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Diskutiere im Thema Keine Wirkung bei Medikamten, MPH + Elvanse im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 51

    Keine Wirkung bei Medikamten, MPH + Elvanse

    LIebe Leute,
    nun bin ich doch schon 1 Monat bei Euch, seit ca. 2 Monaten diagnostiziert auf ADS und probierte - Ritalin (wenig kurz) dann Focalin RX 30mg (ne weile) und nun schon 3 Wochen Elvanse, zuerst 30mg dann 50mg und ich bemerkte gar nichts besonderes, dh. keinen Benefit.

    Ich stecke in einer psychisch belastungsschweren Zeit - bin krankgeschrieben und unter druck von mehreren Seiten. Entscheidungen, Therapeutensuche, Arbeitgebergraus etc.

    Oder machen die Medis auch Angst? Denn auffällig war in den letzten Wochen ne verbissene Verzweiflung. Andererseites hatte ich durchaus berechtigten Grund dazu.. denn ich find die Hilfe und Unterstützung nicht die jetzt so dringend brauch für die anstehenden Dinge...

    Dieses Medi-nicht-Wirkungs-Phänomen schockiert mich nun.

    Zuerst bildete ich mir ein dass es mich möglicherweise mit 30mg Elvanse etwas weniger negativ denken und etwas antreiben lässt, aber meine Fähigkeit, die Arbeiten einfach zu tun, Entscheidungen schneller zu fällen oder besser priorisieren zu können oder weniger ablenken oder nerven zu lassen - trafen nicht ein... und mit 50mg auch nicht.
    Ich hatte möglicherweise eher mehr Gehetze als Grundbefinden und auch einen viel schnelleren Puls und blieb bis 5 Uhr morgens wach (wobei das nicht am Medi liegen muss - ich bevorzuge sehr die Nacht als Lebensszeit... bitte keine grossen Kommentare dazu)

    Was sagt Ihr dazu das ich nicht 'responde' - bin ich also ne Nonresponderin, warum? wer kann sich das wie erklären? ist es nun so, es gibt keine Hilfe für mich, Hilfe?!

    Ich erhoffte mir durch MPH oder Elvanse (Amphetamine) dass ich mich besser beruhigen, besser fokussieren, gelassener und weniger impulsiv fühlen kann.... aber nichts dergleichen.
    Bin wirklich sehr irritiert .... der Psychiater hat die Medis jetzt nach 1 Woche 50 mg abgesetzt.
    Heute ist mein erster Tage ohne. Nichts geschieht. Einfach weniger Pulsschlag. Aber ich bin nicht viel anders drauf als mit 50mg Elvanse im Körper.

    Was bedeutet das leute, was heisst das weiter für mich?

    Herrjee. help.

    Merlinka
    Geändert von Merlinka ( 6.05.2017 um 04:35 Uhr)

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 455

    AW: Keine Wirkung bei Medikamten, MPH + Elvanse

    Liebe Merlinka

    oje, du Arme ... Wobei man selbst oft die Wirkung gar nicht so feststellt, sondern eher die Umgebung um einem herum.

    Ich drück dir die Daumen, dass du bald Therapeuten findest!!!

    Das richtige Medikament in der richtigen Dosierung finden, das ist oft ein langer Weg. Manchmal bekommt man das falsche, manchmal auch zu viel ... Ich hab auch ne Weile gebraucht, bis ich das richtige hatte. Es gibt so viele verschiedene und man braucht Geduld, allein die Einstellung hat bei mir viele Wochen gebraucht. Hört sich für mich bei dir sehr schnell an ... Was hat bei dir mit Ritalin nicht funktioniert? Das ist mein bevozugtestes Medikament, allerdings das unretardierte, das retardierte hab ich nicht vertragen.

