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Diskutiere im Thema Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Seb


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 42

    Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf

    Hi,

    da unretardierte MPG-Präparate ja nur sehr kurz direkt wirken, frage ich mich, wie sich die Erfahrungen aus dem Wirkungszeitraum in die Zeiträume ohne MPH übertragen.

    Ich meine folgendes, wenn ich über einen längeren Zeitraum MPH nehme, kann ich während meine Symptome abgeschwächt bis abgestellt sind, mehr leisten und mehr Erfolgserlebnisse haben und diese auf lange Sicht einprägen, mitnehmen? Hilft MPH also auch indirekt? Kann ich entspannter leben durch weniger Stress? Wie sind da eure Erfahrungen?

    Oder auf körperlicher Seite.. gibt es Folgereaktionen, die mein Gehirn besser weiterlaufen lassen, auch wenn das MPH komplett abgebaut ist? Mit MPH bleibt mein Stresspegel niedriger, also wird doch auch mein Körper weniger belastet?


    Dann noch eine Frage, wenn ich etwa morgens und mittags eine Tablette nehmen soll, verstehe ich es richtig, dass ich "morgens" bzw. "mittags" entsprechend dehnen kann, damit die Wirkung in einem Zeitraum mit hoher Belastung liegt (sehr variable Arbeitszeiten) wenn ich genug Zeit zwischen den Einnahmen lasse?

    Gruß

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf

    Hallo

    ich weiß um das ganze Versorgungsdilemma und werd daher nicht schon wieder was dazu sagen, dass hier scheinbar Methylphenidat ohne gesicherte Diagnose verordnet wird, was insgesamt und nach Meinung aller medizinischen Fachleute, der Rechtsexperten und auch der Ärztekammer ein eindeutiger, ärztlicher Kunstfehler und ein nicht einschätzbares Risiko ist.

    Ich gehe dem Thema zuliebe mal davon aus, dass die Verdachstsdiagnose stimmt.

    [/Bemerkung Ende]

    Wie ich einem anderen Beitrag von dir entnommen habe, nimmst du das Methylphenidat (Medikinet) ja erst seit ein paar Tagen.

    Abgestellt werden deine Symptome allerhöchstwahrscheinlich nicht, sondern nur im besten Fall etwa um die Hälfte reduziert.

    Auf was du dich in nächster Zeit einstellen musst, ist (u.U. nach Abklingen der typischen, anfänglichen Euphorie) ein ziemlicher, emotionaler Rummel, der bis zum Ausnahmezustand gehen kann.

    Grund dafür ist, dass dir in nächster Zeit ziemlich viel klar werden wird und wieder einfallen wird, was du bisher ADHS-bedingt sehr gekonnt "vergessen" und ausgeblendet hast.

    Mit AD(H)S bei Erwachsenen erfahrene Fachärzte wissen das aber genau und man wir dich entsprechend unterstützen.

    Seb schreibt:
    Kann ich entspannter leben durch weniger Stress?
    Das ist auf längere Sicht (viele Monate oder Jahre) gesehen möglich, wenn du die aufkommenden, wirklich alles andere als schönen Erinnerungen und Gefühle (die kommen werden!) entsprechend in einer AD(H)S-spezifischen Psychotherapie verarbeitest und dein Leben mit einem Coach entsprechend strukturierst.

    Hilfreich sind auch spezifische Ergotherapien und, falls nötig, auch Unterstützung durch Sozialarbeiter und weitere.

    Alleine durch Methylphenidat wird sich kaum etwas bessern, sondern es bildet im Regelfall immer nur eine Grundlage für weitere Therapien, die dann aber gegenüber früheren auch Aussichten auf Erfolg haben.




    Viele Grüße,
    Alex

  3. #3
    Seb


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf

    Kurze Anmerkung zu deiner Vorbemerkung bez. der Verdachtsdiagnose. Ich bin vorsichtig und daher läuft paralell noch eine Diagnose bei einer Uniklinik, das Vorgehen ist zwischen allen Parteien abgesprochen.

  4. #4


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf

    Hallo

    Seb schreibt:
    Kurze Anmerkung zu deiner Vorbemerkung bez. der Verdachtsdiagnose. Ich bin vorsichtig und daher läuft paralell noch eine Diagnose bei einer Uniklinik, das Vorgehen ist zwischen allen Parteien abgesprochen.
    Was ich sehr gut finde, denn schon in eigenem Interesse sollte man zum derzeitigen Stand der Versorgungs- und Qualifikationslage entweder vor vorne herein eine Diagnostik an einer spezialisierten Fachklinik anstreben oder dann zumindest jede gestellte AD(H)S-Diagnose bald möglichst an einer dieser Kliniken überprüfen lassen.

    Diese Vorsicht halte ich daher für uneingeschränkt berechtigt.

    Was sich auch mit der Meinung aller "wirklichen" Fachleute deckt, die im Regelfall auf einer ambulanten oder stationären Diagnostik an einer Fachklinik bestehen, bevor irgendwelche Medikationen in Richtung Stimulanzien verordnet werden.

    Jeder Facharzt, der auf einer Diagnostik an einer der entsprechenden Kliniken besteht, hat meiner Ansicht nach zumindest in diesem Punkt in jedem Fall das Prädikat "verantwortungsbewusst und kompetent" verdient.



    Viele Grüße,
    Alex

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf

    Sorry ich bin immer wieder überrascht welche erwartungen in mph gestellt wird.
    ich gebe alex vollkommen recht.
    mph macht nicht alles weg.
    ich spreche als erfahrung meiner natürlich.
    vieles wird etwas leichter aber weg gehen die problem deshalb nicht.

    eine jahre lange therapie ist erforderlich um auch damit klar zu kommen was alles mit mph dir klar werden wird.
    der kabelsalat wird deswegen auch nicht für immer verschwinden.
    die leistung auch nicht immer gleich sein.
    wie das leben auch so mit sich an belastungen bringt wird auch mph nicht jeden tag die gleiche wirkung zu tage bringen.
    je nach belastender situation.
    lg Andrea

  6. #6


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf

    Hallo

    Andrea71 schreibt:
    Sorry ich bin immer wieder überrascht welche erwartungen in mph gestellt wird.
    Dass scheinbar ein großer Teil (vielleicht der größte?) der vor allem neuen User hier völlig überzogene Erwartungen im Punkt "Methylphenidat" hat und sich mehr oder weniger eine rein.medikamentöse "problelösung" verspricht ist etwas, das mir zum einen hier immer mehr auffällt und zum anderen aber auch etwas, das ich gut nachvollziehen kann.

    Viele haben etliche bis sehr viele Psychotherapien oder vergleichbare Therapien hinter sich, die allesamt sehr bis gar nichts gebracht haben.

    Was ja typisch und normal bei unbehandeltem AD(H)S ist.

    Schon deshalb fokussiert man sich natürlich auf das vermeintlich "erlösende" Medikament.

    Die ganzen "Ritalin-Diskussionen" in den ganzen Käseblatt-Medien schaffen auch von vorne herein eine extreme Erwartungshaltung.

    Wenn etwas derart diskutiert wird, dann muss da ja auch mächtig was dahinter stecken.

    Ein ganz großer Teil der Erwachsenen mit einer AD(H)S ist auch an einen regelmäßigen Gebrauch von psychotropen Substanzen verschiedener Art gewöhnt und die bewusste oder unbewusste Schlussfolgerung, dass es sich ja bei Methylphenidat aufgrund vorgenannter Fakten um eine Art "Wunderdroge" und um die ultimative Problemlösung handeln muss, liegt da in der reinen Natur der Dinge.

    Wir haben hier Medikamenten-Themen en masse, aber fast keine zu den wirklich wichtigen Komponenten der multimodalen Therapie.

    Ich bin daher schon lange am Überlegen, den Medikamenten-Bereich für Gäste unsichtbar zu machen.

    Medikamente wie Methylphenidat sind immer ausschließlich nur eine Basis, aber ohne die weiteren Therapiekomponenten zumindest nicht sinnvoll oder nützlich und oft genug (sieht man ja hier zur Genüge) viel viel mehr schädlich, als dass sie dem/der Betroffenen etwas nützen.

    Eine schnelle Beseitigung von Problemen, die durch AD(H)S verursacht werden, gibt es bei Erwachsenen nicht.

    Das ist ein in der Regel viele Jahre langer Therapieprozess, der auch niemals wirklich enden wird.

    @ Seb: Hat nichts mit dir zu tun Musste aber mal angemerkt werden.



    Viele Grüße,
    Alex

  7. #7
    Seb


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf

    Alex schreibt:
    Hallo

    @ Seb: Hat nichts mit dir zu tun Musste aber mal angemerkt werden.

    Viele Grüße,
    Alex

    Ja ich hoffe doch sehr, dass es nichts mit mir zu tun hat. Ehrlich gesagt fühle ich
    mich sogar etwas falsch verstanden hier (auch in einem anderen Faden),
    schließlich frage ich ja schon ob es Leute gibt, die auf lange Sicht ihr Leben ausserhalb von Medikamenten auf die Reihe bringen, ich stelle hier keine Erwartungen auf, ich suche nach Möglichkeiten.

    Ich setze mich einfach mit dem Thema auseinander. Wer auf mein
    Registrierungsdatum(*) schaut, kann zumindest erahnen, dass ich nicht Hals über
    Kopf an die Sache herangehe, in dem Jahr vor der med. Einstellung ist einiges
    passiert, nur mal so als Anmerkung.

    Sorry ich bin immer wieder überrascht welche erwartungen in mph gestellt wird.
    Ich habe folgende Erwartungen gestellt:

    * Kann ich mit MPH erreichen, dass ich auch unabhängig von der Einnahme ein besseres Leben führen kann

    * Die zweite "Erwartung" ist eigentlich nur eine rein chemische Frage, ob in meinem Körper Prozesse ablaufen, die sich auch nach der eigentlichen Einnahme positiv auswirken (wenn auch nur in geringem Maße).

    Das ist reines Interesse, für das ich mich auch eigentlich nicht weiter rechtfertigen möchte.



    *Edit: Ich habe gerade gesehen, dass ich erst seit April registriert bin.. dann war ich wohl etwas verwirrt. Auf jeden Fall war der Beginn meiner Suche nach den Ursachen und die Arztbesuche bereits 2009.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf

    hi seb und alex

    es tut mir echt leid das ihr meine ausdrcksweise falsch verstanden wurde oder ich mich einfach falsch ausgedrückt habe.
    ich wollte keines wegs jemanden verletzen.
    jeglich meinte ich es gut und wollte nur aufklären mehr in die sehr hinsicht nicht.

    ich habe einen sehr schweren leidensweg in meinen 38 jahren hinter mir und bin froh das es mir jetzt einigermaßen gut geht.
    ich hatte es überhaupt nicht böse gemeind und wollte eigentlch nur auf zeigen das die welt mit mph nicht rosieger wird. und nur die lebensqualität etwas verbessert.

    ich hab eine sehr schwere und ausgeprägte adhs form und werde mein leben lang medis brauchen.
    morgens wenn ich aufstehe hab ich sogar masive probleme um mich in meiner wohnug aus zu kennen.

    ich finde es halt nicht gut wenn manche zuviel erwartung in mph setzen und möchte den jenigen die augen öfnen und von meinen erfahrungen berichten.
    tut mir leid wenn es falsch rüber gekommen ist sorry.

    alex ich würde es gut finden wenn du den terar der medis unsichtbar machen würdest und nur für mitglieder sichtbar ist.
    ist nur meine meinung und nicht böse gemeind.

    wenn ich wüßte wo man an studien teil nehmen könnte würd ich mich zu verfügung stellen das es anderen nach mir mal besser haben.
    da ich ja massieve probleme habe seit meiner total op und ich selbst nix brauchbares finden kann wie die wirkung von mph sich in den wechseljahren verhält.

    lg Andrea

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf

    Seb schreibt:
    Ja ich hoffe doch sehr, dass es nichts mit mir zu tun hat. Ehrlich gesagt fühle ich
    mich sogar etwas falsch verstanden hier (auch in einem anderen Faden),
    schließlich frage ich ja schon ob es Leute gibt, die auf lange Sicht ihr Leben ausserhalb von Medikamenten auf die Reihe bringen, ich stelle hier keine Erwartungen auf, ich suche nach Möglichkeiten.

    Ich setze mich einfach mit dem Thema auseinander. Wer auf mein
    Registrierungsdatum(*) schaut, kann zumindest erahnen, dass ich nicht Hals über
    Kopf an die Sache herangehe, in dem Jahr vor der med. Einstellung ist einiges
    passiert, nur mal so als Anmerkung.



