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  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    ADHS und Depressionen

    Seid gegrüßt an diesem Montag....

    Ich muss mal einen Gedankengang loswerden!

    Bei einer Diagnose von ADHS und einer mittelschweren Depression, ist es doch bestimmt sehr wichtig, beides parallel zu behandeln, oder?

    Ich vermute, dass unter der alleinigen Gabe von Medikinet adult die Depressionen verschlimmert werden, da es ja zu einer Steigerung der

    Emotionen, Affekte, Motivation, Leistung etc. kommt.

    Wenn dann die Depressionen nicht behandelt, bringt die Einnahme von Medikinet adult nur wenig, da die Depressionen den positiven Effekt

    komplett auffressen.

    Ich habe dann zwar eine gesteigerte Leistungsfähigkeit, aber unter Tränen und Trauer kann ich diese nicht in die richtige Richtung lenken.

  2. #2
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 231

    AW: ADHS und Depressionen

    Hi SaSu

    Hm, da weiß ich nicht, wie das sorum laufen würde. Bei mir wurde zuerst die Depression diagnostiziert und deswegen bekam ich da zuerst FLuoxetin, was aber irgendwie nicht so cool war und nun habe ich Elontril. Das soll laut Psychologen und Psychiatern sogar leichte ADS Symptome lindern können! :o Naja und nun bekomme ich zusätzlich Medikinet adult. Bisher hab ich noch keine signifikanten "Persönichkeitsveränderung en" feststellen können, bin aber erst bei 20-0-0. Da gibt es aber bestimmt einige hier, die da Erfahrungen gemcht haben werden

  3. #3
    Kennt sich hier aus

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    Forum-Beiträge: 993

    AW: ADHS und Depressionen

    Hallo Sasu,

    die Frage könntest du dir doch selbst beantworten, denn du hattest doch mal 40-30-0 mg Medikinet Adult, oder? Wurden dadurch die Depressionen schlimmer?

    Soweit ich weiß kann das passieren, muss aber nicht, das Medikinet kann auch gut gegen die Depression helfen. Bei einer schweren Depression, insbesondere wenn Suizidgefahr besteht, würde ein Arzt es wohl nicht darauf ankommen lassen und deswegen zuerst etwas gegen die Depression verordnen und später erst ein Stimulans. Wenn die Depression nicht schwer ist, kann der Arzt auch erstmal schauen ob das Medikinet allein gut gegen beides wirkt. Muss der Arzt aber entscheiden, nicht wir.

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

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    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 389

    AW: ADHS und Depressionen

    Bei mir war es so, dass ich erst mit Unterbrechungen 1 Jahre ein Antidepressivum und ein Neuroleptikum bekam, mit nur maessigem Erfolg.

    Nachdem ich dann endlich MPH bekam, waren alle Symptome der Depression schlagartig wie weggeblasen.

  5. #5
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

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    Forum-Beiträge: 16

    AW: ADHS und Depressionen

    Ich schätze, das kommt auf die Schwere an.
    Ich kann mir gut vorstellen, daß leichte Depressionen "verschwinden", wenn man sein Gefühlsleben etc. durch Medikinet in den Griff bekommt.
    Schwere Depressionen müssen sicher extra angegangen werden.

  6. #6
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    Forum-Beiträge: 6

    AW: ADHS und Depressionen

    Da ich ebenfalls seit Jahren mit Depressionen umgehen muss mal ein, zwei Gedanken dazu:

    Depression kommt von "niederdrücken". Dabei geht es nicht um einen massiven Schlag, wie einen Trauerfall, sondern um eine permanente (Über)Belastung.
    Irgendwann kann man wegen der seelischen Last nicht mehr aufrecht gehen, sondern nur noch gebeugt. Dann auf allen Vieren, irgendwann auf dem "Zahnfleisch" bis zum Zusammenbruch (oder Burnout).

    Ein Antidepressivum bringt da wirklich Erleichterung. Aber es ist eher eine Krücke, als das es heilt.
    Die Hirnchemie wird etwas manipuliert, so daß man die Auswirkung nicht mehr so spürt. Aber oft spürt man dadurch auch einiges anderes weniger...

