Zeige Ergebnis 1 bis 9 von 9

Diskutiere im Thema Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 4

    Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft

    Hallo,

    Ich habe mich vor ca 6 Monaten endlich entschieden zu einem Psychiater und Psychologen zu gehen die nach einigen Besuchen unabhängig von einander ads fest gestellt haben.

    Am Anfang sollte ich täglich 3x 5mg methylphenidat nehmen.
    Nachdem ich keine Wirkung spürte sollte ich alle 3-4 Tage die Einzeldosis um 5mg steigern.
    Erst bei einer Einzeldosis von 35mg habe ich eine leichte Besserung gespürt die jedoch absolut nicht zufriedenstellend war.

    Nun nehme ich seit ca 8 Wochen Amphetaminsaft und bin schon wieder bei einer Dosis von 2x 15ml (2x 30mg) angekommen.
    Eine große Besserung merke ich bei Gesprächen.
    Ich bekomme nur noch leichte Verspannungen, lasse meinen Gegenüber ausreden und reagiere nicht mehr so impulsiv. Ich glaube andere nennen diese Eigenschaften "entspannd".
    Sonst hat sich leider nichts geändert. Sei es die Konzentration, Motivation oder Verträumtheit sodass der Saft in dieser Dosis auch nicht zufriedenstellend ist.

    Sowohl die Therapeutin, Apothekerin wie auch der Psychiater meinte das meine Dosis zwar nicht die niedrigste aber noch bedenkenlos ist.
    Der Psychiater meinte das ich auch antidepressiva ausprobieren kann

    Und falls jemand so weit gelesen hat kommen nun ein paar Fragen

    1. Mittlerweile bin ich an einen Punkt angelangt wo ich an der Diagnose zweifel und frage mich ob man wirklich jemals mit Medikamenten entspannen, einschlafen, Bus fahren oder auch einfach nur spazieren kann ohne von den Gedanken zerfressen zu werden?

    2. Einige schreiben hier von klaren Gedanken oder einem komplett neuen Lebensgefühl.
    Ich habe weder klare Gedanken noch kann ich mich zu irgendetwas motivieren obwohl es mir spass macht.
    Habe ich eventuell andere nicht geklärte Probleme oder erwarte ich einfach zu viel von einer Pille?

    3. Das der Saft nicht gesund ist kann ich mir vorstellen. Jedoch ist ein antidepressivum sicher auch nicht gesund.
    Und nun gibt es 2 Optionen. Die Dosis vom Amphetaminsaft steigern oder auf antidepressiva umsteigen?
    Was macht eurer Meinung mehr Sinn?

    Grüße Sebastian

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.802
    Blog-Einträge: 40

    AW: Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft

    Hallo

    Eine Beratung in dem Sinn können wir hier leider keine geben, denn das ist Sache deines Arztes.

    Hmm, wurde bei dir ausgeschlossen, dass da evtl. ein Burn-Out, Depressionen, eine PTBS oder andere Komorbiditäten mit im Spiel sind? (Wäre mal mein erster Gedanke bei der ganzen Sache)

    Gibts in der Vorgeschichte einen "bedeutsamen" Substanzmissbrauch oder eine Sucht, v.a. in Richtung Stimulanzien (Amphetamin, Kokain), MDMA, Meth oder ähnliches?

    Ansonsten gibt es eben auch die sogenannten "non-Responder", bei denen Stimulanzien schlicht nicht wie gewünscht oder gar nicht wirken, dagegen dann zumindest zum Teil noch andere Stoffe wie bestimmte Antidepressiva (siehe den Hinweis deines Arztes).

    Mal davon abgesehen: Wie genau wurde denn überhaupt bei dir das Diagnoseverfahren durchgeführt und wurden in dem Zug auch mögliche, körperliche Ursachen für deine Probleme ausgeschlossen?

    Wie stehts mit den körperlichen Voruntersuchungen, die man vor der Medikation mit MPH oder Amphetaminen ansetzt?





