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Diskutiere im Thema Amphetamin und Cannabis im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 293

    AW: Amphetamin und Cannabis

    Zu Cannabis bei ADHS stelle ich folgende Links zur Verfügung:

    Cannabis und ADHS : Studie zu Sativex zeigt keinen signifikanten Nutzen bei ADHS - DocCheck Blogs

    Medizinischer Einsatz von Cannabis bei ADHS - DocCheck Blogs

    Drogen in der Medizin: Cannabis auf Rezept bzw.: "Und wir haben damit keine wirklich guten Erfahrungen gemacht. Es gibt Einzelne, denen die Mittel gut helfen, aber bei den meisten stellen wir die Behandlung nach kurzer Zeit wieder ein. Mangels Wirkung oder wegen zu vieler Nebenwirkungen."

    Ich persönlich halte die Propagierung von Cannabis gegen ADHS für sehr gefährlich: Es wird dadurch eine ohnehin für Cannabis (und auch andere, viel härtere Drogen) überdurchschnittlich anfällige Personen-Gruppe, eben Menschen mit ADHS, zusätzlich gelockt...und nicht nur halbwegs gefestigte Persönlichkeiten werden angelockt, sondern viel mehr noch ungefestigte, unreife junge Menschen mit ADHS, die bis zum ca. 30. Lebensjahr diverse Weichenstellungen in ihrem Leben vor sich haben... man erweist Eltern von Jugendlichen mit ADHS, die ihrem 16-jährigen ADHS-Sohn das Kiffen ausreden und ihn zur stärkeren Beschäftigung mit schulischen Angelegenheiten animieren wollen, einen Bärendienst. Der sich ohnehin in einer schwierigen Lebensphase befindende Jugendliche kann dann sagen. "Aber das Kiffen ist doch gut gegen mein ADHS!" ...eine Zunahme an gescheiterten Schulkarrieren, abgebrochenen Berufsausbildungen und manchmal auch dem Einstieg in den völligen sozialen Absturz - daran machen sich fahrlässig agierende Propagierer von Cannabis gegen ADHS mitverantwortlich.

    Dass Cannabis eine zumindest subjektiv positive Wirkung auf die innere Unruhe, Affektlabilität, emotionale Instabilität, innere Aufgewühltheit bei ADHS hat, ok, geschenkt, das ändert aber nichts an den anderen sehr vielen negativen Aspekten von Cannabis bei ADHS - und gerade das Signal, dass durch die Cannabis bei ADHS-Debatte gegenüber Jugendlichen mit ADHS ausgesendet wird, ist fatal und verhängnisvoll.

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Amphetamin und Cannabis

    Das Thema ist wichtig. In der medizinischen Versorgung sind wir Patienten oft auf uns allein gestellt und deshalb habe ich mich entschieden ausnahmsweise einen Link aus dem Drugscout hier zu posten, auch wenn das nicht gerne gesehen ist. Sicher wäre es besser den Text zu kopieren, ich halte mich jedoch an das Copyright des Verfassers. Die im Link veröffentlichte Information warnt vor dem Mischkonsum von Cannabis und Amphetamin und erklärt mögliche Risiken.

    Psychoserisiko durch Speed | drugscouts.de

  3. #23
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 118

    AW: Amphetamin und Cannabis

    Eine aktuelle Studie von unserem Professor aus der Vorlesung ADHS:

    Milz, Grotenhermen 2015: Erfolgreiche Behandlung mit Cannabis (jeweils in Kombination mit Methylphenidat und als Alleinmedikation) bei 30 ADHS-Patienten.

    http://cannabis-med.org/nis/data/file/abstractbook.pdf

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.562

    AW: Amphetamin und Cannabis

    Da ich zwischen den Zeilen lesen kann und ich vermute, dass "fast" jeder, der an dieser "Debatte" beteiligten Menschen,
    entweder immer noch aktiver oder ehemaliger Konsument von "Cannabis" ist... (Ja Freunde.. sonst hätte der Artikel euch nicht so getriggert ^^)
    Spielen wir uns hier bitte nichts vor...

    Ich lege mal die Karten auf den Tisch...

    Cannabiskonsum z.B. "Abends" wenn der Rebound einsetzt bzw. man zur "Ruhe" kommen will, ist durchaus (meiner persönlichen Meinung nach) aus "legitim"...
    Das empfindet mein Arzt ebenso als durchaus "tolerierbar/akzeptabel" ... es komm hier auf das Konsummuster an...

    Während der Wirkung der Medikamente Cannabis zu "konsumieren" ist meiner Meinung nach

    1. Sorry einfach nur dämlich (Null Effekt #mannkannsichfür5minauchgerne waseinbilden)
    2. Was versucht man hiermit dann zu erreichen? Was?

    Cannabis hilft wunderbar z.B. gegen gewisse NW von MPH etc...
    Als größter Faktor, ist hier die z.B. Appetitlosigkeit zu nennen...