    Wichtiger wäre es zu fragen: Woher kommt deine seelisch Last?
    Ich dachte bei mir läge es an der damaligen Mobbing-Situation am Arbeitsplatz. Und das war auch der Auslöser!

    Aber nicht die Ursache...
    Ohne "inneren Vorschaden" hätte ich das nie solange hingenommen.

    Aber ich fühlte mich immer schon "falsch", "anders". Schon als Kind lernte ich, daß ich ich verstellen mußte um nicht aufzufallen.
    Dieses Gefühl "anders" zu sein, nicht in Familie zu passen, hat extrem an meinem Selbstwertgefühl gefressen. Klar, ich hab Mechanismen zur Kompensation entwickelt, aber es blieb dabei: Ich bin anders...

    Sowas muss aufgearbeitet werden, das klappt nicht mit Büchern über Thema lesen, mal richtig Feiern (die Sau rauslassen), oder mit Freunden reden.


    Also: Ja, beides MUSS (imho) behandelt werden. Aber auf keinen Fall getrennt! Und da liegt eines der größten Probleme: Einen für beide Bereiche kompetenten Fachmann finden...

    Aber gibt nicht auf, das kann Monate, oder wie bei mir sogar Jahre dauern, aber es kann genauso gut der erste Arzt sein. Es ist den Kampf wert! Auch wenn das für dich im Moment kaum vorstellbar sein mag.
    Ich bin kein besonderer Kämpfer, oder extrem dizipliniert. Das brauch es alles nicht. Wichtig ist das du Aufrichtig zu dir selbst bist, dir Fragen zu stellen traust die Angst machen. Und verstehst; Niemand kann den Kampf für dich führen, nur du, aber keiner kennt dich besser als du!

  7. #7
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

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    Forum-Beiträge: 22

    AW: ADHS und Depressionen

    vielleicht ist es an der Zeit, den Arzt zu wechseln
    Was mir nur Sorge bereitet , dass er/sie wieder von vorne beginnen möchte.

  8. #8
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

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    Forum-Beiträge: 6

    AW: ADHS und Depressionen

    Kann ich gut nachfühlen.
    Ein Neubeginn kann einerseits bedeuten, das man allesnochmal durch exerzieren muss, aber auch, daß man auf einer anderen Ebene miteinander arbeitet.
    Am Anfang ist man noch extrem unsicher, ängstlich und oft überfordert.
    Aber irgendwann bist du die größte Experte des Projekts "SaSu". Du weißt was DIR gut tut.
    Mir kann man noch 1000mal erzählen, wie wirksam Qi Gong ist, ich komm mir lächerlich dabei vor irgendwelche mystischen Energien per Gedankraft und langsame Bewegungen durch meinen Körper zu leiten. Ist einfach so. Darum lasse ich mir das nicht (mehr) aufschwatzen. Weil ich einfach WEISS, es tut mir NICHT gut.

    Hör dich doch mal bei dir in der Gegend um, gute Ärzte sprechen sich schnell rum.

    Und bis dahin: Nicht aufgeben, frische Luft tanken, Kontakte aufrecht halten und jeden Sonnenschein mit nehmen, den der Oktober noch hergibt. Das heilt keine Depressionen, mildert sie aber deutlich ab.

    LG Micha

    Ps: Kennst du das hier schon? https://www.youtube.com/watch?v=1UiA32Qv4yE

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 32

    AW: ADHS und Depressionen

    Hi,

    bei mir ist es auch die Kombi aus Depression und AD(H)S. Mein Psychiater sagt es ist wichtig, für beides eine stabile Medikation zu erreichen, wir versuchen das derzeit durch Medikinet Adult bzgl. ADHS und Venlafaxin bzgl. der Depression.

    Weiterhin ist es natürlich wichtig, parallel Therapie zu machen. Mir empfiehlt mein Psychiater immer wieder eine Schematherapie nach Young, suche derzeit auch danach. Man kann aber auch viel selbst tun. Z.B. regelmäßig Sport, feste Zeiten fürs Essen und Aufstehen einhalten, die richtigen Sozialkontakte und hiervon nicht zu viel und nicht zu wenig.

    Beste Grüße und ein schönes WE!

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