    Liebe Grüße,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 94

    Frage AW: Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft

    Also bei mir wirkt das MPH Gott sei dank.. Aber .. es hängt sehr damit zusammen in welcher Stresssituartion ich mich befinde...
    Wenn ich 8 Wochen fast jeden Tag durchgelernt (oder wie jetzt meine Thesis schreibe) ist irgendwann einfach "Die Luft raus" ... ich brauche Pause .. muss die Medis absetzen.. und danach geht es aber auch wieder... Gott sei dank hab ich nur mittelmäßig ausgeprägtes ADHS mit Typ Aufmerksamdefizit und wenger Hyperaktivität.. von daher geht es ... ich braue die Medis nicht während meiner Freizeit...
    Und es hat auch etwas mit der eigenen Einstellung von mir zu tun.. ich muss selbst auch etwas tun wollen.. die Medis sind lediglich für mich eine Unterstützung...

    Aber jeder kann anders auf MPH regieren.. von daher solltest du deinen Arzt fragen

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft

    Ich bin es wieder

    Bis jetzt und sicher auch in der Zukunft werde ich jegliches Drogenangebot ablehnen wobei ich in letzter Zeit immer öfter an Benzodiazepine nachdenke damit ich das Gefühl des ausgeschlafen sein kennen lerne.

    Spezielle Tests oder Diagnoseverfahren wurden nicht angewendet.
    Es wurde ausschließlich durch mehrere Gespräche (Kindheit, Jugend, Gegenwart usw.) ads diagnostiziert.
    Auf meine Nachfrage meinten beide Ärzte das die Gespräche für eine Diagnose ausreichen und weitere Test´s nicht nötig sind.

    Auch körperliche Test´s wurden nicht gemacht. Ich wurde ledeglich nach meinen Vorerkrankungen und aktuellen Beschwerden gefragt.
    Mein Erscheinungsbild ist jedoch recht sportlich

    Mein eigenes Empfinden ist, deswegen frage ich euch, dass weder der Therapeut noch Psychiater richtig nach gehackt hat sondern sich ausschließlich auf meine Aussagen und mein Empfinden verlassen haben.
    Obwohl ich ehrlich zu den Ärzten bin kann ich trotzdem gewisse Symptome falsch interpretieren oder als nicht wichtig empfinden


    @Kerberos
    Jedesmal wenn ich solche Beiträge lese bin ich richtig eifersüchtig
    Eine Medikamentenpause habe ich bis jetzt noch nicht eingelegt jedoch wirkte MPH nach ca 6 Wochen Amphetaminsaft weiterhin nicht.

    Grüße Sebastian

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 94

    AW: Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft

    Sebastian schreibt:
    @Kerberos

    Eine Medikamentenpause habe ich bis jetzt noch nicht eingelegt jedoch wirkte MPH nach ca 6 Wochen Amphetaminsaft weiterhin nicht.

    Grüße Sebastian
    Ob eine Pause Sinn oder nicht Sinn macht ist natürlich immer Siturartions/Patientenabhängig. Mein Fall ist ja auch anders, da MPH gewirkt hat.. nur nach einigen Wochen eben weniger.. und da Hilft die Pause bei mir zuminderst immer recht gut
    Aber wenn die Dinger gar nicht/kaum wirken, muss auf jeden Fall mit den Therapeuten darüber gesprochen werden

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft

    Hi Sebastian,

    Du schreibst, dass Du selbst Zweifel an Deiner Diagnose ADHS hast.
    Das haben nicht wenige ADHSler, die erst als Erwachsene diagnostiziert wurden.

    Es gibt tatsächlich keine standardisierten Tests bei Erwachsenen, die ein ADHS zu 100% bestätigen oder ausschließen können.

    Aber die meisten Ärzte und Kliniken scheinen einige Tests die Aufmerksamkeits-/Konzentrationsfähigkeit und andere Einzelkomponenten des ADHS betreffend bei ihren Patienten durchzuführen.
    Es scheint so zu sein, dass jede Klinik und jeder Arzt ein aus verschiedenen Tests zusammengesetztes Testrepertoire hat, das bei jedem der Patienten mit Verdacht auf ADHS von ihnen angewendet hat.
    Die Test-Zusammensetzung schein von Klinik zu Klinik und von Arztpraxis zu Arztpraxis zu variieren.


    Was mich etwas irritiert ist, dass die beiden Ärzte, die Du konsultiert hast beide meines Erachtens versäumt haben organische Ursachen Deiner Probleme auszuschließen.

    Soweit ich informiert bin sollte zumindest eine Schilddrüsenerkrankung ausgeschlossen werden und ein EEG gemacht werden, um z.B. ein (Krampf)-Anfallsleiden auszuschließen.
    Und vor Therapie mit Stimulanzien sollte man außerdem ein EKG gemacht haben und auch Blutdruckkontrollen.


    Bezüglich der Therapie ist zu entscheiden, wie groß der Leidensdruck des Patienten ist und ob der Patient in mehreren Lebensbereichen beeinträchtigt ist und wie stark.
    Das kannst vor allem Du selbst und ggf. noch Dein Umfeld direkt beurteilen.

    Du solltest Dir nochmal selbst überlegen, welche Symptome Dich am meisten stören.
    Und Du solltest überlegen, was Du von einer Medikation erwartest.

    Mir erging es auch so, dass ich unter MPH (kaum eine-) keine Veränderung die mich beeinträchtigenden und störenden Symptome betreffend bemerkt habe.
    Ich werde jetzt Amphetamin ausprobieren ....

    Und wenn mir das auch nicht so hilft wie ich hoffe, dann werde ich mir erstmal überlegen müssen ob ich zuviel von einer Medikation erwarte oder weiter überlegen, was mir noch helfen könnte.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Diagnose ADHS bei mir stimmt, zumal ein ganz ausführlicher Test gemacht wurde.

    Hier noch ein paar links:

    hier kannst Du sehen welche Materialien unter anderem zur Diagnostik eingesetzt werden:

    zentrales-adhs-netz;#

    Hier ist ein Fragebogen unter medikamentöser Therapie
    http://www.ag-adhs.de/uploads/Frageb...eurteilung.pdf

    Gruß von pingpong
    Sebastian schreibt:
    Ich bin es wieder

    Bis jetzt und sicher auch in der Zukunft werde ich jegliches Drogenangebot ablehnen wobei ich in letzter Zeit immer öfter an Benzodiazepine nachdenke damit ich das Gefühl des ausgeschlafen sein kennen lerne.

    Spezielle Tests oder Diagnoseverfahren wurden nicht angewendet.
    Es wurde ausschließlich durch mehrere Gespräche (Kindheit, Jugend, Gegenwart usw.) ads diagnostiziert.
    Auf meine Nachfrage meinten beide Ärzte das die Gespräche für eine Diagnose ausreichen und weitere Test´s nicht nötig sind.

    Auch körperliche Test´s wurden nicht gemacht. Ich wurde ledeglich nach meinen Vorerkrankungen und aktuellen Beschwerden gefragt.
    Mein Erscheinungsbild ist jedoch recht sportlich

    Mein eigenes Empfinden ist, deswegen frage ich euch, dass weder der Therapeut noch Psychiater richtig nach gehackt hat sondern sich ausschließlich auf meine Aussagen und mein Empfinden verlassen haben.
    Obwohl ich ehrlich zu den Ärzten bin kann ich trotzdem gewisse Symptome falsch interpretieren oder als nicht wichtig empfinden


    @Kerberos
    Jedesmal wenn ich solche Beiträge lese bin ich richtig eifersüchtig
    Eine Medikamentenpause habe ich bis jetzt noch nicht eingelegt jedoch wirkte MPH nach ca 6 Wochen Amphetaminsaft weiterhin nicht.

    Grüße Sebastian

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft

    Danke für die ausführliche Antwort.

    Bei mir wurde schon als Kind eine Verhaltensstörung von mehreren Psychologen und allen Lehrern festgestellt jedoch meinten alle das ich raus wachse sodass es in Vergessenheit geraten ist.

    Da mich der Gang zum Psychiater sehr viel Überwindung gekostet hat habe ich eigenständig gewisse Untersuchungen wie EKG, großes Blutbild mit Langzeittest der Schilddrüse und Zuckerwerten machen lassen damit ich diese Ursachen ausschließen kann.
    Wobei du vollkommen recht hast das es eigendlich fahrlässig vom Psychiater ist mir irgendetwas zu verschreiben ohne sich von meinem gesundheitlichen Zustand zu überzeugen.

    Seit ca 3 Tagen nehme ich weder den Saft noch MPH und bemerke keinen Unterschied.
    Was ich vom Medikament erwarte? Mittlerweile nichts mehr... wobei es natürlich schön wäre wenn ich doch noch "mein" Medikament finden würde.

    Aber lange Rede und wenig Sinn werde ich mich nächste um ein Termin in einem Bezirksklinikum bemühen.
    Falls ich mehrere Monate warten soll werde ich mich einfach einweisen lassen

    Grüße Sebastian

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 258

    AW: Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft

    Hi Sebastian,


    wenn die von Dir genannten Untersuchungen (EKG, großes Blutbild mit Langzeittest der Schilddrüse und Zuckerwerte) schon gemacht wurden, dann sind ja die wichtigsten körperlichen Erkrankungen, die ähnliche Symptome machen können schon "abgearbeitet" .. Blutdruckwerte wären noch interessant gewesen.

    Wenn sich Dein Psychiater nach den Befunden erkundigt hat er nicht fahrlässig gehandelt, wenn er Dir die Medikamente verordnet hat.

    Aber wenn du im Forum etwas liest, wirst Du feststellen, dass die meisten einige Teste durchlaufen haben, bevor die Diagnose "ADHS" gestelt wurde.

    Der Ehrlichkeit halber muss man sagen, dass das Procedere und die Tests selbst nicht genormt sind und es keinen Test gibt, der ein ADHs beweist.

    Du schreibst: Eine große Besserung merke ich bei Gesprächen.
    Ich bekomme nur noch leichte Verspannungen, lasse meinen Gegenüber ausreden und reagiere nicht mehr so impulsiv. Ich glaube andere nennen diese Eigenschaften "entspannd-

    das sind doch schon Fortschritte/Verbesserungen, oder?

    Meine Frage, was Du Dir von einer Medikation erwartest zielte darauf ab dass Du für Dich mal selbst aufschreiben solltest, welche Symptome Dich in welchen Situationen beeinträchtigen.
    Und dann - realistisch - überlegen solltest, welche Symptome eine Medikation zumindest bessern sollte:

    Also in der Art:
    ich kann mich nicht lange genug konzentrieren, um .... zu erledigen.
    Eine Medikation sollte mir helfen zu erreichen, dass ich mich zumindest für die Dauer von .... konzentrieren können sollte.
    (natürlich realistische Überlegungen: Kein Mensch - auch ein Nicht-ADHSler - kann 24 Std. - Dauerkonzentration aufrechterhalten)

    Oder dasselbe "Spiel" mit Impulsivität usw.

    Du lebst - wenn Du ein ADHS hast - schon lange mit den Besonderheiten in der Wahrnehmung etc. pp und hast sicher auch einige Copingstrategien entwickelt, um Probleme zu mindern und hast vermutlich auch schon einige Komorbiditäten entwickelt.
    Diese werden durch eine Medikation sicher nicht einfach "weg sein" .

    Man muss davon ausgehen, das man auch - trotz einer positiven Medikamentenwirkung - "an sich arbeiten" wird müssen ..

    Darauf zielte meine Frage nach Deinen Erwartungen an eine Medikamentwirkung ab:
    schreibe sie für Dich mal auf und überlege - zusammen mit einem auf ADHS spezialisierten Arzt oder Therapeutin - seiner Erfahrung nach - Deine Erwartungen an eine Medikament realistisch sind.

    Noch anders erklärt:
    ein Mensch wird, wenn er zum Beispiel seit vielen Jahren Rheuma hat und bei dem möglicherweise schon Gelenke angegriffen sind durch Medikamente - auch wenn sie wirksam sind (d.h. ihm helfen) - eventuell eine Verbesserung seiner Beschwerden bemerken, kann aber nicht erwarten, dass er wieder völlig beschwerdefrei wird und nachher Spitzensport betreiben kann.

    Das meinte ich mit "Erwartung an eine Medikation".

    Also mein Rat: s.o

    Deine Überlegung, Dich um einen Termin in einer ADHS-Ambulanz einer Klinik zu bemühen, ist sicher auch und zusätzlich sinnvoll.

    Vielleicht haben die dort noch eine Idee, welches Medikament (oder eine Kombination an MEdikamenten) Dir am besten helfen. Aber dazu solltest Du erstmal Deine ERwartungen an die MEdikation kennen ...s.o

    Grüße

    von pingpong




    Sebastian schreibt:
    Danke für die ausführliche Antwort.

    Bei mir wurde schon als Kind eine Verhaltensstörung von mehreren Psychologen und allen Lehrern festgestellt jedoch meinten alle das ich raus wachse sodass es in Vergessenheit geraten ist.

    Da mich der Gang zum Psychiater sehr viel Überwindung gekostet hat habe ich eigenständig gewisse Untersuchungen wie EKG, großes Blutbild mit Langzeittest der Schilddrüse und Zuckerwerten machen lassen damit ich diese Ursachen ausschließen kann.
    Wobei du vollkommen recht hast das es eigendlich fahrlässig vom Psychiater ist mir irgendetwas zu verschreiben ohne sich von meinem gesundheitlichen Zustand zu überzeugen.

    Seit ca 3 Tagen nehme ich weder den Saft noch MPH und bemerke keinen Unterschied.
    Was ich vom Medikament erwarte? Mittlerweile nichts mehr... wobei es natürlich schön wäre wenn ich doch noch "mein" Medikament finden würde.

    Aber lange Rede und wenig Sinn werde ich mich nächste um ein Termin in einem Bezirksklinikum bemühen.
    Falls ich mehrere Monate warten soll werde ich mich einfach einweisen lassen

    Grüße Sebastian

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft

    Welche Erwartungen ich an die Medikamente habe weis mein Psychiater und bestätigt auch das diese realistisch sind.
    Andererseits gibt er sich anscheinend mit kleinen "Erfolgen" zufrieden. Ich nicht!
    Durch den Saft hat sich das Zwischenmenschliche sicher verbessert jedoch frage ich mich trotzdem bei jeder Einnahme ob diese eine Verbesserung die Tabletten/den Saft rechfertigen.

    Meine Erwartungen:
    - Gedankenlos durch die Welt gehen
    - Eventuell sogar Spass beim Spazieren bzw im Theater haben
    - Nicht jede Tätigkeit als einen Zeitverlust ansehen und im Endeffekt doch wieder stundenlang vor sich hin träumen
    - Sich einfach fallen lassen und entspannen
    - Normal ein und durchschlafen und nicht jedesmal 1-3h von den Gedanken zerfressen zu werden und sich hin und her welzen (da freut sich die Freundin )
    - Lebensfreude! Die ich nicht entwickeln kann weil mir nichts Spass macht (nein ich habe keine Depressionen)
    - Naja und eben viele Kleinigkeiten welche hier den Rahmen sprengen würden

    Den Blutdruck und Herzschlag überprüfe ich regelmässig.
    Vor der Behandlung hatte ich einen Blutdruck von 120/80 Ruhepuls 65-70
    Jetzt habe ich einen Blutdruck von 120/75 Ruhepuls 80
    Wobei ich den erhöhten Ruhepuls nicht als unangenehm empfinde. Der Psychiater meint das die Werte akzeptabel sind


    Das ich keine Wunder erwarten darf und eine kleine Pille nicht von heute auf morgen alle Probleme aus der Welt schaffen kann ist mir auch klar jedoch wäre eine deutliche Verbesserung nach 6 Monaten sehr wünschenswert wo ich wieder bei der etwas ironischen Aussage wäre.
    "Mittlerweile erwarte ich nichts mehr von den Medikamenten"

    Grüße Sebastian

    edit: Ein EKG habe ich vor ca 1 Monat machen lassen. Die Werte weis ich zwar nicht jedoch waren diese im Rahmen
    Geändert von Sebastian (28.03.2010 um 14:01 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. Erfahrungen mit Ritalin / Methylphenidat und 5-HTP?
    Von Feenkönigin im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 22.05.2011, 19:18
  2. Methylphenidat, erste Erfahrungen und Probleme
    Von Chaot im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 10.02.2010, 18:18
  3. Medikinet / Methylphenidat erster Tag - Erfahrungen
    Von Mozartkugel im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 13.12.2009, 01:41
  4. PMS und Methylphenidat / Ritalin, Erfahrungen??
    Von Funkydanni im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 23.07.2009, 13:10

Stichworte

Thema: Suche Beratung zu meinen Erfahrungen mit Methylphenidat und Amphetaminsaft im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum