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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 58

    Wirkung Methylphenidat

    Also: man sagt ja, dass Methylphenidat nur bei ADHSlern entsprechend wirken kann, weswegen die Einnahme bei Erwachsenen ja auch manchmal als sozusagen "endgültige Diagnostik" gesehen wird (so auch gehört in Psychologie-Vorlesungen etc.) und man sich bei entsprechender Wirkung eben sicher sein könne, dass ADHS vorliegt. Aber: Ritalin wird zunehmend von Studenten missbraucht, um LEistungen zu steigern (in den USA gang und gäbe). Es gab auch Selbstversuche, bei denen der Proband sich deutlich besser konzentrieren und dadurch erheblich besser lernen konnte- alles andere sei wie ausgeschaltet, von aufdrehen keine Spur (nein, diese haben kein ADHS!!!). Meine Frage- wie kann das sein?? Theoretisch müsste ja Methylphenidat als Amphetamin eher eine aufpuschende Wirkung bei Nicht-Betroffenen haben- wieso dann dieser Zuwachs an Missbrauch und Falschverschreibungen für KInder und Jugendliche, die "lediglich" Konzentrationsschächen, nicht aber ADHS haben???

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Wirkung Methylphenidat

    ne gute frage ja.
    ich hab ich auch schon öfter gefragt wie es bei normalos wirkt.
    hab gelessen das diese eine enorm hohe dosierung brauchen um hei oder so werden.
    das mit den studenten meine ich hat damit zu tun das halt wach sind und deswegen mehr leistung erbringen und keinen schlaf brauchen.
    es wird sie schon irgendwie aufputschen denke ich.
    es ist halt nicht so wie bei uns das einige wie ich mph zum einschlafen verwende.
    diese können dann nicht schlafen und mit zusammen hang mit alk eine verherende wirkung hat.

    auch hab ich glaub ich mal gelesen das diese süchtig machen kann wenn man es mißbraucht und kein adhs vorliegt.

    lg Andrea

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Wirkung Methylphenidat

    mph ist ja immer noch eine art amphetamin, von daher wundert es mich nicht, dass es auch bei anderen aufputschend wirkt. die hemmung der wiederaufnahme des dopamins und noradrenalins wirkt sich sicherlich auch auf menschen aus, die kein adhs haben und die daraus resultierende konzentration dieser botenstoffe verbessert wohl deshalb auch deren aufnahmefaehigkeit, konzentration und den antrieb. anders kann ich mir das nicht erklaeren. gibt wahrscheinlich sehr viele menschen deren gehirnchemie unausgeglichen, bzw. nicht optimal ist und unter den probanten waren wohl auch welche. die wirkung, die das mph auf solche personen hat, ist wahrscheinlich nicht mit der zu vergleichen, die sie auf uns hat. gibt ja auch noch genug andere psychische krankheiten, welche aehnliche symptome aufweisen.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 272

    AW: Wirkung Methylphenidat

    ich kenne keine Fakten, die ich jetzte direkt Benennen könnte, aber meiner Theorie nach und lt. dem was ich bisher gelesen habe müsste/muß auch ein Adhs`ler bei entsprechender Dosierung aufgepusht werden.

    Daher ist ja eine entsprechende Ärztliche Aufsicht nötig um Sucht oder übermässige Nebenwirkungen im "Auge" zu behalten bzw. zu vermeiden.

    (bitte von den Mod`s zensieren, wenn es hier unangebracht ist!!)
    Ich habe bisher MPh noch nicht genommen, "nur" Speed (soll keine Verherlichung sein, das "Zeug" ist gefählich und ich bin froh das ich es nicht mehr kosumiere).
    Wenn ich geringe Mengen genommen hatte, fühlte ich mich "entschleunigt" und richtig gut (kommt vermutlich auch von der Feierlaune). Da ich in diesen Momenten nicht den Wert auf konzentration gesetzt habe, könnte ich jetzt nicht sagen ob diese besser war.

    Bei mässigen Konsum, würde ich nicht mehr davon sprechen, das ich mich hätte gut konzentieren könnten.
    Geschweige bei "rellen" oder übermässigen Konsum, die Welt einem umzu ist nicht mehr die selbe und man geht sehr "strange" durch die Gegend.

    Nicht aufdrehen?
    Ich würde vermuten, das viele dieses oder andere stimulierenden Substanzen konsumieren ohne sich dem genau bewußt zu sein, was ist die richtige Dosierung.
    Und "schwubdiwub", was beim letzten mal vermeindlich so gut geholfen hat kann ein wenig mehr ja nicht schaden. Ich bin mir sicher, das der überwiegende Teil dieser Konsumenten ein Suchtproblem haben.

    Aufpushende Wirkung?
    In höherern Dosen auf jeden Fall.
    Wenn ich das "Banale" beispiel Kaffee nehme bei einem normalen Menschen (nicht Kaffe gewohnt).
    Eine geringe Menge wird zunächst kaum bemerkt. Bei steigender Dosierung kommen die Wikungen des Koffeeins zum vorschein.
    Anregung, Konzentration, Aktivität steigt usw.

    Das lässt sich in meinen Augen "relativ" auf Amphetamine übertragen (nur das diese weit stärker sind).
    Daher ist es für mich nicht ungewöhnlich, das ein nicht ADHS´ler bei geringen Dosierungen auch nichts bemerkt. Im Blut / im Gehirn muß ja erst ein Schwellwert überschritten werden, ehe ein Wirkstoff seine Wirkung entfalten kann.

    Warum "angeblich" so viele Fehlverordnungen?
    Meine Theorie ist, das die Ärzte entweder viel zu änglich sind und es nicht verschreiben wollen (was im Zweifelsfall vermutlich die bessere Entscheidung ist), oder was vermutlich ehr zutreffen könnte das die Diagnose zu schnell erstellt wir, ggf. auf unzureichenden Informationen.
    Es wird im zweifelsfalle zum "wohle" des Patienten entschieden -->Sinngem. "propieren wir es aus, wie er / sie drauf anspricht". (nur eine Theorie von mir)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Wirkung Methylphenidat

    Methylphenidat kann sich auch auf Nicht-ADHSler so auswirken, dass sie motorisch ruhiger werden. Natürlich können sich die meisten mit MPH wohl besser konzentrieren, wie es halt bei Kaffee auch ist, nur ist der Unterschied erheblich größer. Von daher kann man niemals nur auf Basis WIE MPH bei einem wirkt eine Diagnose "verabreichen". Manchmal überkommen schon einem Zweifel, ob die Diagnose richtig war. Aber irgendwie hilft es schon...
    (Z.B.: Seit der Medikation bin ich unter Menschenmassen erträglicher und nichtmehr so sehr genervt.)
    Deswegen ist ADHS auch so umstritten. Es gibt keine garantierte Diagnosemöglichkeit. Vllt. per fMRT, vllt. sind auch diese Bilder nur ein weiterer Hinweis und können sich mit anderen Krankheiten/Eigenarten überschneiden.
    Es ist vielleicht besser, wenn man das ganze eher mit sich selber abmacht.
    Einige Punkte haben sich bei mir auf jeden Fall verbessert und insbesondere mein Alkoholkonsum hat sich erheblich eingeschränkt.
    Die Kombination wirkt so:
    Alk + MPH = müde (kam vllt. 2-3x ungewollt vor und macht auch keinen Spaß, wenn man abends was machen möchte)
    ALK ohne MPH = aktiver

    Ich weiß nur, dass ich auf einige Dinge manchmal etwas anders reagiere als die Mehrheit.
    Z.B. werde ich sehr schnell betrunken, ist auch bischen ON-OFF-Effekt, was nicht heißt, ich würde deswegen schnell aufhören.
    Johanniskraut hochdosiert über mehrere Wochen = NULL-Wirkung
    Baldrian = NULL-Wirkung
    Kiffen = herzklopfen (wie Rebound), überdreht sein, motorisch aktiver

    Die Medis vor einer OP erzeugen komische Wahrnehmung. (das soll ja so sein)
    Ärzte hatten trotzdem Zweifel, ob ich die Medis genommen hätte, aber ohne diese Vormedikation wäre man viel gelassener.
    Egal welche; die einen sind halt nicht so schlimm wie die anderen.
    Aber die Vormedikation gehört bereits zu eigentlichen Narkose, weil es sonst wohl schwieriger sein soll die richtige Dosis zu finden, wurde mir immer von Narkoseärzten erzählt.
    Redselig, mal mehr oder weniger gereizt, langsamere visuelle Verarbeitung und man will was tun, ist aber dazu geistig nicht richtig in der Lage. Das kann aggressiv machen, weil man sich auf nichts konzentrieren kann (z.B. TV, Videospiele,...).
    Nach der OP sofort Heißhunger und man ist total high,
    will Action und losziehen.
    Nach einer 1. OP hätte ich mir sehr gewünscht, diese Nach-OP-Wirkung auf Parties zu haben.

    Keine Ahnung, ob die ganzen Wirkungsweisen nun SO ungewöhnlich sind, aber ich stoße damit schon öfters auf unverständnis.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 272

    AW: Wirkung Methylphenidat

    Ich schreibe es als Offtoppic, da es ja nicht direkt mit der zu MPh zu tun hat!
    <offtoppic>
    Was du berschreibst du OP´s kann ich voll nachvollziehen, das Dormikum (wird meistens verabreicht) (wirkstoff: Midazolam ? Wikipedia) pusht mich auf. Ich bin dann total benebelt und gut darauf.
    Fast überdreht.

