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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 144

    AW: stillen und medikamente

    fasan schreibt:
    Also ich bin durch meine "Komorbiditäten"-Alki-Depressions-Falschdiagnose-Erfahrung mit einigen Antidepressiva in Berührung gekommen.

    Keins von denen hat mir das Gefühl gegeben "runtergebremst" zu sein oder diese Anfangs Euphorie, wo man das Wahrnehmen fast wie einen Rauschzustand erlebt, weil man vom Zustand, wie man sein kann, bzw. eigentlich ist, völlig überwältigt ist.

    Kein Argument dieser Welt hätte mich dazu gebracht, abzustillen, damit es "mir" besser geht.

    Heute denke ich, dass ich diese Traurigkeit (auch) rund ums Abstillen bzw. dieses Nachjammern des schwanger seins nur hatte, weil ich mich "leer" gefühlt habe, weil ich wußte, jetzt kommt nichts mehr, was Reiz hat, was Action ist, was Außergewöhnliches, - also trübes vor-sich-hin-leben mit Zahnwechsel, Röteln, Einschulungsfeier, ...

    und Langeweile und STillstand sind das Grauen pur,

    MPH hat für mich, neben anderen positiven Effekten, insbesondere die Bedeutung, mich nicht mehr leer zu fühlen, leblos, so dieses "wozu das alles, ist doch viel zu anstrengend"

    Und ein paar Tage nach dem erstmaligen Einnehmen der Medis hab ich zum Erstaunen meines Mannes gesagt: "Du, ich brauch kein Baby mehr bekommen". Das Gefühl war einfach da, dass es so ok und anstrengend genug ist mit unseren 3´en und das schwanger sein toll ist, aber auch ein Rattenschwanz da dran hängt.

    Paar Wochen vorher hätte ich mindestens 18 Jahre Erziehung mit Höhen und Tiefen und mega Anstrengungen in Kauf genommen, nur um noch einmal, ein einziges mal Schwanger zu sein, die Geburt, das Stillen, das Kuscheln, das Beobachten, wie ein kleines Menschlein, mein kleines Menschlein die Welt entdeckt - obwohl ich glaub ich nie länger als 4 MInuten geschafft habe, einfach mal nur dazuliegen und mein Wuzili zu beobachten. Im Zweifelsfall hab ich die Spiegelreflex gesucht und die Gebrauchsanweisung und die Zoomeinstellung und und und und...

    trotzdem seufz...

    Ein Neugeborenes kann ich trotzden noch nicht sehen und wenn ich Fenchel Tee rieche muss ich immernoch weinen...
    oh, bei deinen überlegungen könnte der eine oder andere volltreffer auch für mich dabei sein...

    da kommen dann noch andere faktoren hinzu, warum das stillen für mich so eine große bedeutung hat (und die who liefert mir ja noch mehr argumente mit ihrer stillempfehlung ).
    einerseits ist es das gefühl, wenigstens eine sache "richtig" zu können. der kleine quengelt, ich frage, ob er mimi trinken möchte, er strahlt und sagt jaaaa.... ich habe das gefühl, ihn damit so sehr etwas gutes zu tun! in so vielen dingen sind andere leute besser als ich - mein mann kapiert meist viel schneller, was in unserem kleinen vorgeht, warum er sich wie verhält, was er gerade möchte oder braucht... aber das stillen, das mache ich richtig. von mir aus kann er im 30-minuten-takt ankommen und dann erst mal 20 minuten tanken, mir egal. wenn wir so dasitzen, "plaudern" wir dabei oder machen spielchen, der kleine grinst dann immer ganz amüsiert und freut sich...

    ja, das spielt auch eine rolle, die tatsache, dass das nur und ganz exklusiv mama-sache ist. wir waren auch schon mal über 19 stunden voneinander getrennt, das ist überhaupt kein problem - und ich bin sicher, es wird auch klappen, wenn er dann mal über nacht bei meinem mann ist - aber es sind eben noch diese ganz besonderen momente, die wir da ganz allein für uns haben.

    und er ist auch noch so wild aufs stillen und ich wollte es ihm und auch mir nie antun, ihm irgendwann einfach zu verweigern, was er so gern hat. ich empfinde das, was ich tue, als etwas ganz selbstverständliches und natürliches, ich finde es vielmehr unnatürlich und komisch, ab einem bestimmten zeitpunkt zu sagen: so, jetzt ist schluss damit.

    mmmh....

    aber wie gesagt, deine argumente sind schon eine überlegung oder zwei wert. ich denke auf jeden fall auch - und das habe ich auch nie verleugnet - dass es MIR auch gut tut, und wenn es nur gut fürs ego ist....

    mal sehen, was der arzt sagt. ich weiß ja noch gar nichts sozusagen. und ich hatte bisher den eindruck, dass man dieses zeug ja im bedarf nimmt?! womit ich mich anfreunden könnte, wäre wochentags, wenn ich uni habe, etwas in der früh zu nehmen, so dass ich den "kleinen" zumindest am abend stillen kann....

