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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 52

    Den Arbeitgeber informieren?

    Hallo ihr Lieben,

    ich werde mitte nächster Woche mit der medikamentösen Behandlung beginnen. Nun können die Nebenwirkungen ja mitunter recht heftig sein. Ich selbst bi Studentin und habe aktuell keine Uni. Deshalb habe ich mich über die erste Zeit der Behandlung bei meiner Mutter einquartiert. Jedoch habe ich einen Minijob, bei dem ich 1-2 mal pro Woche arbeite, manchmal Vormittags, manchmal Nachmittags bis Abends.

    Da ich aktuell weder die Nebenwirkung noch einen möglicherweise abends einsetzten Rebound einschätzen kann, überlege ich jetzt ob ich meinen Arbeitgeben (der sehr verständnisvoll und freundlich ist) darüber informiere, dass ich mit einer Medikamenteneinnahme beginne (muss ja nicht sagen was) und ihn vorwarne, dass ich u.U auch auf der Arbeit Nebenwirkungen bekommen kann. Ich stehe halt immer alleine in meinem Teil des Ladens und wenn ich dann irgendwie Herzrasen oder Kreislaufprobleme bekomme oder sonst, müsste einer meiner Kollegen evtl. kurz übernehmen, bis es mir besser geht.
    Was meint ihr? Wie war eure Erfahrung mit Medikamenten in der ersten Zeit?

    Liebe Grüße,

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 129

    AW: Den Arbeitgeber informieren?

    Hallo Amylein!

    Ich hatte ähnliche Anfrage hier auch gestellt. Meine Medikationstart steht auch noch an. den Psychiater, der mir nur die Medikamente verschrieben hat hab ich auch dazu gefragt, er geht davon aus das es nach aussen nicht so auffällig sein wird, so wie ich es selbst empfinde.

    Ich werde meinen Arbeitgeber, meine Kollegen nicht informieren, weil mir der evtl. Rattenschwanz zu groß erscheint. Die MEdiaktion werde ich mit einem Wochenende starten und wenn Nebenwirkungen auf der Arbeit auftreten habe ich halt schlecht geschlafen oder irgendwie geht es mir nicht gut oder so. Das kann ja letztendlich immer und jedem passieren.

    Wenn du bei deinem Arbeitgeber ein gutes Gefühl hast spricht ja ehr was dafür es zu sagen.

    In der Auseinanderstezung mit den möglichen Nebenwirkungen habe ich festgestellt, das ich es eh selbst ausprobieren muss, denn es gibt keine einheitlichen Erfahrungswerte , bei jedem ist es anders , jeder empfiehlt es anders.

    Lg

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 274

    AW: Den Arbeitgeber informieren?

    AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH !!!!!


    Nix sagen !

    Nie - niemals !

    Nicht !!!



    Es gibt 3 goldene Regeln:

    1. Sage niemals irgendwem das Du AD(H)S hast !
    2. In besonderen Fällen fällt der (Ehe)-Partner nicht unter die Kategorie 1
    3. In allen anderen Fällen -> siehe 1.


    Der Rebound ist nicht so heftig wie man sich das zuerst so vorstellt und sich Bilder von Christiane F auf der Suche nach dem nächsten Schuss ausmalt....

    Oftmals reicht es mal einen Moment an die Luft zu gehen, ein Glas Wasser zu trinken oder eine Banane oder Schokoriegel.

    Fast alle halten das für so eine Art "Unterzucker" und damit hat es sich !

    Vorsorglich musst Du da wirklich keinem was erzählen - Echt nicht !

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Bitte teilt uns mit welche Medikamente Ihr nehmen werdet und schaut ggf. mal in meinen Beiträgen zu Medikinet und Frühstück / Essen nach Anregungen für Euch.

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Den Arbeitgeber informieren?

    Ich glaube Deckname, wir hatten das Vergnügen schon mal und ich finde deine Einstellung zu der Krankheit immer noch etwas ungesund. Ich finde die ADHS ist ein Teil von mir, wie alles anedere auch und ich werde bestimmt nicht meinem gesamtem Umfeld einen so wichtigen Teil von mir verschweigen. Meine Familie und einige ausgewählte gute Freund wissen auch schon bescheid. ZUdem würde ich meinem Arbeitgeben gegenüber auch nichts von der Krankheit sagen, sondern nur, dass ich Medikamente nehme.

  5. #5
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.060

    AW: Den Arbeitgeber informieren?

    Bei mir in der Firma wissen alle mit denen ich persönlich zu tun habe von meiner ADS.
    Ich fahre sehr gut mit dieser Offenheit, dh. werde zumindest Vornerum von allen
    Vorgesetzten und Arbeitskollegen respektiert. Das Gerätsche hinter dem Rücken kann
    ich so oder so nicht verhindern.

    ich denke aber dennoch dass du zunächst noch nichts sagen solltest. Denn wenn dein
    Arbeitgeber erstmal von den Medis erfährt will er sicher mehr wissen wollen.
    Du könntest vorher vorsichtig die Fühler ausfahren um zu sehen wie er über ADS denkt.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Den Arbeitgeber informieren?

    Amylein schreibt:
    Ich glaube Deckname, wir hatten das Vergnügen schon mal und ich finde deine Einstellung zu der Krankheit immer noch etwas ungesund. Ich finde die ADHS ist ein Teil von mir, wie alles anedere auch und ich werde bestimmt nicht meinem gesamtem Umfeld einen so wichtigen Teil von mir verschweigen. Meine Familie und einige ausgewählte gute Freund wissen auch schon bescheid. ZUdem würde ich meinem Arbeitgeben gegenüber auch nichts von der Krankheit sagen, sondern nur, dass ich Medikamente nehme.
    Nein, Decknames Einstellung ist nicht ungesund, er hat sich vielleicht etwas krass ausgedrückt.

    Vielmehr ist deine Einstellung ziemlich naiv (sorry), und da finde ich Warnungen legitim.

    Nein, du sollst nicht deinem Umfeld diesen so wichtigen Teil von dir verschweigen. Dein Umfeld, und je näher desto intensiver, kriegt sowieso mit wie du bist. Deine ADHS-Eigenschaften, die guten und die schlechten, versteckst du ja nicht.

    Aber das Etikett "ADHS" ist nur für dich und deinen Arzt wichtig; und natürlich deinen Freund/Mann bzw. Eltern, mit denen du darüber sprichst wie du damit umgehst.

    Was die Frage von oben angeht: Solange du mit geringer Dosis beginnst und in kleinen Schritten erhöhst, ist die Gefahr, dass Unvorhergesehenes passiert, gering. Und wenn, kann das was da passiert auch andere Ursachen haben, von außen gesehen. Ich meine, als ADHS-ler verhalten wir uns ohnehin gelegentlich ungewöhnlich, da fällt das gar nicht auf was eventuell von dem Medikament kommt.

    Empfehlenswert ist noch, jeden Erhöhungsschritt an einem Wochenende bzw. freien Tag zu machen. Und besser nicht gerade in einer Zeit, wenn ein Rebound auftreten könnte, Auto fahren.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.235

    AW: Den Arbeitgeber informieren?

    Ich würde es auf der Arbeit keinem sagen.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Den Arbeitgeber informieren?

    Also ich wollte erst geheim halten, auch weil ich mich"geschämt"habe. Habe mich dann aber nach guter Überlegung für den offenen Weg entschieden. Zum einen ist es für mich leichter und zum anderen macht es für Kollegen den Umgang mit mir einfacher. Sie wissen nun das ich nicht vom Charakter her so bin sondern, vieles nicht steuern und kontrollieren kann.Das soll natürlich nicht alles entschuldigen aber ich gebe zumindest die Möglichkeit eines besseren Umgangs und Miteinanders.
    Für mich war es die bessere Variante aber letzten Endes muss das jeder für sich entscheiden.

  9. #9
    hey ho

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Den Arbeitgeber informieren?

    emmmmmmmmmmmm,,,,,,
    okay,,,,,,,

    1-2 Tage in der Woche bleiben noch 5-6 Tage um mit den Medis anzufangen...

    So wie ich dass gelesen habe, hast du erst seit paar Monaten die Diagnose???

    Und dann willst du es an die große Glocke hängen bei einem Minijob von dem du Finanziell so wie es aussieht nicht abhängig bist????

    Würde ich auf keinen FALL machen!!!!!!!

    Ich bin generell dafür, dass man mit dem Thema offen umgeht so bald man mit sich selber im reinen ist.

    Aber nicht wenn man grade die Diagnose bekommen hat und noch nicht mal Medis nimmt oder andere individuelle Methoden ausprobiert hat,,,

    Und zu dem bist du Studentin im 10 Semester ??? viel spass viel spass sage ich nur ..... weisst du was du dir anhören darfst ?? Das du MPH nur ausnutzen möchtest weil du im Studium hinterher hängst, weil es kann doch nicht sein dass man mit 23 erst feststellt, dass du AD(H)S hast oder
    du wirst gefragt ob du es nicht verkaufen möchtest ...

  10. #10
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.768

    AW: Den Arbeitgeber informieren?

    Amylein schreibt:
    Hallo ihr Lieben,

    ich werde mitte nächster Woche mit der medikamentösen Behandlung beginnen. Nun können die Nebenwirkungen ja mitunter recht heftig sein. Ich selbst bi Studentin und habe aktuell keine Uni. Deshalb habe ich mich über die erste Zeit der Behandlung bei meiner Mutter einquartiert. Jedoch habe ich einen Minijob, bei dem ich 1-2 mal pro Woche arbeite, manchmal Vormittags, manchmal Nachmittags bis Abends.

    Da ich aktuell weder die Nebenwirkung noch einen möglicherweise abends einsetzten Rebound einschätzen kann, überlege ich jetzt ob ich meinen Arbeitgeben (der sehr verständnisvoll und freundlich ist) darüber informiere, dass ich mit einer Medikamenteneinnahme beginne (muss ja nicht sagen was) und ihn vorwarne, dass ich u.U auch auf der Arbeit Nebenwirkungen bekommen kann. Ich stehe halt immer alleine in meinem Teil des Ladens und wenn ich dann irgendwie Herzrasen oder Kreislaufprobleme bekomme oder sonst, müsste einer meiner Kollegen evtl. kurz übernehmen, bis es mir besser geht.
    Was meint ihr? Wie war eure Erfahrung mit Medikamenten in der ersten Zeit?

    Liebe Grüße,
    Guten Morgen liebe Amylein!

    Ich hoffe, Du nimmst mir einige offene Worte am frühen Morgen nicht übel.

    Für gewöhnlich und normalerweise bin ich aus Prinzip und in meinen Beiträgen nachzulesen für „offene Karten“ wo, wann und wem auch immer gegenüber und finde persönlich, dass das nichts mit Naivität (ich halte mich nicht für besonders naiv und wurde darauf bis jetzt auch noch nie aufmerksam gemacht ) zutun hat, sondern mit Rückgrat meinerseits und Fairness meinen Mitmenschen gegenüber.

    Aber wie gesagt, das ist meine ganz persönliche Meinung, die sich ausschließlich aus meinen Erfahrungen außerhalb der regulären Arbeitswelt speist. Ich fahre damit sehr gut. Neugierige Fragen stören mich nicht und Schlimmeres ist bisher! noch nicht passiert.

    Jedoch- ein Schild trage ich jetzt nicht vor mir her oder sonstwo am Mann und ich binde es auch nicht jedem auf die Nase, den's nix angeht, geschweige denn das er/sie in die Situation eines engeren/länger andauernden/häufigeren Kontaktes mit meiner Plüschigkeit käme.

    Denn- DANN und nur dann,sag' ich Bescheid. Wenn ich bis dahin nicht ohnehin schon mehrfach nach dem Grund und, falls vorhanden, dem Namen meiner „Komischkeit“ gefragt wurde und spontan geantwortet habe.

    Du schreibst aber, es ginge um einen echten Minijob, der Dich ein bis zwei Tage in der Woche bindet.

    Unter diesen Umständen ist eine Weitergabe der Informationen bezüglich der ADHS und- beinahe noch SCHLIMMER- der Medikation völlig unnötig! Würdest Du mit Antidepressiva so verfahren? Nee, oder?

    Weißt Du ungefähr im Voraus, an welchen Tagen Du in jeder beliebigen Woche arbeitest? Dann ist es kein Problem die Probetage mit den Medis entsprechend zu legen, oder? Hättest Du nun einen Vollzeitjob sähe das natürlich anders aus, aber so?

    Bist Du dann noch vernünftig und dosierst schön gemächlich auf- am Besten mit unretardiertem Methylphenidat,da die Wirkung deutlicher spürbar ist;bitte mal den Arzt nach fragen -kann's besser kaum werden!

    Also? Où est le problème? (Rächtschreip-Uppsis sind meine ganz alleine! )

    Dein Text liest sich in meinen Augen eher so, wie ich am Anfang selbst „drauf war“:

    Alle, überall, jeder und nirgends samt dem Rest der Menschheit musste DRINGEND, über alle Kanäle und schnellstmöglich über die Diagnose und sämtliche Konsequenzen informiert werden- egal ob es überhaupt interessierte oder nicht!!

    Pointe?

    Offenheit-Ja!
    Unnötige Seelen- Striptease- definitiv NICHT,NEIN! Okay?

    Ganz ruhig. Tief durchatmen. Meist entwickeln sich die Dinge ohnehin von ganz alleine und sehr dynamisch!



    Liebe Grüße vom Luftköpfchen!
    Geändert von luftkopf33 (12.08.2017 um 08:51 Uhr)

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