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Diskutiere im Thema Attentin im Erwachsenenalter im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 62

    Attentin im Erwachsenenalter

    Hallo,

    Ich hätte zwei Fragen an alle Attentin nutze hier.

    1. wie ist eure Dosierung und welche Vorteile beziehungsweise Veränderung in findet ihr bei der Medikation gegenüber MPH .

    2. wie genau stellt man einen Kostenübernahmeantrag bei der Krankenkasse . War das schon bei jemandem erfolgreich?

    Danke!

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.728

    AW: Attentin im Erwachsenenalter

    Hallo,
    ich nehme es schon zwei oder drei Jahre, kann mich nicht so genau erinnern. Mein Arzt verschreibt mir immer zwei Packungen 50 Tabletten a 5 mg. Im Moment nehme ich morgens (ist bei mir 10-11 Uhr gemeint) 2 Tabletten und nachmittags 17 Uhr nochmals 2 Tabletten.

    Die Wirkung ist bei mir so, das ich mich gleichbleibend ruhiger fühle und keine richtigen Tiefs bekomme. Beim Ritalin früher war ich manchmal zu euphorisch und dann wenn es nicht mehr wirkte, mmh, hab ich vergessen. Auf jeden Fall komme ich mit Attentin besser klar.

    Ich brauchte keine Antrag stellen. Der Arzt muß glaube ich begründen warum du Attentin verträgst und das es am besten wirkt. Keine Ahnung, ich bekomme es vom Arzt verschrieben und zahle nur diese Rezeptgebühren.

    Gruß Paula

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Attentin im Erwachsenenalter

    Danke für die Antwort. Mein Arzt wollte erst Attentin nicht verschreiben. Ich habe ein einziges Rezept aus Privatrezept bekommen und folgerezepte gibts erst mit Empfehlung von Psychologen diese habe ich jetzt bekommen. Er meint erst er darf es eigentlich nicht verschreiben weil es mir für Kinder ist.

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.827

    AW: Attentin im Erwachsenenalter

    sunspot schreibt:
    Danke für die Antwort. Mein Arzt wollte erst Attentin nicht verschreiben. Ich habe ein einziges Rezept aus Privatrezept bekommen und folgerezepte gibts erst mit Empfehlung von Psychologen diese habe ich jetzt bekommen. Er meint erst er darf es eigentlich nicht verschreiben weil es mir für Kinder ist.
    Ich sehe mit Tapatalk nicht, ob Du in der Schweiz wohnst. In Deutschland wird Attentin i.d.R. nicht von der GKV bezahlt. Man erhält es nur auf Privatrezept. Dein Arzt geht das Risiko eines Regressverfahtens ein, wenn er dir trotzdem verschreibt.

    Gesendet von meinem SM-A310F mit Tapatalk

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Attentin im Erwachsenenalter

    Genau aus Deutschland. So ein Mist das ist schon fast diskreminierend das man Medikamente nicht bekommt.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 250

    AW: Attentin im Erwachsenenalter

    Der Wirkstoff von Attentin ist meines Wissens ein Amphetamin. In einem anderen Thread habe ich mich gefragt, warum ein Arzt/eine Ärztin Vorbehalte gegen das Verschreiben von Amphetamin haben könnte. Die Sorge vor einem "Regressionsverfahren" wäre eine Mögliche Erklärung. Weißt du zufällig, ob die Einschränkungen von Attentin auch für D-Amphetaminsulfat gelten?

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Attentin im Erwachsenenalter

    Ja die Einschränkungen sind die gleichen. Es besteht auch eine Angst vor Missbrauch glaube ich fällt ja unter das BTM.

  8. #8
    ubu


    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Attentin im Erwachsenenalter

    zu 1)MPH = bessere Reizfilterung, keine Ausstrahlung in den Augen -> vllt. wegen Serotoninproblem, MPH kann es vielleicht verstärken, weil das Gefühlszentrum weniger arbeitet, Wirkstoff D-Amfetmainsulfat wirkte bei mir auf alle Symptome z.B. Motivation und Antrieb, soziale Isolation, Messi Verhalten, Organisation des Alltags, Selbstwert wegen Besserung vieler Punkte und Anerkennung. Intelligenz, nicht nur am planen, sondern am tun

    zu 2) formlos bei der Krankenkasse mit einer Begründung

    Bei der Indikation schwerer AD(H)S stellt die Medikation mit Amphetaminen ggf. die einzige Möglichkeit dar die Symptome in den Griff zu bekommen.
    Es ist ein super Medikament.
    In dem Fall muss ein Arzt jemanden das Medikament verschreiben.
    Etwas übertrieben, aber könnte vielleicht sein, dass man nicht unbedingt 20 Jahre früher sterben will, oder doch?

    Bei mir liegen noch weitere chronische Krankheiten vor.
    Man kann sich gar nicht vorstellen, wie das dann ohne passende Medikation verlaufen soll.

    Ahja, bei dem Antrag für die Kostenübernahme kann vieles hilfreich sein, aber nicht notwendig z.B. ärztliches Begründung, psychologisches Gutachten, usw.

    Hier folgendes gefunden:

    Richtschnur für ärztliches Handeln ist nach wie vor der von medizi-nischen Fachkreisen allgemein akzeptierte Behandlungsstandard,
    Der „Nikolaus-Beschluss“ und Urteile weiterer Gerichte zum Off-Label-Use
    Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat im so genannten „Nikolaus-Beschluss“ vom 06.12.2005 festgestellt, dass die Weigerung der GKV, für die Kosten einer neuen medizinischen Behandlungsmethode aufzukommen, gegen das Grundgesetz verstößt, wenn eine lebensbedrohliche Erkrankung vorliegt, für die eine anerkannte Behandlung nicht zur Verfügung steht und eine begründete Aussicht auf einen Behandlungserfolg besteht. Eine enge Auslegung der Leistungspflicht der GKV bei krank-heitsbedingter Lebensgefahr ist laut dem Urteil nicht mit der Schutzpflicht des Staates für das Leben seiner Bürger zu ver-einbaren. In diesem Fall ist von den Sozialgerichten zu prüfen, ob es für die vom Arzt nach gewissenhafter fachlicher Einschät-zung vorgenommene/beabsichtigte Behandlung ernsthafte Hin-weise auf einen nicht ganz entfernt liegenden Heilungserfolg o-der auch nur auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf im konkreten Einzelfall gibt.
    Das Hessische Landessozialgericht (LSG) nahm in einer Ent-scheidung vom 15.01.2009 darauf Bezug und führte aus, dass die GKV in einer notstandsähnlichen Situation auch die Versor-gung mit einem nicht zugelassenen Arzneimittel gewähren muss.
    Mit Urteil vom 13.10.2010 hat das BSG seine Rechtsprechung zum Off-Label-Use weiter konkretisiert. So greift die oben auf-geführte Rechtsprechung des BVerfG nur für die Behandlung der lebensbedrohlichen Krankheit selbst, nicht jedoch für die Behandlung von Folgekrankheiten.
    Mit dem Anfang 2012 in Kraft getretenen GKV-Versorgungsge-setz wurde der Geltungsumfang des o.g. Nikolaus-Beschlusses des BVerfG für das Leistungsrecht der GKV insgesamt klarge-stellt. Seitdem heißt es in § 2 Abs. 1a SGB V: „Versicherte mit einer lebensbedrohlichen oder in der Regel tödlichen Erkran-kung oder mit einer zumindest wertungsmäßig vergleichbaren Erkrankung, für die eine allgemein anerkannte, dem medizini-schen Standard entsprechende Leistung nicht zur Verfügung steht, können auch eine von Absatz 1 Satz 3 abweichende Leis-tung beanspruchen, wenn eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf Heilung oder auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf besteht."
    Seite 9/12
    und nicht allein die Zulassung eines Arzneimittels. Der Arzt kann daher im Rahmen seiner Therapiefreiheit aus Haftungs- und straf-rechtlichen Gründen u.U. sogar dazu verpflichtet sein, Medika-mente zulassungsüberschreitend einzusetzen, wenn dies dem ak-tuellen medizinischen Standard entspricht. Sogar wenn sich noch kein allgemein akzeptierter medizinischer Behandlungsstandard herausgebildet hat, ist ein Off-Label-Use bei triftigen Vorausset-zungen kein Behandlungsfehler. Diese Voraussetzungen sind:
     dokumentierte medizinische Begründung,
     dokumentierte sorgfältige Abwägung gegenüber zugelassenen Arzneimitteln und
     dokumentierte sorgfältige Patientenaufklärung
    .
    Geändert von ubu ( 1.10.2017 um 21:37 Uhr)

  9. #9
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.827

    AW: Attentin im Erwachsenenalter

    Timbookedtwo schreibt:
    Der Wirkstoff von Attentin ist meines Wissens ein Amphetamin. In einem anderen Thread habe ich mich gefragt, warum ein Arzt/eine Ärztin Vorbehalte gegen das Verschreiben von Amphetamin haben könnte. Die Sorge vor einem "Regressionsverfahren" wäre eine Mögliche Erklärung. Weißt du zufällig, ob die Einschränkungen von Attentin auch für D-Amphetaminsulfat gelten?
    Amphetamin ist für die medikamentöse Therapie von ADHS bei Erwachsenen gesetzlich erlaubt. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei Erwachsenen nicht. Man kann es aber auf Privatrezept erhalten. Das gilt für alle Amphetamin-Medikamente. Der Saft ist aber sehr billig, so dass man ihn schon selbst bezahlen kann.

    Neulich habe ich diesen Post geschrieben:
    https://adhs-chaoten.net/adhs-erwach...tml#post691970

    In diesem Post ist ein Link zu einem Text von wbe4health enthalten Dieser Text enthält wichtige Information bezüglich einer Amphetamin-Therapie bei ADHS.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.728

    AW: Attentin im Erwachsenenalter

    Wiese Kinder Attentin verschrieben bekommen und Erwachsene dann nicht ist mir ein Rätsel. Ich persönlich kenne keinen einzigen Menschen, also auch keine Eltern mit Kindern die Attentin bekommen. Nur Ritalin und Medikinet.

    Ja bei mir ist es auch so wie bei uhu (wenn ich das richtig gelesen habe), habe schweres ADS (Mischtyp) und alles andere würde mir nicht mehr helfen. Da ich schon älter bin, habe ich fast alles schonmal verschrieben bekommen. Ritalin hat mir am Anfang am besten geholfen, Medikinet und alle Medikamente haben nichts gebracht, nur das ich mich viel schlechter und depressiv fühlte.

    Dann habe ich jahrelang Amphetamin-Tropfen verschrieben bekommen bis ich meinen jetzigen ADS-Arzt gefunden habe der mir selber Attentin empfohlen hat. Seitdem habe ich zwar immer noch die gleichen Probleme, doch ich sehe alles gelassener, ich glaube ohne Attentin wäre ich verzweifelt, hätte oft an Selbstmord gedacht oder würde jeden Tag heulen.

    Wenn ein Arzt das verschreibt und auf seine Kappe nimmt, dann kann er das bei einem Verfahren auch begründen. Meiner wird es auf jeden Fall machen.

    Gruß Paula
    Geändert von Paula ( 2.10.2017 um 15:17 Uhr)

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