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Diskutiere im Thema Methylphenidat bei Erwachsenen nicht Kassen zugelassen? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #11
    IchBins

    Gast

    AW: Methylphenidat bei Erwachsenen nicht Kassen zugelassen?

    @Tibet,

    war mir zu allgemein beantwortet .. aber du hast Recht. Roadrunner hat es auf den Punkt gebracht ..

    LG,

    IchBins
    Geändert von IchBins (22.06.2010 um 02:57 Uhr)

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Methylphenidat bei Erwachsenen nicht Kassen zugelassen?

    hi ihr

    ich habe ne kostenübernahme beantragt letztes jahr und diese wurde abgelehnt.
    ich legte wiedersruch ein und es wurde nochmal abgelehnt.

    mein neuer hausarzt hat dann vor kurzen nachgefragt und diese meinte bei mir ging es bis zum gericht und sie dürften mir mein medikinet nicht übernehmen.
    was man daraus glauben kann was die kasse da erzählt.na ja wage würd ich mal sagen.

    da ich eine sehr schwere und form der adhs habe kann ich ohne medis nicht klar.
    die kosten dafür betragen um die 200 euro im monat momentan.
    mein hausarzt will jetzt die ganzen akten sich von der kasse sich zu kommen lassen und nach haken.
    da er es nicht ein sieht das ich mir meine medis selbst bezahlen muß wenn ich ohne sie nicht klar komme.
    er will etwaig sich ans bundesgesundheitsminister wenden oder auch einen artikel in die ärzte zeitung rein drucken lassen.
    na ja er meinte mit bischen druck oder so.
    bin gespannt was da raus kommt.
    da mir die kasse nicht mal psyhoterapie übernehmen oder andere therapien.
    ich bin mal gespannt was da raus kommt.
    dies waren meine erfahrungen zwecks kostenübernahme mph.

    lg Andrea

  3. #13


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Methylphenidat bei Erwachsenen nicht Kassen zugelassen?

    Hallo

    girl89 schreibt:
    Wie ist des eigentlich, wenn man auf grund der AD(H)S vom Arzt als Chronisch krank erklärt wir, bekommt man dann des Methylphenidat kostenlos, wenn man über 1% seines Jahres Lohns kommt, oder gild dies nicht für dieses Medi, weil es nicht für Erwachsene zugelassen ist?
    Du beziehst dich hier augenscheinlich auf die Rückerstattung bereits getätigter Zuzahlungen oder auf die Befreiung von den Zuzahlungen in einem laufenden Kalenderjahr bei den gesetzlichen Krankenkassen (ab 1% des Nettoeinkommens für chronisch Kranke, ansonsten ab 2%*).

    Die Rückerstattung gilt aber eben nur für Zuzahlungen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten, die auf Kassenrezept verordnet wurden.

    Soweit du keine off-Label-Verordnung bekommst (was zunehmend Seltenheitswert hat) oder das entsprechend mit deiner Krankenkasse geregelt ist und diese die Kosten (dann eben bis auf die Zuzahlung) übernimmt, werden Methylphenidat-Präparate bei Erwachsenen aber auf ein reines Privatrezept verordnet.

    Es besteht also dann keine Möglichkeit, sich die Kosten der dann selbst voll zu bezahlenden Medikamente irgendwie auf die Zuzahlungen anrechnen zu lassen, da es eben keine Zuzahlungen sind.




    Liebe Grüße,
    Alex


    * Aktuell ist im Rahmen der "neuen" Gesundheitsreform in der politischen Diskussion, unter bestimmten Voraussetzungen auch bei nicht-chronisch-Kranken die Grenze auf 1% zu senken.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Methylphenidat bei Erwachsenen nicht Kassen zugelassen?

    Ich habe das Glück als Privatversicherter die Kosten erstattet zu bekommen - frage mich allerdings, ob nicht das Forum eigentlich eine perfekte Plattform ist, viele Selbstzahler zusammenzutrommeln und eine Klage einzureichen; denn (vielleicht ist hier ja auch irgendwo ein Anwalt unterwegs) ich kann mir echt nicht vorstellen, dass das so eindeutig rechtswirksam ist - insbesondere dann, wenn eine a) gesicherte Diagnose vorliegt, b) die Einschränkungen durch ADS die berufliche Leistungsfähigkeit massiv einschränken und c) inzwischen sogar erwiesenermaßen Metylphenidat bei Erwachsenen die gleichen positvien Ergebnisse bringt.

    Nur weil ein Beipackzettel für Kinder ausgeschrieben ist und die Hersteller noch - trotz gegenteiliger Erkenntnisse - keine Umstellung eingeleitet haben, ist es noch lange nicht rechtmäßig...

    Ich würde bis zum Verfassungsgericht hoch kämpfen (mit Rechtschutzversicherung....:-)), da ich mir nicht vorstellen kann, dass das so eindeutig ist!!! Und wenn hinter der Klage eine große Anzahl Betroffener stünde und Experten und deren Forschungsergebnisse, die die Wirksamkeit bestätigen, kann ich mir nicht vorstellen, dass das nicht durchgeht....:-)

    Wie wärs?

    Liebe Grüße
    Vicky

  5. #15


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Methylphenidat bei Erwachsenen nicht Kassen zugelassen?

    Hallo

    Vicky1971 schreibt:
    f denn (vielleicht ist hier ja auch irgendwo ein Anwalt unterwegs) ich kann mir echt nicht vorstellen, dass das so eindeutig rechtswirksam ist - insbesondere dann, wenn eine a) gesicherte Diagnose vorliegt, b) die Einschränkungen durch ADS die berufliche Leistungsfähigkeit massiv einschränken und c) inzwischen sogar erwiesenermaßen Metylphenidat bei Erwachsenen die gleichen positvien Ergebnisse bringt.
    Es ist leider rechtswirksam. Bislang ist mir nur ein einziger Ausnahmefall bekannt, bei dem die Krankenkasse mittels eines Gerichtsbeschlusses bei einem einzelnen, erwachsenen ADHS-Betroffenen zur Kostenübernahme verpflichtet wurde,

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...off-label.html

    Ansonsten greift die Entscheidung des Bundessozialgerichtes, das in letzter Instanz die Krankenkassen von der Pflicht zur Kostenübernahme befreit hat,

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...wachsenen.html

    Vicky1971 schreibt:
    insbesondere dann, wenn eine a) gesicherte Diagnose vorliegt, b) die Einschränkungen durch ADS die berufliche Leistungsfähigkeit massiv einschränken und c) inzwischen sogar erwiesenermaßen Metylphenidat bei Erwachsenen die gleichen positvien Ergebnisse bringt.
    Das ist eben nach den von der Zulassungsbehörde geforderten Studien und weiteren Untersuchungen noch nicht erwiesen.

    Jedes Medikament hat in Deutschland vorgeschriebene Studien zu allen möglichen Gesichtspunkten zu erbringen, die teils mit AD(H)S-betroffenen und teils mit "gesunden" Probanden durchgeführt werden.

    Die Nase vorn hat zur Zeit die Firma Medice für ihr Präparat "Medikinet retard".

    Für eben dieses Präparat wurde schon vor einigen Jahren unter Einreichung entsprechender Forschungsresultate die Erweiterung der Zulassung auf Erwachsene beantragt, worauf jedoch von der Zulassungsbehörde noch weitere Studien gefordert wurden.

    Die wiederum werden voraussichtlich noch dieses Jahr abgeschlossen sein und die Erweiterung der Zulassung auf Erwachsene für Medikinet retard wird dann neu beantragt werden wird.

    Es ist also möglich (aber noch lange nicht sicher), dass es noch in diesem Jahr das erste Methylphenidat-Präparat mit einer Zulassung für Erwachsene geben wird.

    Vicky1971 schreibt:
    Nur weil ein Beipackzettel für Kinder ausgeschrieben ist und die Hersteller noch - trotz gegenteiliger Erkenntnisse - keine Umstellung eingeleitet haben, ist es noch lange nicht rechtmäßig...
    Nur können eben irgendwelche Medikamentenhersteller nicht einfach in ihre Packungsbeilagen (Beipackzettel) schreiben, was ihnen gefällt, sondern die Inhalte werden von offizieller Seite aus geregelt.

    Solange es keine offizielle Zulassung für Erwachsene gibt, wird also da definitiv auch nichts von Erwachsenen drin stehen.

    Das in die Beipackzettel zu schreiben, wäre zum einen Gesetzes-widrig, zum anderen absolut und komplett nutzlos.

    Vicky1971 schreibt:
    Ich würde bis zum Verfassungsgericht hoch kämpfen (mit Rechtschutzversicherung....:-)), da ich mir nicht vorstellen kann, dass das so eindeutig ist!!! Und wenn hinter der Klage eine große Anzahl Betroffener stünde und Experten und deren Forschungsergebnisse, die die Wirksamkeit bestätigen, kann ich mir nicht vorstellen, dass das nicht durchgeht....:-)
    Siehe den Link oben betreffs des Bundessozialgerichtes. Das ist für diese Entscheidung bereits die letzte Instanz.



    Liebe Grüße,
    Alex

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Methylphenidat bei Erwachsenen nicht Kassen zugelassen?

    O.k., Alex, überzeugt....grummel....
    Aber wirklich, ganz ehrlich: fair ist anders.....
    Naja, bleibt die Hoffnung auf Medikinet...
    Wieso gibt es aber dann Unterschiede in den Kassen und die privaten zahlen - zumindest vereinzelt...???? Dann dürften die das doch auch nicht, wenn es für Erwachsene noch nicht zugelassen ist?
    Gibt es da auch wieder Sonderklauseln?
    Ich habe mal Jura studiert - bin ich froh, dass ich das wieder gesteckt habe....:-)

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Methylphenidat bei Erwachsenen nicht Kassen zugelassen?

    interessanter beitrag, vielen dank für die gesammelten hinweise bezüglich möglicher bzw. unmöglicher verordnungen.

    hinzuzufügen sei vielleicht noch, dass es noch die möglichkeit der atypischen antipsychotika gibt, die einen versuch wert wären, weil sie auch an der dopamingeschichte ansetzen (bekomme selbst seit kurzem abilify, warte aber noch auf ne wirkung), von den kassen aber bezahlt werden. allerdings funktioniert das auch nicht bei jedem patienten. bei leuten mit massiven finanzproblemen wär das also vielleicht ein thema welches man mal mit dem arzt überlegen könnte.

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