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Diskutiere im Thema Hängt euer Leben auch an Methylphenidat? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 29

    Hängt euer Leben auch an Methylphenidat?

    Hallo,

    ich habe seit ich mich erinnern kann die Symptome einer mittelschweren bis schweren Depression (Symptome - depressionen-verstehen.de). Vor 2.5 Jahren habe ich mit der Medikation mit Methylphenidat (Medikinet, später dann Ritalin adult) begonnen und die Symptome sind unglaublicherweise verschwunden. Dann habe ich über viele Monate eine Gefühlsachterbahn durchgemacht:


    • Euphorie, dass die quälende Depression vorbei ist;
    • Wut, dass ich so lange leiden musste;
    • Arroganz, weil ich dachte jetzt bin ich besser als alle anderen;
    • Ernüchterung, weil mir meine großen Defizite, vorallem im zwischenmenschlichen Bereich bewusst wurden;
    • Schuldgefühle, weil ich merkte wie egozentrisch und einsam ich war/bin;
    • Selbstzweifel, weil mein Selbstwertgefühl und Können von Tabletten abhängig ist.
    • Sorge, einmal den Zugriff zu den Tabletten zu verlieren (zB. weil ich irgendwann mal ein Medikament benutze, dass sich mit Methylphenidat nicht verträgt,oder gesetzlich nicht mehr zugelassen wird...)


    Die beiden letzten Punkte haben mich in den letzten Monaten dazu getrieben immer mal wieder die Medikation auszusetzen, um zu sehen wie ich mittlerweile ohne Ritalin klarkomme. Erst an Tagen, an denen ich das Haus nicht verlassen musste, dann habe ich getestet wie ich mit Menschen klarkomme, die ich gut kenne und letztendlich war ich auch mal ohne Ritalin einkaufen und in der Uni. Es war zwar anstrengender, aber ich zählte es als Erfolg wenn ich es ohne übermäßige Nervosität hinbekommen habe.

    Vor drei Monaten war ich sogar selbstsicher genug um ohne Ritalin an einem sechswöchigen Chemie-Laborpraktikum teilzunehmen, in welchem man systematisch arbeiten, planen und mit anderen zusammenarbeiten muss. Ich war in der Zeit sehr gestresst, nervös und erschöpft, und habe alles andere vernachlässigt. Das Schlimme daran war, dass ich wie vor 3 Jahren keine größeren Zusammenhänge erfassen konnte, sodass ich glaubte Fortschritte zu machen und ich bräuchte kein Ritalin, was absolut nicht der Fall war.

    Als das Praktikum vorbei war, war ich fest überzeugt, dass ich kein Ritalin mehr brauche und bin für 3 Wochen zu meiner Familie gefahren. Dort habe ich dann jeden Morgen an extremen Angstzuständen, Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Gedankenleere gelitten. Ich habe mich aber so gesträubt Ritalin zu nehmen, da ich dies als Versagen und Rückfall in eine psychische Abhängigkeit gesehen habe.

    Als die Qual unerträglich wurde habe ich dann doch Ritalin genommen und die Angst und Depression haben sich aufgelöst. Mein Selbstwertgefühl ist jedoch zerstört.
    Ich habe gehofft, dass ich es irgendwann schaffe ohne Ritalin wenigstens den Alltag zu bestreiten, aber ich schaffe es nicht einmal mein Zimmer aufzuräumen oder mir etwas zu kochen ohne davor Ritalin genommen zu haben.

    Ist eure Leben und Geisteszustand auch so extrem abhängig von Methylphenidat?


    Könnt ihr ohne Methylphenidat auch nicht das Gesamtbild sehen und denkt so kurzschrittig, dass man automatisch in einer Sackgasse landet?

    Ich habe in zwei Wochen ein Vorgespräch für eine psychologische Behandlung, die dann aber frühestens in einem halben Jahr beginnt.
    Habt ihr gute Erfahrungen mit einer Psychotherapie gemacht?

    Vielen Dank für eure Antworten,

    Max
    Geändert von Max4 (12.04.2017 um 13:24 Uhr)

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Hängt euer Leben auch an Methylphenidat?

    Nein, mein Leben hängt nicht an Methylphenidat. Meine Lebensqualität (und die meiner Angehörigen) durchaus, und ich möchte es von heute aus gesehen so lange nehmen wie es möglich ist.

    Aber ich habe auch nicht den Ehrgeiz, darauf verzichten zu wollen- warum denn das? Wenn Umstände eintreten, wegen derer ich es nicht mehr nehmen kann, muss ich dann damit umgehen, aber jetzt schon verrückt machen bringt gar nichts.

