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Diskutiere im Thema Panik+Unruhe bei Methylphenidat / Ritalin im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.804
    Blog-Einträge: 40

    AW: Panik+Unruhe bei Methylphenidat / Ritalin

    Hallo, Noreia

    Bevor du dir hier anmaßt, über die Meinungen anderer und wesentlich kundigerer und erfahrenerer Mitglieder zu urteilen, würde ich doch doch zwischenzeitlich (ist ja bei Weitem nicht das erste Mal) sehr bitten, dir erst mal die entsprechenden Grundlagen bezüglich AD(H)S und komorbider Erkrankungen (irgendwann dann vielleicht auch Detailwissen) nebst etlichen Jahren Erfahrung mit dieser Thematik anzueignen.

    Es gibt sowohl Richtlinien, wie auch Erfahrungswerte, wie eine ADS/ADHS-Diagnostik durchgeführt werden sollte und welche Untersuchungen im Detail diese enthalten muss.

    Genauso gibt es auch Richtlinien und Anweisungen (u.a der Medikamentenhersteller), welche Vor- und Kontrolluntersuchungen bei einer Methylphenidat-Medikation durchzuführen sind.

    Zehntel- oder zwanzigstel-Wissen und persönliche Angriffe und abschätzige Urteile anderen Mitgliedern gegenüber halte ich hier im Forum nicht für angebracht, zumal gerade die medizinische Fundiertheit dieses Forum grundlegend von den allermeisten anderen unterscheidet, in denen teilweise die Hauptinhalte darin bestehen, nicht-diagnostizierten, vorzugsweise neuen Mitgliedern "AD(H)S-Online-Diagnosen" zu erstellen und ihnen alles Mögliche und Unmögliche einzureden.

    Zur medizinischen Fundiertheit gehört auch die von uns vertretene Meinung, dass jegliche ADS/ADHS-Diagnose im Interesse der Betroffenen (und eben auch nicht-Betroffenen) mit einem möglichst hohen Grad an Sicherheit gestellt werden sollte und jegliche Medikation, v.a. eine solche mit Methlphenidat, bestmöglich überwacht werden sollte.






    Liebe Grüße,
    Alex

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 81

    Lächeln AW: Panik+Unruhe bei Methylphenidat / Ritalin

    Hallo Soraya,
    hallo an alle anderen,

    ich will hier gerne versuchen, etwas Spannung raus zu nehmen:

    1. Ich glaube, Soraya hat deutlich ihre Unzufriedenheit und ihre Unsicherheit hier dargelegt, oder? Ich verstand und verstehe Ihre Zeilen als kleinen "Hilferuf".

    2. Alex (u.a.) halten den 20-minütigen Test für zu knapp - das kann ich nur unterstützen, denn zur Diagnosestellung gibt es Richtliniern und die beinhalten wesentlich mehr. Ein anerkannter Test geht über ca. 4 Stunden (!). Davor noch die Gespräche, Zuarbeit durch den Patienten in Form von Fragebögen, Schulzeugnissen, Lebenslauf/Erlebnislauf .... -> Letzteres hatte bei mir einen dicken A4-Ordner gefüllt.

    3. Ich persönlich finde es schon kritisch, hier über die Dosierung des MPH zu philosophieren, das Soraya nimmt, nehmen könnte/sollte ...


    ----------------
    Aber vielleicht ist Manches hier auch nur etwas unglücklich formuliert ???
    ----------------

    Nun meine Empfehlung an dich, Soraya
    1. Du schreibst, dass du das Gefühl hast, deine Angstsymptomatik würde nicht ausreihend Anerkennung durch deinen ADS-behandelnden Arzt finden. Ein Arzt sollte immer eine Person sein, zu der man Vertrauen hat, von der man sich verstanden fühlt. Ist das zwischen dir und deinem Doc so?
    -> Oder ist er vielleicht nicht der Richtige?
    2. Du meinst, mit dem MPH kommst du mit der derzeitigen Dosierung nicht gut zurecht.
    -> Empfehlenswert ist in der Tat, zu notieren, wie es dir wann und womit geht, Bsp. wäre eine Liste mit den Spalten:
    Uhrzeit - Situation - genommene Medis - Zustandbeschreibung etc.....
    Diese Liste füllst du alle 30 oder 60 Min. (oder b.B. auch in kürzeren Abständen) aus.
    -> Frage: In welchen Abständen kannst du mit deinem Arzt reden?
    Ich habe z.B. einen Doc, den kann ich an 4 Tagen in (fast) jeder Woche zu einer vorgegebenen Zeitspanne anrufen und mich mit ihm beraten. Und wenn das tgl. nötig wäre, dann dürfte ich das auch.

    3. Du erwähntest, du hättest keine Depressionen, aber eine Neigung dazu.
    -> Wie ist das zu verstehen?
    -> Deprssionen im Zusammenhang mit AD(H)S findet man nicht selten und sollten abgeklärt werden. Es könnte ja auch sein, dass du Depress. aus einem anderen Grund hast, der mit AD(H)S Nichts zu tun hat.

    Ich glaube, es wäre gut, wenn du dir ein realistisches Ziel setzt - z.B. wie es dir gehen soll. Und das vergleichst du mit unterschiedlichen Phasen in deinem bisherigen Leben und auch mit den Zeiten der unterschiedlichen Gaben des MPH.
    Und das solltest du mit deinem Arzt besprechen.

    Ergänzend zum MPH wird auch immer wieder empfohlen, eine PT zu machen.

    Körperlich sollten wichtige Details abgeklärt sein, wie z.B. die schon erwähnte Schilddrüse (wird, gerade bei Depressionen, oft unterschätzt und vergessen). Wie sieht es mit Diabetes, weibl./männl. Hormonen .... aus? Dafür gibt es ja die Endokrinologen, die sich mittlerweile in vielen Großstädten in sog. "Endokrinologischen Zentren" zusammen getan haben. Ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Dann weißt du, wo du stehst.

    Abschließend möchte ich, mittlerweile auch aus eigener Erfahrung, nochmal darauf hinweisen, was hier schon oft benannt wurde:
    MPH wirkt bei JEDEM anders !!!
    Und mehr noch: MPH ist NICHT gleich MPH !!!
    Ich komme z.B. mit "LA" gar nicht zurecht. Ich glaube, da geht es mir so, wie du es beschreibst. Hingegen mit "Concerta" + Nachlegen von kleinen Dosierungen "Methylpheni TAD" komme ich so langsam dahin, dass es mir schon recht gut geht.
    Ich bin übrigens seit nunmehr über 5 Monaten in der MPH-Einstellungsphase.
    Ja, UNGEDULDIG darf man da nicht werden, auch nicht als AD(H)S'ler .

    Du siehst, AD(H)S ist ein weites Feld eine sehr komplexe Angelegenheit.

    Vielleicht ergibt sich ja für dich die Möglichkeit, dass du Hilfe in einem AD(H)S-spezifischen Diagnose-/Therapiezentrum f. Erw. bekommst, ich glaube Alex hatte da einen Link für gelegt. Ansonsten kannst du auch beim Admin. möglicherweise Adressen anfragen.

    Ich drücke die Daumen und denke immer daran, es geht um dich und dir muss und darf es gut gehen .

    LG
    Tilalila


  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Panik+Unruhe bei Methylphenidat / Ritalin

    Tilalila schreibt:
    Hallo Soraya,
    hallo an alle anderen,

    ich will hier gerne versuchen, etwas Spannung raus zu nehmen:

    1. Ich glaube, Soraya hat deutlich ihre Unzufriedenheit und ihre Unsicherheit hier dargelegt, oder? Ich verstand und verstehe Ihre Zeilen als kleinen "Hilferuf".

    2. Alex (u.a.) halten den 20-minütigen Test für zu knapp - das kann ich nur unterstützen, denn zur Diagnosestellung gibt es Richtliniern und die beinhalten wesentlich mehr. Ein anerkannter Test geht über ca. 4 Stunden (!). Davor noch die Gespräche, Zuarbeit durch den Patienten in Form von Fragebögen, Schulzeugnissen, Lebenslauf/Erlebnislauf .... -> Letzteres hatte bei mir einen dicken A4-Ordner gefüllt.

    3. Ich persönlich finde es schon kritisch, hier über die Dosierung des MPH zu philosophieren, das Soraya nimmt, nehmen könnte/sollte ...


    ----------------
    Aber vielleicht ist Manches hier auch nur etwas unglücklich formuliert ???
    ----------------

    Nun meine Empfehlung an dich, Soraya
    1. Du schreibst, dass du das Gefühl hast, deine Angstsymptomatik würde nicht ausreihend Anerkennung durch deinen ADS-behandelnden Arzt finden. Ein Arzt sollte immer eine Person sein, zu der man Vertrauen hat, von der man sich verstanden fühlt. Ist das zwischen dir und deinem Doc so?
    -> Oder ist er vielleicht nicht der Richtige?
    2. Du meinst, mit dem MPH kommst du mit der derzeitigen Dosierung nicht gut zurecht.
    -> Empfehlenswert ist in der Tat, zu notieren, wie es dir wann und womit geht, Bsp. wäre eine Liste mit den Spalten:
    Uhrzeit - Situation - genommene Medis - Zustandbeschreibung etc.....
    Diese Liste füllst du alle 30 oder 60 Min. (oder b.B. auch in kürzeren Abständen) aus.
    -> Frage: In welchen Abständen kannst du mit deinem Arzt reden?
    Ich habe z.B. einen Doc, den kann ich an 4 Tagen in (fast) jeder Woche zu einer vorgegebenen Zeitspanne anrufen und mich mit ihm beraten. Und wenn das tgl. nötig wäre, dann dürfte ich das auch.

    3. Du erwähntest, du hättest keine Depressionen, aber eine Neigung dazu.
    -> Wie ist das zu verstehen?
    -> Deprssionen im Zusammenhang mit AD(H)S findet man nicht selten und sollten abgeklärt werden. Es könnte ja auch sein, dass du Depress. aus einem anderen Grund hast, der mit AD(H)S Nichts zu tun hat.

    Ich glaube, es wäre gut, wenn du dir ein realistisches Ziel setzt - z.B. wie es dir gehen soll. Und das vergleichst du mit unterschiedlichen Phasen in deinem bisherigen Leben und auch mit den Zeiten der unterschiedlichen Gaben des MPH.
    Und das solltest du mit deinem Arzt besprechen.

    Ergänzend zum MPH wird auch immer wieder empfohlen, eine PT zu machen.

    Körperlich sollten wichtige Details abgeklärt sein, wie z.B. die schon erwähnte Schilddrüse (wird, gerade bei Depressionen, oft unterschätzt und vergessen). Wie sieht es mit Diabetes, weibl./männl. Hormonen .... aus? Dafür gibt es ja die Endokrinologen, die sich mittlerweile in vielen Großstädten in sog. "Endokrinologischen Zentren" zusammen getan haben. Ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Dann weißt du, wo du stehst.

    Abschließend möchte ich, mittlerweile auch aus eigener Erfahrung, nochmal darauf hinweisen, was hier schon oft benannt wurde:
    MPH wirkt bei JEDEM anders !!!
    Und mehr noch: MPH ist NICHT gleich MPH !!!
    Ich komme z.B. mit "LA" gar nicht zurecht. Ich glaube, da geht es mir so, wie du es beschreibst. Hingegen mit "Concerta" + Nachlegen von kleinen Dosierungen "Methylpheni TAD" komme ich so langsam dahin, dass es mir schon recht gut geht.
    Ich bin übrigens seit nunmehr über 5 Monaten in der MPH-Einstellungsphase.
    Ja, UNGEDULDIG darf man da nicht werden, auch nicht als AD(H)S'ler .

    Du siehst, AD(H)S ist ein weites Feld eine sehr komplexe Angelegenheit.

    Vielleicht ergibt sich ja für dich die Möglichkeit, dass du Hilfe in einem AD(H)S-spezifischen Diagnose-/Therapiezentrum f. Erw. bekommst, ich glaube Alex hatte da einen Link für gelegt. Ansonsten kannst du auch beim Admin. möglicherweise Adressen anfragen.

    Ich drücke die Daumen und denke immer daran, es geht um dich und dir muss und darf es gut gehen .

    LG
    Tilalila
    Liebe Tilalila,

    Du hast das gut zusammengefasst und ganz treffend eingeschaetzt....
    Depressionen habe ich nicht, aber ich bin mir sicher, dass ich frueher welche hatte. Ich bekam einmal eine "neurotische Depression" bescheinigt nach einem einmaligen (!)Termin bei einem Psychologen vor 9 Jahren. Ich fuehlte mich leider schon bei diesem Gespraech nicht gut aufgehoben, vielleicht auch wegen der Diagnose und ging zu einem anderen, der zufaellig ein ADS Fach-Arzt war. Dieser machte den 4-Stunden-Test auch mit EKG, ADS-Diagnose positiv! Ich schluckte einen Monat Ritalin, hatte keine Beschwerden, hoerte aber auf damit. Damals war ich strikt gegen Medikamente und dachte, ich bekomme meine Unruhe selbst in den Griff. Durch die Art wie mein Leben in den letzten 10 Jahren verlaufen ist, bin ich nun nocheinmal zu einem 2.ADS-Facharzt gegangen, der mit mir 2mal 30Minuten sprach und diesen 20Minuten-Seh-Aufmerksamkeitstest machte und seine Diagnose stellte und ich dann 2 Wochen lang mph TAD nahm und ueberhaupt nicht klar kam damit. Wie schon beschrieben, Angst und Panik und ein seltsames Gefuehl im Bauch. Als ich nun wieder bei ihm war, reduzierte er die Dosis auf die Haelfte, also 2mal 2,5 mg und mit der komme ich seit 2 Tagen NEUERDINGS zurecht. Durch das Forum hier habe ich mich auf jeden Fall entschlossen, noch einen anderen ADS Arzt aufzusuchen und eine womoeglichen Angststoerung und andere Dinge wie Depression zu testen und nochmal einen neuen ADS TEst zu machen. (obwohl ich ja ADS nicht "verlieren" kann, wenn ich darauf schon vor 10 Jahren gestestet wurde...) Die Schilddruese zu testen, ist wichtig. Danke fuer den Hinweis!!! Ich habe mir schon verschiedene Tel-Nr aus Alexs Link notiert und hoffe, dass ich da nicht lang warten muss.

    Den Arzt wechsle ich aber auf jeden Fall!

    Vielen Dank nocheinmal und schoene Gruesse, Soraya

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