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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 9

    Erfahrung Medikinet

    Hallo,

    ich bin etwas verwirrt... Ich suche momentan die richtige Dosierung von Medikinet Adult Retard und nehme 25 mg... Ich fühle mich nicht wirklich unterstützt von meiner Psychiaterin, weil sie meinte ich soll einfach mal rumexperimentieren um die ideale Dosierung zu finden...

    Meine Frage nun an euch:

    Wie bemerke ich, dass ich zu viel Medikinet Adult Retard nehme?

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen...

    Liebe Grüße,
    Fabulous_xP

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 117

    AW: Erfahrung Medikinet

    Zuviel bemerkt man am ehesten daran, dass die ADHS-Symptome wieder auftreten und man unangenehme Nebenwirkungen bemerkt.

    Es fühlt sich zwar anders an, aber die innere Ruhe weicht einer inneren Getriebenheit, als hätte man zuviel Kaffee getrunken. Ich habe dann auch wieder ständig Neues angefangen, ohne Vorheriges zu erledigen, emotional nicht belastbar, geringere Frustrationstoleranz, stärkerer Rebound, etc.

    Ein bisschen Experimentieren gehört schon dazu, die ideale Dosis hat das beste Wohlfühl/Nebenwirkungsverhältnis und das ist bei jedem anders!

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Erfahrung Medikinet

    Hallo Fabulous_xP,

    selbst ausprobieren ist meiner Ansicht nach ein guter Ratschlag. Ich ärgere mich auch oft über Ärzte, die mir nach meinem Gefühl nicht genug erzählen. Ich glaube der Grund ist einfach, dass Ärzte dafür nicht bezahlt werden. Die haben soundsoviel Minuten Zeit, mit einem Patienten zu sprechen. Zum Glück gibt es dieses Forum, Selbsthilfegruppen etc. Aber auch da erzählt jeder nur seine eigene persönliche Erfahrung. Die Menschen sind verschieden.

    Dank an Reli für die Beschreibung. Ich nehme seit ca 6 Wochen Medikinet adult und mich beschleicht jetzt langsam die Vermutung, dass eine meiner Annahmen/Beobachtungen die ganze Zeit falsch war, dazu später gleich mehr. Ich bin also selbst noch am herumprobieren. Dieses "zuviel Kaffe getrunken" Gefühl habe ich auch manchmal an mir beobachtet, konnte mir aber keinen Reim darauf machen, was die Ursache ist, also ob die Dosis zu hoch oder zu niedrig ist. Ich schaffe es leider oft nicht, mich an ein festes Schema zu halten, dass ich für mich geplant hatte.

    Wenn ich 15mg nehme und 2 Stunden später nochmal 15mg, dann beobachte ich eine Veränderung des Bewusstseins, die mir selbst nicht ganz geheuer ist. Es ist dann so, als ob ich mich selbst beim Handeln beobachte und das Gefühl habe, dass ich gar nicht eingreifen muss, dass alles von ganz alleine abläuft. Ich habe dabei keine Problem mich mit Menschen zu unterhalten und fühle mich dabei selbstsicher, aufmerksam, spontan. Staune über meine direkten Reaktion. (Ohne MPH bin ich meistens eher verschlossen und denke über alles nach, bevor ich reagiere, oder aber es platzt etwas aus mir heraus, bei dem ich mich hinterher über mich selbst ärgere.)
    Mit den 2x15 kann ich auch stundenlang bei einer Tätigkeit bleiben.
    Ich habe aber trotzdem das Gefühl, dass der Zustand irgendwie nicht richtig ist. Es ist nämlich so, dass ich dann gar nicht mehr hinterfrage, was ich da mache und welches Ziel ich damit erreiche, es ist als würde ich auf Autopilot laufen. Normalerweise überprüfe ich ständig jeden kleinen Schritt und hinterfrage alles. Ein bisschen hinterfragen und überprüfen wäre aber sicher nicht falsch, wenn ich es nicht so extrem mache wie ganz ohne Medi.

    Meine Frage an die Erfahrenen hier: Ist das, was ich gerade beschrieben habe etwas, was ihr als die "richtige Dosierung" für euch selbst empfinden würdet oder ist das zu viel? Mir kommt es so vor, als ob ich auf einer Droge bin, was ich ja auch bin. Aber normalerweise habe ich in letzter Zeit 10mg genommen und 2 Stunden später nochmal 10. Bei dieser Dosis fühle ich mich überhaupt nicht so, als ob ich auf einer Droge bin. Ich bin aktiv und sehe im Spiegel, dass ich nicht mehr der verstolperte Zombie bin, als der ich jeden Tag aufstehe (Blick in den Spiegel hilft mir sehr, meinen eigenen Zustand besser einschätzen zu können. Typisches Problem mit der Selbstwahrnehmung). Aber ich fühle mich dann so, dass ich ich selbst bin und nicht völlig mit Autopilot fliege.

    Und noch eine Frage: Wie viel Zeit Abstand haltet ihr zwischen den Einnahmen von dem retardierten Medikinet?
    Der Arzt hat mir zwar empfohlen, nach dem Frühstück eine zu nehmen und nach dem Mittagessen noch eine. Ich hatte aber ca. 2 Stunden nach der ersten Wirkung immer das Gefühl, in ein Wirkungsloch zu fallen. Deshalb habe ich mir angewöhnt nach 2 Stunden schon die zweite Kapsel zu nehmen (mit einer kleinen Zwischenmahlzeit)

    Jetzt vermute ich aber, dass das vielleicht doch nicht optimal für mich ist. Kann es sein, dass ich das Nachlassen der Wirkung schlimmer eingeschätzt habe, als es tatsächlich ist? Heute habe ich zwischen den beiden Einnahmen 6 Stunden verstreichen lassen und habe festgestellt, dass ich auf diese Weise eine längere Wirkung über den Tag habe.
    Deshalb meine Frage an die Erfahrenen: Wie viele Stunden wartet ihr zwischen den Einnahmen?

    Das war jetzt viel mehr Text als ich ursprünglich schreiben wollte. Ich hoffe ich habe mich einigermassen verständlich ausgedrückt und nicht zu viele verschiedene Aspekte auf einmal.
    Geändert von gonzales (25.09.2017 um 23:45 Uhr)

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.718

    AW: Erfahrung Medikinet

    Hallo Gonzales,

    also nach 2 Stunden nachnehmen ist bei einer Retardkapsel (!) auf jeden Fall unsinnig!! Denn die sind ja dafür da, dass sie länger wirken, also doppelt so lange wie eine unretardierte Tablette. Wenn du nach zwei Stunden eine Lücke wahrnimmst, dann ist es vielleicht der Übergang von der ersten zur zweiten Phase. Du hast ja sicher gehört oder gelesen, dass Medikinet Adult aus sofort wirksamen und verzögert wirksamen Pellets besteht.

    Autopilot, das liest sich schon an wie etwas zu viel Wirkung. Es könnte natürlich auch sein, dass du nur diesen Zustand noch nicht kennst und er dir daher unheimlich ist und du dich nur daran gewöhnen musst?

    Jedenfalls musst du deine Einzeldosis erst einmal herausfinden. Wenn der Wirkstoff zweier Einnahmen sich überschneiden, und so liest es sich hier, stiftet es nur Verwirrung.

    Diese Einzeldosis liegt vermutlich über 15, aber unter 30 mg. Es gibt ja noch etwas dazwischen.

    Klar, wenn du erst nach 6 Stunden nachnimmst, reicht es insgesamt länger. Und wenn du es so machst, hast du dann eine Lücke bevor die zweite Kapsel wirkt?

    Den richtigen Abstand muss jeder selbst herausfinden. Bei mir sind es viereinhalb Stunden, das scheint aber sehr an der unteren Grenze zu liegen. Kann sein, dass bei dir 5 oder eben 6 Stunden richtig ist. Die beiden Wirkungen dürfen sich eben einerseits nicht überschneiden und andererseits darf die Wirkung der ersten Kapsel nicht weg sein, bevor die zweite wirkt.

    Und dann soll man noch essen. Weil bei mir (!) das nicht gut klappt (ich esse manchmal 11:30 und manchmal 15:30), nehme ich mittags Ritalin Adult, das ist unabhängig von Mahlzeiten.

    Mittags braucht man übrigens meist eine geringere Dosis als morgens.

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 590

    AW: Erfahrung Medikinet

    selbst ausprobieren ist meiner Ansicht nach ein guter Ratschlag.
    Jein, ich finde da macht sich die Ärztin das etwas zu leicht.

    Wichtig ist überhaupt erst mal festzustellen welche Wirkung das MPH auf den Betroffenen hat.
    Dazu ist aber auch wichtig darüber zu sprechen was den überhaupt möglich wäre.
    Es kann sein das die Ablenkbarkeit reduziert wird, es kann sein das die Konzentration erhöht wird, es kann sein das die Selbstwahrnehmung verbessert wird, es kann sein das die Hyperaktiviät reduziert wird, es kann sein das ein Hyperaktiver ruhiger wird. Es kann aber auch sein das genau die gegenteilige Wirkung auftritt. Die Wirkung ist ganz individuell, das kann man nicht vorhersehen.
    Ein Problem dabei ist jedoch das der Betroffene selbst es oft nicht wahrnimmt, das Außenstehende es viel deutlicher bemerken.
    Ein anderes Problem ist das die positive Wirkung manchmal nur bei einer ganz bestimmten Dosierung auftritt. Doris Rawak-Ryffel schreib dazu das es durchaus möglich ist das 5 mg zuwenig, 7,5 mg bereits zuviel sein können.
    Dazu kommt das insbesondere bei Medikinet die Ernährung eine große Rolle spielen kann weil das direkt auf die Retard-Wirkung einfluss haben kann.
    Dazu kommt das die Wirkdauer bei Menschen sehr unterschiedlich sein kann. Das kann durchaus zwischen 2 und 6 Stunden (beim unretardierten MPH) liegen.
    Der Betroffene sollte auch wissen wie die Retard-Wirkung funktioniert und das es verschiedene MPH Medikamente gibt die auch unterschiedliche Nebenwirkungen haben können.
    Es schadet auch nicht zu wissen das bestimmte Stoffe wie Kaffee einen Einfluss auf die Medikamente haben können. Es ist dabei ein Unterschied ob man die Medikamente mit einem Kaffee nimmt oder ob man zwischen Einnahme und Kaffee 30 Minuten Zeit vergehen lässt.
    Auch die Wirkung von MPH unterliegt Schwankungen, wie die Tagesform. Manchmal ist man einfach besser drauf, manchmal hat man einen blöden Tag. Das ist auch völlig normal.

    Das sollte ein Betroffener wissen wenn er mit MPH behandelt wird. Für mich gehört das zur notwendigen Aufklärungen, ich musste das in den letzten Jahren selbst erkennen.

    Für mich wäre eine sinnvolle Vorgehensweise sich zunächst ein Notizheft zu beschaffen.
    Darin notiert man dann alles mit Datum und Uhrzeit. Was man gefrühstückt hat, welche Dosierung man nimmt, welche Wirkung man spürt, was einem auffällt.

    Also als Beispiel:
    7:30 Frühstück, Kaffee, Brötchen, Käse
    7:45 10 mg Medikinet mit O-Saft
    8:30 Auf der Fahrt zur Arbeit ruhiger (oder nervöser) als üblich.
    9:45 Weniger Ablenkbar (oder ggf. reizbarer)
    11.00 Müdigkeit (Gähnen)
    11:45 5 mg Medikinet mit Wasser
    12:30 Mittagessen
    ...
    16:00 Stress mit Kollegen
    ...
    18:00 Nervige Rückfahrt (angespannt)
    ...
    22:00 Einschlafen dauert lange... (Kann man natürlich erst am nächsten Tag notieren)


    Als ADHSler ist das mit solchen Listen echt hart, aber es ist wirklich hilfreich um ein Muster zu erkennen. Wenn man z.b. am späten Nachmittag öfter Stress mit Mitmenschen bekommt könnte das eine Nebenwirkung vom Medikinet sein, könnte aber auch ein Zeichen sein das die Wirkung da nachlässt.

    Nur mit dem Gedächnis ist es schwer die passende Dosierung zu finden, Notizen können da wirklich helfen.
    Und dann muss man eben ausprobieren welche Dosierung die beste Wirkung zeigt.
    Dabei ist es auch hilfreich das an bestimmten Dingen festzumachen.
    Bei mir ist die Leseleistung unter MPH deutlich besser, aber es macht mich auch unruhiger. Da gilt es dann den besten Kompromiss zu finden.

    Das sollte ein Arzt im Aufklärungsgespräch mitteilen, finde ich.


    LG
    denker23

  6. #6
    Ist interessiert

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    Forum-Beiträge: 72

    AW: Erfahrung Medikinet

    4.Kl.konzert schreibt:
    also nach 2 Stunden nachnehmen ist bei einer Retardkapsel (!) auf jeden Fall unsinnig!! Denn die sind ja dafür da, dass sie länger wirken, also doppelt so lange wie eine unretardierte Tablette. Wenn du nach zwei Stunden eine Lücke wahrnimmst, dann ist es vielleicht der Übergang von der ersten zur zweiten Phase. Du hast ja sicher gehört oder gelesen, dass Medikinet Adult aus sofort wirksamen und verzögert wirksamen Pellets besteht.

    ...

    Wenn der Wirkstoff zweier Einnahmen sich überschneiden, und so liest es sich hier, stiftet es nur Verwirrung.
    Hallo 4.Kl.konzert,

    vielen Dank für deine Antwort. Das mit der verzögert wirksamen Teil-Dosis hat mir der Arzt erklärt. Ich hatte den Eindruck dass ich in ein Wirkungsloch falle, bevor die zweite Phase zu wirken beginnt, deshalb bin ich auf die Idee gekommen bereits nach zwei Stunden nachzulegen.

    Ich denke auch dass ich wegen der Überschneidung einen zu unregelmäßigen Verlauf der Wirkung hatte.

    Jetzt werde ich versuchen, die abnehmende Wirkung auszuhalten bis die zweite Phase beginnt und zu beobachten, wann die zweite Phase nachlässt.

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 590

    AW: Erfahrung Medikinet

    Mir ist wirklich unklar warum nicht zumindest die Dosierungsfindung mit unretardierten MPH gemacht wird. Da könnte man sehr einfach den Pegel auch in der Wirkzeit erhöhen und man bemerkt sehr viel besser wie die individuelle Wirkdauer ist. Nur mal so allgemein in den Raum gestellt.

    also nach 2 Stunden nachnehmen ist bei einer Retardkapsel (!) auf jeden Fall unsinnig!! Denn die sind ja dafür da, dass sie länger wirken, also doppelt so lange wie eine unretardierte Tablette. Wenn du nach zwei Stunden eine Lücke wahrnimmst, dann ist es vielleicht der Übergang von der ersten zur zweiten Phase. Du hast ja sicher gehört oder gelesen, dass Medikinet Adult aus sofort wirksamen und verzögert wirksamen Pellets besteht.
    MPH Retard wirkt nicht doppelt so lange. Es wird lediglich nur die erste Hälfte des Wirkstoffs sofort und nach ca. 4 Stunden die 2. Hälfte des Wirkstoffs freigesetzt. Ich finde es wichtig das im Hinterkopf zu halten. 2 Wirkstoffwellen sind etwas anderes als eine gleichmässige Freisetzung.
    Es kann durchaus sein das der Betroffene einen Stoffwechsel hat bei dem das MPH tatsächlich nur 2 Stunden wirksam ist, ist nicht so selten. Dann ist das was er merkt der rebound und nicht das Anfluten bei der 2. Freisetzung. (Nur mit unretardierem MPH wäre das eindeutig zu klären.)

    Sehr wichtig ist auch das die Freisetzung der 2. Wirkstoffdosis bei Medikinet deutlich früher passieren kann wenn bei der Einnahme nicht genügend gegessen wird. Für mich auch ein Grund warum ich das Medikament nicht schätze.

    LG
    denker23

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.718

    AW: Erfahrung Medikinet

    Denker23 schreibt:
    MPH Retard wirkt nicht doppelt so lange. Es wird lediglich nur die erste Hälfte des Wirkstoffs sofort und nach ca. 4 Stunden die 2. Hälfte des Wirkstoffs freigesetzt. Ich finde es wichtig das im Hinterkopf zu halten. 2 Wirkstoffwellen sind etwas anderes als eine gleichmässige Freisetzung.
    Es kann durchaus sein das der Betroffene einen Stoffwechsel hat bei dem das MPH tatsächlich nur 2 Stunden wirksam ist, ist nicht so selten. Dann ist das was er merkt der rebound und nicht das Anfluten bei der 2. Freisetzung. (Nur mit unretardierem MPH wäre das eindeutig zu klären.)

    Sehr wichtig ist auch das die Freisetzung der 2. Wirkstoffdosis bei Medikinet deutlich früher passieren kann wenn bei der Einnahme nicht genügend gegessen wird. Für mich auch ein Grund warum ich das Medikament nicht schätze.
    Nicht unbedingt nach vier Stunden. Das macht die Sache so knifflig.

    Also ich habe ja einen relativ schnellen MPH-Stoffwechsel. (Anmerkung: Martin Winkler/web4health findet das unsinnig. Wir können aber auch gerne ein anderes Wort als Stoffwechsel verwenden. )

    Das heißt, unretardiertes MPH wirkt bei mir nicht so furchtbar lange. Und Medikinet Adult wirkt deutlich länger, aber nicht vier Stunden länger, und ich spüre auch keine Lücke. Das kann nur bedeuten, dass die zweite Portion bei mir früher zu wirken beginnt, also für mich gerade passend so dass die Wirkung kontinuierlich bleibt.

    Und: Nein, am Essen liegt es nicht. Ich frühstücke gründlich, bevor ich das Medikinet Adult nehme.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Erfahrung Medikinet

    Denker23 schreibt:
    Mir ist wirklich unklar warum nicht zumindest die Dosierungsfindung mit unretardierten MPH gemacht wird. Da könnte man sehr einfach den Pegel auch in der Wirkzeit erhöhen und man bemerkt sehr viel besser wie die individuelle Wirkdauer ist. Nur mal so allgemein in den Raum gestellt.
    Wenn man unretardiertes MPH nicht als Ziel der Behandlung sieht, ist es relativ überflüssig damit anzufangen. Was nützt es denn, wenn ich das Unretardierte vertrage, aber z.B. kein Medikinet, oder umgekehrt. Selbst bei den Unretardierten gibt Unterschiede in Bezug auf Wirkzeiten, Nebenwirkungen, Verträglichkeit etc.

    Eine Dosisfindung ist auch nicht bei jedem von den Unretardierten auf die Retardierten übertragbar, das hängt eben auch vom Präparat und auch von der individuellen Konstitution des Patienten ab.


    Ausserdem ist die Gefahr von Fehlinterpretationen bei einem Anfang mit Unretardierten mE viel höher, da diese oft einen "Kick" als Wirkeintritt haben, und meist "härter" wirken. Wenn dann eine gewisse Gewöhnung stattgefunden hat, oder auf Retardierte umgestiegen wird, die ihren Wirkstoff langsamer anfluten, dann wird das oft mit Nichtwirkung verwechselt und der Teufelskreis der Dosissteigerungen wegen Erhaltung des "Kicks" beginnt.

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 117

    AW: Erfahrung Medikinet

    Also bitte das halte ich für Unsinn! 10mg unretardiertes MPH "kickt" (sehr unprofessionelle Beschreibung IMO) genau so wie 20mg Medikinet/Ritalin Adult

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