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Diskutiere im Thema Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 389

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram?

    Schrottkopf schreibt:
    Hallo Denker,
    was meinst du mit paradoxer Wirkung auf längere Sicht? Dass eine Verschlimmerung meines Ist-Zustands bei längerer Einnahme des Medikaments zu befürchten ist, weil ich AD(H)S habe? Hatte mal gelesen, dass Antidepressiva nicht so gut bei uns wirken soll und die Erfahrung habe ich in der Vergangenheit ebenfalls gemacht, aber schlechter ging es mir mit der Einnahme auch nicht.

    Beste Grüße
    Mit Paradox meine ich das die Wirkung bei "uns" anders sein kann als bei Nichtbetroffenen.

    Es ist offenbar so das ADHSler öfter "reaktive" Depressionen haben und das viele AD's sich eher negativ auf die "Wachheit" auswirkt und damit ADHS tendenziell eher fördert.

    Wenn sie dir helfen, dann nehme die Medikamente. Ich wollte nur darauf hinweisen das "wir" anders reagieren und das das nicht bei allen Ärzten schon angekommen ist.

    LG

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram?

    Hallo Denker, vielen Dank für deine nähere Erklärung. Reaktive Depression - diese Bezeichnung habe ich so noch nicht gehört/gelesen, klingt aber sinnig.
    Mittlerweile bin ich in der zweiten Woche der Einnahme und nehme aktuell 10 mg. Ich weiß, man kann nach so kurzer Zeit keine grundlegende Verbesserung erwarten, aber momentan habe ich große Schwierigkeiten aufzustehen. Hoffe, das Sedierende ist lediglich eine Nebenwirkung, die abklingt, sobald sich ein Spiegel aufgebaut hat.

    Beste Grüße

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram?

    Ich habe 8 Wochen lang auf Grund eines BurnOut´s ( Mittelschwere Depressive Episode) Escitalopram genommen.

    Mir persönlich haben die Tabletten nicht geholfen, es wurde bei mir eher schlimmer da ich sehr viele Nebenwirkungen hatte.

    Habe dann noch andere AD´s probiert die aber auch nicht geholfen haben.

  4. #14
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram?

    Hallo,
    du schreibst von einer depressiven Episode. Demnach hast du die Depression anderweitig abschütteln können?

    @all: Meine behandelnde Ärztin will die von meiner Psychiaterin eingeleitete Therapie mit Escitalopram fortsetzen - allerdings erstmal die Stimulanzien (Elvanse) weglassen. Hier haben doch einige andere Betroffene das Medikament genommen. War es bei euch auch so, dass ihr mit Stimulanzien pausieren solltet,während das Medikament eingeschlichen worden ist? Als Grund gab meine behandelnde Ärztin die Gefahr von unerwünschten Wechselwirkungen an, aber meine Psychiaterin hielt die Kombination in diesem Stadium für unbedenklich. Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen dazu brennend interessieren.

    Beste Grüße

    Schrottkopf

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 389

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram?

    Reaktive Depression - diese Bezeichnung habe ich so noch nicht gehört/gelesen, klingt aber sinnig.
    Damit ist gemeint das bei ADHSler oft die vielen negativen Erfahrungen (ich wollte helfen, bin aber mal wieder in den Fettnapf gestiegen, ich habe echt versucht zu lernen, kann es mir aber einfach nicht merken, ich bin mal wieder negativ aufgefallen und wurde verwarnt usw.) dazu führen das eine Stimmung "Ist doch eh egal was ich mache" aufkommt und das das mittelfristig aktivitätshemmend ist und dadurch depressiv macht. Da kann es schon helfen die Ursache ADHS zu erkennen um die negativen Erfahrungen zu relativieren. Wenn man versteht was da passiert ist, ist das oft schon ein guter Schritt in eine günstige Richtung.

    Bei "klassischen" Depressionen sind oft keine eindeutigen Gründe/Auslöser für die Stimmung vorhaben oder sie sind sehr tief verborgen. Daher ist dafür eine andere Therapie sinnvoll und offenbar läuft das im Kopf (auf der Botenstoffebene) auch etwas anders ab. Dazu habe ich gerade gehört das eine Vermutung im Raum steht nach der entzündliche Prozesse im Körper für Depressionen verantwortlich sein könnten. Hört sich für mich verständlich an, wenn man richtig fies erkältet ist ist das oft ein sehr ähnliches Gefühl des "nicht mehr wollen/können".

    Ich finde übrigens deinen Nick nicht so schön. Dein Kopf fühlt sich für dich vielleicht so an, aber er ist sicherlich deutlich wertvoller als Schrott. Könnte es sein das der Name aus dem Gefühl als "Opfer von deinem ADHS" zu sein stammt? Das beste was Du dagegen machen kannst, ist ganz sicher mehr über Dich und DEINE ADHS basierenden Probleme zu lernen um dann einen positiveren Umgang damit zu finden.

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram?

    Hallo Denker, ja, ich habe mir schon gedacht, warum die reaktive Depression so heißt, dennoch danke ich dir für deine Erklärung des Begriffs.
    Ja, ich mag meinen Nick auch nicht besonders, aber er drückt eben meinen Gemütszustand und meine Haltung gegenüber dem AD(H)S aus. Ich würde mich auch viel lieber "Glühbirne" nennen, aber momentan würde ich mir da selbst in die Tasche lügen, wenn ich dies täte.

    Beste Grüße

    Schrottkopf

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 389

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram?

    Dachte ich mir natürlich.
    Etwas sehr wichtiges ist es sich selbst zu "verzeihen" und sich nicht selbst abzuwerten, den das führt eben gerne in eine reaktive Depression.
    Da ist es natürlich hilfreich wenn man dazu professionelle Psycho-Unterstützung bekommt.

    LG

  8. #18
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram?

    Ja, Denker,

    da hast du natürlich vollkommen recht, aber momentan hapert es genau daran. Endlich war ich der Meinung den richtigen Therapeuten für mich gefunden zu haben, der mir nicht nach dem Mund redet und mir dann am Ende der Therapie sagt, ich hätte einfach nur eine Depression, die ich erstmal mit Medikamenten behandeln soll und dann würde alles gut werden. Leider kann er mich nicht behandeln, weil ihm - wie er sagt - die Kapazitäten fehlen, um ein befriedigendes Ergebnis erzielen zu können.

    Ein etwas anderes Thema: Momentan nehme ich das Escitalopram und fühle mich hundemüde. Meine Ärztin meinte, ich soll die Stimulanzien erstmal weglassen, weil es eine Wechselwirkung mit dem Elvanse geben würde, aber es kann auch sein, dass ich sie falsch verstanden habe und sie sehen will, ob das Escitalopram überhaupt wirkt, und ich die Stimulanzien deswegen erstmal nicht nehmen soll, weil diese möglicherweise die Wirkung des Escitaloprams überlagern und man deshalb nur schwerlich sagen kann, ob das Escitalopram wie gewünscht wirkt oder eben nicht.

    Ich wundere mich halt total, weil andere Betroffene hier im Forum Antidepressiva und Stimulanzien gleichzeitig nehmen.

    Beste Grüße

    Schrottkopf

  9. #19
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.784

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram?

    @Schrottkopf:

    Ich habe auch beides genommen und bekomme zur Zeit ebenfalls ein AD in Kombination mit Ritalin Adult- nur nicht mehr Escitalopram.

    Es könnte aber beispielsweise sein, dass aktuell bei Dir bestimmte Symptome, wie Erschöpfung, im Fokus liegen.

    Und DA können die Stimulanzien tatsächlich „das Ergebnis verfälschen“, da einige Menschen dann die eigenen körperlichen wie psychischen Grenzen nicht so gut wahrnehmen, bzw. darüber hinaus gehen.

    (Ist bei mir exakt andersherum, daher u.a. auch die Entscheidung, beides parallel zu nehmen!)

    Wenn Du sehr unsicher bist, ist es am Besten, Du fragst einfach nochmal nach. Also, bei Deiner Ärztin.

    Meiner Erfahrung nach ist es besonders im Laufe einer depressiven Episode wichtig, solche Fragen nicht zu schlucken, sondern soviel Klarheit wie irgend möglich zu schaffen, um Sicherheit und Vertrauen zu stärken!

    Keine falsche Scheu, bitte!
    Gute Besserung!
    Geändert von luftkopf33 (10.08.2017 um 12:17 Uhr)

  10. #20
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Hat jemand Erfahrung mit Escitalopram?

    Hallo Luftkopf,

    vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort! Deine Ausführungen machen auf jeden Fall Sinn. Leider bin ich so Jemand, der seine eigene psychischen und körperlichen Grenzen nicht realistisch einschätzen kann. Von daher kann ich meine Ärztin schon verstehen, dass sie erstmal abwarten will. Nächste Woche sehe ich sie ohnehin, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

    Du schreibst, dass du beide Medikamente genommen hast, aber anders als ich nicht mit Erschöpfung zu kämpfen hattest. Magst du das vielleicht etwas näher erläutern und vielleicht auch kurz schreiben,ob Escitalopram die erwünschte Wirkung bei dir hatte? Aktuell nimmst du, wie du schreibst, ein anderes AD.

    Beste Grüße

    Schrottkopf

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