Seite 2 von 2 Erste 12
Zeige Ergebnis 11 bis 16 von 16

Diskutiere im Thema Methylphenidat löst dissozationen aus im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.808
    Blog-Einträge: 40

    AW: Methylphenidat löst dissozationen aus

    Hallo

    @ Psychonaut: Hmm, naja, wundert mich (wie so oft), dass hier scheinbar wieder mal Methylphenidat ohne gesicherte und ausführliche Diagnose (auch bezüglich der Komorbiditäten) verschrieben wird.

    Wäre in dem Fall wahrscheinlich besonders wertvoll, darüber Bescheid zu wissen, da MPH nunmal verschiedene Komorbiditäten, ganz besonders auch eine Angst- oder Panikstörung gravierend verschlimmern kann.

    Wäre mal interessant zu wissen, ob die von dir beschriebenen Dissoziation bzw, Depersonalisation tatsächlich mit einer Angststörung zusammenhängt, die evtl. durch das MPH wieder akut verstärkt oder gar ein Rezidiv davon ausgelöst wird, nachdem diese mittlerweile verschwunden war.

    Für derartige "Erlebnisse" (sprich: Derealisation und Depersonalisation) gibts ja auch noch andere, mögliche Hintergründe.

    Wenn das bei dir tatsächlich schon bei einer Einzeldosis von 5mg Methylphenidat auftritt, dann würd ich mal aus dem Gefühl raus behauten, dass da wahrscheinlich irgendwas im Argen liegt und bin mal sehr gespannt, wie sich eine zukünftige Erhöhung der Dosierung bei dir bemerkbar macht.

    2,5mg sind quasi gar nichts und wenn das schon zu Problemen führt, dann bin ich doch mal sehr gespannt, wie sich dann (falls es dazu kommt) die üblichen Dosierungen von etwa 20mg bis 40mg pro Tag bei dir auswirken.

    Kann sein, dass es dir damit sogar besser geht, als mit der extrem niedrigen Dosierung, möglicherweise aber eben auch nicht, sondern ganz im Gegenteil.

    Naja, vielleicht kommst du auch irgendwann mal zu einer vernünftigen Diagnosestellung (die ja u.a. auch die Erfassung und Beurteilung vorhandener Komorbiditäten beinhaltet), denn das Resultat dürfte wahrscheinlich auch einiges erklären.



    Liebe Grüße,
    Alex

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Methylphenidat löst dissozationen aus

    @Alex:

    Mal unabhängig von den Erfahrungen die Psychonaut gemacht hat:

    Hier im Forum schreiben einige, die auch mit 5mg 4x am Tag auskommen, bzw eine Meldunghab ich von jemandem gelesen, der nur 3mg Einheiten nimmt.
    Ist es nicht von der Person abhängig, wieviel sie braucht?

    Ich nehm derzeit 5mg 3x am Tag und mir gehts gut damit, wenn ich auf 10mg erhöhe, dann bekomm ich Herzklopfen und ne Art Tunnelblick.

    Ich hab ne ausführliche Diagnose, bei mir wurde auch eine Komorbidität erfasst.
    Es ist doch unabhängig von der Person, wieviel jede braucht, oder? Oder hab ich da was falsch verstanden.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Methylphenidat löst dissozationen aus

    hallo

    @alex
    ich versuch ein bisschen meinen zustand zu beschreiben.


    die panikattacken hatte ich auf grund dessen weil ich ständig und über jahre gemobbt wurde.
    irgendwann ging der kreislauf angst vor der panikattacke und dr/dp los und hielt sich somit selbst am laufen.

    diese ganzen kreisenden gedanken wurden durch mein ads noch stärker gefördert bis aufs unermessliche.

    diese immer andauernde angst und ich sprechen von jahren, machte mein geist irgendwann nicht mehr mit und es entwickelte sich eine dp/dr.
    mein bewusstsein schränkte sich in diesem zustand ähnlich der einnahme von ritalin ein.

    was zu diesen zeitpunkt eigendlich als schutzmechanismus dienen sollte machte mir aber wieder erneut angst.

    als ich irgendwann mal lernte damit umzugehen verschwanden diese symtome
    auch aber es blieben depressionen,ständiges grübeln und konzentrationsstörungen zurück.

    die ersterfahrung die ich neulich mit ritalin gemacht habe erinnerte mich stark an diesen damaligen eingeschränkten zustand und triggerte mich.ich fühlte mich wie damals.eine art traumaerinnerung.

    als ich aber dann am nächsten tag weniger probiert habe schränkte sich mein bewusstsein nicht alzu stark ein und ich merkte wie der ganze reizentzug weniger wurde auch diese qüälenden depressiven gedanken und minderwertigkeitsgefühle.

