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Diskutiere im Thema Zwiespalt:Nehme ich Ritalin bei Angst, Konzentrationsschwäche und Gedankenrasen? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 29

    Zwiespalt:Nehme ich Ritalin bei Angst, Konzentrationsschwäche und Gedankenrasen?

    Hallo,

    seit ich vor einigen Jahren mit der Therapie mit Ritalin begonnen hab, setzte ich öfter das Medikament über längere Zeit ab. Aber jedes Mal war ich irgendwann so ausgelaugt, innerlich aufgewühlt und niedergeschlagen, bis es irgendwann unerträglich wurde. Wenn ich dann nach Wochen wieder Ritalin nahm, entspannte ich direkt und war auch gefühlsmäßig stabilisierter.
    Ich mache seit einigen Monaten eine Psychotherapie, die längst überfällig war und mir sehr hilft.

    Ich lasse Ritalin so lange weg, weil es mich weniger gesellig macht und meine Gefühlswelt abstumpft. Bei regelmäßiger Einnahme fühle ich mich isoliert und verliere die Lust an anderen Menschen.
    Ohne Ritalin gehts mir auch zeitweise super. Fröhlich, gesellig, konzentriert,leistungsfähig, aber dann bin ich wieder in so einem tiefen dunklen Loch.

    Ich weiß einfach nicht, ob die Beschwerden (Angst, Konzentrationsschwäche, Gedankenrasen) neurologisch(also Ritalin nötig) oder hauptsächlich psychisch sind. Ich befürchte bei der Einnahme von Ritalin mich "falsch zu behandeln". Kennt jemand diese Situation? Wie geht ihr damit um?

    Freundliche Grüße

    Max

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.718

    AW: Zwiespalt:Nehme ich Ritalin bei Angst, Konzentrationsschwäche und Gedankenra

    Max4 schreibt:
    Ich lasse Ritalin so lange weg, weil es mich weniger gesellig macht und meine Gefühlswelt abstumpft. Bei regelmäßiger Einnahme fühle ich mich isoliert und verliere die Lust an anderen Menschen.
    Viellleicht ist die Dosis zu hoch? Dann kann es zu solchen Nebenwirkungen kommen. Versuch doch mal etwas weniger.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 306

    AW: Zwiespalt:Nehme ich Ritalin bei Angst, Konzentrationsschwäche und Gedankenra

    Moin Max!

    Ich sehe es wie mein Vorredner und denke auch, dass die Dosis zu hoch sein könnte/dürfte.

    Zudem weist deine Schilderung nach meinem Empfinden (ich kenne das auch) deutlich darauf hin, dass deine Probleme in erster Linie durch ADHS und nicht durch eine Depression oder eine Angststörung zu erklären sind.

    Ich gehe davon aus, dass es möglich ist, durch Reduzierung der Dosis die "goldene Mitte" mit der Zeit hinzubekommen.

    Ich fände es übrigens interessant zu erfahren, ob du einen Unterschied bei der Psychotherapie in den Phasen mit und ohne Ritalin wahrnimmst.

    Beste Grüße

    Addy

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 594

    AW: Zwiespalt:Nehme ich Ritalin bei Angst, Konzentrationsschwäche und Gedankenra

    Könnte eine falsche Dosis sein. Einige nehmen 5 mg pro Tag, andere 80 mg. Da gibt es also eine ganz schöne Spanne, da muss jeder schauen was für ihn das Richtige ist.

    Es kann aber auch das falsche Medikament sein.
    Viele vertragen das Medikinet nicht, vielleicht wäre das aber besser für Dich. Oder noch ein ganz anderes Medikament, das ist also ein Thema für Deinen Arzt.

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 332

    AW: Zwiespalt:Nehme ich Ritalin bei Angst, Konzentrationsschwäche und Gedankenra

    Also ich kann dir nur aus meiner Sicht antworten. Ich habe Elontril als Mittel gegen die Gedankenkreise und Sorgenschleifen. Und das klappt bei mir super.
    Ich habe leider erst mit über 40 meine Diagnose bekommen und auch dann erst Medikinet. Das hat zur Folge, dass sich in mir so viele negative Erfahrungen gestapelt haben, dass ich aus der Depression nicht mehr raus kam bis zur Frühverrentung. Deshalb kann ich leider nicht verstehen, wieso du dir "freiwillig" Medikamenten- Pausen antust. Mich hat das in den Burnout getrieben, was du unter geselliger, fröhlicher, etc. beschreibst. Ja so war ich auch mal- nur überfordert man sich ständig selbst damit.
    Und dann kommt das Loch.... dunkel, schwarz, lethargisch oder panisch, ich kenne beides. Unschön und bei mir wäre es zu vermeiden gewesen....

    Ich habe also gute Erfahrungen mit Elontril, Medikinet durchgängig und Attentin, wenn mich die Panik packt. Da habe ich 5 mg die mich wieder ins "normale" holen.

    Mein Lieblingstest ob man es braucht ist übrigens: Im Krankenhaus zur allervollsten Zeit frühstücken und alle dummen Gespräche an den Nachbartischen zu hören "müssen", diese ganzen Geräusche, Gerüche, Farben etc. pp sich nicht Mals "selbst denken hören können"und dann die Tabletten nehmen und genießen, wie sich eins nach dem anderen verabschiedet bis ich nur noch bei mir bin ---- und wieder weiß, warum ich meine Tabletten brauche
    Übringens auch mein Lieblingstest ob die Dosis passt, aber dann einen "Normalo" mitnehmen und sagen, wonach der schauen soll.

    Meine Kinder haben übrigens Concerta und sind damit völlig "normal". Nur das überdrehte fällt damit weg. Vielleicht erkundigst du dich mal wie "überdreht" oder "anstrengend" du für andere ohne Tabletten bist? Oder wie viel du z.B. nicht hörst? Ich finde das immer sehr erschreckend, weil ich selbst das Null einschätzen kann.

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