    Doch es bleibt weiterhin "leider" noch illegal... auch für AD(H)S Betroffene!
    Die ganzen kuriosen Geschichten die im Netz kursieren in diesem Bezug, sind lediglich Ausnahmefälle


    Grüße
    Geändert von Brainman (13.07.2017 um 13:34 Uhr)

  5. #25
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 118

    AW: Amphetamin und Cannabis

    Nö, ich konsumiere kein Cannabis trotzdem könnt ich mir vorstellen dass es einen ergänzenden Effekt zum MPH haben könnte. Wir reden hier von zwei sehr unterschiedlichen Substanzen: Auf der einen Seite eine Stimulanz die in das dopaminerge System eingreift auf der anderen Seite eine eher sedierende Substanz die in das endocannaboide System eingreift. MPH ist kein spezifisches Medikament dass auf alle Symptome eine Auswirkung hat. So ist zum Beispiel auch noch die Frage welche Rolle zum Beispiel Serotonin in Sachen Impulsivität beim AD(H)S spielt. Ich finde es ist eher wie ein Puzzle, manche Substanzen decken viele Symptome ab andere weniger.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Amphetamin und Cannabis

    Impulsivität als Symptom kann viele Ursachen haben.

  7. #27
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.653

    AW: Amphetamin und Cannabis

    Brainman schreibt:
    Cannabiskonsum z.B. "Abends" wenn der Rebound einsetzt bzw. man zur "Ruhe" kommen will, ist durchaus (meiner persönlichen Meinung nach) aus "legitim"...
    Das empfindet mein Arzt ebenso als durchaus "tolerierbar/akzeptabel" ... es komm hier auf das Konsummuster an...

    Während der Wirkung der Medikamente Cannabis zu "konsumieren" ist meiner Meinung nach

    1. Sorry einfach nur dämlich (Null Effekt #mannkannsichfür5minauchgerne waseinbilden)
    2. Was versucht man hiermit dann zu erreichen? Was?

    Cannabis hilft wunderbar z.B. gegen gewisse NW von MPH etc...
    Kann man abends und während der Wirkung denn sauber voneinander abgrenzen? Wirkt sich Cannabis nicht auf den nächsten Tag aus?

    Ich denke, zum Abfangen des Rebounds gibt es auch unkompliziertere Wege, zum Beispiel eine letzte sehr kleine Dosis zum Schluss.

  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 247

    AW: Amphetamin und Cannabis

    Brainman schreibt:
    Da ich zwischen den Zeilen lesen kann und ich vermute, dass "fast" jeder, der an dieser "Debatte" beteiligten Menschen,
    entweder immer noch aktiver oder ehemaliger Konsument von "Cannabis" ist... (Ja Freunde.. sonst hätte der Artikel euch nicht so getriggert ^^)
    Spielen wir uns hier bitte nichts vor...
    Hallo Brainman,

    ich war gegenüber Cannabis als AD(H)S-Medikament bislang sehr skeptisch eingestellt, kenne inzwischen jedoch eine Handvoll wissenschaftlicher Berichte, die das in letzter Zeit etwas verändert haben. Trotzdem möchte ich sagen, dass ein Konsum von Cannabis für mich weder in der Vergangenheit erfolgte noch in Zukunft erfolgen wird; ich brauche es schlicht nicht.

    Ob das anders wäre, funktionierte MPH bei mir nicht, kann ich freilich nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich in meiner Jugend ein einziges Mal gekifft habe und überhaupt nichts merkte - kein Effekt bei mir, während die Freunde immer komischer (ich fand das damals irgendwie albern und unlustig) wurden.

    Die Gefahr von Missbrauch lässt sich wohl nicht ohne Weiteres umschiffen. Wahrscheinlich gibt es nicht wenige leidenschaftliche "Kiffer" da draußen, die kein Problem damit hätten, sich mal eben eine passende Diagnose zu besorgen, um über die Krankenkasse an ihren "Stoff" zu kommen. Vielleicht liege ich völlig daneben - ich bin eben nach wie vor skeptisch.

    Lieben Gruß
    Holdi

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Amphetamin und Cannabis

    Holdischnad,

    sehs mal positiv. So wird in Zukunft in der Diagnostik besser hingeschaut, obs echt ADHS ist oder Autismus oder eine histronische Persönlichkeitsstörung oder oder oder ...

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 247

    AW: Amphetamin und Cannabis

    VapoPapo schreibt:
    Holdischnad,

    sehs mal positiv. So wird in Zukunft in der Diagnostik besser hingeschaut, obs echt ADHS ist oder Autismus oder eine histronische Persönlichkeitsstörung oder oder oder ...
    Hallo VapoPapo,

    wenn ich gelegentlich höre, dass Diagnosen teilweise in 1-2 Stunden gestellt werden, wundert es mich nicht, dass es häufiger zu platten Fehldiagnosen kommt. Ich bin seit Längerem relativ regelmäßig in einer Selbsthilfegruppe und dort schwirren immer wieder Leute vorbei, die alles sind, nur nicht von AD(H)S betroffen.

    Das mit der HPS ist interessant; spontan fallen mir 2-3 Leute ein, auf die das ziemlich exakt zutrifft. MPH wirkt nicht richtig oder untypisch und die Gruppensitzung wird als Showbühne für theatralische Selbstinszenierung genutzt. Was will man machen...

    Lieben Gruß
    Holdi

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