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Diskutiere im Thema Dexamphetamin als Lösung (NRF 22.9)/ paar Fragen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 262

    AW: Dexamphetamin als Lösung (NRF 22.9)/ paar Fragen

    Also, mir wird doch immer klarer, desto älter ich werde, dass die Wahrheit leider oft irgendwo in der langweiligen Mitte liegt...

    Einerseits vertrete ich auch die Meinung, dass jegliche drogenverherrlichende Thesen (zumindest auf suchterzeugende Stoffe bezogen), naja schon sowas wie zensiert gehören, weil die Gefahren nun mal gerade bei uns ADHSlern als sehr schwerwiegend eingestuft werden können.
    Andererseits kann man nun mal nicht wegdiskutieren, dass kaum bei einer anderen psychischen Erkrankungen wie der der Sucht der Anteil von ADHSlern so extrem hoch ist, dass ich vermute, dass hier möglicherweise mal die ADHSler den Stinos zahlenmäßig deutlich überlegen sein könnten!

    Ich konnte mir bisher nicht vorstellen, dass es in Deutschland Ärzte gibt, die einem Opiatabhängigen tatsächlich Medikamente mit den Wirkstoffen Methylphenidat oder Amphetaminen aushändigen würden. Und um ehrlich zu sein, selbst ich als klarer Verfechter von Stimulanzien würde das im Normalfall eher nicht tun, da ich genau weiß, dass sich der typische i.v.-Heroinabhängige , das Zeug nur durch die Nase ziehen würde oder eben gleich verkaufen würde, nur um damit wieder Geld für sein Heroin zu haben - ok-

    Als ich aber nun von dem Modell aus der Schweiz gehört habe, wo man den Drogenabhängigen ihre Stimulanzien gibt, muss ich gestehen, dass ich das zwar mutig, aber eher auch als den richtigen Weg ansehe!

    Jahre, wenn nicht Jahrzehnte lang hat man doch versucht, die ADHSler damit auf den richtigen Weg zu bringen indem man sie dafür bestraft, dass sie Amphetamine konsumieren!
    Bestraft dafür, dass sie konsumieren, indem man ihnen nicht das gibt, was sie am ehesten benötigen würden, um damit aufzuhören: Stimulanzien!!!
    Ja, richtig, bestraft! ich spreche es ruhig so aus, auch wenn ich morgen wieder unter Elvanse-Einfluss denken werde: oh Gott, was habe ich da wieder für ein irres Zeug geschrieben!

    Ne, aber jetzt mal ehrlich, um wieder zurück zur Diskussion zu finden:
    erstmal wünsche dir alles Gute Felgirl und hoffe vor allem, dass du es irgendwann schaffst, von dem Buprenorphin ganz weg zu kommen - ich glaube du bist auf einem guten Weg und du gehörst zu uns!
    Wichtig fand ich allerdings auch nochmal von dir Luftkopf, dass du auf den Verdacht der Suchtproblematik hingewiesen hast!

    Da ich das, was felgirl da mit "limitierter Ausgabe von Amphetaminen" jedoch genial finde, möchte ich die folgende Idee in den Raum stellen:

    Ich plädiere hiermit öffentlich dafür, dass man für die wirklich schwer Drogenabhängigen, die zugleich ADHS haben, Anlaufpraxen errichtet, wo sie täglich ihr Methylphenidat oder Amphetamin abholen dürfen- von mir aus auch ggf. in leicht erhöhter Dosis!
    Ich bin der festen Überzeugung, dass der Schaden größer ist, wenn der ADS/ADHS'ler keine Stimulanzien erhält!

    Was haltet ihr von der Idee????
    ich denke eine solche Praxis/Anlaufstelle müsste dann so ähnlich aussehen, wie eine Substitut-Praxis, wo der Opiatabhängige sein Methadon oder Buprenorphin unter Aufsicht einnehmen muss.
    Nur in diesem Fall müsste der Drogenabhängige meiner Meinung nach dann sein Amphetamin (zumindest eben am Anfang) unter Personalaufsicht kontrolliert einnehmen!