    Vielleicht kommen diese Umstände auch nie. Oder die ADHS mildert sich ab wenn ich 80 bin (falls ich noch lebe) und ich komme ohne aus- halte ich nicht für wahrscheinlich, aber wer weiß.

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Hängt euer Leben auch an Methylphenidat?

    Mein Leben hängt auch nicht an Methylphenitad, aber hätte ich die Antwort von Konzert nicht gelesen,
    hätte ich das vielleicht doch geschrieben.
    ich habe über Monate Opiate genommen, die das Methyl komplett runtergesetzt haben.
    Für mich war das echt total ätzend, weil ich einfach keine Struktur mehr in meinen Alltag bekommen habe und auf
    Arbeit schon gar nicht. gereizt sein, Depressionen, kein Selbstwertgefühl mehr.
    Deswegen mache ich grad schon wieder ne Therapie.
    Inzwischen habe ich die Opiate abgesetzt und nehme wieder regelmäßig mein Methylphenitad. Versuche grad, das Chaos der letzten Monate, in Ordnung zu bringen.
    *kann mir jemand sagen, wozu man 7 email Adressen braucht??*
    Ich bin sehr froh, das es das Medikament gibt, auch wenn ich es selbst zahlen muß. Es hat mein Leben um ein vielfaches einfacher gemacht
    und damit habe ich auch mehr Lebensqualität.

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Hängt euer Leben auch an Methylphenidat?

    Max4 schreibt:
    Ist eure Leben und Geisteszustand auch so extrem abhängig von Methylphenidat?

    Könnt ihr ohne Methylphenidat auch nicht das Gesamtbild sehen und denkt so kurzschrittig, dass man automatisch in einer Sackgasse landet?

    Ich habe in zwei Wochen ein Vorgespräch für eine psychologische Behandlung, die dann aber frühestens in einem halben Jahr beginnt.
    Habt ihr gute Erfahrungen mit einer Psychotherapie gemacht?
    Zur Frage 1: was hast du für ein Ziel und wie sehr wünscht du dir, dieses Ziel zu erreichen? Dann denke an das Ziel und daran, was ist, wenn du es erreicht hast. Der Weg dorthin kann mir oder ohne MPH erfolgen. Falls du MPH dazu brauchst, dann solltest du es nehmen. Ich brauche es, um mein Ziel, das ich bald erreicht habe, halten zu können.

    Zur Frage 2: Das Gesamtbild interessiert mich nicht. Ich habe ein Ziel und das erreiche ich mit kleinen schritten. Ich gehe zur Schule. Mich interessiert nicht, was ist, wenn ich die Schule absolviert habe. Mich interessiert, dass ich die nächste Klausur sehr gut schaffe. Wenn ich die viele kleinen Schritte zum Erfolg bestehe, komme ich automatisch zu meinem Ziel. Das Ziel darf ich aber nie aus den Augen verlieren.

    Zur Frage 3: gute Therapeuten sind wie ein 6er im Lotto. Suche dir lieber einen Coach. Den musst du zwar selbst bezahlen, aber das Geld ist sinnvoll angelegt.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Hängt euer Leben auch an Methylphenidat?

    Ich hab auch nicht den Ehrgeiz drauf verzichten zu wollen-und setze trotzdem regelmäßig kurz aus um festzustellen dass es mir viel nützt aber ich zur Not auch ohne kann.Passende Therapie und/oder Coaching sind mind.so wichtig wie MPH!

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Hängt euer Leben auch an Methylphenidat?

    Max4 schreibt:
    Ich habe in zwei Wochen ein Vorgespräch für eine psychologische Behandlung, die dann aber frühestens in einem halben Jahr beginnt.
    Habt ihr gute Erfahrungen mit einer Psychotherapie gemacht?
    Hallo Max,

    dieser Satz fällt mir jetzt erst auf.

    Eine Psychotherapie kann durchaus sinnvoll sein, allerdings eher für komorbide Störungen als für die ADHS selbst.

    Stutzig macht mich der Satz allerdings in dem Zusammenhang dass du schreibst, du habest ohne MPH auskommen wollen und sähest das als Erfolg bzw. sähest es als Misserfolg wenn du das Medikament wieder brauchst.

    Da möchte ich vorsorglich zu sagen: Das Ziel einer ADHS-Behandlung ist nicht, Medikamente zu ersetzen, sondern das Ziel ist eine höhere Lebensqualität, ob mit oder ohne Medikamente.

