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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    mag Kekse.

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    Täglich eine Tablette nehmen?

    Hallo Leute,

    mich plagt grad eine Frage: ich habe an manchen Tagen einfach kein Verlangen danach, meine Medikamente (Medikinet adult) einzunehmen.

    Beispielsweise: ich war Samstag auf'm Highfield Festival und hatte dort einen Auftritt. Ich nahm also zuvor 20mg, aber von da an bis vorhin (auch wenn es auch nicht wirklich unbedingt nötig war) verspürte ich kein wirkliches Verlangen oder Druck, es nehmen zu müssen. (hatte also sozusagen 4 Tage lang eine Trockenperiode, wo ich nichts genommen habe)

    Den Sonntag und vorgestern am Montag war ich dementsprechend etwas niedergeschlagen wegen den Entzugserscheinungen. Aber dennoch gab es kein wirkliches Verlangen. Macht es aber dennoch Sinn, einfach um diesen Effekt zu unterbinden, 10mg am Tag zu nehmen oder kann man getrost auch die Tage darauf verzichten, ohne dass es sich irgendwie negativ im Sinne der Leistung o.ä. auswirkt?
    Geändert von IchBinAnonym (23.08.2017 um 20:01 Uhr) Grund: Ergänzung

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.858

    AW: Täglich eine Tablette nehmen?

    IchBinAnonym schreibt:
    Den Sonntag und vorgestern am Montag war ich dementsprechend etwas niedergeschlagen wegen den Entzugserscheinungen. Aber dennoch gab es kein wirkliches Verlangen. Macht es aber dennoch Sinn, einfach um diesen Effekt zu unterbinden, 10mg am Tag zu nehmen oder kann man getrost auch die Tage darauf verzichten, ohne dass es sich irgendwie negativ im Sinne der Leistung o.ä. auswirkt?
    Entzugserscheinungen gibt es bei einer Medikation mit Methylphenidat-Präparaten wie Medikinet Adult nicht. Du bist nicht gezwungen, ADHS-Medikamente einzunehmen. Es sind Bedarfsmedikamente. Daher kannst du sie einnehmen, wann immer du willst, solange du die Tageshöchstdosis nicht überschreitest. Allerdings ist dann nicht gewährleistet, dass du einen positiven Effekt durch die MPH-Therapie erzielen wirst.

  3. #3
    mag Kekse.

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Täglich eine Tablette nehmen?

    Hallo Steintor, Danke für deine Antwort!

    Mir hat man anfangs erklärt, dass es Entzugserscheinungen geben kann, wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen etc. Keine Ahnung, was nun stimmt und was nicht, aber es stimmt, zumindest was mich angeht, wahrscheinlich schon. Es kann auch nur Einbildung sein, aber diesen Effekt spüre ich. Und zwar besonders dann, wenn ich an einem Tag viel nehme und am Tag danach eine ganze Zeit lang gar nichts.

    Ich nehme es auch nach Bedarf.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.322

    AW: Täglich eine Tablette nehmen?

    Steintor schreibt:
    Entzugserscheinungen gibt es bei einer Medikation mit Methylphenidat-Präparaten wie Medikinet Adult nicht. Du bist nicht gezwungen, ADHS-Medikamente einzunehmen. Es sind Bedarfsmedikamente. Daher kannst du sie einnehmen, wann immer du willst, solange du die Tageshöchstdosis nicht überschreitest. Allerdings ist dann nicht gewährleistet, dass du einen positiven Effekt durch die MPH-Therapie erzielen wirst.
    So sehe ich es auch.

  5. #5
    mag Kekse.

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Täglich eine Tablette nehmen?

    Okay, danke.

    Mir ist schon bewusst, dass es keinen Effekt hat, wenn ich nichts einnehme. Es ging mir nur darum, dass man nicht doch wenigstens am Tag etwas nehmen sollte, um, selbst wenn man keinen Bedarf hat, eine kleine Wirkung zu erzielen.

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Täglich eine Tablette nehmen?

    Das musst du selbst entscheiden. Ich würde sagen: kommt darauf an, wie sehr und ob du darunter leidest, keine Medi's zu nehmen. Wenn es dir negativ auffällt und dich das stört, dann nimm sie doch einfach trotzdem. Wieso auch nicht?

    Oder hast du eine kritische Lebenseinstellung bezüglich Medikamenteneinnahme? So nach dem Motto: "wenn nicht unbedingt notwendig, dann lieber nicht."
    Ich persönlich bin völlig davon abgekommen. Mir ist meine Lebensqualität viel wichtiger geworden als mein perfektionistisches Wunschdenken.

    Am Ende musst du eben abwägen was wichtiger für dich ist. Und vielleicht auch einfach ausprobieren. Und ggf. ein Tagebuch führen, um einen Überblick zu bekommen wann du wieviel genommen hast und wie du dich jeden Tag so gefühlt hast. Da reicht eine kurze Notiz, hilft aber enorm um einen Überblick zu bekommen und dich selbst besser zu verstehen.
    Stärkt die Selbstwahrnehmung :-)

  7. #7
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.858

    AW: Täglich eine Tablette nehmen?

    IchBinAnonym schreibt:
    Mir ist schon bewusst, dass es keinen Effekt hat, wenn ich nichts einnehme. Es ging mir nur darum, dass man nicht doch wenigstens am Tag etwas nehmen sollte, um, selbst wenn man keinen Bedarf hat, eine kleine Wirkung zu erzielen.
    MPH ist kein Spiegelmedikament. Der Wirkstoff wird nach Einnahme und Resorption sofort abgebaut, ohne dass er irgendwo im Körper gespeichert wird. Somit hast du eine An-aus-Wirkung: du nimmst eine Kapsel (nicht Tablette) und es tritt danach eine Wirkung ein, die allmählich abebbt. Bei einem Spiegelmedikament ist das anders. Da hat man eine permanente Wirkung.

    Der Körper reagiert nach Abbau des Wirkstoffs wie vor der Einnahme. Anders die Psyche. Das Medikament bedingt einen positiven Effekt, der das ganze Leben umfasst. Plötzlich kann man Dank eigenen Handels glücklich werden. Das Leben läuft glatt und einfach ab. Wenn die Wirkung des MPHs weg ist, ist man plötzlich wieder im alten, verhassten Leben, das man ja mit dem Medikament ändern wollte. Man nennt diese Phase Rebound. Wenn man sein Leben komplett geändert hat, auf eine Weise, die man vor der Medikation nie für möglich gehalten hat, kann der Rebound schon länger anhalten. Angst und Nervosität können während des Rebounds auftreten. Das sind aber keine Entzugserscheinungen.

  8. #8
    mag Kekse.

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Täglich eine Tablette nehmen?

    Ich leide nicht drunter. Im Gegenteil. Mein Alltag ist normalerweise so öde, dass ich zwar die Medikation brauche, aber nur bei bestimmten Situationen. Wenn ich krank bin beispielsweise, dann will ich absolut nichts. Wenn ich aber raus gehe und Menschen treffe, dann brauch ich hingegen schon meine Tabletten. Einen Überblick verliere ich nicht. Ich habe eine erlaubte Dosis von 60mg/Tag, da kann man das gar nicht großartig überschreiten. Maximal unterschreiten, aber das ist ja auch nicht schlimm.

    Und einen Disput gegenüber Medikamenten habe ich auch nicht. Im Gegenteil: alles, was mir zu einem besseren Lebensgefühl hilft, nehme ich sofort ein. Mögen Kopfschmerzen noch so gering sein: eine Ibu kann mir auch hier helfen und genauso ist das bei mir und den Tabletten.

    Wie gesagt: weil ich eben an manchen Tagen einfach 0,0 Anforderungen an mein Kopf habe, stellte sich einfach nur die Frage, ob man nicht dennoch was einnehmen sollte. ^^

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Täglich eine Tablette nehmen?

    IchBinAnonym schreibt:
    Wie gesagt: weil ich eben an manchen Tagen einfach 0,0 Anforderungen an mein Kopf habe, stellte sich einfach nur die Frage, ob man nicht dennoch was einnehmen sollte. ^^
    ja aber wieso denn? Ich verstehe nicht, weshalb sich diese Frage dann für dich stellt. Was ist das Problem?

  10. #10
    mag Kekse.

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Täglich eine Tablette nehmen?

    Steintor schreibt:
    Angst und Nervosität können während des Rebounds auftreten.
    Ja. Und das bezeichne ich als Entzugserscheinung, weil der Körper nicht mehr diesen Stoff hat und deshalb in einen verfassungsmäßig schlechteren Zustand zurück fällt als vorher. Es sind keine Zustände, dass ich in eine Entzugsklinik oder so muss, aber der Körper vermisst den Stoff, um das selbe positive Gefühl wie vorher zu bekommen.

    Ich denke, ich weiß, was du meinst und du weißt, was ich meine. Hängen wir uns jetzt nicht weiter an der Definition des Begriffes auf.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    MyName schreibt:
    ja aber wieso denn? Ich verstehe nicht, weshalb sich diese Frage dann für dich stellt. Was ist das Problem?
    Beim Abklingen der Medikation geht es einem verfassungsmäßig schlechter als unter der Wirkung. Meine Frage ist nun, ob man nun dennoch, selbst wenn es keinen wirklichen Bedarf von außen gibt, eine Tablette/Kapsel nehmen soll, um diesem entgegen zu wirken.

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