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Diskutiere im Thema Suchtvergangenheit und medikamentöse Behandlung nach 20 Jahren Abstinenz im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 1

    Suchtvergangenheit und medikamentöse Behandlung nach 20 Jahren Abstinenz

    HMir wurde im zarten Alter von 48Jahren ADHS ( wohl schon im Kindesalter ) und Hochbegabung attestiert. Das kam überraschend, hab mir nie Gedanken darüber gemacht, hab aber seit langer Zeit gewusst, dass mir irgendwas im Wege steht. Seit 5Jahren bin ich wegen Depressionen in Behandlung, teils stationär, teilstationär und derzeit ambulant ( Psycho-und Vehaltenstherapie) zzgl. medikamentöser Behandlung. Seit gut 6Monaten nehme ich täglich 300mg Bupropinol, das erste Antidepressiva, dass wirklich bei mir hilft.
    Meine Therapeutin riet mir vor einiger Zeit, mich mal gründlich untersuchen zu lassen, sie vermutete bereits ADHS. Gesagt getan mit og Befund. In der Anamnese dieser Untersuchungen erwähnte ich, dass ich vor ziemlich genau ein massives Kokain-Problem hatte. Ich habe Dank guter Freunde und meinem Hausarzt, den Entzug in aller Stille erfolgreich überstanden. Offizielle Beratungsstellen oder Kliniken kamen und kommen aus beruflichen Gründen nicht in Frage, das ganze ist also niemals irgendwo aufgetaucht oder dokumentiert.
    Meine Therapeutin sieht das auch positiv, es spricht ja doch für Willensstärke, Konsequenz und Selbstdisziplin. Und es gehört nun mal zu meiner Vita. Es wäre falsch, diesen Exzess als Jugendsünde zu bagatellisieren, aber der Misst, der selbst juristisch doppelt verjährt ist, stellt mir nun ein Bein. Und das richtig.
    Ich bin völlig unbefangen zu der Neurologin/Osychaterin zur Diagnotik gegangen ( nach 8!!!! Monaten Wartezeit ), sie fing von Medikinet und Co an, wohlwissend um das Koksding. Es fanden auch Unt rsuchungen und Test bei anderen Ärtzen statt, das ganze ging dann wieder zum Gesamtbefund an og Neurologin. Und plötzlich war das Druffi Image ( deshalb der Name ) akutes Thema. Ich hab dann erstmal Strattera bekommen, das bekam mir überhaupt nicht, die Kombination Bupropinol&Strattera ist auch ein wahrlich heisser Ritt, Blutdruck und Puls gingen durch die Decke und ständige Kopfschmerzen war n nur ein Teil d r Nebenwirkung. Also wieder hin und nach Alternativen gefragt. Danhiess es zu einen, dass mein ADHS garnicht medikantös behandelt werden muss und ich spekuliere nur auf die Amphe. Hätte sie mir Ritalin verschrieben und mir ging es genauso, wie es mir ging, hätte ich da auch gesessen. Ich spekulier auf nichts, hatte nur die grosse Hoffnung, nachdem man ein g undsätzliches Problem erkannt hat, ich es auch in den Griff bekomme könnte. Nun ist die Behandlung aber vorbei. So whaaaaat??
    Ich hab meinen Spass im Leben gehabt, bin derbe auf die Fresse gefallen, draus gelernt und bin die letzten Jahre weitestgehend abstinent geblieben. Koks war mein Ding, das gebe ich zu, ich vertrags nur nicht. Damit ist das Thema für mich erledigt. Als leitender Angestellter im öffentlichen Dienst und kurz vor einem Wechsel in den Bereich Justiz wären weitere Exzesse gleichbedeutend mit Berufsverbot. Nun ist es aber auch so, dass ich ( fiktiv ) schon in der Vergangenheit und auch zu Uni-Zeiten, gemerkt habe, dass mir Amphe ( im weitesten Sinne ) hilfreich sein könnten. Ich habe es nie als Rauschmittel empfunden, man merkt es mir nicht an, keine Reisenpupillen, Zähnefletschen usw. Ih find's eher erstaunlich, wenn ich gesehen habe, was andere damit erlebt haben. Aber auch das gehört schon lange der Vergangenheit an. Nur jetzt bin ich einigermassen frustriert, meine Strategien der letzten Jahre im Kampf gegen einen unbekannten Gegner waren sehr kräftezehrend und fallen mir im Alter im schwerer, es frustriert und befeuert damit meine Depressionen. Wie komme ich aus dieser Gemengelage raus? Ich hab mich auch selbt schon kritisch hinterfragt, ob ich seit der Diagnose rumhyperchondere. Ist nicht so. Es hat einfach nur so vieles erklärt und mir endlich die Augen geöffnet. Ich stehe beruflich vor einem lang ersehnten Wechsel und auch Karrieresprung, das schaffe ich aber nicht mit der Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege. Und Eigenmedikamentierung ist keine Option. Es ist hier zwar schwerer lactosefreie Milch zu besorgen als.... alles andere ebend. Was kann ich tun??? Ich möchte natürlich auch nicht die Ärztin in Schwierigkeiten, womöglich noch juristisch ) bringen. Aber mit dem Befund zum neuen Doc und etwas mehr Diskretion nützt auch nix, weils expliziert erwähnt wird. Das ist jetzt echt viel Text, hab selbst dafür schon ewig gebraucht. Was kann ich tun??? Habt vielen Dank für ein paar Idden!!!!

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 548

    AW: Suchtvergangenheit und medikamentöse Behandlung nach 20 Jahren Abstinenz

    Hallo,

    Danke für deine Vorstellung und herzlich willkommen hier.

