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  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 166

    Strattera and the disabled will

    Hallo,

    ich hatte vor zwei bis drei Wochen etwa das Vergnügen einer Dosiserhöhung Strattera von 10mg auf 18mg.
    Was mir auffällt, das Bauchgefühl ist weg. Der berühmte Knoten im Bauch, den ich mittlerweile als Scham identifiziere. Mit dem Knoten im Bauch verschwinden überraschenderweise Zwangsgedanken. Da die Zwangsgedanken auf die Konzentration sehr schlecht einwirken ist das eine enorme Erleichterung.
    Was mir ebenfalls auffällt. Es scheint ein Teil des Gehirns dazu zuschalten. Ein Teil des Gehirns, von dem ich vorher nicht wusste dass er existiert. Die Rollenspielerei scheint weniger Spaß zu machen. So als ob ich plötzlich nach und nach ein Identitätsgefühl bekomme. Ich bin so klar im Kopf und der Nebel ist weg. Es ist wirklich manchmal himlisch. Die Angst die sonst mein ständiger Begleiter ist, ist wie weggeblasen. Was positiv hinzuwirkt ist, dass Strattera mich motivierter macht. Mein Körper ist reaktionsbereiter und handlungsfähiger. Ich bin viel bewusster.

    Das Frontalhirn scheint besser zu funktionieren. Der Dirigent scheint aus seinem Komazustand erwacht und bringt mein Orchester zum Klingen.
    Um oben auf meinen Titel zurückzukommen. Es kommt mir so vor, als ob die Blockaden in meinem Kopf weggeräumt werden und ich nicht mehr gegen einen Widerstand andenken muss. "The disabled will" ist ja ein typisches Phänomen toxischer Scham. Ich frage mich ob die Ursache von AD(H)S in einer Schamüberflutung begründet liegen. Bei einem pränatalen Trauma. Mutter mit Wochenbettdepression, schwieriger Kindheit, toxischer Scham als Folge. Wir brauchen unsere Eltern als Spiegel um zu wissen wer wir sind. Wenn jetzt aber die Mutter uns dieses Identitätsgefühl nicht geben kann und erschwerend noch negative Einflüsse von der Umwelt kommen, beispielsweise durch die Großeltern mütterlicherseits, kann das vielleicht in einem Verlust der Funktionen des Frontalhirns resultieren, weil das Areal dann entsprechen untererregt wird.

    Liege ich da falsch? Gibt es vielleicht Leute die ähnlich denken oder Beobachtungen in diesem Sinne gemacht haben? Würde mich über Feedback freuen.
    Bei Amazon gibt es dazu käuflich ein Seminar zu erwerben. Das Thema lautet "ADHS als Traumafolge und Erschütterung der Familienordnung". Würde bei meiner Familie wahrscheinlich zutreffen. Lohnt es sich das Seminar zu kaufen? Erscheint mir mit knapp 60 Euro doch etwas überteuert

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Strattera and the disabled will

    Ahoi Hans,

    ich hatte mit Strattera auch sehr gute Erfahrungen. Es ist als wenn ich mit Strattera eine Art von Persönlichkeitsentwicklung erreicht hätte. Als diese vollzogen war, kam ein Stimmungstief und ich hab die Medikation gewechselt. Die postiive Entwicklung, die unter Strattera stattfand, blieb erhalten.

    Meine Theorie dazu ist, dass Strattera dies leisten kann weil es die Neuroplastizität des Gehirns erhöht. Soweit ich weiß macht es das durch Einwirkung auf NMDA Rezeptoren.

    Besagtes "Seminar" auf Amazon hab ich nicht gefunden. Generell finde ich 60,- Euro nicht so teuer, das kostet eine Stunde Therapie ebenfalls (mindestens).

    Grüße
    WinSCP

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 769

    AW: Strattera and the disabled will

    Ich frage mich ob die Ursache von AD(H)S in einer Schamüberflutung begründet liegen. Bei einem pränatalen Trauma. Mutter mit Wochenbettdepression, schwieriger Kindheit, toxischer Scham als Folge.
    Nach meinem Wissenstand gibt es für diese These keine Belege. Es ist eher belegbar das der Verlauf der Schwangerschaft und der Erziehung KEINEN Einfluss auf das Auftreten von ADHS hat.

    ADHS ist eine zwischenzeitlich belegbare Veränderung in der Hirn-Struktur und das kann nach dem derzeitigen Stand NICHT revidiert werden. Weder durch Medikamente noch durch andere Therapieformen.

    Also ich wüsste nicht was dann so ein Seminar bringen sollte.
    Ich würde da eher empfehlen das Geld auszugeben um die individuellen ADHS Probleme durch ein gutes Coaching zu erleichtern.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 166

    AW: Strattera and the disabled will

    Also ich muss sagen. Positive Entwicklung einerseits weil ich mehr mit mir selber identifiziert bin. Das Negative, wenn man mit sich selber mehr identifiziert Ist, werden einem auch Taten schmerzlich bewusst die man anderen antut bzw. weil man die Welt klarer sieht, werden einem auch Missstände auf der Welt selbst mehr bewusst. Ich merk gerade erst mal wie narzisstisch ich teilweise gepolt bin.

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 769

    AW: Strattera and the disabled will

    Für mich ist die (oft durchaus schmerzhafte) Selbsterkennung das wichtigste überhaupt.

    Erst wenn ich sehe wie mich andere wahrnehmen und wie ich auf bestimme Reize reagiere, kann ich überhaupt mit sinnvollen und hilfreichen Veränderungen beginnen

    Für mich geht das aber besser wenn ich mich mit den aktuellen Auswirkungen beschäftige, nicht mit einem Seminar das erklären will wie die Störung ausgelöst wird.
    Ist meine persönliche Ansicht.

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 296

    AW: Strattera and the disabled will

    Also ich glaube wenn man traumatische Auswirkung reduzieren kann, dann nimmt man sich zusätzlich negativen Input der sich noch zusätzlich auf den 1000x1000 normalen ADHS-Input setzt.

    Aktuell hatte ich in einer akuten Phase wo ein Traum anklopfte 1000fachen Seeleninput der mein Gehirn zusätzlich überforderte. Im rebound war ich sehr depressiv.
    Dann hatte ich einmal meine Medikation vergessen . Mein Gehirn schoss über von 1000 Fachen in- und Output und auf all diese Gedanken setzte sich dann plötzlich noch zusätzlich überall ein negativer Gedanke drauf.

    MPH half mir dann später wieder das positive und negative zu sortieren, was ohne MPH nicht möglich war.

    Ich glaube wenn das traumtische bei mir raus ist, das ich dann weniger mit diesem zusätzlichen negativen Input zu kämpfen habe.

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