    Nach der OP bin ich ebenfalls High und könnte gleich wieder aufstehen und Party machen.
    -->Ist aber wohl normal, da die Narkosemittel einen Rauschzustand erzeugen?!
    </offtoppic>

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Wirkung Methylphenidat

    Manchmal überkommen schon einem Zweifel, ob die Diagnose richtig war. Aber irgendwie hilft es schon...
    (Z.B.: Seit der Medikation bin ich unter Menschenmassen erträglicher und nichtmehr so sehr genervt.)
    Den Satz, ohne den Zusatz in Klammern, kann man definitiv in Stein meißeln. In meinen Fall würde ich noch ergänzen "ob diese Diagnose denn nun richtig war"

    Das Beispiel mit den Menschenmassen, ist das 'nur' Deine Erfahrung oder hast Du das von anderen auch schon gehört oder irgendwo gelesen?

    OnTopic:

    Grundsätzlich ist imho jede verbindliche Diagnostik von ADHS und in dem Zusammenhang auch zur Wirkung von Ritalin nicht exakter als ein Horoskop.

    Es gibt zu dem Thema so viele widersprüchliche Aussagen von Fachärzten und auch Erfahrungen von Betroffenen, dass es, zumindest auf mich, einfach absurd wirkt von einer "endgültige Diagnostik" zu sprechen, weil Ritalin eine Wirkung zeigt.
    Das gilt allerdings ebenso für die anderen mir bekannten Diagnoseverfahren. Ich hab z.B. eine positive & eine negative Diagnose nach dem klassischen System (Fragebogen/Gespräch/PC-Test usw.).

    Da mein Neurologe auch ein Vertreter der "Ritalinwirkung"-Diagnostik ist, und ich verständlicherweise nach bereits 2 Unterschiedlichen Ergebnissien recht skeptisch bin, habe ich 2 Freunde gefragt, ob sie MPH mal ausprobieren.

    Das Ergebniss war, dass es keins gab. Das Problem besteht imho darin, die Wirkung "in Worten" zu beschreiben.
    Es gab schon Unterschiede in der Wirkung. Jedoch waren die so subjektiv, dass es nicht wirklich aussagekräftig war.

    Vllt. als kleine 'Anekdote' in dem Zusammenhang:
    Meine Schwester hat diagnostizierte (leichte) Narkolepsie und dafür auch Ritalin verschrieben bekommen. Das hat bei ihr genauso positiv gewirkt wie bei mir.
    D.h. es hat ihr gegen die extremen Müdigkeitsattacken geholfen und mir gegen die innere Unruhe.

    Abschließend hätte ich das Ganze vllt. auch kürzer, wie in dem Satz von streamy, zusammenfassen können:

    Es ist vielleicht besser, wenn man das ganze eher mit sich selber abmacht.
    lg

    jester

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Wirkung Methylphenidat

    Das geht mir genauso. Ich bin bspw. in der kurzen Zeit der Medikation (3 Wochen) bereits direkter und weniger impulsiv - was in der Firma ganz gut zu spüren ist. Die Aggressivität ist weg und zusammenhängendes Denken fällt leichter. Organisiert bis ins Detail und pragmatisch bin ich schon seit Jahren, sonst hätte ich mir gar nichts merken können.

    Genauso wie ihr alle zweifelte und zweifle aber auch ich an meiner Diagnose. Mal mehr, mal weniger. Es gibt ja leider keinen ADHS-Wert im Blut, so wunderschön das auch wäre, und Geruchstests oder Hirnstromuntersuchungen gibt es hierzulande wohl auch noch nicht. Will heißen, dass jeder wirklich mit sich selbst UND ganz wichtig imho : mit einem Therapeuten gemeinsam der Krankheit auf der Fährte bleibt.

    Ich versuche derzeit rauszubekommen, was alles mit ADHS bei mir in Verbindung stehen könnte. Da das Krankheitsbild, die Verlaufformen und auch die Komobiditäten dermaßen individuell verlaufen, hoffe ich durch das Forum hier (und noch ein 2.), sowie durch das Buch "zwanghaft zerstreut" Licht in eine Ecke zu bringen, die ich - als diagnostizierter, mal mehr mal weniger einsichtiger ADHSler - durch die schlechte Selbsteinschätzung nie sehen konnte.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Wirkung Methylphenidat

    Ich glaube, das Hauptproblem ist, dass Menschen die kein AD(H)S haben und Methylphenidat nehmen dann irgendwann, wenn es ihnen zu viel wird, nicht nur abschalten, sondern gleich dissoziieren.


    Die Gefahr dürfte bei uns ja kaum bestehen, da wir ja eher aggressiv darauf reagieren, wenn es uns zu viel wird.

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