andere größere organisatorische und praktische anforderungen plus wahrnehmung..
    da tut sich leider immer noch nix.


    Lg crazyy

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Erwartungen? Was hat sich bei euch verändert?

    Heute ist mein 3. Tag mit MPH
    Ich soll alle 4 Std. eine halbe 10 mg Tablette nehmen. Das 3x am Tag, also 15mg am Tag.

    Was immer gleich ist, ist dass ich eine halbe Std nach der Einnahme Herzrasen bekomme.
    Nicht schlimm, aber deutlich spürbar.
    Danach werde ich plötzlich ganz klar im Kopf. Hochkonzentriert wie ich es mein ganzes Leben vorher nie war.
    Manchmal ein bisschen Bauch- und Kopfschmerzen, die sich aber mit Traubenzucker in den Griff bekommen lassen.

    Am ersten Tag stellte ich fest, dass die Wirkung mit jeder Tablette. die ich nahm, stärker wurde. Ich war begeistert und ging am ersten Abend völlig glücklich ins Bett. Endlich mal einen Tag lang alles geleistet ohne mich völlig ausgelaugt und erschöpft zu fühlen.
    Wie immer alles geschafft, aber endlich ohne Totalerschöpfung.
    Gut schlafen konnte ich auch.

    Am 2 ten Tag verliefen die Effekte tagsüber genauso.
    Nur dann veränderte sich etwas:
    Als die letzte Dosis nachlies, wurde ich soooo müde, das ich schon merkte, dass mir das Sprechen Schwierigkeiten macht, ich hatte das Gefühl meine Zunge nicht kontrollieren zu können und glaube auch, dass ich etwas lallte.
    Mir war etwas schwindelig. So als hätte man ein bisschen zu viel Wein getrunken. Im TV lief "Galileo" und ich konnte den Erklärungen dort nicht mehr folgen. Ich hatte das Gefühl, plötzlich gar nichts mehr begreifen zu können. Ist das der sog. "rebound"? So heftig, dass man gar nichts mehr versteht?
    Bedeutet das, dass man wenn man einmal MPH angefangen hat, nie mehr ohne kann, weil man dann noch weniger auf die Reihe kriegt als früher ohne Medikation? Wird man auf diese Weise abhängig?
    Ich ging dann auch geich schlafen. Habe gut geschlafen.

    Nur leider war dieses "Betrunken" - Gefühl auch heute morgen noch da. Und hält auch jetzt - eine Stunde nach Einnahme meiner morgens-Tablette- noch an.
    Merke dass ich konzentriert bin, bin aber gleichzeitig unglaublich müde.
    Kennt jemand so etwas?
    Geändert von ADSLady ( 4.11.2010 um 08:20 Uhr)

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 112

    AW: Erwartungen? Was hat sich bei euch verändert?

    also bei mir wirkt mph ziemlich anders. wenn ihc es nehme alles gut hört die wirkung auf werd ichunruhig, herzrasen.
    das was du da beschreibst hört sich für mich an wie einer meiner amphetamin exzesse, nehmen, herzrasen kick klar im kopf, hochkonzentriert.

    auch bin ihc über die niederen dosen erstaunt die ihr hier alle nehmt.
    bei so wenig könnt ich das auch direkt weglassen, tagesdosis 80mg mph, 2x ritalin la 30mg und 1x mph 20mg nichtretardiert fürs schlafengehen

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: Erwartungen? Was hat sich bei euch verändert?

    @ ADS Lady

    Am 2 ten Tag verliefen die Effekte tagsüber genauso.
    Nur dann veränderte sich etwas:
    Als die letzte Dosis nachlies, wurde ich soooo müde, das ich schon merkte, dass mir das Sprechen Schwierigkeiten macht, ich hatte das Gefühl meine Zunge nicht kontrollieren zu können und glaube auch, dass ich etwas lallte.
    Mir war etwas schwindelig. So als hätte man ein bisschen zu viel Wein getrunken. Im TV lief "Galileo" und ich konnte den Erklärungen dort nicht mehr folgen. Ich hatte das Gefühl, plötzlich gar nichts mehr begreifen zu können. Ist das der sog. "rebound"? So heftig, dass man gar nichts mehr versteht?
    Bedeutet das, dass man wenn man einmal MPH angefangen hat, nie mehr ohne kann, weil man dann noch weniger auf die Reihe kriegt als früher ohne Medikation? Wird man auf diese Weise abhängig?
    Ich ging dann auch geich schlafen. Habe gut geschlafen.

    Nur leider war dieses "Betrunken" - Gefühl auch heute morgen noch da. Und hält auch jetzt - eine Stunde nach Einnahme meiner morgens-Tablette- noch an.
    Merke dass ich konzentriert bin, bin aber gleichzeitig unglaublich müde.
    Mir ging das damals ähnlich.
    Bei mir hatte es damit zu tun, dass die langjährige Anspannung, unter der ich mit meinem unbehandelten ADS gelitten hatte, mir unter MPH überhaupt bewusst wurde und ich auch objektiv völlig übermüdet war.
    Das hatte ich nur bislang mit eisernen Appellen an meinen Willen und an die Gewohnheit, im ewigen Hamsterrad zu rennen, nicht bemerkt gehabt.

    Ich glaube, eine der größten Fallen für erwachsene ADHSler, die endlich richtig diagnostiziert und behandelt werden, ist diese:

    "Hurra!! Endlich funktioniere ich richtig! Packen wir sofort alles an, was liegen geblieben ist!"

    Auf diese Weise kann man sich schlimmstenfalls mit Hilfe des MPH in den tatsächlichen Burnout manövrieren...

    Nimm dir Zeit.
    Wirklich einen Schritt nach dem anderen - am besten mit einem Coach (kann auch ein Freund oder eine Freundin sein) oder mit Verhaltenstherapie.

    Dein ganzes System stellt sich um.
    Dein Gehirn muss den neuen Zustand (und auch die positiven Veränderungen) erst mal verarbeiten.
    Du wirst eine Weile brauchen, bis du herausgefunden hast, welcher Alltagsrhythmus zu dir passt, was du vielleicht dauerhaft ändern solltest, welche Ressourcen du zu deiner weiteren Stabilisierung nützen und pflegen kannst...

    Und Nein!
    Du wirst nicht "abhängig".
    Es macht Sinn, das Medikament (in der richtigen Dosis) erst mal regelmäßig zu nehmen.
    Später, wenn du dich stabilisiert hast, kannst du mal versuchen, es in ruhigen Zeiten wegzulassen.
    Ich nehme Mph immer in den Urlaub mit, um es dann nicht zu nehmen - weil ich es vergese, weil ich es dann nicht brauche, da ich mich erhole.
    Dieser Effekt hält auch noch eine Weile nach dem Urlaub an, und ich probiere dann immer aus, ob ich inzwischen die Dosis insgesamt zurück fahren kann - was auch schon gelungen ist.

    Alles Gute!

    Esme

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Erwartungen? Was hat sich bei euch verändert?

    Hallo liebe Esme,


    vielen Dank für die Mühe, die Du dir mit deiner ausführlichen Antwort gemacht hast.

    Das läst mich hoffen, dass der medikamentöse Einstieg nicht vielleicht doch eine Fehlentscheidung war.

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