    Ich habe folgende Erwartungen gestellt:

    * Kann ich mit MPH erreichen, dass ich auch unabhängig von der Einnahme ein besseres Leben führen kann

    * Die zweite "Erwartung" ist eigentlich nur eine rein chemische Frage, ob in meinem Körper Prozesse ablaufen, die sich auch nach der eigentlichen Einnahme positiv auswirken (wenn auch nur in geringem Maße).

    Das ist reines Interesse, für das ich mich auch eigentlich nicht weiter rechtfertigen möchte.



    *Edit: Ich habe gerade gesehen, dass ich erst seit April registriert bin.. dann war ich wohl etwas verwirrt. Auf jeden Fall war der Beginn meiner Suche nach den Ursachen und die Arztbesuche bereits 2009.
    Willkommen im Forum.

    Ich kann deine Situation vollkommen nachvollziehen, ich bin nun seit April in Behandlung mit MPH und hatte vor allem nach den ersten Einnahmen unendlich große Erwartungen.

    Was sich durch MPH verändert hat:
    Ich fühl mich während der Einnahme ruhiger, handle überlegter und hatte bis auf die Zeit der Einstellung keinerlei Nebenwirkungen bemerkt.
    Ich bin konzentriert und mache nun regelmässig je nach Laune Sport, der mich, im Gegensatz zu früher nicht mehr langweilt wie nur was, sondern mich begeistert, oder auch nicht, je nach Tageslaune.


    Dennoch ist es keine Therapie und kein Wundermittel, sobald es abklingt, ist alles wieder beim alten, es ist wie wenn man während eines grippalen Infekts ein fiebersenkendes Medikament nimmt:
    Das Fieber ist weg, trotzdem hat man noch den Infekt.
    Lernen ist mindestens genauso anstrengend wie vorher und entgegen diverser Googleergebnisse habe ich noch keine Sprache in 1 Monat gelernt und kann kein Buch in einer Nacht lesen und keine 2 Mails gleichzeitig verfassen. GG

    MPH kann dir helfen, gewisse Ziele zu erreichen ( zb Lernen, oder im Job ), und es kann dich unterstützen. Aber wenn du ADHS hast, wirst du es immer haben.
    ( es gibt schlimmeres )
    Es kann dir helfen, eigene Entscheidungen zu treffen (sofern du bis jetzt Probleme hattest darin), dich zu organisieren, und dein Leben zu ordnen.
    Wenn du jedoch nebenbei nicht lernst, mit deinem ADHS umzugehen, dich darauf einzustellen, dass du immer ein bisschen chaotisch, oder träumerisch usw. sein wirst, dann hilft es dir, deiner Frage entsprechend gar nicht.

    Es lindert die Symptome, die ADHS mit sich bringt. Und in vielen Fällen nicht mal das. Bei einigen wirkt es gar nicht, bei vielen bewirkt es genau den gegenteiligen Effekt.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Nachwirkungen MPH (Methylphenidat)/Einnahme nach Bedarf

    Hallo Seb,

    genau diese Fragen habe ich mir auch vor der Medikamenteneinnahme gestellt.

    Ich hab direkt nach der Diagnose für ca.12 Monate Strattera genommen und stelle nun einige Monate nach der Einnahme fest:

    Ich vermisse die "chemischen Wirkungen": D.h. die Dämpfung, geduldiger sein mit sozialem Umfeld, gelassener, konzentrierter, zuversichtlicher, gleichbleibende Stimmung, innere Ruhe.

    Diese Veränderungen konnte ich nicht rüberretten.

    Was ich "retten" konnte: Ich habe in der Zeit mit Medikament u. Therapie einiges in meinem Leben geändert (Arbeitssituation), was sich nun positiv auswirkt- auch ohne Medikament.

    Ich registriere, welche positiven Auswirkungen mein ADHS auch hat: Lebendiger, unterhaltsamer, kreativer als andere- und das war unter Strattera leider sehr mit gedämpft.

    Und ich mache die Therapie weiter.

    Die Medikamentenzeit hat also bei mir definitiv Spuren hinterlassen- aber das Gesamtfeeling ist ohne wieder so wie vorher.

    Die Übergangszeit, das heißt das ausschleichen des Medikaments fand ich sehr hart, aber nun nach einiger Zeit komme ich ganz gut klar.

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