    viele Grüße

  2. #32
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 90

    AW: Dexamphetamin als Lösung (NRF 22.9)/ paar Fragen

    Danke dir @Howard Wie der Arzt das macht ist ganz einfach, er macht ein großes A auf das Rezept mit drauf und damit hat sich das bei mir zumindest noch nie als Problem dargestellt. Aber der macht das in Absprache mit der Apotheke, ich selbst nehm die Rezepte gar nicht in die Hand
    Das Menschen ein solches Medikament ohne missbräuchliuche Hintergedanken einnehmen können finde ich bewundernswert , kann ich mir nicht vorstellen wie das gehen soll ^^Die Umrechnung von Dexedrine zu Attentin ist soweit ich das weiß 1:1.
    Zu deiner Idee: Finde ich sehr gut , aber ich kann dir sagen, da ich genug süchtige und substituierte kenne.... die meisten wollen das gar nicht als Medikament um klar zu kommen und ihr Leben zu sortieren , sondern wollen sich nur ein legales High damit verschaffen und damit muss man nunmal über eine gewisse Dosis raus , also glaube ich kaum dass es viele in Anspruch nehmen würden. Für jemanden wie mich geht es nicht anders und ich bin sehr froh einen Arzt zu haben der das mitträgt und zum Glück so verantwortungsbewusst ist, mir niemals eine größere Ration mit zu geben!
    Wie ist es denn nun bei dir? nimmst du das D-amph `wenn ja hilft es dir`?
    Liebe Grüße

  3. #33
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 262

    AW: Dexamphetamin als Lösung (NRF 22.9)/ paar Fragen

    Ich nehme Elvanse in Kombination mit Strattera. Elvanse wirkt dabei sehr gut auf die typische ADS-Komponente.
    Strattera hat dagegen eher etwas motivationsförderndes, dezent angst- depressionslösendes und wirkt auf mich eher stimmungsstabilsierend. Leider sind die Nebenwirkungen von beiden zusammen, wie ich schon an anderer Stelle geschieben habe,enorm....
    Aber apropro Amphetamine: ich denke man muss einfach wahnsinnig aufpassen, wo die richtige Dosis liegt (so ganz genau weiß ich das zB leider immer noch nicht bei mir!) Tja, und es ist wirklich denke ich ein Dilemma- wie soll der Arzt herausfinden, wo die richtige Dosis liegt? Und weiter: woher sollen wir ADHS'ler das genau wissen - bei gestörter Selbstwahrnehmung....

    Hmm und was Drogenabhängigkeit angeht - das wirst du vermutlich besser beurteilen können als ich - vll ist es da ähnlich wie bei einigen Personen mit schwerer Borderline-Persönlichkeitsstörung + ADHS.
    Bei diesen Patienten denke ich wirklich, dass erst Stimulanzien die Basis darstellen, um eine vernünftige und langjährige Psychotherapie machen zu können, die ihnen dann weiterhelfen würde.. Jedoch gibt es auch da wohl einige so schwer Erkrankte, die offensichtlich gar nicht mehr gesund werden wollen (oder können?)
    Das ist glaube ich leider generell manchmal schwer zu sagen, da ich das Gefühl habe, dass bei uns ADHS'lern die Begriffe KÖNNEN und WOLLEN fließend in einander übergehen und manchmal auch gar nicht mehr klar voneinander unterschiedenwerden können....

    viele Grüße

  4. #34
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Dexamphetamin als Lösung (NRF 22.9)/ paar Fragen

    Hallo Felgirl, dass mit der Suchtproblematik habe ich schon oft und in jedem Bereich erkannt. Bei mir, bei anderen... es ist halt das Problem mit der Maßlosigkeit. Wenn es keine Belohnung gitb, will der Körper die trotzdem.

    Ich würde mich freuen, wenn ich mein Potential aufschliessen könnte, denke ich, dass die ADHDler ein ganz klares Modell sind, dass eben für den Kick über weite Meere fährt, zum Mars, Dinge macht, die komplett irrational sind, denn nur so, kann man neue Ufer für eben die anderen erschliessen.

    Sonst wäre Sicherheit das Allgemeinkonzept. Ist es aber nicht. Das ist ein gewolltes Programm der Natur, das Menschen so sind wie ADHDler

    LG
    Sascha

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 2.636

    AW: Dexamphetamin als Lösung (NRF 22.9)/ paar Fragen

    Mal ne ganz blöde Frage:

    Warum gibt es in Deutschland eigentlich nur DL-Amphetaminkapseln und keine D-Amphetaminkapseln?

    Ich habe mir sagen lassen, dass es in der Schweiz durchaus üblich ist, Dexamphetaminkapseln herzustellen.

    Irgendwie ist mein Versuch, an Dexamphetamintropfen heranzukommen neulich due to miscommunication gescheitert. Jetzt sitzte ich da mit einem halben Liter DL-Amphetaminsaft. Ist zwar auch recht schön, war aber nicht im Sinne des Erfinders.

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