  7. #7
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Hängt euer Leben auch an Methylphenidat?

    Ciao, also ich habe früher jeden Tag Ritalin SR 20 genommen (2-3Tbl./Tag). In der Kindheit sprich ab der 3ten Klasse bis und mit 9 Klasse habe ich das Ritalin 10mg (irgendwann im Verlauf wechselten wir auf Ritalin SR 20) genommen und als ich in die Lehre kam zum Betriebspraktiker Werkdienst EFZ merkte ich plötzlich das ich auch ohne Ritalin auskam, ich schliesse das zurück auf die vermehrte Bewegung und das "in der freien Luft" zu arbeiten. Nach erfolgreichem Abschluss mit einer glatten 5,6 (bis heute Stolz darauf) habe ich eine zweite Ausbildung angefangen mit Berufsmatura zum Landschaftsgärtner. Ich merkte schnell das ich an Arbeitstagen im Betrieb kein Ritalin nehmen muss da ich genug Körperlich und Geistig ausgelastet war, jedoch am Schultag für die Berufsmatura brauchte ich / nahm ich das Ritalin SR 20 ein und dies mit 2 - 3 Tbl. am Tag. Auch an den Wochenenden nahm ich meist eine Tbl. und zum teil auch unter der Woche am Feierabend noch eine für die Hausaufgaben und zum Lernen vom Stoff der Lehre sowie für den Stoff der Berufsmatura.
    Nun habe ich den Abschluss als Landschaftsgärtner und eine Berufsmaturität im Sack mit Ritalin SR 20. Danach Arbeitete ich auf dem Job und es kamen Psychische Probleme auf, von Stimmungsschwankungen über Auto-Aggression bis hin zu Schlafprobleme. Ich beschloss mich selbst in eine Psychiatrie einzuweisen über den Hausarzt, ich kam auf eine Akutstation wo ich 8 Wochen lang war und mir Werkzeuge zeigten wie ich mit den Problemen, besonders dem Schlafproblem und dem ADHS zurecht zu kommen.
    Anschliessend empfahlen Sie mir noch einen Aufenthalt in der Psychotherapie Station, also meldeten Sie mich an um auf die Warteliste zukommen. Lange Rede kurzer Sinn ich trat ein in die Psychotherapie Station mit dem Therapieverfahren "DBT" (Dialektisch-Behaviorale Therapie). Dort lernte ich einiges über mich und meine Triggerpunkte sowie Achtsamkeit und Selbstakzeptanz. Diese Therapie setzte ich dann Ambulant weiter bei einem Psychiater der sich mit DBT auskannte. Ich gehe heute noch zum Therapeuten, dies ist nun +/- 4 1/2 Jahre her.

    Nach diesem Time-Out und Tiefpunkt war ich wieder auf dem Weg nach oben und suchte eine neue Herausforderung da ich wusste ich will nicht auf dem Gartenbau bleiben. Ich ging ins BIZ (Berufs Informations Zentrum) und schaute diverse Berufe an, da kam die Krankenpflege in den Fokus. Ich machte ein 3 Monate langes Praktika im Spital und das hat mir so gut gefallen das ich beschloss an die FH zu gehen und Pflegewissenschaften zu studieren.

    Nun auf was ich hinaus will ist: Dank der DBT Therapie lernte ich mit den "Defiziten" umzugehen oder sie gar zu nutzen, so dass ich verschiedene Werkzeuge im Rucksack habe welche mir halfen oder immer noch helfen das Studium zu machen. Ich nehme nur noch sporadisch Ritalin SR 20 auf gewisse Situationen wie z.B. Prüfungen oder Facharbeiten zu schreiben. Es kommt so auf 4-5 Ritalin SR 20 in der Woche. Da würde ich doch sagen; hat sich gelohnt diese Therapie, zu sagen ist auch das ich endlich geistig herausgefordert wurde und die Materie des Studiums sagt mir so zu das ich ganz und gar den Fokus darauf legen kann und gar kein Platz mehr habe für das "Hypern" des ADHS.

    Ich denke mit Psychotherapie kann man vieles Erreichen wenn man Geduld hat und auch Durchhaltevermögen! Abgefunden habe ich mich mit dem das zwischendurch ein Ritalin nicht fehl am Platz ist.

    MfG Flunkyshy

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Hängt euer Leben auch an Methylphenidat?