    ich wurde ruhig,fast müde
    meine depressionen waren weg
    meine zwänge
    mein selbstbewusstsein war normal
    meine sozialphobie war weg
    ich konnte mich konzentrieren
    ich konnte sagen was ich mir denke
    ich konnte ich selbst sein!

    das alles bei 2.5 mg, 5 mg machen mich einfach zu müde.

    früher benutzte ich immer alkohol gegen meine depressionen um einen klaren kopf zu bekommen und diesen belastenden reizentzug loszuwerden.ich wollte einfach ich selbst sein.mir gelang es nur nie damit.ich trank wöchendlich und regelmäßig.

    jetzt verspüre ich überhaupt keinen drang mehr einen tropfen zu trinken.
    ich merke auch das sich mein zigarettenkonsum drastisch vermindert hat.

    ich rauchte damals meine 2 packungen zigaretten und mit ritalin nur noch 20% davon.ausserdem hab ich jetzt nicht mehr den drang aufgrund von frust mich mit lebensmittel zu trösten.

    ganz zu schweigen von den belohnungskäufen *gg

    angst hab ich nur vom rebound da konnte ich gestern kaum einschlafen.
    musste dauernt mit den füssen wippen.war extrem unruhig und hibbelig.
    und mich überkamen tausende gedanken ein richtiger grübelzwang.

    echt arg

  4. #14


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.808
    Blog-Einträge: 40

    AW: Methylphenidat löst dissozationen aus

    Hallo

    Cowboylx schreibt:
    Es ist doch unabhängig von der Person, wieviel jede braucht, oder? Oder hab ich da was falsch verstanden.
    Natürlich ist das von der jeweiligen Person abhängig. Bei den meisten (hätt ich vielleicht so formulieren sollen) pendelt sich die Dosierung eben zwischen 20mg und 40mg/d ein. Wir haben aber auch Mitglieder, die weniger nehmen und genauso auch welche, die mit 40mg am Tag nicht auskommen und teilweise sogar über der empfohlenen Tageshöchstdosis von 60mg liegen..

    Die untere Grenze hier im Forum liegt meines Wissens nach bei 10mg/Tag und die höchste, von der ich jemals hier gelesen hab, lag bei 160mg/Tag (!), wobei mir aber nicht bekannt ist, ob das so auch ärztlich verordnet war (vorstellen kann ich es mir eigentlich nicht).

    Dosierungen zwischen 60mg/d und 100mg/d finden sich hier dagegen öfters mal.

    @ Psychonaut:

    Hmm, klingt insgesamt schon ziemlich nach einer Angstsymptomatik, könnte eben auch anderes dahinter stecken, was ich an deiner Stelle auch schnellstmöglich abklären lassen würde.

    Da du das Methylphenidat erst so kurz nimmst, würd ich an deiner Stelle mal engmaschigen Kontakt mit deinem behandelnden Arzt halten, denn letztendlich ist allein der für die Dosierung zuständig.

    Nach einer so kurzen Einnahmedauer kann man generell noch nicht sehr viel beurteilen.

    Der Nikotinverbrauch und der anderer Suchtmittel (auch Koffein) fällt zu Beginn der Medikation oft erst mal teils drastisch ab, reguliert sich dann aber im längerfristigen Verlauf gesehn eben auch oft wieder in der Nähe des ursprünglichen Verbrauchs ein.

    Also nicht gefrustet werden, sollte sich das so nicht halten lassen.




    Liebe Grüße,
    Alex

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Methylphenidat löst dissozationen aus

    hallo,meinst du ich hätt kein ads?

    die ärztin die mir das ritalin verschrieben hatt kenn ich schon seit ich 17 bin.
    bin jetzt 8 jahre bei ihr in behandlung und sie weiß über meine angsterkrankung bescheid.

    sie sagte mir das ads nur schwer zu diagnostizieren wär und erlaubte mir nach einen langen gespräch einen selbstversuch.

    ich registrierte immer viel zu viel und als meine angsterkrankung dazukam wurde es unerträglich weil ich einfach nicht mehr abschalten konnte.

    ich hatte angst und panik,dachte an jeden nur denkbaren gedanken, nahm jedes kleinste detail wahr, jedes geräusch und war es auch nur der rasenmäher der draussen kaum zu hören war.

    ich konnte nichts ausblenden.alles schoss in mein bewusstsein.gerüche hatte ich verstärkt wahrgenommen.

    jede sinneswahrnehmung assoziierte einen neuen gedankenanstoss,eine erinnerung.wenn ich nachts was träumte mischte es sich untertags in mein bewusstsein.

    ich hab schon etliche medikamente duch

    neuroleptika
    benzos
    antidepressiva

    als ich den neuroleptika seroquell bekam der eine dopaminhemmende wirkung auslösen sollte wurde ich zwar müde aber die reizüberflutung ging nicht wirklich weg.

    es wurde sogar meine kreativität gesteigert (durch anstieg des dopamins)
    sodass mir meine sinneswarnehmungen streiche spielten.
    mein körper kam mir leicht vor wie ne feder als würd ich schweben.

    vorher hab ich meine zweite tagesration von 2,5 mg eingenommen und fühl mich bleiern müde.mir fallen fast die augen zu und das bei nem amphe.

    gähn

  6. #16


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.808
    Blog-Einträge: 40

    AW: Methylphenidat löst dissozationen aus

    Hallo

    Psychonaut schreibt:
    hallo,meinst du ich hätt kein ads?
    Woher soll ich das wissen? Über die Fähigkeit der Hellseherei verfüg ich nicht.

    Insgesamt scheinst du ja u.A. ein Problem mit einer Reizüberflutung zu haben. Kann eine ADS sein, kann aber eben auch was anderes sein.

    Die individuelle Reaktion auf Methylphenidat ist in jedem Fall (v.a. eben bei Erwachsenen) keine Möglichkeit, eine ADS bzw. ADHS auch nur annähernd sicher zu diagnostizieren, d.h. man kann eine positive oder negative Diagnose davon nicht abhängig machen, ob man nun irgendwie angenehme oder weniger angenehme, eher "aufputschende" oder eher eine beruhigende Wirkung verspürt.

    Hängt unter anderem damit zusammen, dass nur ein Teil der Erwachsenen mit einer ADS bzw. ADHS von Methylphenidat insgesamt gesehen profitieren kann und eben auch im besten Fall nur ein Teil der spezifischen ADS- / ADHS-Symptomatik damit verbessert wird und vor allem eben auch damit, dass so gut wie jeder spät- also erst als Erwachsener diagnostizierte Betroffene im Laufe der Zeit eine oder mehrere Komorbiditäten entwickelt hat, die insgesamt oft stärkeren Einfluss auf das Gesamtbild haben, als die eigentliche ADHS oder ADS selbst.

    Eine AD(H)S macht, wenn sonst nichts Zusätzliches vorhanden ist, in aller Regel nur einen geringen oder gar keinen Leidensdruck, sondern der kommt eben durch die Folgen davon, die sich dann in Angst, Depressionen, Suchtproblemen oder anderen Komorbiditäten äußern.

    Jeder, der sich hier in diesem Forum anmeldet, verspürt in aller Regel eben so einen Leidensdruck, denn ohne den könnte er mit diesem Forum nicht viel anfangen.

    Deshalb kann man auch davon ausgehen, dass hier so gut wie jeder eben eine individuelle "Komorbiditätensammlung" hat (zeigen auch entsprechende Umfragen hier im Forum), zu der eben auch die ganz oft vorhandenen Angststörungen gehören.

    Sollte also - mal angenommen - bei dir eine vorhandene Angststörung durch MPH verstärkt werden, dann hat das in Bezug auf das Vorliegen einer ADS bzw. ADHS erst mal nicht sehr viel zu sagen, da das sowohl bei Leuten passieren kann, die eine AD(H)S + Angststörung haben, wie auch bei solchen, die eine Angststörung allein oder eine Angststörung in Kombination mit anderen Problemen haben.

    Ob du nun eine ADS hast oder nicht, das kann dir eben nur eine qualifizierte Diagnosestellung beantworten, bei der von der früheren Kindheit an (denn dort muss die ADS schon zwingend vorgelegen haben) systematisch bis zum heutigen Tag alles gesammelt und letztendlich fachlich beurteilt wird.

    Ebenso müssen sehr viele andere Möglichkeiten, die zu deinen Problemen führen, ausgeschlossen werden (psychische, wie auch rein-körperliche, denn auch das ist möglich) und eben bei Vorliegen einer AD(H)S alle Komorbiditäten erfasst werden.

    Erst das Gesamtbild all dessen sollte im Normalfall dann zu der Entscheidung führen, ob MPH verordnet wird, oder eben vorerst erst mal etwas anderes oder nichts.

    Des Weiteren sind vor einer MPH-Verschreibung im Normalfall genauso auch weitere Untersuchungen nötig, die z.B. sicherstellen (oder mit einem möglichst hohen Grad an Sicherheit sicherstellen), dass du keine entsprechenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologische Erkrankungen oder andere Erkrankungen hast, die eine MPH-Medikation verbieten.

    Das ist das normale und den verschiedenen Richtlinien folgende Verfahren, das man schon im eigenen Interesse meiner Ansicht nach auch tunlichst einhalten sollte.

    Aber aus der individuellen Reaktion auf Methylphenidat eine ADS- bzw. ADHS-Diagnose zu stricken, das funktioniert eben - vor allem bei spät-Diagnostizierten Erwachsenen - leider nicht und wäre dann im besten Fall ein "Zufallstreffer".





    Liebe Grüße,
    Alex

Seite 2 von 2 Erste 12

Stichworte

Thema: Methylphenidat löst dissozationen aus im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum