Zeige Ergebnis 1 bis 4 von 4

Diskutiere im Thema Was spricht für eine medikamentöse Therapie? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 41

    Frage Was spricht für eine medikamentöse Therapie?

    Hallo

    ich bin es mal wieder. Ich bin glaub ich an den Punkt angekommen bei dem ich es mit einer medikamentösen Therapie versuchen möchte. Seitdem ich von ADS weiß, (es war jetzt keine Überraschung für mich) falle ich ab und zu in ein Loch. Das in die Richtung geht, was ich nicht hätte alles erreichen können, hätte man es früher erkannt.
    Mich nervt schonwieder alles. Mein neuer Job, meine momentane Sitation. Das ich nichts auf die Reihe bekomme ( obwohl das eigentlich so nicht stimmt).
    Ich hadere mit mir selbst. Ich bin unzufrieden mit meinem Leben vorallem mit meinem Beruf..

    Ich würde so gerne etwas anderes machen. Irgendwas mit Musik oder was soziales. Doch eine neue Ausbildung lässt meine momentane finanzielle Situation nicht zu. So gehe ich halt jeden Tag meine Arbeit nach( bin im Verkauf), der Umgang mit Kunden macht mir zwar Spaß dennoch füllt es mich nicht aus. Ich habe das Gefühl ich stecke ich eine Art ja wie soll ich sagen? "Sumpf" drin und komme da nicht raus..

    Ich will endlich mal Ruhe in meinem Leben haben! Vorallem beruflich ankommen. Nicht ständig mit mir hadern. Ausserdem nervt mich meine ständige UNZUFRIEDENHEIT: Es gibt Phasen da ist es viel besser.
    und dann so momente wie heute bin ich von allem und jedem genervt. Am meisten von mir selbst. Ich bin stinking auf die momentane Situation.. Kann schlecht was positives abgewinnen. Obwohl es mir manchmal schon gelingt. Aber diese Stimmungsschwankungen sind auf Dauer echt ansträngend.
    Ich hab heute sogar die ganze Wohnung geputz, weil ich das Gefühl hatte ich muss des rauslassen . Später geh ich noch in Sport..

    Kennt ihr diese latente Unzufrindenheit auch? Manchmal auch auf eine Art Wut ?

    So und jetzt zurück zum eigentlichen Thema. Ich würde gerne Medikamte versuchen. Nur wie schon von mir beschrieben, habe ich Angst davor. Angst vor Nebenwirkungen, Angst vor Veränderungen. Angst die Kontrolle abzugeben. Ich muss dazu sagen ich habe bis jetzt nie wirklich was starkes eingenommen.

    Doch es hat bestimmt auch positive Effekte. Und diese würde ich gerne von Euch wissen:

    Wie ging es Euch VOR der Einnahme? Hattet ihr auch Angst? War die Angst berechtigt?

    Wie ging es Euch WÄHREND DESSEN? Habt ihr eine Veränderung bemerkt?`Wenn ja, welche? Postive oder negative?

    Wie hat das Medikament Eure MOMENTANE Situartion verändert?

    Ich würde hier gerne einfach mal eine paar Erfahrungswerte ausstauschen und nicht schon wieder Dr GOOGLE fragen.. Denn wenn es nach dem ginge stirbt man entweder von dem Zeug oder man bekommt eine krasse Psychose : Deswegen möchte ich mich lieber mit Leuten ausstauschen die es schon lange nehmen und bei denen ich weiß, dass sie es wirklich wegen ADS nehmen...


    Ich würd mich auf Antworten von Euch freuen!

    LG Jaimi

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 707

    AW: Was spricht für eine medikamentöse Therapie?

    Um es ganz kurz zu machen, über einzelne Deiner Fragen wurden ganze Bücher geschrieben. Und das lesen ist auch eine sehr gute Idee. Je mehr man über sein ADHS weiss, desto besser kann man seinen Weg suchen...

    Einige ADHS typischen Symptome können mit Medikamenten reduziert werden, aber ADHS wird durch Medikamente nicht geheilt. Die Medikamente sind nur eine Unterstützung.

