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Diskutiere im Thema Erfahrung mit Benzodiazepine/ Lorazepam bei Angst,Unruhe im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 53

    Erfahrung mit Benzodiazepine/ Lorazepam bei Angst,Unruhe

    Wuerde gern erfahren, wie es Euch mit Benzodiazepine/ Lorazepam geht. Also denen, die ADS haben und aengstlich-vermeidende Typen sind oder eine Angststoerung haben.

    Fand den Tipp an Noreia von Alex interessant(anderer Thread in Bezug auf Angststoerung). ich stelle hier aber noch mal meine Frage. Also ich habe mein Studium abgebrochen, weil ich als Schauspielstudentin mit meinen Aengsten und Vermeidungsverhalten innerhalb der Gruppe nicht klar kam und sowieso nicht sicher war, ob es das Richtige ist, also auch das Interesse verloren. Jetzt habe ich einen anderen Job, muss aber dennoch oder gerade wegen mph (bin noch in der Testphase)mit starker Unruhe, Aengsten kaempfen und kann nicht so sein, wie ich bin und halte lieber meinen Mund und weiche denen aus, die mich verunsichern... Das mach ich aber schon seit Jahren so. So richtig schuechtern bin ich dennoch nicht, glaube aber, dass ich ne richtige Angstphobie habe, eine vermeidende.

    Waer froh, wenn Benzodiazepine helfen koennte...Wuerde mich freuen ueber alle Erfahrungen zu Benzodiazepine/ Lorazepam!

    Ich danke allen, sorry, dass ich mich in diesem thread nochmal wiederhole, aber meine Frage hatte ich im falschen Thread gestellt,

    Soraya

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Erfahrung mit Benzodiazepine/ Lorazepam bei Angst,Unruhe

    Hi,

    ich habe von meinem Arzt nach langen anderen Tests mal Tavor bekommen. Wirkstiff ist Lorazepam. Das sind so Tabletten, die auf der Zunge zergehen, sollen angeblich ziemlich schnell wirken, unter 20Minuten oder so, weis nicht mehr genau.
    Ich muß sagen, die Dinger haben mir nicht, bis Kater gebracht. Erste Tests damit haben keine Wirkung gehabt. Da hatte ich mal 1mg probiert, dann 2mg. Ein paar Wochen noch ein Test gemacht, dann aber direkt mit 2mg eingestiegen und dann nochmal nach ner Stunde ohne Wirkung nochmal 2 oder 3 mg reingetan. Alles ohne irgendwelche Wirkung. Am nächsten Tag aber bin ich gelaufen, als hätte ich ne Flasche Vodka leer gemacht, hat mich zwischendurch einfach zur Seite gezogen, alsob mich jemand wegschubst. Kopfschmerzen kamen auch noch dazu.
    Mein Therapeut meint, dass es an ADHS liegen könnte, weil man da ja Paradox auf Medikamente reagiert. Bei Antidepressiva hab ich das selbe Problem, hab alles mögliche ausprobiert, nichts hat gewirkt.
    Apropos Antidepressiva, Opipramol kann ich als Schlafmittel nehmen, nach ca. einer Stunde bin ich saumüde.

    MfG ichnicht

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Erfahrung mit Benzodiazepine/ Lorazepam bei Angst,Unruhe

    Kann nur persönlich Psychopax (Diazepam-Valium) empfehlen, da man sie super doserien kann. Nach etlichen Benzos (abhänigkeiten), würde ich mogadon (Nitrazepam) und Psychopax sagen,... für mich persönlich die beste lösung!

    ABER BENZOABHÄNIGKEIT ist SCHLIMMER und SCHNELLER als OPIATE, vor allem der ENTZUG ist unertrgäglich!!!


    Lg NOID

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Erfahrung mit Benzodiazepine/ Lorazepam bei Angst,Unruhe

    hallo,
    ich nehme citalopram (depris ) und pipamperon (beruhigung ) komme eigentlich gut damit klar, bin aber recht hoch dosiert bei den beruhigunspillen, wenigstens kann ich wieder schlafen, wenn auch nicht durchschlafen, aber einschlafen
    liebe grüsse

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 254

    AW: Erfahrung mit Benzodiazepine/ Lorazepam bei Angst,Unruhe

    ich kenne nur valium, und das nur intravenös. das hab ich mal früher in ganz schlimmen akuten panik und unruhezuständen gespritzt bekommen.

    hat mir überhaupt nicht geholfen. ich wurde weder müde davon noch ruhig.

    geholfen haben mir sehr gut bei bei meiner früheren angst /nd panikgeschichte und gegen unruhe dämpfende trizyklische ad´s.

    die sind aber auch nicht jedermannsache.

    benzos kann man nur ganz kurzfristig mal einsetzen, als "notlösung" in akutzuständen, keinesfalls zur dauermedikation regelmäßig. die machen schnell körperlich abhängig.

    ich würde dir eher zu einem ad raten, das bei angstsachen gut greift.
    Geändert von nachteule (12.03.2010 um 21:25 Uhr)

  6. #6


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Erfahrung mit Benzodiazepine/ Lorazepam bei Angst,Unruhe

    Hallo

    Wie schon angesprochen sind Benzodiazepine in der Tat absolut nicht geeignet zur dauerhaften Behandlung einer Angststörung.

    Nicht nur, weil sie schnell und stark physisch (sprich körperlich) und psychisch abhängig machen, sondern auch deshalb, weil sie die Symptome einer Angststörung derart überdecken, dass die Angststörung sich im Hintergrund unbemerkt immer weiter verschlimmern kann und das meist auch macht.

    Setzt man dann die Benzodiazepine nach längerem Gebrauch wieder ab, dann hat man nicht selten erstens mit einer generell verschlimmerten Angststörung zu tun, sondern eine ganze Zeit lang auch noch mit einer verstärkten Auftreten der Angstsymptome eben entsprechend der Entzugssymptomatik.

    Benzodiazepine sind sehr gut geeignet für einzelne Ausnahmesituationen, bei denen mehr oder weniger "ausnahmsweise" auf einen Schlag alle Angst weg sein muss, aber eben aufgrund der genannten Gewöhnung und schließlich Abhängigkeit/Sucht auf keinen Fall für eine längere Behandlung.

    Was man bei der Sache auch wissen sollte: manche Menschen reagieren paradox auf Benzodiazepine, also mehr oder weniger genau so, wie das üblicherweise nicht der Fall ist und bekommen davon verstärkt Angst, zum Teil auch Aggressionen und auch noch andere unangenehme Erscheinungen, wie Verwirrtheitszustände oder eben völlig "seltsame" Wirkungen bis hin zu gar keiner Wirkung.

    Das kann scheinbar beim selben Menschen generell bei allen Benzodiazepinen passieren oder auch nur bei einigen, bestimmten davon.

    Solche paradoxen Reaktionen auf Benzodiazepine scheinen bei Menschen mit einer ADS/ADHS öfters vor zu kommen, als im Bevölkerungsdurchschnitt.

    Zumindest wird es öfters von ADS/ADHS-Betroffenen so geschildert, während jedoch andere Betroffene von einer Wirkung berichten, wie das gewünscht ist.

    Generell davon sprechen, dass Erwachsene mit einer ADS/ADHS in jedem Fall und auf jedes Benzodiazepin paradox reagieren (wie man das in weniger fundierten Quellen gelegentlich liest) kann mal also sicher nicht.

    Das von dir angesprochene Tavor (Lorazepam) hat, nebenbei bemerkt, Studien zufolge von allen Benzodiazepinen offenbar mit das größte Abhängigkeitspotential, was wohl mit der kurzen Halbwertszeit (~ Wirkdauer) und dem sehr schnellen Einsetzen der Wirkung zusammenhängt, was dann nicht selten von euphorischer Stimmung begleitet wird.

    Mittel der Wahl zur Langzeitbehandlung einer Angststörung sind vor allem bestimmte Antidepressiva, wie eben verschiedene SSRI und vor allem auch Trevilor, da dort keine Suchtgefahr besteht und auch die Tendenz zur Verschlimmerung oder Chronifizierung zumindest geringer ist.

    Zu jeder medikamentösen Behandlung einer Angststörung gehört aber in jedem Fall auch zusätzlich eine Psychotherapie, vor allem dann, wenn die Angststörung das erste Mal auftritt, da sie dann medikamentös + psychotherapeutisch noch sehr gut angegegangen werden kann und man die Gefahr einer Chronifizierung (von "chronisch" spricht man bei einer Angststörung bereits dann, wenn diese nach längerer Pause erneut auftritt) auf diese Art minimieren kann.


    Liebe Grüße,
    Alex

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Erfahrung mit Benzodiazepine/ Lorazepam bei Angst,Unruhe

    hallo!
    Ich hab da kurz eine frage dazu:
    Weil Alex von ausnahmesituationen wie zb vorträge halten geredet hat:
    abgesehen von der angstbändigenden wirkung frage ich mich ob man da überhaupt klar denken kann? ob es also nicht vollkommen ungeeignet ist, wenn man auf das Funktionieren des Gedächtnisses/Konzentration angewiesen ist?

    weiß dazu jemand was?


    LG
    Noreia

  8. #8


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.803
    Blog-Einträge: 40

    AW: Erfahrung mit Benzodiazepine/ Lorazepam bei Angst,Unruhe

    Falls ich da auch nochmal was zu schreiben darf.

    Wäre es in jedem Fall "vollkommen ungeeignet", dann hätte ich das Ganze, nebenbei bemerkt, im genannten, anderen Thema ( http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-stu...abbrechen.html ), bestimmt niemals angesprochen. Oder wie denkst du darüber?

    Wie so vieles sind auch Einflüsse auf die kognitiven Leistungen bei Benzodiazepinen nicht zuletzt von der Dosierung abhängig. Ein "Rauschzustand", wie der bei zu hohen Dosierungen einsetzt, ist ganz bestimmt nicht der Sinn der Sache.

    Über längere Zeit eingenommen werden die kognitiven Fähigkeiten i.d.R. beeinträchtigt. Das steht außer Frage.

    Aus früherer, eigener Erfahrung als ehemaliger "Paniker", wie auch fremder Erfahrung kann ich zumindest von mir, wie auch von anderen sagen, dass in den angesprochenen "Notfall-Situationen" speziell das Gedächtnis für Erlerntes nicht beeinträchtigt war.

    Was Benzodiazepine (wiederum auch vom Einzelfall, dem jeweiligen Benzo und der Dosierung abhängig) machen, ist oft eine anterograde Amnesie, d.h. man kann sich - in etwa vergleichbar mit der Wirkung größerer Mengen Alkohol - nach Abklingen der Wirkung evtl. nur noch unklar oder im Extremfall gar nicht mehr daran erinnern, was während der Zeit der Benzodiazepin-Wirkung passiert ist.

    Die angesprochene Anwendung bei Prüfungen oder anderen, wichtigen Ereignissen macht nur dann in wirklichen Einzelfällen und auch nur unter Umständen einen Sinn, wenn ohne medikamentöse Hilfe durch die sehr starke Angst mehr oder weniger eine "Totalblockade" einsetzt, man also ohne Hilfe nicht mehr an das herankommt oder es anwenden kann, was man die Zeit zuvor gelernt oder sich erarbeitet hat.

    In diesem, speziellen Fall wäre dann auch eine (falls es dazu kommen sollte) leichte Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten eben das kleinere Übel.

    Keinesfalls ist das so zu verstehen, dass man irgendwie ohne diese spezielle, extreme Angst in Prüfungssituationen durch Benzos in Prüfungen bessere Leistungen erbringen könnte.

    Anzuraten ist sicher auch, die Wirkung vor der Prüfung mal bei sich zu testen, um eben solche Beeinträchtigungen, die dann evtl. durch das Benzodiazepin selbst entstehen, weitgehend ausschließen oder einschätzen zu können.

    Wie aber schon betont, ist das Ganze mit Sicherheit was für ganz bestimmte Ausnahmefälle und nichts, was einem regulär und ohne Vorliegen der genannten, krankhaften "Prüfungspanik" etwas bringen würde.

    In allen anderen Fällen helfen andere, nicht-medikamentöse Dinge, sicher besser. Unter Umständen auch sowas wie ein erholsamer Aufenthalt umgeben von herrlicher Berglandschaft, Kühen und ein paar Streptokokken auf einer Alm.

    Man kann also, um das nochmal zu wiederholen, durch Benzodiazepine nicht generell eine besseren Leistungen erzielen, sondern eben nur im besonderen Einzelfall vermindern/verhindern, dass die Leistung, die man ohne krankhafte Angstzustände und Panik erzielen würde, durch eben diese Angst vollständig zunichte gemacht wird.

    Letztlich liegt indes die Entscheidung (wie bei allen solchen Dingen) beim behandelnden Arzt.


    Liebe Grüße,
    Alex

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Erfahrung mit Benzodiazepine/ Lorazepam bei Angst,Unruhe

    Hallo, ich danke Euch allen fuer Eure Antworten! Seit heute ist meine Reaktion auf mph ausgeglichen und voellig ok, was mich erstmal ueberrascht hat. Benzodiazepin ist auf jeden Fall nix fuer mich laut dem, was Ihr da schreibt..Vielen DaNK fuer die vielen guten Tipps, Soraya

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