    Ich habe auch sehr sowohl von Psychotherapie auf meine Depressionen bezogen profitiert, als auch von Psychotherapie auf mein ADHS bezogen. Das Psychotherapie nur oder mehr bei komorbiden Störungen hilft kann ich gar nicht unterschreiben.

    MPH musste ich zwischendurch mal ein halbes Jahr absetzen, war natürlich schon schwieriger als ohne, aber für mich kein absoluter Beinbruch, da ich eben die Strategien aus der Therapie wenigstens noch zur Hand hatte. Da du aber die MPH Wirkung eher mit der Wirkung eines Antidepressivums vergleichst, kann ich absolut verstehen, das du so denkst. Ich wäre ohne Antidepressiva auch völlig aufgeschmissen und auch ich hätte Panik die nicht mehr nehmen zu können.

    Ich würde an deiner Stelle da noch mal mit dem Arzt genau drüber sprechen, vielleicht würde wirklich eine Therapie in Kombination mit langsamen Absetzen zu Erfolg führen. Und wenn nicht, dann gibt es vielleicht auch noch andere Methoden dich zu unterstützen, oder auch eine Akzeptanz der nötigen Medikation herzustellen, so es denn wirklich nötig ist.

    Ich selbst muss 4 verschiedene Psychopharmaka nehmen, ich habe immer wieder Versuche das eine oder andere, oder gar alle abzusetzen. Ich hadere sehr mit der Medikation. Seit fast 20 Jahren muss ich aber immer wieder feststellen, das es bei mir einfach nicht ohne geht. Mir persönlich waren und sind diese Versuche sehr wichtig, und mir ist es auch wichtig, das Ärzte und Therapeuten das auch verstehen. Einfach nehmen kann auch ich nicht ohne zu zweifeln. Allerdings habe ich mit den Jahren für mich eher eine Bestätigung darin gesehen, das es nun mal nicht ohne geht, ganz ohne Bewertung, ich sehe das nicht als scheitern an. Ein Diabetiker scheitert ja auch nicht, wenn er ohne Insulin schwer krank wird, er hat halt eine Erkrankung die Medikamenten bedarf. Vielleicht bedarf es bei dir auch nicht lebenslang, aber eben im Moment noch.

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Hängt euer Leben auch an Methylphenidat?

    @Flunkyshy

    Es ist schön, zu sehen, dass DBT noch jemanden hilft. Bis jetzt dachte ich, bin die einzige in diesem Forum.
    Für mich war DBT die Wendepunkt, wo ich angefangen habe, mich aus meiner Opferrolle (die böse Gesellschaft hat mich kaputtgemacht, ich räche mich dadurch, dass ich sozusagen "aussteige" und ins Krankheit /oder Sucht flüchte) zu befreien und die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.

    Für mich ist Therapie (z. Z tiefenpsychologisch fundierte) viel wichtiger als Ritalin, ich nehme Ritalin nur, wenn ich arbeiten muss, da es mich dickhäutiger macht. Konzentrieren kann ich mich auch ohne, ich bin nur sonst zu sensibel für die heutige Arbeitswelt. Aber ich kann auch ohne arbeiten.

    Und nein, mein Leben hängt nicht davon. Und auch nicht meine Lebensqualität (ich hatte auch sehr schöne Lebenasbschnitte ohne Ritalin).

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 213

    AW: Hängt euer Leben auch an Methylphenidat?

    Hallo Max,
    Ich kann dich irgendwie verstehen und bin froh, dass mein Arzt immer so auf die Psychotherapie gepocht hat.
    Denn in so einer Verhaltenstherapie lernst du, wie du mit deinen "vermeintlichen Defiziten " umgehen kannst. Mir hat es vor allem im Bezug auf Selbstsicherheit geholfen. Wenn man seine Schwächen kennt, kann man auch dran arbeiten.

    Ich war immer ein Mobbing - Opfer. Einfach aus den Grund, dass ich meinen gegenüber nicht anschaue und auch seine Gestik und Mimik nicht verstehe. In der Therapie habe ich gelernt, aktiv dir Menschen anzuschauen und jeden Streit, nicht auf mich zu beziehen. Und siehe da, auf meiner neuen Arbeitsstelle hat es dann geklappt, mich nicht selber fertig zu machen, dass mich die gewisse Person nicht leiden kann. Durch beobachten habe ich festgestellt, dass sie alle so bevormundend behandelt. Das ist einfach ihre Art und hat nix damit zu tun, dass sie denkt, ich sei einfach nur dumm.

    Irgendwie hab ich gerade das Gefühl, voll vom Thema abgekommen zu sein.

    LG Hathor

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