    ... so, jetzt bekommste noch ne pn

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 98

    AW: stillen und medikamente

    Also, ich habe schon in der Schwangerschaft wegen einer schweren Depression Tavor /Tafil und eine Antidepressivum namens Zoloft genommen.
    Es war sehr schwer, das "durchzusetzen" - Familie, Mann, Frauenarzt etc. waren natürlich dagegen. Es wurde aber so schlimm, dass es nicht mehr ging und es hat mir geholfen, aus dem tiefen Tal wieder herauszukommen (wer nachlesen mag: Schwangerschaftskrise).

    Ich habe auch damit (1 Jahr) gestillt und meine Tochter hat keinerlei Absetztsymptome gahebt, als ich abgestillt habe, auch nach der Geburt ging es ihr gut, den APGAR-Test hat sie völlig unauffällig bestanden.

    Natürlich sind alle da sehr vorsichtig und ich würde auch warten, denn du weißt nie, was der kleine Körper abbekommt.

    Was du letztendlich tust - es wird deine Entscheidung sein.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 27

    AW: stillen und medikamente

    Hallo zusammen! Bin neu hier. Muss mich mal noch vorstellen- an einer anderen Stelle, ein anderes mal.

    Sehr spannendes Thema, das da angeschnitten wird. Bin auch Stillberaterin... stille das 2. Kind schon 2 Jahre lang.

    Habe den Verdacht, dass ADHS-lerinnen länger stillen als andere. Meine nicht durch Studien verifizierte Theorie ist die des 'anderen' Dopaminhaushaltes. Irgendwie beeinflusst unsere Botenstofflage das Stillen positiv. Ich denke Milch fliesst mehr und leichter. Dh Abstillen geht eben auch nicht so einfach! Haben wir als ADHS-Population deshalb evolutionsmässig vielleicht überhaupt überlebt?

    Andere Frage an alle ADHSlerInnen, die Stillen konnten, nachdem ihre Menstruation wieder kam: War die Milchmenge danach auch vom Zyklus abhängig (um die Blutung herum praktisch keine Milch, um Mittezyklus sehr viel Milch-Oestrogen-getriggert?) Bei Nicht-ADHS-lerinnen ist das (wie ich beobachte) nicht so.

    Ich war in den Schwangerschaften auch ausgeglichener, konnte in der 1. SS auch gut einschlafen, was sonst nicht der Fall ist. In der 2. SS war die Ausgeglichenheit schlechter, das Gefühl, ständig etwas traurig zu sein grösser und ich schlief auch sehr schlecht.

    Durch die Schwangerschaften und die lange Stillzeti kam ich leider nicht zum Ausprobieren des Ritalins bisher. Bin auf dem Sprung es trotzdem bald zu tun, habe aber ein sehr ungutes Gefühl wegen des Stillens, obwohl jetzt nur noch sehr wenig Milch kommt. Vermutlich werde ich es nicht machen. Ev. zuerst abstillen mit Dostinex, dann erst mit Ritalin anfangen.

    Habe in der 2. Schwangerschaft ab der 16. Woche ganz wenig Antidepressivum genommen (2-4 Tropfen Surmontil), da ich nie einschlafen konnte. Habe dem EMBRYOTOX- Zentrum eine Email geschickt und nachgefragt (sie waren aber von Surmontil nicht begeistert, v.a. nach der Geburt kann es zu Entzugserscheinung beim Kind kommen. Habe es also bald wieder abgesetzt und halt diverse Nächte nicht geschlafen...Ebryotox ist sehr zu empfehlen! Habe bez. Ritalin nicht angefragt, kann Euch aber jetzt schon sagen, dass sie es nicht empfehlen würden, da es schlicht keine Daten dazu gibt!

