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  1. #11


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Hohe Dosierung Methylphenidat normal?

    Hmm,

    ich denk mal, in deinem Fall wäre es ideal, wenn du eine Kombination behandelnder Ärzte Endokrinologe + Neurologe/Psychiater an der Hand hättest, die untereinander zusammenarbeiten bzw. bei denen ein gegenseitiges Konzil möglich ist.

    Hashimoto an sich hat enorm weitläufige Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel, was letztendlich auch die Verstoffwechslung von Arznei-Wirkstoffen nicht ausschließt.

    In dem Fall von vorne rein zu sagen, es sei nicht möglich, dass sich vielleicht doch (entgegen dem "Normalfall") bei dir das MPH über den Tagesverlauf im Körper anreichert ("aufsummiert"), würd ich in dem Fall erst mal für vorschnell halten.

    Ebenso braucht es bei der Ganzen Sache, denk ich, wirklich entsprechende, zusammenarbeitende Fachärzte, um mal wirklich differenziert beurteilen zu können, ob und welche Probleme bei dir nun sicher oder wahrscheinlich oder sicher nicht auf Hashimoto, auf eine AD(H)S oder eben auf vorhandene Komorbiditäten zurückzuführen sind.

    Eine diagnostisch und therapeutisch komplizierteren Fall, als Hashimoto + möglicherweise eine AD(H)S + weitere psychiatrische Erkrankungen/Störungen kann ich mir jedenfalls fast nicht vorstellen.

    Besteht denn momentan bei dir eine Zusammenarbeit zwischen deinem behandelnden Endokrinologen (hoffentlich ist es ja nicht "nur" ein Allgemeinarzt) und deinem Facharzt für Psychiatrie?




    Liebe Grüße,
    Alex

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Hohe Dosierung Methylphenidat normal?

    Nein, bislang nicht. Und einen guten SD-Arzt zu finden ist noch schwieriger als einen Psychiater, der sich mit ADHS gut auskennt Das heißt, der Endo hier vor Ort und auch wo ich vorher gewohnt habe, ist ziemlicher Schrott...Dafür bin ich jetzt aber mit meiner Hausarzt-Gemeinschaftspraxis ganz zufrieden; der eine der beiden ist ein junger Internist, der bis vor kurzem noch in der Klinik gearbeitet hat, und auch immer Rsp. nimmt mit dem Endo-Spezi der Uni hier. Zu dem kann ich aber leider nicht, weil der nur Privatpatienten behandelt.

    Och Mensch, das ist alles so doof. Jetzt weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich machen soll.

    Aber, was mir gerade noch einfällt: Bei den SD-Medis geht es mir eigentlich auch ähnlich wie mit dem MPH jetzt. D.h. auch da habe ich die Dosen einfach steigern können ohne Nebenwirkungen und ohne überhaupt einen Unterschied zu merken, selbst beim T3. Und da habe ich auch im Hashi-Forum niemanden kennengelernt, dem es damit so ging.

    Da habe ich mich auch immer gefragt: Wenn ich im Gegensatz zu anderen "gar nix spüre", kann es sein, dass ich gar nix habe

    LG Amneris

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: Hohe Dosierung Methylphenidat normal?

    ...Hashimoto Thyreoditis seit ca. 9 Jahren. Letzterer hat mir aber auch nie Probleme bereitet- ist eher zufällig festgestellt worden und eingestellt bin ich auch gut und gehe regelmäßig zur Kontrolle...
    Davon kann man also erst mal ausgehen,dass hier nichts ernsthaft aus dem Ruder läuft.
    Es kann nämlich sein, dass depressive Verstimmungen und generelles "Dauermüde- Neben der Spur sein" auf Schilddrüsen-Unterfunktion zurückzuführen ist.

    Hast du schon mal dran gedacht, dich im Rahmen eines stationären Aufenthalts medikamentös einstellen zu lassen - im Blick auf ADHS meine ich.
    Deine komplex gelagerte Situation würde das doch sicher rechtfertigen.

    Es ist übrigens nicht selten ein Problem beim "weiblichen ADS", dass Probleme erst im Laufe der Pubertät entstehen.
    Die hoffentlich in absehbarer Zeit erscheinende DSM V wird dem Rechnung tragen, dass es bei bestehender klarer Symptomatik und ansonsten erfüllten Diagnose-Kriterien im Erwachsenenalter nicht zwingend notwendig Befunde aus der Kindheit geben muß.
    Manchmal sind ja auch frühe Bezugspersonen verstorben oder aus anderen Gründen nicht auskunftsfähig.

    Manchmal wird auch erst in der Aufarbeitungsphase mit MPHklar, wie stark ein unerkanntes ADS die Kindheit und Jugend geprägt hat. Denn bei guter medikamentöser Einstellung merkt man zum ersten Mal, welche anderen Möglichkeiten man gehabt hätte.
    Manches fällt einem dann aus heiterem Himmel wieder ein, was lange verdrängt war.
    Und ganz allgemein: gerade fleißige und "angepasste" Mädchen können über lange Zeit vieles kompensieren. Vielleicht hast du z.B. besonders lange an deinen Hausaufgaben gesessen...?

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Hohe Dosierung Methylphenidat normal?

    Nein, denn ich war nie schusselig und verträumt, sondern der alle rasch und flüchtig erledigende Typ.
    Allerdings wurden zu Grundschulzeiten die Hausaufgaben zusammen mit meiner Mutter gemacht, die mit am Tisch saß, Fehler korrigierte, mir auch die Schulsachen immer einpackte, Dinge wie Handarbeiten, die ich nie konnte, für mich übernahm usw. Und das ließ natürlich immer so aussehen als ob ich top wäre. Erst im Gymnasium als mein jüngerer Bruder zur Welt kam und meine Mutter sich nun nicht mehr so um mich kümmern konnte, wurde auch mein Bild nach Außen hin schlechter- bis auf die Themen, in denen ich auch hyperfokussiert war. Was mich nicht interessierte, habe ich einfach nicht gemacht-egal welche Konsequenzen sich anbahnten. Habe deshalb auch ein super schelchtes Abi- einfach nicht gelernt dafür

    Aber das ist ja auch genau der Punkt, warum ich momentan nur die Verdachtsdiagnose bekomme- ich muss wirklich warten bis die neuen Diagnose-Kriterien zum Tragen kommen. Aber jetzt nachdem ich das alles weiß, möchte ich doch nicht noch mehr Zeit verschwenden, und außer AD gar nichts nehmen.

    Und was die Klinik angeht, ich war ja Ende letzten Jahres fast drei Monate in zwei Kliniken. In letzterer wurde ja die ADHS-Testung durchgeführt und da hat man mich dann aufs Elontril (450mg) eingestellt; allerdings war ich zu dieser Zeit aber auch suizidal, denn ich hatte das Gefühl, dass mein ganzes Leben über mir zusammen bricht, und deshalb war es wohl auch wichtiger, mich überhaupt stimmungsmäßig wieder zu stabilisieren, um mich überhaupt therapierbar zu machen.
    Aber MPH würde ich dort nicht bekommen, und ich glaube so schnell möchte ich auch in keine Klinik mehr gehen- nur im äußersten Notfall

    LG Amneris

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: Hohe Dosierung Methylphenidat normal?

    ...Habe deshalb auch ein super schelchtes Abi- einfach nicht gelernt dafür...
    Gab es in der Klinik zusätzlich zur ADHS-Diagnostik einen Intelligenztest?

    Du hast das bestimmt alles schon mal irgendwo geschrieben...tschguldige, dass ich so dumm nachfrage.

    Allerdings wurden zu Grundschulzeiten die Hausaufgaben zusammen mit meiner Mutter gemacht, die mit am Tisch saß, Fehler korrigierte, mir auch die Schulsachen immer einpackte, Dinge wie Handarbeiten, die ich nie konnte, für mich übernahm usw.
    Das klingt doch plausibel!

    Nach Handarbeiten hätte ich fast oben schon gefragt...

    Beliebt wäre auch: Immer wieder neue Bastelutensilien kaufen, aber die Sachen nicht fertig machen, nachdem 80% geschafft sind.

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Hohe Dosierung Methylphenidat normal?

    Nein, einen Intelligenztest gab es nicht. Aber ich gehe davon aus, dass diese normal ist Die Hochbegabung haben in unserer Familie leider nur die Männer vererbt bekommen- dafür ist aber meine "emotionale Intelligenz" von uns vieren am stärksten ausgeprägt

    Aber zurück zu den Handarbeiten: Meine Mutter hat mir und meiner älteren Schwester auch Häkeln, Stricken, Nähen, Sticken usw. beigebracht. Meine Schwester ist heute auch ein As drin; bei mir sind die Sachen sofort an die Wand geflogen, wenn es auf Anhieb nicht geklappt hat. Und es hat nie auf Anhieb geklappt

    In der Klinik habe ich mir dann nochmals zeigen lassen wie Häkeln funktioniert. Ich dachte, ist doch ein tolle Alternative zum Essen: Wer häkelt isst nämlich nicht
    Ich muss nicht weiter erzählen, was ich natürlich nicht mehr mache seit ich wieder zuhause bin? Und alle neu gekauften Utensilien fliegen irgendwo herum. 80%? Nö, so 20 maximal

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 254

    AW: Hohe Dosierung Methylphenidat normal?

    Was die Dosierung angeht, so dachte ich, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass die Wirkung der Morgen- und Mittagsdosis vielleicht noch nicht ganz verflogen ist, sich diese dann mit der Nachmittagsdosis aufsummiert und deshalb dann die spürbare Workung eintritt? Ist das nicht möglich?
    ich finde das gar nicht seltsam. jap, ist möglich.

    meines wissens nach baut sich mph nicht gänzlich ab innerhalb von 4 std, sondern der wirkstoff verbleibt sogar noch ein paar tage im blut.
    auch wenn man hier keinen therapeutischen effekt mehr spürt. das sind dann geringdosen, die man nicht merkt, aber vorhanden sind.

    demnach kann sich über den tag verteilt durchaus ein gewisser wirkpegel "aufsummieren".

    bei mir ist das übrigens ganz genauso. nur daß ich mit der aufsummierenden wirkung überdosiert wurde. und ich hab mich über dieses phänomen auch lange gewundert. diese info hab ich so von meinem arzt, und in unserer selbsthilfe haben wirs da auch schon davon gehabt.

    ich möchte hier keine dosisempfehlung geben, aber idealerweise kann man es so lösen, daß man dann absteigend dosiert.
    bei dieser hohen dosierung weiß ich aber nicht, innwieweit das sinnvoll ist

    also die anfangsdosis am höchsten, und im tagesverlauf niedriger werden lässt.

    ich komme am besten klar, indem ich die abstände auslaufen lasse. heißt die ersten einnahmen sind recht straff hintereinander, und werden dann zum ende hin größer. ich befind mich aber auch mit 5mg einzeldosis im niedrigbereich.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: Hohe Dosierung Methylphenidat normal?

    Nein, einen Intelligenztest gab es nicht. Aber ich gehe davon aus, dass diese normal ist Die Hochbegabung haben in unserer Familie leider nur die Männer vererbt bekommen
    Besprich es mal mit deinem Psychologen.
    Oft kann sich gute oder gar sehr gute Intelligenz nicht zeigen, weil sie durch ein unerkanntes ADHS verschleiert wird.
    Zu einer guten ADHS-Diagnostik gehört ein Intelligenztest.
    Unbehandelte ADHSler bleiben in Schule und in ihren erzielten Abschlüssen meist unter ihren Möglichkeiten.
    Dies kann schwere Selbstwertkrisen auslösen, die z.B. auch eine depressive Symptomatik immer wieder "füttern" könnten.

    Vielleicht kann man mit dem hausärztlichen Internisten noch mal besprechen, ob möglicher Weise die gleichzeitige Einnahme deiner Schilddrüsentabletten zusammen mit MPH morgens (?) auf die Resorption (Aufnahme aus dem Darm ins Blut) des MPH einen Einfluss hat.
    Generell kann nämlich MPH aus dem Darm nur zu etwa einem Drittel aufgenommen werden.
    Wenn dann noch aus anderen Gründen ( z.B. Interferenz/Konkurrenz mit anderem Medikament) die Resorption herabgesetzt oder die Wirkung sonstwie beeinträchtigt ist, kommt natürlich nicht so viel an wie erwartet.

  9. #19
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Hohe Dosierung Methylphenidat normal?

    Ach Leute, heute geht es mir total dreckig, und ich habe das Gefühl mal wieder ALLES total falsch gemacht zu haben! Jetzt wünsche ich mir, ich wäre beim Elontril geblieben. Denn, was zählt es, wenn ich zwar innerlich und aüßerlich ruhiger bin, konzentrierter usw., aber absolut depressiv udn hoffnungslos?
    Es fängt wieder genauso an wie im letzten Jahr zu dieser Zeit.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: Hohe Dosierung Methylphenidat normal?

    Hast du eine Selbsthilfegruppe?

    Es ist "normal", dass solche depressiven Einbrüche immer mal kommen, v.a. wenn man sich damit auseinander setzt, was im bisherigen Leben alles hätte anders laufen können.

    Du bist auf dem richtigen Weg, vergiss das nicht!
    Kannst du dich grad ein bisschen aktivieren, z.B. mit einem Spaziergang?
    Bei uns ist das Wetter heute grad wieder schön.
    Allein das Rausgehen an die Luft und die gleichmäßige Bewegung helfen vielleicht etwas gegen die Spirale negativer Gedanken.

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