    Für mich klingt deine Vorstellung ein wenig so, als dass die Psychiaterin - auch völlig abgesehen von deiner Drogenproblematik in der Vergangneheit - der Meinung ist, du bräuchtest gar keine medikamentöse Therapie.

    Meine Frage wäre, was tust du denn sonst so, um deine Symptome in Schach zu halten? Sport z.B.?. Eine Therapie bei einem psychologischen Psychotherapeuten/-in?

    Denkst du, deine Ängste, was die neue Stelle angeht, sind wirklich begründet? Also vielleicht ist das dein Problem: dass du denkst, du wärst der neuen Stelle nicht gewachsen? Aber, wenn du die Stelle bekommst, scheint dein Arbeitgeber sie dir ja zuzutrauen, zumal Bewerbungsverfahren im öD ja nun wahrlich auch nicht ohne sind.

    Wäre es ggfs. eine Option auf der bisherigen Stelle zu verbleiben? Denn da scheinst du ja trotz AD(H)S u ohne Medis klar zu kommen.

    LG
    Hyper

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Suchtvergangenheit und medikamentöse Behandlung nach 20 Jahren Abstinenz

    Also ersteinmal fühl Dich gedrückt....ich kann mir vorstellen wie Du Dich fühlst, da ist man offen und ehrlich und dann wird einem im endeffekt vorgeworfen man würde verlogen sein...

    Also ich hab eine recht ähnliche Vergangenheit wie Du nur meine lies sich nicht verheimlichen, zumindest damals halt nicht.. aber ist auch schon jahre her und kommt mir vor wie ein anderes leben...

    Aber zurück zum Thema, ich war auch ehrlich, ich habe auch das schlimmste erzählt. Und ich bekomme es trotzdem verschrieben, also denke ich es liegt am arzt und würde dir raten mal zu einem anderen zu gehen. Zumal ja grad ADHSler Suchtgefährdet sind udn somit auch ein symptom ist.

    und noch kurz ein Nebensatz zu Hyper, ich denke das man mit dem alter irgendwann es nimmer kompensieren kann, da würde wohl auch ein verbleib auf der jetzigen stelle nur kurzzeitig helfen. Zumindest hab ich das gefühl das man irgendwann seine akkus aufgebraucht hat, bzw sie laden nimmer so gut ;P ich hoff ihr versteht wie ich mein

    So LG Vil

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 392

    AW: Suchtvergangenheit und medikamentöse Behandlung nach 20 Jahren Abstinenz

    Moin Druffi,
    liest sich wie eine ziemlich verwurstelte Situation, ich gebe zu das ich Mühe hatte den Text zu lesen.

    Ins Auge sprang mir:
    Wie komme ich aus dieser Gemengelage raus?
    Ich versuche mal das für mich zu sortieren.
    Du hast offenbar eine ADHS Diagnose und daran auch keine Zweifel.
    In der Vergangenheit hast du mehr oder weniger erfolgreich mit Eigenmedikation Erfahrungen gesammelt.
    Die Ärzte sind der Meinung das dein ADHS nicht durch Medikamente behandelt werden kann (oder sollte), da bist du nicht sicher.
    Beruflich steht ein Wechsel an, zugleich bemerkst du aber das Du keine Kraft mehr hast gegen die ADHS-Probleme zu kämpfen und das führt zu Depressionen

    Ich denke mit dieser Gemengelage damit stehst Du nicht allein da, für mich ist das durchaus typisch für spätdiagnostizierte ADHSler. Natürlich auf individuell unterschiedlichen Niveaus.

    Ich denke was hier wirklich helfen könnte, wäre eine neutrale Person der du vertrauen kannst. Der als Gesprächspartner gute Fragen stellt und so hilft die Situation zu überblicken.
    Bei mir war das ein Psychotherapeut den ich wegen der Depressionen aufgesucht habe. Bei mir die Situation allerdings weniger extrem als bei Dir. Dennoch wäre das mein Rat, auch wenn es wieder arbeits- und zeitaufwendig ist einen Therapeuten für Dich zu finden.

    Letztlich kann niemand ausser Dir die Situation überblicken und daher kann auch kein anderer den für Dich besten Weg finden. Aber ein guter Therapeut kann dabei helfen die Situation zu verstehen um dann die möglichen Auswege zu erkennen.

    Ich habe damals Antidepressiva genommen um überhaupt therapiefähig zu sein, inzwischen nehme ich sie nicht mehr. Damals war es aber sinnvoll um überhaupt eine Perspektive sehen zu können.
    Die Frage ob Deine ADHS-Symptome durch Medikamente gelindert werden können ist etwas das man mit einem guten Arzt abklären bzw. ausprobieren muss und da kann ein 2. Versuch mit einem anderen Arzt absolut sinnvoll sein. Ich habe erst im 4. oder 5. Anlauf einen Arzt gefunden dem ich voll vertraue und der sich wirklich mit ADHS auskennt. Und selbst da gibt es Abstriche.
    Es ist leider verdammt schwer gute Unterstützung zu bekommen. Und dennoch würde ich Dich ermutigen genau das zu Versuchen. Suche einen Therapeuten für die Depressionen, am besten einen für den ADHS kein Fremdwort ist UND einen Arzt der das mit einer passenden Medikation unterstützt. In dieser Phase würde ich keine weiteren Baustellen aufmachen, würde daher nur einen Berufswechsel ins Auge fassen wenn das die Situation für Dich einfacher macht. Sonst nicht.

    Auch viel geschrieben, ich hoffe Du kommst da durch.
    Es ist aber auf jeden Fall schon mal gut das du hierher gefunden hast und das Du die Probleme wahrnimmst.

    LG
    Denker23

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