    Jeder reagiert anders, daher ist es nicht leicht die richtigen Medikamente und die richtige Dosierung zu finden. Daher ist es günstig wenn man einen guten und ADHS erfahrenen Arzt hat.
    Das Mittel der 1. Wahl ist in Deutschland der Wirkstoff Methylphenidat (MPH). Das wirkt auf den Dopamin-Spiegel. Davon gibt es jedoch verschiedene Hersteller und das hat Einfluss auf die Wirkung. Einige kommen mit Medikinet klar, bei anderen wirkt Ritalin besser. Das muss man ausprobieren.
    Nicht wenige ADHSler merken selbst kaum einen Unterschied wenn sie MPH nehmen, aber die Umgebung merkt es dann durchaus. Daher ist neben einem guten Arzt auch ein freundlicher "Beobachter" hilfreich. Kann Partner oder Freund sein, aber es macht wirklich Sinn zu erfragen wie die Aussenwirkung ist.
    In Deutschland läuft MPH unter "Betäubungsmittel", ist daher etwas umständlicher weil z.b. die Verordnung innerhalb 1 Woche bei der Apotheke eingereicht werden muss. Aber MPH macht nicht süchtig, es gibt keine Gewöhnung, es wirkt sehr schnell (nach ca. 30 Minuten), und es führt nicht zu dauerhaften Veränderungen.
    MPH selbst ist als Wirkstoff recht sicher, soweit ich weiss gibt es nur wenige wirklich bedrohlichen Nebenwirkungen wenn weiteren Erkrankungen vorliegen.

    Es gibt aber auch noch andere Medikamente, die auf einer anderen Basis arbeiten. Elontril wäre so was, das wirkt auf den Noradrenalin-Spiegel und unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz.

    Wie schon geschrieben werden durch die Medikamente nicht alle ADHS Probleme gelöst, daher muss genau beobachten was sich verändert. Bei mir ist das z.b. die Leseleistung die unter MPH sehr viel flüssiger ist. Wenn man aber erwartet das damit "alles toll" wird, dann wird man enttäuscht sein.

    Das richtige Medikament kann man nur durch ausprobieren finden. Dafür muss man vorher aber erst mal einen guten Arzt finden der sich mit ADHS auskennt. Das ist leider leichter gesagt als getan. Da möchte ich auf "ADHS Institutsambulenzen" hinweisen die es an einer Orten in Deutschland gibt. Google hilft zu prüfen ob in der Nähe eine ist.
    Und was auch helfen kann sind Selbsthilfegruppen. Auch da hilft google...

    LG
    denker23

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.323

    AW: Was spricht für eine medikamentöse Therapie?

    Kann mich da nur Denker anschließen.

    Durch Medikamente kann ADHS nicht geheilt werden, aber sie helfen die Symptomatik zu verbessern. Du solltest mit deinem Arzt darüber sprechen und sagen, du
    würdest es gerne mit Medikamenten versuchen. Bitte denke dann auch daran, dass es eine gewisse Zeit braucht bis das Medikament wirkt bzw. bis zu die für dich
    richtige Dosis gefunden hast.

    Vorab kannst du ja schon einmal dich im Netz über die wichtigsten ADHS-Medikamente informieren oder schaue mal im Medikamentenbereich hier im Forum
    vorbei. Da hast du aber sehr viel zu lesen und jedes Medikament wirkt bei jedem Menschen u.U. anders.

    Die Idee von denker mit einer Selbsthilfegruppe finde ich super. Da hättest du eine gute Möglichkeit dich mit anderen auszutauschen und auch zu hören, welche
    Erfahrungen die Gruppenmitglieder so gesammelt haben. Glaube für Selbsthilfegruppen gibt es hier auch ein Unterforum, bin mir da aber nicht ganz sicher.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Was spricht für eine medikamentöse Therapie?

    Ich hatte keine Angst vor der Einnahme.Ich wusste ja dass ich den Versuch jederzeit abbrechen konnte wenn mir was nicht bekommt.
    Da die Wirkung bei MPH für mich aber überzeugend war u.ich kaum Nebenwirkungen spüre bin ich bis heute dabei geblieben.
    Ich brauche für eine gute Lebensqualität 2 Krücken: Sport und MPH.Damit funktioniert es am besten wie ich nach zahlreichen Selbststudien weiss.

Ähnliche Themen

  1. Wie lange medikamentöse Therapie?
    Von Shativa im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 27.11.2015, 23:41
  2. medikamentöse Therapie wagen?
    Von miabela im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 5.11.2013, 09:05
  3. Stehe vor der Entscheidung einer medikamentöse Therapie
    Von Narya im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 54
    Letzter Beitrag: 13.09.2013, 22:16
  4. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 22.09.2011, 19:30
  5. Medikamentöse Therapie von Depressionen, NetDoktor.at
    Von Chilischote im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 17.12.2010, 18:34
Thema: Was spricht für eine medikamentöse Therapie? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum