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  1. #1
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    Forum-Beiträge: 9

    Hipersensibel auf medikinet?

    Hey,
    Ich hätte da mal wieder Fragen. Komme gerade von meinem Psychologen.

    Mit medikinet, auf das ich gerade eingestellt werde hab ich ja so meine probleme. (oder vielleicht ist der kuddelmuddel anfangs auch normal?)
    Mal von Anfang an (versuche es kurz zu halten) :
    Vor drei Jahren ging auf der Arbeit von jetzt auf gleich gar nichts mehr und ich bin von dort aus zu meinem Hausarzt.
    Nach einigen Wochen die Diagnose : Depressionen & Burnout

    Wurde auf Citalopram eingestellt und habe mehrfach versucht, mir therapeutische Hilfe zu suchen.
    Ergebniss : mit Citalopram war ich seelisch sehr viel stabiler als ohne, die Therapeuten mit denen ich es versucht habe kann man vergessen.

    Da ich dringend Hilfe brauch(t)e hab ich weiter gesucht.
    Habe nun einen Psychologen bei dem ich mich gut aufgehoben fühle und einen Hausarzt, der ebenfalls therapeutisch tätig ist, aber in dem Bereich leider nur für privat Patienten.

    Mein Psychologe hat mich nach der adhs Diagnose von Citalopram 20mg, 1-0-1 nun auf medikinet 10 mg, 3-4x tägl umgestellt.

    Ich komme mit dem "zu den Mahlzeiten" bei medikinet überhaupt nicht klar. Habe daher dann "Löcher" in der Wirkung und der Rebound ist die Hölle.
    Heute Nacht war es so schlimm, dass, hätte ich gekonnt, ich zur nächsten Notfall Ambulanz gefahren wäre.

    Das habe ich meinem Psychologen heute auch alles erzählt und ihn gefragt ob Ritalin vielleicht die bessere Wahl wäre.

    Nach längerem Überlegen meinte er dann, ich solle Citalopram wieder nehmen und das medikinet auf 20mg täglich einstellen. Also morgens und nachmittags. Er meinte ich reagiere wohl Hipersensibel auf medikinet. Kennt das jemand?

    Nun habe ich echt ne riesen Angst vor diesem verdammten Rebound. Hab ich ihm auch gesagt. Das würde so nicht passieren weil der ja dann am frühen Abend und nicht nachts wäre. Hä? Was hat das denn mit der Tageszeit zu tun?
    Wenn das nicht funktioniert möchte er mich auf stratera umstellen.

    Ach, irgendwie weiß ich jetzt gar nix mehr. Wusste auch ehrlich gesagt nicht welche fragen ich noch stellen soll.

    Kann mir jemand den Unterschied zwischen medikinet & stratera erklären?

    Kennt jemand "Hipersensibel auf medikinet"?

    Wie fangt ihr nen sehr heftigen Rebound ab?

  2. #2
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.859

    AW: Hipersensibel auf medikinet?

    Nimmst du unretardiertes Medikinet oder Medikinet Adult, also die retardierte Variante? Bei unretardiertem Medikinet steht nur Medikinet auf der Packung bei retardiertem steht Medikinet Adult auf der Packung.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

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    Forum-Beiträge: 393

    AW: Hipersensibel auf medikinet?

    Hi Eve19, ich reagiere extrem sensibel auf medikinet insgesamt, aber bei Ritalin ist bei mir der Rebound sehr viel leichter.

    Ich hab mit 5 mg retard Medikinet angefangen und der REbound war fürchterlich. Dass dein Arzt gleich mit 10 mg anfängt find ich schon komisch. Ich bin nie über 2,5 mg Einzeldosis rausgekommen. alles drüber ist für mich zuviel.

    Warum er gleich 20 mg geben will, wenn du eh schon so stark reagierst, das kapier ich absolut nicht.

    Dir viel Glück!!

    Ja, es gibt Starkresponder, die nur wenig Medikament brauchen und eben auch vertragen, deswegen gibt es ja so winzige Anfangsdosen.

    Und man gewöhnt sich ein bisschen an den Rebound, das heißt, er wird mit der Zeit leichter ...

  4. #4
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    Forum-Beiträge: 9

    AW: Hipersensibel auf medikinet?

    Hey,

    Ja, ich habe das retadierte medikinet.

    Ich habe jetzt schon öfter gehört, dass andere mit 5mg medikinet angefangen haben. Keine Ahnung, warum ich gleich 10mg bekommen habe.
    Vielleicht hat es was damit zu tun, dass ich es in meiner wilden Jugend ziemlich mit amphetamin habe krachen lassen? Ich weiß es nicht.

    Ich war jetzt gerade bei meinem Hausarzt und habe mit ihm auch über letzte nacht gesprochen. Da ging es mir ja so richtig eklig. Und das schlimmste war, dass ich mir ja so gar nicht helfen konnte.
    Ich hatte kurz überlegt meinen Mann zu wecken, habe es aber gelassen weil er mir eh nicht hätte helfen können. Und oben auf hätte er sich noch mehr Sorgen gemacht, als er es ja eh schon tut.

    Mein Doc hat mir jetzt eine kleine Packung Angstlöser (ich komm grad einfach nicht auf den namen... Was bekanntes) verschrieben, weil ich panische Angst davor habe das es mir noch mal so geht wie gestern nacht. Es beruhigt mich schon sehr, jetzt für den Notfall was im Haus zu haben.

    Heute Abend werde ich auch anfangen Citalopram wieder langsam ein zu schleichen. Ich hoffe, dass es schnell wieder greift.

    Lydia, ich war ja die letzten Tage auf 30-40mg. D.h. sobald das Citalopram greift werde ich weniger medikinet nehmen.
    Geändert von Eve19 ( 9.01.2017 um 19:06 Uhr)

  5. #5
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    AW: Hipersensibel auf medikinet?

    uah, jetzt les ich es erst richtig, 3-4 mal am Tag retardiertes medikinet?! Nee, das hab ich auch noch nie gehört ... Seltsame Dosierung ... Retardiert wirkt doch so lange, ich denke, das ist allein von der Häufigkeit eine Überdosierung, d.h. es müsste zu lang wirken. Außerdem gibt es doch so Wirkkurven, d.h. zu bestimmten ZEiten wirkt das Medikament am stärksten und wenn die sich zufällig überschneiden (die 3-4x), das ist ja das reinste Glücksspiel.

    Dir alles Gute in der richtigen Dosisfindung!

  6. #6
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    AW: Hipersensibel auf medikinet?

    Hey,

    Echt? Viel? Ich hab mich, kurz nachdem ich das erste Rezept hatte, mit ner Lady unterhalten, ca mein Gewicht und meine Größe, deren Therapeuten wollte sie innerhalb von 8 Wochen auf 80mg/tgl einstellen. Oje, wie es der dann wohl geht?

    Ich hoffe das die Citalopram schnell wieder wirken und denke, dass ich die medikinet dann wohl auch besser vertrage . Also, ich hoffe es mal.

    Die medikinet wirken bei mir 5-6 Stunden. Schätze ich mal. Wie gesagt, dadurch das ich solche Probleme mit dem essen dazu hab, hab ich ja "löcher" in der Wirkung.

    Gaaaar nicht so einfach mit dem Zeugs... Und dabei bin ich mir noch gar nicht so sicher, ob ich das auch gut finde.

  7. #7
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    AW: Hipersensibel auf medikinet?

    Hallo Eve,

    es gibt keine Zieldosis a la "innerhalb so und so viel Wochen sollte man bei ... mg angekommen sein"! Die richtige Dosis für eine Person ist ganz individuell von bei jedem anders. Und wenn man darüber hinaus geht, wird alles wieder schlechter. Deshalb wird normalerweise vorsichtig begonnen und langsam gesteigert. 3-4 x 10 mg sind ja 30-40 mg am Tag! Das halte ich für sehr viel als Anfangsdosis. Ich kenne es eher so, dass man mit 1-2 mal/Tag 5 mg beginnt (unretardiert) und dann schaut, wie es wirkt und dann langsam hoch geht.

    Ich kenne es übrigens auch nicht, dass man Citalopram 2 x am Tag gibt. Wird eigentlich gern nur morgens gegeben. Aber kann man sicher auch machen...

