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Diskutiere im Thema Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?! im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 38

    Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?!

    Hallo,

    ich habe gestern das erste mal Ritalin verschrieben bekommen (davor noch nie Brainmedis genommen, früher jedoch Drogen..). Der Arzt wollte mir retard verschreiben, da ich aber Panikattacken habe und das ganze nicht so lange haben wollte, habe ich mich dann zum sleber zahlen entschieden und die normalen Ritalin bekommen..
    Um 10min vor 11 nahm ich eine halbe Tablette (5mg) - ich wiege 95kg!
    Um 15 nach 11 fing ich an die Wirkung zu spüren, wie ein leichter Flash... 5min später bäm - der Filter war da. Ich war auf dem Spielplatz mit meinem Sohn und meiner Schwiegermutter. Ich konnte nicht mehr richtig einschätzen wie meine Wahrnehmung ist und habe sie auf einer Drehschaukel aus versehen so stark angeschuckt, dass beide runtergefallen sind... Zu dem Zeitpunkt tat es mir noch leid, eine halbe Stunde später hatte ich außer einer permanenten Angst keinerlei Gefühle mehr. Ich ließ meinen Sohn bei der Oma und fuhr mit meinem Mofa nach Hause (der Arzt sagte die Fahrtauglichkeit verbessert sich). Meine Wahrnehmung: Tunnelblick, satte Farben, Fokussiertheit auf Kleinigkeiten (welche auch immer ich möchte), Geräuschempfindlichkeit und leichte bis mittlere Angst (wie kurz vor einer Panikattacke die man aber abfängt).. Auf dem Mofa ging es ganz gut.. Als ich abgestiegen bin habe ich im Kopf immernoch den Blinker vom Mofa gehört.. Also nciht richtig gehört, aber irgendwie auch schon.. War mega strange.. Zu hause angekommen und mich vor meinen PC gesetzt, Partnerin angerufen aber sie konnte nicht sprechen. Ich habe mich furchtbar einsam und alleingelassen gefühlt.. Noch dazu das Gefühl, als würde ich verrückt werden .. Das war so 12.45 Uhr denke ich. Ich musste kurz weinen aufgrund dessen, habe mich aber schnell wieder gefangen und mir gesagt, dass der Horror in wenigen Stunden vorbei ist, Kinder dieses Medikament bekommen und 5mg die Hälfte von dem ist, was mir verschrieben wurde - also kann es ja nciht so schlimm sein.. Dann mich vor den PC konzentriert gesetzt denn ich musste noch etwas erledigen. Im Normalfall kann ich nie über 30min ruhig sitzen, diesmal schon. Über eine Stunde saß ich da, habe meine Aufgaben wie eine Maschine nach und nach abgearbeitet, auf Skypenachrichten und Mails nicht wie sonst, sofort reagiert und es ging mir gut... Um 15 Uhr hatte ich einen Termin, also bin ich um ca. 13.45Uhr los zu der Oma, weil ich noch den Kleinen Zwerg sehen wollte. Einerseits wollte ich das, andererseits viel weniger, weil meine Gefühle betäubt waren. Also aufs Mofa gesetzt und rübergefahren.. Im Nachhinein kann ich mich an die Fahrt nicht mal mehr genau erinnern.. Nur an Bruchstücke.. Habe ihn kurz gesehen und zum Termin. Da habe ich gemerkt, dass die Wirkung wieder nachlässt. Der Termin war in ordnung, noch immer ne Fokussierung, aber keine Ängste mehr und kein städniges darauf achten, wie ich meine Umwelt wahrnehme. Dann wieder zurückgekommen nach Hause. partnerin und Zwerg waren schon da aber er wurde schon hingelegt. Mein gefühl: Flashback.. Die Wahrnehmung komisch, Ängste sind da.. ich dachte ich bin hängengeblieben und irgend ein Schalter ist im Kopf umgelegt worden.. (Diese Angst hatte ich bei meiner ersten Panikattacke vor ca. 5 Jahren)... Dann vergingen weitere 2-3 Stunden (höllische Kopfschmerzen den ganzen Tag, aber interessiert haben sie mich trotzdem kaum) und alles wurde wieder normal.. Ein Gefühl wie nach einer Migräneaura blieb (falls das jemand kennt)... Konnte zum Glück gut einschlafen, nachdem ich mir 2 Filme angeguckt habe, habe auch wieder mit meiner Freundin lachen können, da wusste ich, es geht wieder bergauf.. Heute gehts mir gut, Wahrnehmung wie immer, nur etwas gereizter von Außeneinflüssen.. Aber mir gehts zum Glück wieder gut... Keine Ritalin mehr, oder? (Kanns ja heute nicht mit dem Arzt absprechen)

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.726

    AW: Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?!

    Wir wissen ja nicht, wie deine Panikattacken aussehen, die du ansonsten auch ohne das Medikament hast, das kannst nur du einschätzen. Möglicherweise hat die Angst, die du vor dem Medikament hattest, die Sache noch verschlimmert?

    Es ist schon richtig, es verbessert die Fahrtüchtigkeit, Kinder kriegen es auch, und du hast nur die Hälfte genommen, aber: Unvorsichtig sein solltest du auch nicht. D. h. wenn du einen weiteren Versuch startest (und wenn überhaupt besser mit 2,5 oder sogar 1,25 mg), dann nicht auf dem Spielplatz und vor allem nicht auf dem Mofa. Die Fahrtüchtigkeit verbessert es nur in der richtigen Dosis und bei Leuten die es vertragen!

    Ach so: Hast du an demselben Tag eventuell Kaffee/schwarzen Tee getrunken? Koffein ist ja ebenfalls ein Stimulans, und beides kombiniert geht nicht immer gut zusammen (bei mir z. B. nicht).

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?!

    Sehe ich auch so,und manche reagieren sehr empfindlich-da sind kleinste Dosen angebracht.
    Mit dem Gewicht hat die Dosis nicht unbedingt etwas zu tun.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?!

    Hi, dankeschön für eure Antworten. Ne keinen Kaffee und auch keinen schwarzen Tee. Ja das Mofa lass ich das nchste mal (wenn überhaupt stehen). Die Angst vor dem Medikament hat es bestimmt verschlimmert, ja Sonst habe ich nur selten Panikattacken und immer hypochondrischer Natur.. Der Arzt sagte halt 0.9mg pro Kilogramm, daher habe ich das einfach mal angenommen, dass es ne Rolle spielt..

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 348

    AW: Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?!

    Ich wäre an deiner Stelle vorsichtig. Du kannst es ja nochmal probieren, ob du dich daran gewöhnst. Aber wenn das nicht der Fall ist, verträgst du es nicht. Das würde ich beim Arzt klar und deutlich ansprechen.

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?!

    Vielleicht nimmst du nächstes Mal eine Halbe oder besser ein Viertel der 5er und schaust, wie du nach ein, zwei Stunden drauf bist.

    Ich hatte zuerst 10 mg Ritalin retardiert bekommen. Mich hat es davon gut ins Sofa gedrückt. Bin ein sehr unängstlicher Mensch, was Medikamente angeht, aber der "Trip" war schon sehr denkwürdig.

    Letzte Woche hatte ich aus Unachtsamkeit 5 mg unretardiert am Morgen genommen. Nach zwei Stunden bewegten sich meine Beine von selbst und meine Pupillen sahen aus wie Scheinwerfer von einem LKW. Vom Gefühl her, wie mit gedrückter Kupplung das Gaspedal durchdrücken. War absolut nicht schön der Tag.

    Inzwischen bin ich nach hin- und herprobieren bei 2,5 mg unretardiert gelandet. Etwa alle 3 bis 4 Stunden, je nach Anforderung und Gefühl. Abends oft noch 1,25 mg zum Entspannen.

    Bevor du aufgibst, fange mit der kleinstmöglichen Dosis an. Dein Arzt wird dir schon nicht den Hals umdrehen, wenn du langsamer anfängst, weil es dir besser tut. Meiner fand es super, dass ich nicht so gesteigert habe, wie auf seinem Plan stand: 10 / 20 / 30 / 40 ...

    Viel Erfolg!

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?!

    Hi spisek, so hat das der Arzt auch geplant 10 / 20 / 30 /... 60 ... Undenkbar. Ok danke für deinen Beitrag, das macht mir etwas Mut, dass es doch einfach zu viel war und nicht, dass ich es gar nicht vertrage "Vom Gefühl her, wie mit gedrückter Kupplung das Gaspedal durchdrücken" - kommt hin^^

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 348

    AW: Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?!

    Bevor du aufgibst, fange mit der kleinstmöglichen Dosis an. Dein Arzt wird dir schon nicht den Hals umdrehen, wenn du langsamer anfängst, weil es dir besser tut. Meiner fand es super, dass ich nicht so gesteigert habe, wie auf seinem Plan stand: 10 / 20 / 30 / 40 ...
    Nichts für ungut, aber genau diese Haltung erschreckt mich: Wieso sollte der Arzt das Recht haben, Neuling den Hals umzudrehen??? Sollte er das nur einmal aus diesem Grund tun, solltest du, Neuling, das auf der Stelle der Ärztekammer oder der Krankenkasse melden. Wenn du Ritalin eventuell nicht verträgst, ist es die Aufgabe des Arztes, dich zu Alternativen zu beraten.

    spisek, ich hoffe, du verstehst mich nicht falsch. Es erschreckt mich einfach, dieser Respekt vor Weißkitteln, hab da oft selber noch zu viel davon...ich will das abbauen und andere müssen ja nicht unbedingt meine Fehler nachmachen

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?!

    Hi Jekaterina, du hast das nicht überlesen "Dein Arzt wird dir schon nicht den Hals umdrehen"

  10. #10
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Erstes mal Ritalin - das darf so doch nicht sein?!

    Jekaterina schreibt:
    spisek, ich hoffe, du verstehst mich nicht falsch. Es erschreckt mich einfach, dieser Respekt vor Weißkitteln, hab da oft selber noch zu viel davon...ich will das abbauen und andere müssen ja nicht unbedingt meine Fehler nachmachen
    Niemand sollte Angst vor seinem Arzt haben. Ich als Patient fühle, was mit mir passiert. Nur, weil vielleicht 90 % seiner Patienten die 5 mg oder 10 mg verträgt, heißt das nicht, dass ich das auch muss.

    Wenn ich gelesen habe, wieviel andere hier nehmen (müssen), dann habe ich oft gezweifelt, ob es sein kann, dass mir so wenig reicht. Inzwischen bin ich mir da sicher.

    Wortlaut meines Arztes war: Ja, mit den unretardierten kann man gut experimentieren und die Dosis und die Zeitabstände für sich herausfinden. Und genau das habe ich gemacht.

    Vielleicht gibt es ja jemandem den Mut, die Dosis selbst herunterzuschrauben, wenn die Musik im Kopf zu laut wird. Unterdosiert ist man dann mit Sicherheit nicht. Langsam rantasten und mit dem Arzt beim nächsten Termin besprechen.

    Für alle Selbstzahler der unretardierten (zumindest in Deutschland): Stellt euch auf die Hinterbeine und macht Druck, dass die Kasse das bezahlt. Meine tut es, und mein Arzt hat locker flockig gemeint: Klar, warum nicht. Warum sollte der gleiche Wirkstoff retardiert gut wirken, wenn es der im unretardierten nicht macht. Sprecht da mit eurer Krankenkasse.

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