    LG Lydia

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Keine Wirkung bei Medikamten, MPH + Elvanse

    Hallo Merlinka,
    Medikamentenwirkung von Ritalin adult und Elvanse ist meiner Erfahrung nach auch Abhängig davon, wie es einem geht. Bei mir hatte Methylphenidat eine positive Wirkung, die war allerdings auch davon Abhängig, ob ich genug geschlafen, getrunken und gegessen hab und psychisch und physisch zumindest halbwegs ok war. Kopfschmerzen oder Erkältung etc schwächen die Wirkung zum Teil bis 0 ab. Wenn es einem zu schlecht geht, hat es quasi keinen spürbaren Effekt was Konzentration etc angeht. Methylphenidat kompensiert keine Erschöpfung, keinen Schlafmangel und bei Unterzucker lässt die Wirkung auch stark nach.
    Hab mit Ritalin unbeabsichtigt ziemlich schnell abgenommen und dann hatte ich mit der zum Gewicht passenden Dosierung Probleme (entweder zu viel, das verstärkt ADS Symptome und die werden bis zum Wirkende deutlich schlimmer als normalerweise ohne Medikament oder zu wenig Wirkstoff was keine merkbare Wirkung macht). Hab dann erst verschiedene Präparate (Unterschied in der Wirkstofffreisetzung) probiert und dann Elvanse.
    Das hatte die für mich angenehmste Wirkung. Bis ich mich in eine Erschöpfungsdepression manövriert habe. Seit dem das Angefangen hat, wurde die Wirkung schlechter bis ich keine Wirkung mehr hatte, die versuchsweise Dosiserhöhung um 10mg hat nichts gebracht.

    Vielleicht ist bei dir momentan ähnlich, dass du gerade zu viel Belastung abbekommst und deshalb keine merkbare Wirkung eintritt.
    Bei mir ist in der ersten Zeit nach der Diagnose viel im Kopf rumgeschwirrt und das passende Medikament (oder die Kombination) in der richtigen Dosierung zu finden braucht leider Zeit und lässt selten Fehlversuche aus. Geduld zu haben und Rückschläge einstecken müssen fällt schwer.
    Hast du jemanden mit dem du darüber reden kannst, idealerweise jemand der dich so annimmt wie du bist? Mal die Ängste und Sorgen nicht ganz allein tragen müssen entlastet ein bisschen...
    Verhaltenstherapie (bestimmte Psychotherapieform) kann einem helfen konkrete Probleme weniger belastend anzugehen, das zu probieren schließt keine Medikation aus, kann aber den Stress abbauen helfen.
    Wünsche dir alles Gute

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Keine Wirkung bei Medikamten, MPH + Elvanse

    Hallo und sei gegrüsst Merlinka

    Da du anscheinend nicht nur etwas verunsichert bist, sondern zufällig die gleichen Medis nutzt, hier meine Erfahrung:

    Ritalin wird gerne als "Kalibrations-"Mittel anfangs eingesetzt wegen den präziseren Dosierungseinheiten.
    Man (ich zumindest) spüre dort die Amphetamin-lastigen Symptome am "stärksten"
    D.H.; gefühlt durch einer ausgeprägten, elektrischen, inneren Unruhe. Sehr aktiv, physisch und psychisch, jedoch in einem mühsam zu bändigen Ausmass (Bild: "Wilder Feuerwehrschlauch" )

    ...danach kann der Arzt anhand dem Dialog mit dir und deinen gefühlten Beschreibungen weitere, meist neuere Produkte verordnen. Das bedeutet, je "ehrlicher", also deutlicher und klarer man sich wahrnimmt und es zu Wort bringen kann, desto mehr Informationen kann der Psychiater (only!) theroetisch eine passende Auswahl treffen und verschreiben.

    Zusatz-Hinweise zu diesem nicht-unwichtigen Thema meiner Meinung nach:

    1. Die Forschung und medizinische Entwicklung zum Thema "ADHS-Medikamente/Wirkstoffe" hat in den letzten 20 Jahren eigentlich keine Innovationen mehr hervorgebracht, sondern "lediglich" (ist übrigens bei vielen langjährigen Alltags -blockbuster- Medikamenten so und ist dennoch sehr wichtig) die Nebenwirkungen und Verträglichkeit, Körper-Belastungsreduzierung, etc.. vermindert.

    1.1 Daher ist der Wechsel zu Focalin zBsp. für eine breitere Masse verträglicher, usw., plus der Unterschied zu Ritalin oftmals ziemlich "spürbar" (im nicht-ironischen ) Sinne von "verträglicher....also nicht wahrnehmbar/spürbar". Etwas verzwickte Doppelverneinung, aber hoffentlich dennoch verständlich... zwinker.

    2. An dieser Stelle kommt die medizinische Erfahrung, Kompetenz und klaren Mehrwert eines Psychiaters zur Geltung! Wie bei allen kritischen Themen im Leben, sollte hier lieber zuviel als zuwenig Zeit, Aufmerksamkeit und Nachfragen beiderseits stattfinden,
    Einige Ärzte setzen die erste "wahre" Dosierung lieber hoch an und arbeiten sich langsam runter, andere umgekehrt.
    Hauptsache man bespricht sich anfangs vielleicht alle 1-2-3 Wochen, damit der Anpassung flüssig und zeitnah stattfindet. Häufigstes ADHS-Risiko; keine (zeit-)regelmässige Einnahme... .

    2.1 Falls einer einem einfach nach zwei, drei pro forma FAQs ein Dauerrezept von einem oder im noch bedenklicherem Falle mehrere Rezept-pflichtigen Medikamenten (!niemals grundlos auf so einer Liste!) verschreibt, würde ich mich dankend nach einem neuen Arzt umsehen, der DEINE PSYCHE ernst nimmt und in deinem Interesse kein Schema F anwendet. Ganz speziell bei "Benzos" wie Temesta = Lorazepam = Benzodiazepine=hochgradigste Suchtgefahr, stärker als Kokain!)

    3. Indiz von einer sehr wahrscheinlichen Überdosierung wäre sicher das klassische, unbewusst- und kontrollierbare "Zähnemahlen", das man von einigen anderen (Party-)Substanzen kennt.
    3.1 Beim skeptischen Erstkonsum einiger Medikamente ist man anfangs vielleicht auch etwas "hypersensibilisiert in einer Erwartungshaltung", als würde man versuchen einen Schluckauf "abzufangen" und dann kommt er oftmals nicht ..hehe.

    Vorschlag: Also mein Tipp wäre ganz einfach; achte eher auf dein Wohlbefinden und deinen eigenen (neu-)gesteckten Ziele und Lebens-Prioritäten und vorallem, wie du sie am besten/erträglichsten angehst (kleinster Aufwand > maximaler Effekt)*.

    Gefahr ist nämlich weit verbreitet, dass man die Tatsache des nun schon laufendem und förderlichste Massnahme ignoriert und sich in einem schwer fassbaren und zeitraubenden Nabelschau-Modus verliert. Dafür kann man sich bei einem diplomierten Psychologen/ADHS-Coach anmelden und gemeinsam arbeiten. *(live Bespiel

    Mir half der etwas salopp-zynisch, ernüchternde, aber klar pragmatischte Kommentar von einem erfahrenen Bekannten: "...man spürt eigentlich nichts aktiv und so...., wenn man es aber in Eigen-Regie einfach absetzt...dann weiss man, was man daran hat.....te!"
    [Anmerk.d.Red: Ja, so ergeht es meist Männern mit Ex-Freundinnen...haha]

    Das für mich genauso verträgliche Elvanse löste, nach mehreren erfolgreichen und produktiven Wochen die Focalin ® XR -Ära ab, weil Venlaflaxin dazu kam, was sich besser mit Elvanse verträgt.

    Hoffe, dass Du Alles auch eher als eine vorübergehende Krücke ansiehst, als ein fälschlicherweise oft "erhofftes Erfolgs-Kriterium", was es ohne Therapie und bewusste Selbstwirksamkeit leider schlichtweg nicht ist.

    Alles Gute, das packst Du auch!
    Geändert von Prebeo (26.09.2017 um 16:51 Uhr) Grund: adhs

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.727

    AW: Keine Wirkung bei Medikamten, MPH + Elvanse

    Lieber Prebeo,

    Merlinka war seit Ende Mai 2017 nicht mehr in diesem Forum, dein Beitrag wird sie vermutlich nicht erreichen; es kann also sein dass du dir vergeblich Mühe gemacht hast.

    Focalin und Elvanse ist in Deutschland leider nicht für Erwachsene zugelassen, d. h. auch wenn es besser sein könnte, nutzt das den Meisten hier nicht viel. Kriegt man beides in der Schweiz auf Kassenrezept?

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 164

    AW: Keine Wirkung bei Medikamten, MPH + Elvanse

    Ja, Elvanse bei entsprechender ADHS-Diagnose auf Rezept. Focalin? Keine Ahnung...

    Gute Nacht.

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