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  1. #11
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Antidepressiva für immer???

    Sport, Natur etc., der Gedanke ist ja auch nicht so daneben. Aber es sind auch so Standardrichtungen, wie ich sie in 1,5 Jahren von sicher 5 Psychologen und 8 Psychiatern gehört hab.

    Ich hab viel geändert. Vernünftiger Tagesrhythmus, Hund angeschafft, viel in der Natur. Allein in den letzten 12 Monaten hab ich fast 20 kg dadurch abgenommen, Normalgewicht jetzt. Vor 1 Jahr musste ich noch Betablocker und Blutdrucktabletten nehmen, heute nicht mehr, lag nur am Gewicht und mangelnder Bewegung. Alkohol seit 1 Jahr null, war vorher nicht wenig. Und mehr...

    Trotzdem hat mir das alles nicht wirklich geholfen. Ich sitze hier, bin 1 Stunde wach und hab wie jeden Morgen seit 1,5 Jahren Kopfschmerzen, die im Laufe des Tages schlimmer werden. Die Beine ziehen und kribbeln, der linke Arm ist wie taub und mehr. Ärtzemarathon 2009, körperlich eigentlich alles ok.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Antidepressiva für immer???

    matt_e schreibt:
    Sport, Natur etc., der Gedanke ist ja auch nicht so daneben.
    richtig.das is ja auch allgemein bekannt,dass bewegung und die am besten draussen genossen,das wohlbefinden fördert,klar.
    nur heilt das allein keine depression.und das is mir wichtig zu betonen.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Antidepressiva für immer???

    Ich hatte nie Depression, "nur" Panikattacken, besonders schlimm 2009. Das wurde allerdings seit Hund, viel Bewegung und die fast 20 kg weniger Gewicht wesentlich besser, eigentlich weg. Das lag bei mir definitiv an zu hohem Blutdruck.

    Nur die Kopfschmerzen täglich, Missempfindungen in Armen und Beinen, Tinnitus, oft Gefühl von körperlicher Unruhe, häufig enorme Mundtrockenheit und so eine Art Mattigkeit blieb.

    Und jedes AD wirkte bisher gegenteilig. Von Elontril werde ich müde, von Amitriptylin aufgeputscht, von SSRI drehe ich fast durch. Und immer enorme Verstärkung o.g. Symptome.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    Blinzeln AW: Antidepressiva für immer???

    Mir ging es auch relativ lange ohne Medis gut.
    Zu gut, denn ich habe nicht mehr auf mich Acht gegeben und die anfangs schwachen Signale nicht wahrgenommen.
    Irgendwann war mein Akku leer und die Depris wieder da....
    Ich habe mir einfach zu viel zugemutet und bin dem Irrglauben verfallen, jetzt Alles irgendwie alleine zu schaffen ohne Therapeutische Hilfe und so.
    Das ist denke ich der Knackpunkt, denn es ist unendlich schwer aus den alten nicht gut tuenden Verhaltensweisen neue gute zu machen.
    Und wer Größenwahnsininnig wie ich, glaubt eine nein 2 Therapien reichen mal eben um 30 Jahre umzupolen fällt sicher auch auf die Nase....
    Nicht das ich das jemandem wünsche aber meine Missbrauchserfahrungen haben mich teilweise doch verkorkst.
    Wenn das ALLES sooooo einfach wäre mit den Depris.....
    Das klingt jetzt vielleicht Bescheuert aber ich habe mich zeitweilig gefreut, wenn ich es geschafft habe zu duschen. (Normalerweise bin ich sehr reinlich!)
    Oder Einkaufen.
    Drama hätten meine Tiere nichts gebraucht, wär ich nicht gegangen.
    Bei einer AKUTEN DEPRIPHASE handelt es sich ja meist um einen Ausnahmezustand.
    Der Körper befindet sich in totalem Alarmzustand und ist völlig überreizt.
    Es gibt sooooooooooooooooooooooooooooo oooooooooooo
    viele Ursachen und genauso viele Therapiemöglichkeiten.
    Ich wünsche ALLEN von ganzem Herzen viel Mut, Kraft und Geduld den
    Kampf mit den inneren (und äußeren!?) Dämonen aufzunehmen.
    Verzweifelt nicht beim durchtelefonieren der Therapeutenlisten!!!!

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Antidepressiva für immer???

    Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg gehen. Für mich war meiner Richtig, aber dies muss nicht für alle gelten. Das ist jetzt eine never ending Story. Daher schreib ich hier zum Thema nicht mehr weiter.

    Der glaube kann Berge versetzen, und das glaub ich heute noch. also an alle die es wollen werden auch einen Weg finden aus der Depression bzw. mit ihnen umzugehen. Daran glaube ich fest. Wie dieser Weg aussieht ist bei jedem anders. Meinen habe ich kurz hier beschrieben. Ich habe heute schonmal ne depression aber ich habe keine Angst mehr vor ihr, weil sie ein teil von mir ist und das ist auch gut so.
    Geändert von Digitus ( 9.11.2010 um 22:13 Uhr)

  6. #16
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 595

    AW: Antidepressiva für immer???

    @Digitus

    Ich war letztes Jahr in der Tagesklinik und dieses Jahr noch 8 Monate Verhaltenstherapie. Geändert hab ich auch etliche Dinge. Gegen die körperlichen Symptome und im Grunde stört mich nur das, hat es quasi null geholfen.

    Hab gerade paar Pakete (Auktion) fertig gemacht, Aufkleber gedruckt, verpackt alles. So irgendwie mit 2 Stunden PC. Mir platzt fast der Kopf und so, als hätte ich 12 Stunden im Callcenter gearbeitet mit 3 Stunden Schlaf in der Nacht davor. Eigentlich bin ich jetzt zu nichts mehr in der Lage.

    Und da kann ich 1 mal die Woche oder täglich mit dem Hund in die Natur gehen, noch 2 Jahre joggen oder was auch immer, ob das was ändert? Weil bisher halfen diese "guten Maßnahmen" nichts.

  7. #17
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Antidepressiva für immer???

    Hallo Girasole,

    wie Alex schon geschrieben hat, kann man sowas nicht pauschal sagen, denn jeder Mensch ist individuell, was die Psyche und Körperchemie betrifft.

    So nehme ich z.B. Venlafaxin und es hift mir sehr gut, aber ich habe auch schon von Leuten gelesen, die mit diesem Medi überhaupt keine guten Erfahrungen gemacht haben.

    Ich hatte übrigens vor ca. 7 Jahren schonmal für 1,5 Jahre ADs genommen und sie dann abgesetzt, weil ich der Meinung war, dass es mir besser ging und ich ohne diese verfluchten Tabletten (die ich damals nicht akzeptieren wollte) auskommen wollte.

    Es ging dann auch ein paar Jährchen gut, es gab Hochs und Tiefs.
    Aber irgendwann nahm die Grübelei und das Hineinsteigerin in Dinge wieder Überhand, Selbstmordgedanken kamen auch wieder dazu.
    Also ging ich dann von mir aus zum Doc, der mir Venlafaxin verschrieb. Und die nehme ich jetzt seit fast 2 Jahren.
    Der Unterschied zu damals ist: ich habe es angenommen, dass ich solche Tabletten brauche und akzeptiere es, dass ich sie nehme, so wie z.B. Leute mit hohem Blutdruck Beta-Blocker nehmen.
    Die Frage, ob ich sie mein Leben lang nehmen muss, habe ich mir auch schon gestellt. Und für mich habe ich folgende Antwort gefunden: wenns sein muss nehme ich sie mein Leben lang, hauptsache es geht mir gut damit.
    Muss dazu sagen, dass ich nebenher noch in Therapie bin, und dass ich vllt. nächstes Jahr versuche, die rosa Pillen abzusetzen (meine sind rosa ).
    Aber eins weiß ich: sobald sich dann wieder Grübelein und schwarze Gedanken breit machen, bin ich jederzeit bereit, mir die Dinger wieder einzuwerfen!

    Aber sowas kann man nicht pauschalisieren, das ist meine persönliche Erfahrung, die ich hier nur mitteilen möchte!

    Liebe Grüße
    Nasi

  8. #18
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    Forum-Beiträge: 595

    AW: Antidepressiva für immer???

    @Nasenbär

    Ja, es ist sicher auch einfach nur das Akzeptieren. Mir fällt es leider sehr schwer, Medikamente anzunehmen. War schon so bei Blutdrucktabletten und Betablockern. Da sah ich aber noch die Option, einfach mal mehr bewegen, abnehmen etc. Und das klappte, allerdings auch mit fast 20 kg Gewicht runter in 1 Jahr. Blutdruck normalisierte sich, Tabletten konnte ich weglassen. Ich hatte die aber auch nicht wirklich gut vertragen (Schwindel, nur müde etc.).

    Bei meinen psychosomatischen Beschwerden hab ich aber noch keinen Weg gefunden. Ich vermute, wenn das Schmerzgedächtnis erstmal aus den Fugen ist, dann hilft da so schnell nichts und irgendwann kommt man vielleicht um Medikamente nicht mehr herum.

    Mein Vater hat eine künstliche Herzklappe und muss etliche Medikamente nehmen (Blutdrucktablette, Blutverdünner, Betablocker, Cholesterin Senker). Er hat auch keine Wahl.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Antidepressiva für immer???

    matt_e schreibt:
    @Digitus

    Ich war letztes Jahr in der Tagesklinik und dieses Jahr noch 8 Monate Verhaltenstherapie. Geändert hab ich auch etliche Dinge. Gegen die körperlichen Symptome und im Grunde stört mich nur das, hat es quasi null geholfen.

    Hab gerade paar Pakete (Auktion) fertig gemacht, Aufkleber gedruckt, verpackt alles. So irgendwie mit 2 Stunden PC. Mir platzt fast der Kopf und so, als hätte ich 12 Stunden im Callcenter gearbeitet mit 3 Stunden Schlaf in der Nacht davor. Eigentlich bin ich jetzt zu nichts mehr in der Lage.

    Und da kann ich 1 mal die Woche oder täglich mit dem Hund in die Natur gehen, noch 2 Jahre joggen oder was auch immer, ob das was ändert? Weil bisher halfen diese "guten Maßnahmen" nichts.
    Die Maßnahmen sind ja auch nur unterstützend und nicht die (warum kann ich E N D L Ö S U N G nicht hier schreiben ?) . Da muss schon ein wenig mehr passieren. Aber das habe ich auch geschrieben halt nur kurz. Es kommt auf so viele Faktoren an. Jede positive Veränderung im Leben gibt einem mehr Lebensqualität,... aber man muss auch verändern sonst bleibt man da wo man ist. Das es einfach ist hat keine gesagt.

    Ich denke nur an die Arbeitskollegin: Eltern verstorben beide Geschwister verstorben und sie ist vor 6 Jahren aus einer Schweren Depression und einem Jahr AU heute ein anderer Mensch geworden. Sie sagt man muss es annehmen und stück für stück die veränderung zum für sich positiven erarbeiten... dann kann man auch wieder glücklich leben.

    Es gibt so viele Vorstellungen bei den ganzen Menschen auf unserer Erde. Ich habe keine Zeit mit mit jeder auseinanderzusetzen deshalb ist das thema depression für mich geschlossen. Ich hab konzentrationsstörungen und davon bekomm ich keine depris ;=) ich finds nur doof. aber ich nehm sie an. auch wenns mal ein wenig stressig wird durch sie Vielleicht sind es sogar depressionen aber ich sehe es als natürliches resultat an wenn man resignieren muss.
    Geändert von Digitus ( 9.11.2010 um 22:36 Uhr)

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 266

    AW: Antidepressiva für immer???

    Hallo matt_e,

    ich finde es toll, dass Du 20 Kg abgenommen hast und Du somit Deine Betablocker weglassen kannst. Das ist eine tolle Leistung und ich beneide Dich für Deine Disziplin.

    Trotzdem kommt man leider manchmal nicht um Medis herum.

    Hast Du es wegen den psychosomatischen Beschwerden schon mal mit alternativen Verfahren probiert (Entspannungstechniken, Homöopathie), vielleicht würde das ja eine positive Auswirkung haben und könnte die Medikamenteneinnahme noch verzögern!

    Leider sind Herzkrankheiten ja vererbbar. Ich glaub, dass es mich auch mal erwischen wird, da meine Oma väterlicherseits und mein Vater selbst betroffen sind. Aber da mag ich jetzt noch garnicht drüber nachdenken...

    @Digitus:
    Ja, man hört immer wieder, dass man durch Sport und gesunde Lebensweise Depressionen vorbeugen bzw. positiv beeinflussen kann. (die Betonung liegt auf "kann")
    Aber man muss auch die persönlichen und sozialen Hintergründe der Menschen betrachten, sowie die jeweilige Konstitution.

    Manche stecken Schicksalsschläge ganz einfach weg, andere haben schon an vergleichsweise harmlosen Sachen ewig zu knabbern.

    In diesem Zusammenhang ist auch das Saluogenesmodell von Aaron Antonovsky sehr interessant (kuckst du hier bei Wiki: Salutogenese ? Wikipedia)

    LG
    Nasi

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