    LG

  8. #8
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    AW: Hipersensibel auf medikinet?

    das was crazy-tigger sagt, meinte ich :-) Als Anfangsdosis insgesamt zu hoch und die Länge von 4 x ... das ist auch bisschen lang. Mehr als 2 x am TAg retardiert hab ich noch nicht gehört. Kann aber schon sein, dass es das gibt.

    Der Körper und Geist muss sich ja erst mal dran gewöhnen und da fängt man so an, wie crazy-Tigger schreibt. Dein Arzt hat meiner Meinung nach wenig Ahnung von Medikation und du badest es gerade aus, du Arme.

    Dir alles Gute!

  9. #9
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    AW: Hipersensibel auf medikinet?

    Hallo,

    Die letzten beiden Tage habe ich kein medikinet genommen. Ich wollte einfach nach dem ganzen Chaos mal wieder wissen, wie es ohne ist.

    Immerhin weiß ich jetzt, dass meine "Puddingbeine" wohl eher an der überstandenen Erkältung liegen und nicht an medikinet.
    Morgen werde ich es noch einmal mit 1x 10mg versuchen und dann entscheiden ob das Sinn macht oder ich zu meinem doc gehe und wirklich etwas anderes versuche.
    Vielleicht habe ich es zu kurz versucht, dass kann durchaus sein. Aber ich sehe auch keinen Sinn darin, etwas zu nehmen was mich so dermaßen durcheinander bringt.

  10. #10
    Nyx


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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
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    AW: Hipersensibel auf medikinet?

    Für viele die Medikinet Adult (Medikinet Retard) nicht vertragen, hat sich heraus gestellt, dass sie Ritalin Adult (das retardierte Ritalin für Erwachsene) viel besser vertragen.

    Das ist auch meine persönliche Erfahrung. Bei mir war es nicht nur der Rebound sondern ich habe mich mit Medikinet einfach grundsätzlich mies gefühlt.

    Da eben viele mit Medikinet nicht gut zurecht kommen und es dann mit Ritalin deutlich besser ging stehen auch bei dir die Chancen nicht schlecht, dass es damit besser gehen könnte.

    Sollte es wider Erwarten auch mit Ritalin nicht funktionieren, dann wäre die erste Alternative wohl Amfetamin, entweder als (eher günstige) Dex-Amfetamin-Tropfen oder (eher teure) Dex-Amfetamin-Tabletten (Handelsname Attentin).

    Strattera wäre die Option wenn Stimulanzien nicht funktionieren.

    Methylphenidat funktioniert bei 70% der Patienten. Auch die Amfetamine funktionieren bei 70% der Patienten. Insgesamt profitieren sogar 90% der Patienten. D.h. es lohnt sich es noch mit einem anderen Wirkstoff zu versuchen, bevor man die Stimulanzien komplett aufgibt.

    Mir fallen persönlich praktisch keine Erfahrungsberichte ein, wo Strattera gut funktioniert hätte. Ich selber habe damit nur grässliche Erfahrungen gemacht.

    Nur weil es mit Medikinet nicht funktioniert die Stimulanzien gleich komplett aufgeben und es mit Strattera zu versuchen finde ich fragwürdig.

    Nichts funktioniert bei ADS / ADHS eben so gut wie Stimulanzien. Sie sind der absolute Goldstandard und ganz persönlich halte ich Strattera auch noch für ein ganz mieses Medikament. Ursprünglich hat man den Wirkstoff von Strattera (Atomoxetin) als Antidepressivum entwickelt, dann aber in den Studien festgestellt, dass es nur eine geringe Wirkung bei unverhältnismäßig starken Nebenwirkungen hatte. Es stellte sich aber heraus, dass es manchen Patienten mit Aufmerksamkeitsproblematik damit teilweise deutlich besser ging. So kam es zur Vermarktung als ADS / ADHS Medikament.

    So eine Entwicklungsgeschichte für ein Medikament ist nicht unüblich aber ich fand immer schon, dass bei Strattera die Nebenwirkungen in einem ungünstigen Verhältnis zur erwünschten Hauptwirkung stehen. Es gibt aber auch Patienten, wo Strattera richtig gut funktionieren soll. Wenn man hier im Forum danach sucht findet man bestimmt auch was, hoffe ich zumindest...

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