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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 45

    Emotionslos mit MPH

    Hallo,

    in letzter Zeit habe ich den Eindruck, dass ich unter MPH irgendwie emotionsloser werde. Meinen Mitmenschen gegenüber fühle ich mich total sachlich drauf, sehr distanziert. Habt ihr irgend eine Idee woher das kommen könnte oder was man da machen kann?

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 8.933

    AW: Emotionslos mit MPH

    Möglicherweise hilft es, wenn Du ein bisschen weniger nimmst.
    Oder Du musst weniger Kaffee trinken. Falls Du Medikinet nimmst, isst
    Du immer genug und rechtzeitig?

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Emotionslos mit MPH

    Hm...
    Von den retardierten bin ich mittlerweile abgekommen, Ritalin Adult war zu grob zu dosieren, mit Medikinet Adult war ich total daneben. Die anderen Retardpräparate hatte ich noch nicht. Gerade bin ich mit den unretardierten am werkeln. Die genaue Dosis habe ich aber noch nicht raus. Mal wirken 12,5 mg, mal 15mg. Manchmal fühle ich mich dann auch perfekt ausgeglichen. Oft aber auch nicht.

    Wenn ich zu viel genommen habe, glüht dann mein Kopf, bei zu wenig merke ich eigentlich nichts. Aber meist kann ich das auch nicht so genau auseinander halten. Vielleicht liegt es ja tatsächlich daran.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass bei mir eine kleine Dosisänderung schon sehr viel ausmacht, aber die optimale Dosis ist jedes mal ein bisschen anders...
    Vielleicht liegt es aber auch an was ganz anderem.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.845

    AW: Emotionslos mit MPH

    Rauchen dockt auch dort an ...

    Wie ist denn dein Schlaf? Das kann ua auch Schwankungen ergeben.

    Aber uU ist "da merke ich nichts" genau der "Zustand", wo die anderen Menschen um dich herum etwas merken. Weil ... oft merkt der Betroffene das eher ... äh ... ziemlich spät - auch weil man gerne auf einen "AHA-Effekt" wartet, wo von jetzt auch gleich alles anders ist.

    Tatsächlich ist es aber so, dass die Einstellung ganz oft eine ganze Weile dauert auch mit MPH. Hilfreich ist dabei ein (notfalls auch lockeres) Tagebuch zu führen, wo man gemerkte oder (rück)gemeldete Infos einträgt, aber auch die Dosis und wie man sich gefühlt hat in gewissen Abständen (abhängig von der jeweiligen Medikamentation und der allgemeinen Stabilität). Damit kann man dann auch nach und nach mehr ersehen, ob es vielleicht "nur" ein Wahrnehmungsproblem oder doch etwas Ernsteres ist. UU hilft es auch sich zu notieren, ob man zB zur Einnahme gegessen hat, ob und ggf. wieviel Koffein, Teein oder Nikotin man zu sich genommen hat.

    Du siehst, das Ganze ist jetzt nicht ganz so leicht, aber du bist ja schon auf einem guten Weg, wenn du von einer Ausgeglichenheit sprechen kannst.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Emotionslos mit MPH

    Es ist manchmal schon so, dass ich mich frage, wie das Medikament den wirken soll, ob ich nicht zu viel davon erwarte. Ist es optimal, wenn ich zu jeder Tageszeit top konzentriert rumlaufe? Vielleicht nicht. Könnte also schon sein, dass ich die ganze Zeit mit etwas zu viel MPH rumlaufe. Aber sonst weiß ich auch nicht wirklich, woran ich festmachen kann, ob es jetzt wirkt oder nicht.

    Was mich auch häufig irritiert, ist meine Reizfilterschwäche. Gerade in lauten Umgebungen bekomme ich relevante Infos kaum rausgefiltert, alles ist nur ein Geräuschebrei, verstehen tu ich nur das lauteste. Nehme ich nun ein wenig (zu wenig) MPH, tut sich da erst mal nichts. Komme ich in Richtung Wirkbereich, merke ich, dass ich je nach Dosierung die Geräusche mal wenig, mal mäßig oder auch mal sehr gut filtern kann. Wenn die Wirkung top ist, fragen dann die anderen nochmal nach, während ich das gesagte gut verstanden habe.

    Wie finde ich da die optimale Einstellung? Gibt es da sonst noch irgendwelche Orientierungspunkte, wo ich das vielleicht zuverlässiger rausfinden kann?

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.845

    AW: Emotionslos mit MPH

    Wenn du zu jeder Zeit top konzentriert wärst, dann wärst du vermutlich ein echtes Wunder.

    Ich weiss, fast alle haben es gaaanz oft gehört, aber hier macht es dann wirklich Sinn. Es heisst ja so schön im Volksmund, dass in jedem Menschen ein bisschen AD(H)S steckt. (Luft holen und tief einatmen ... )

    Auch Nichtbetroffene haben uU die Probleme der Betroffenen.
    Wichtig ist in dem Zusammenhang: Wie stark ist es ausgeprägt und ist es wirklich ein echtes, sich ständig wiederholendes Problem, welches Leidensdruck verursacht? Erst das könnte AD(H)S (gemäss der Diagnostik) sein ...

    Das heisst aber auch:
    In jedem möglichst gut medikamentierten AD(H)Sler steckt irgendwo ein kleiner Nichtbetroffener.
    (Nehmen wir jetzt mal Begleiterkrankungen ganz raus. Und denken wir bitte jetzt mal nur an die Medikamentierung. VT usw geht ja oft erst mit Medikamenten.)

    Stellt sich die Frage:
    Was verflixt noch mal ist denn "NORMAL" und woher verflixt noch mal soll ein AD(H)Sler das wissen, wenn er es doch nie selbst (das ist wichtig) erlebt hat???

    Wenn du jetzt noch - wie es bei MPH nun leider einmal ist - auch noch ständig zwischen Wirkung und Nichtwirkung ggf mit Rebound dazwischen pendelst und daran denkst, dass vermutlich auch deine Wahrnehmung viel mehr betroffen ist, als du bisher gedacht hast ... äh ... ja ...

    Du sollest vielleicht mal etwas länger (d)eine (Tages)Dosis einnehmen und darüber zumindest versuchen etwas Tagebuch zu führen. Dann könntest du rausfiltern, was dich (noch) beeinträchtigt (Es wird vermutlich mehr als eine Sache sein.). Das wäre mE ein erster Schritt.

    Denn wenn du die Dosis ständig wechselst, wirst du vermutlich länger brauchen ... Du musst ja noch herausfinden: was macht das Medikament, was bist du und was ist da noch (zB die bereits genannten Punkte: Essen, Koffein & Co, Schlaf, ... aber auch emotionale Anspannung oder extremes konzentriertes Arbeiten (könnte uU MPH schneller "verbrauchen")).

    Das Ganze braucht wirklich auch seine Zeit ...

    Ich denke, das ist wirklich eine erste Geduldsprobe und auch Achtsamkeitsübung. Denn du hast es dir verdient, dass du möglichst gut mit dir und deinen Resourcen umgehst!

    Diesen "Menschen" unter dem ganzen AD(H)S zu entdecken, kann aber auch sehr spannend sein!

    Es wird dir vielleicht nicht immer alles gefallen, was dir deine "neue" Wahrnehmung so beschert, aber ich denke: Es lohnt sich!
    Geändert von ChaosQueeny (29.09.2017 um 01:17 Uhr)

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