    Grüsse

    Fusel

  4. #14
    Eni


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5

    AW: stillen und medikamente

    Hallo Wuselfusel,
    warum möchtest du denn mit Dostinex abstillen?
    Das geht doch auch viel sanfter...

    Phytolacca z.B. hat keine nebenwirkungen und klappt prima.


    LG Eni

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 272

    AW: stillen und medikamente

    Ach wenn ich jetzt Gefahr laufe ins "Messer" zu laufen, möchte ich auch etwas zu sagen.
    Bitte versteht mich mit den geschriebenen Zeilen nicht falsch, ich will hier niemanden Bevormunden oder zurechtweisen. Ich möchte "nur" meine Ansicht Schildern und vieleicht einen "Gedankenanstoß" geben das aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.


    Ohne zweifel ist Stillen die Ideale Ernährung für Kleinkinder. Wie lange eine Frau Stillt ist jeder selbst überlassen (kaum ein Thema wird so Kontrovers diskutiert).

    Die WHO schreibt / empfhielt das Stillen bis zum 2 Lebendsjahr, dann sollte wie du es schreibst abgestillt werden.
    Wobei ich eine Mutter die Ihren dreijährigen Stillt doch recht merkwürdig anschauen würde. Unser kleiner (von zweien) ist jetzt 2 1/2. Wenn ich überlege, das der noch an der Brust trinkt? Unvorstellbar.
    Das mag in der Zeit vor der Industrialisierung ja vieleicht so gewesen sein, aber heutzutage?


    Was der eigentlich Grund ist zu schreiben.
    Wenn es für die Mutter schwer ist ohne Medikamente auszukommen, solle bedacht werden das der Stress den die Mutter hat duch die Muttermich z.T. übergeht.

    Ebenso nimmt das Kind die "nicht so ausgelichende" Mutter auch in seiner äusseren Wahrnehmung wahr. Oder Sie kann sich nicht so um Ihr Kind kümmern wie es wünschenswert währe.

    Wenn auf Medikamente (oder andere schädliche Substanzen) zum Wohle des Kindes verzichtet wird (leider machen das nicht alle), ist das Anerkennenswert.

    Jedoch wie schaut es aus, wenn keine Medikamente genommen werden?
    Je nachdem wie die Beschwerden sind, können evtl. vorhandene Beschwerden schlimmer werden z.B. Depressionen, die mit der Medikamenteneinahme deutlich weniger oder garnicht vorhanden währen.


    Nur weil es so schön ist?

    Ich sehe es als "falsche" Mutterliebe an, wenn um jeden Preis gestillt werden muß. Zu warten bis das Kind genug hat, nun ja es gibt Berichte das Mütter Ihre 5 Jährigen Kinder noch Stillen, hmm jeder wie er mag.

    Ich kann das als nicht normal Empfinden. Es gibt auch noch ein eigenes Leben neben dem Kind. In der Mutterrolle voll und ganz aufgehen ist ja OK. Aber irgendwo gibt es auch ein Grenze.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 144

    AW: stillen und medikamente

    hi du, hab deinen beitrag gerade erst gesehen! also:


    wuselfusel schreibt:
    Hallo zusammen! Bin neu hier. Muss mich mal noch vorstellen- an einer anderen Stelle, ein anderes mal.

    Sehr spannendes Thema, das da angeschnitten wird. Bin auch Stillberaterin... stille das 2. Kind schon 2 Jahre lang.

    bei welchem verein bist du? per pn, natürlich .

    Habe den Verdacht, dass ADHS-lerinnen länger stillen als andere. Meine nicht durch Studien verifizierte Theorie ist die des 'anderen' Dopaminhaushaltes. Irgendwie beeinflusst unsere Botenstofflage das Stillen positiv.

    also ich kann mich nicht über zu wenig milch beklagen, auch, wenn wir sehr unregelmäßg stillen. ich lief bis über den ersten geburtstag hinaus aus ohne ende.

    Andere Frage an alle ADHSlerInnen, die Stillen konnten, nachdem ihre Menstruation wieder kam: War die Milchmenge danach auch vom Zyklus abhängig (um die Blutung herum praktisch keine Milch, um Mittezyklus sehr viel Milch-Oestrogen-getriggert?) Bei Nicht-ADHS-lerinnen ist das (wie ich beobachte) nicht so.

    woher soll ich wissen, wie viel milch ich habe? wenn das kind ankommt und trinken möchte, kommt auch etwas und er hat immer eine milchverschmierte schnute nachher.

    Ich war in den Schwangerschaften auch ausgeglichener, konnte in der 1. SS auch gut einschlafen, was sonst nicht der Fall ist. In der 2. SS war die Ausgeglichenheit schlechter, das Gefühl, ständig etwas traurig zu sein grösser und ich schlief auch sehr schlecht.

    bei mir hat die schwangerschaft auch wunder gewirkt. ich hatte früher massig "selbstmedikation" zum runterkommen/schlafen gebraucht und seit der schwangerschaft gar nichts mehr.


    Durch die Schwangerschaften und die lange Stillzeti kam ich leider nicht zum Ausprobieren des Ritalins bisher. Bin auf dem Sprung es trotzdem bald zu tun, habe aber ein sehr ungutes Gefühl wegen des Stillens, obwohl jetzt nur noch sehr wenig Milch kommt. Vermutlich werde ich es nicht machen. Ev. zuerst abstillen mit Dostinex, dann erst mit Ritalin anfangen.

    das macht mich ehrlich gesagt stutzig. ich meine, du bist stillberaterin und willst mit dositnex abstillen? der wirkstoff caberoglin ist meines wissens nach in einigen ländern als abstillmittel verboten, weil es heftigste nebenwirkungen hat. wen du sowieso nicht mehr viel milch hast, dann stillst du doch locker mit salbeitee und ausstreichen bis vor dem msr. ab.


    Habe in der 2. Schwangerschaft ab der 16. Woche ganz wenig Antidepressivum genommen (2-4 Tropfen Surmontil), da ich nie einschlafen konnte. Habe dem EMBRYOTOX- Zentrum eine Email geschickt und nachgefragt (sie waren aber von Surmontil nicht begeistert, v.a. nach der Geburt kann es zu Entzugserscheinung beim Kind kommen. Habe es also bald wieder abgesetzt und halt diverse Nächte nicht geschlafen...Ebryotox ist sehr zu empfehlen! Habe bez. Ritalin nicht angefragt, kann Euch aber jetzt schon sagen, dass sie es nicht empfehlen würden, da es schlicht keine Daten dazu gibt!

    Grüsse

    Fusel
    jepp, ich werde mich auch über embryotox informieren. bin auch mal gespannt, was der arzt sagt. im moment geht es mir so gut, dass ich denke, auf medikamente ganz verzichten zu können.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: stillen und medikamente

    @nordmann: Ich glaube, keine von den Frauen hier, will "um jeden Preis" weiter stillen. Es geht um eine sehr genaue Abwägung.
    Stillen geht übrigens nicht hauptsächlich von der Mutter aus, sondern vom Kind!! Wenn das nicht stillen möchte, macht es dann schon deutlich! Und wenn es will, dann erst recht!
    Ob die Mutter das als angenehm oder unangenehm empfindet, ist ja nochmal eine ganz andere Sache. Da muss dann abgewogen werden.

    @all:
    Ich könnte mir denken, dass das Stillen auch deswegen als so angenehm empfunden wird, weil auch Dopamin dabei ausgeschüttet wird? Kenne die genauen Vorgänge nicht (ob die wohl irgendwer kennt?), aber das könnte ich mir vorstellen.

    Ausserdem sind Kinder von ADHS Eltern wohl auch öfters mal selber betroffen und es ist doch so, dass in der Milch beruhigende Stoffe drin sind. Stillen wirkt beruhigend. Und anscheinend macht das echt süchtig, nach dem Verhalten eines meiner und anderer Kinder zu schließen .

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 144

    AW: stillen und medikamente

    Nordmann schreibt:
    Ach wenn ich jetzt Gefahr laufe ins "Messer" zu laufen, möchte ich auch etwas zu sagen.
    Bitte versteht mich mit den geschriebenen Zeilen nicht falsch, ich will hier niemanden Bevormunden oder zurechtweisen. Ich möchte "nur" meine Ansicht Schildern und vieleicht einen "Gedankenanstoß" geben das aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.


    Ohne zweifel ist Stillen die Ideale Ernährung für Kleinkinder. Wie lange eine Frau Stillt ist jeder selbst überlassen (kaum ein Thema wird so Kontrovers diskutiert).


    Die WHO schreibt / empfhielt das Stillen bis zum 2 Lebendsjahr, dann sollte wie du es schreibst abgestillt werden.

    FALSCH. "Exclusive breastfeeding is recommended up to 6 months of age, with continued breastfeeding along with appropriate complementary foods up to two years of age or beyond." , also bis zum zweiten geburtstag UND DARÜBER HINAUS. das kannst du direkt auf der seite der who nachlesen. und diese empfehlung gilt lange nicht nur für dritte-welt-länder.


    Wobei ich eine Mutter die Ihren dreijährigen Stillt doch recht merkwürdig anschauen würde. Unser kleiner (von zweien) ist jetzt 2 1/2. Wenn ich überlege, das der noch an der Brust trinkt? Unvorstellbar.
    Das mag in der Zeit vor der Industrialisierung ja vieleicht so gewesen sein, aber heutzutage?

    ja und wer bestimmt, wie lange es "normal" ist, sein kind zu stillen? die industrie? na schönen dank. das anthropologische abstillalter ist irgendwann zwischen 2,5 und 7 jahren. wie lange eine mutter stillt, sollen doch sie, das kind und der vater gemeinsam entscheiden. ich kann mir auch nicht vorstellen, ein vorschulkind zu stillen, aber ein urteil darüber maße ich mir nicht an. ich bin in diese anderthalb jahre auch hineingewachsen und mache mir nicht die bohne gedanken darüber, wie lange ich das noch machen will. warum auch? welchen grund hätte ich, meinen sohn das stillen vorzuenthalten? körperlich trägt er keinen schaden davon, im gegenteil - in der muttermilch sind nach wie vor jede menge immunglobuline und ich finde, die können einem krippenkind nicht schaden - und psychisch hat auch noch kein gestilltes kleinkind einen schaden genommen. stell dir mal vor, wie das in den kuluren, in denen kinder ganz selbstverständlich lange gestillt werden, aussehen würde, wenn es da einen zusammenhang gäbe. dass mein kind und ich uns nicht voneinander lösen können, sehe ich auch nicht. er ist anderthalb, geht in die krippe und ich studiere ab oktober wieder vollzeit. ich finde es nett, wenn wir unser ritual haben. im übrigen sehe ich genug kinder, die mit über drei jahren noch mit stöpsel im mund herumlaufen, was soll daran besser sein? schnuller gibt es bei uns zum beispiel gar keinen.


    Was der eigentlich Grund ist zu schreiben.
    Wenn es für die Mutter schwer ist ohne Medikamente auszukommen, solle bedacht werden das der Stress den die Mutter hat duch die Muttermich z.T. übergeht.

    naja, in die milch geht er ja nicht direkt über (woher hast du solche informationen?), aber natürlich sollte eine mutter gut abwägen, wie sehr ihr krankheitsbild ihr leben, ihren stress etc. beeinflusst, da bin ich ganz bei dir. würde ich den alltag mit kind nicht gebacken bekommen und/oder müsste mein kind unter meinen symptomen leiden, UND gäbe es kein stillverträgliches medikament, würde ich mit sicherheit selbst und in einer beratung den weg zum abstillen einschlagen. in meinem fall profitieren mein sohn und ich durch das stillen und zur zeit komme ich sehr gut zurecht. meine private situation ändert sich gerade und mein studium fordert mich, mir geht es prima.


    Ebenso nimmt das Kind die "nicht so ausgelichende" Mutter auch in seiner äusseren Wahrnehmung wahr. Oder Sie kann sich nicht so um Ihr Kind kümmern wie es wünschenswert währe.

    Wenn auf Medikamente (oder andere schädliche Substanzen) zum Wohle des Kindes verzichtet wird (leider machen das nicht alle), ist das Anerkennenswert.

    Jedoch wie schaut es aus, wenn keine Medikamente genommen werden?
    Je nachdem wie die Beschwerden sind, können evtl. vorhandene Beschwerden schlimmer werden z.B. Depressionen, die mit der Medikamenteneinahme deutlich weniger oder garnicht vorhanden währen.


    Nur weil es so schön ist?

    ich denke, die frage habe ich ja schon beantwortet. kein stillen um jeden preis, aber das heißt nicht, dass man nicht zuerst nach einer lösung suchen kann, die das abstillen umgeht, wenn es der familie viel bedeutet. und in meinem wuseligen alltag mit der trennung von meinem partner, einem weiteren umzug, ca. 30 wochenstunden kinderkrippe, profitieren mein kind und ich sehr von der stabilität unseres stillrituals. und mein mann steht da völlig hinter uns, das ist mir auch sehr wichtig.


    Ich sehe es als "falsche" Mutterliebe an, wenn um jeden Preis gestillt werden muß.

    ja.

    Zu warten bis das Kind genug hat, nun ja es gibt Berichte das Mütter Ihre 5 Jährigen Kinder noch Stillen, hmm jeder wie er mag.

    das erinnert mich gerade an einen sehr eindeutig willkürlich zusammengeschnittenen beitrag auf dem krawallsender rtl, der eine in der tat sehr seltsam anmutende mutter mit 5-jährigem stillkind zeigte. aber sorry, wer rtl für voll nimmt, äh, naja. ich kenne auch mütter, die ihre kinder mit 5 noch gestillt haben, aber weiß man, was dahintersteckt? ich bin in manchen situationen sehr froh, dass ich noch stille. wenn mein kind krank ist und nichts isst, bekommt er so wenigstens kalorien und abwehrstoffe. und wenn ein kind mit 5 das noch braucht, soll es das doch haben. wie gesagt, irgendwo habe ich im moment auch noch eine gefühlte grenze, aber man steckt nicht drin, daher lasse ich es für uns einfach auf mich zukommen.

    Ich kann das als nicht normal Empfinden. Es gibt auch noch ein eigenes Leben neben dem Kind. In der Mutterrolle voll und ganz aufgehen ist ja OK. Aber irgendwo gibt es auch ein Grenze.
    wie, habe ich kein leben neben meinem kind, nur, weil ich kein problem habe, es lange zu stillen? so ein mist wird leider verstärkt in der presse verbreitet, aber ich kenne genug mütter in hochdotierten stellen, die ihre kinder (sogar zwillinge!) 6 monate voll (pump)gestillt haben und dann bis zum 4. lebensjahr weitergemacht haben. ich habe durchaus noch ein leben, ich habe mein studium, ich habe hobbies, freunde (auch ohne kinder) und liebe immer noch horrorfilme. das bild von der "stillmutter", wie es in der presse oder von undifferenzierten altfeministinnen wie badinter gezeichnet wird, sieht anders aus. wieso kann ich nicht eine hingebungsvolle mutter sein, die beruflich und privat auf die kacke haut? das einzige, worauf ich verzichte, ist, nächte durchzufeiern, zu rauchen und zu saufen. und das hat mir bisher nur gut getan.

    aber ich finde es auch schön, dass ein mann sich mit dem thema mal intensiv auseinandersetzt . peace .
    Geändert von outlaw ( 7.09.2010 um 23:16 Uhr)

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 144

    AW: stillen und medikamente

    schnuff schreibt:
    @nordmann: Ich glaube, keine von den Frauen hier, will "um jeden Preis" weiter stillen. Es geht um eine sehr genaue Abwägung.
    Stillen geht übrigens nicht hauptsächlich von der Mutter aus, sondern vom Kind!! Wenn das nicht stillen möchte, macht es dann schon deutlich! Und wenn es will, dann erst recht!
    Ob die Mutter das als angenehm oder unangenehm empfindet, ist ja nochmal eine ganz andere Sache. Da muss dann abgewogen werden.

    @all:
    Ich könnte mir denken, dass das Stillen auch deswegen als so angenehm empfunden wird, weil auch Dopamin dabei ausgeschüttet wird? Kenne die genauen Vorgänge nicht (ob die wohl irgendwer kennt?), aber das könnte ich mir vorstellen.

    Ausserdem sind Kinder von ADHS Eltern wohl auch öfters mal selber betroffen und es ist doch so, dass in der Milch beruhigende Stoffe drin sind. Stillen wirkt beruhigend. Und anscheinend macht das echt süchtig, nach dem Verhalten eines meiner und anderer Kinder zu schließen .
    von dopamin in dem zusammenhang weiß ich nichts, wohl aber von oxytocin, was beim stileln ausgeschüttet wird und prolaktin hat eine beruhigenden wirkung. ich schlafe in der stillzeit so gut wie nie zuvor.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: stillen und medikamente

    outlaw schreibt:
    ich schlafe in der stillzeit so gut wie nie zuvor.
    Naja, ich nicht, wenn ich spätestens alle zwei Stunden geweckt werde.
    Also auf mich hat es leider keinen beruhigenden Einfluss.

    Aber schön fand ich es auch oft. Bei weitem nicht immer, gab auch richtig schlimme Momente. Aber ich denke, es ist gut für die Gesundheit. Und wenn er soooo sehr drauf besteht.... wird es wohl für ihn wichtig sein.

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