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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    Frage Lebenslange Einnahme MPH? Auswirkungen Dopaminsystem?

    Hallo,
    bin neu im Forum und hab jetzt auf die Schnelle nix zum Thema gefunden. Habe vor 6 Monaten die Diagnose ADHS bekommen und nehme seitdem Medikinet retard adult. Vor kurzem habe ich einen Auslassversuch für 3 Tage unternommen, unter welchem die Symptome wieder wie vor der Medikation auftraten.

    Jetzt habe ich die Sorge, dass MPH nachhaltig das Dopaminsystem schädigt. Wenn man im Internet sucht, kann man ja mitunter lesen, dass sich die Dichte des DAT-Proteins durch eine Langzeiteinnahme erhöhen soll. Gibt es hier jemand, der mehr darüber weiß? Was sind eure Erfahrungen mit Langzeiteinnahmen?
    Geändert von Naphie (26.08.2016 um 22:57 Uhr)

  2. #2
    Nicht die Mama

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 368

    AW: Lebenslange Einnahme MPH? Auswirkungen Dopaminsystem?

    Ich würde deine "schlechte Erfahrung" nicht überbewerten ... ähnlich ergeht es mir auch mit meiner Brille/Kontaktlinsen ...
    Wirklich negatives bzgl. Langzeitschädigung kann ich leider bzw. zum Glück nichts sagen.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Lebenslange Einnahme MPH? Auswirkungen Dopaminsystem?

    Danke für deine Antwort! Ich meinte es auch eher generell und nicht nur auf diese Erfahrung bezogen...

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Lebenslange Einnahme MPH? Auswirkungen Dopaminsystem?

    Ich glaube, Du hättest nur ein wenig länger durchhalten müssen. Ich bin immer nach ca. 5 Tagen rückreguliert und hab nicht erst einmal abgesetzt. Wenn ich zb 2 Wochen ohne MPH im Urlaub war und noch ohne unter MPH zu sein getroffen werde, dann sagte man mir nicht nur einmal, dass ich erholt aussehe. Das schöne am MPH ist doch, dass man es nicht jeden Tag nehmen muss, ausser man klammert sich daran. Abhängig bist Du nicht, aber Du bindest Dich. Eine zwanghaft tägliche Einnahme ist so als ob man MPH heiratet. Nach 20 Jahren täglicher Einnahme wirst Du es nicht mehr absetzen wollen. Denkst Du nicht, dass es Sinn macht auch das Absetzen zu trainieren, beide Zustände zu kennen und auch zu mögen. Das MPH nehme ich freiwillig, zum Funktionieren und nicht aus Gewohnheit. Da gibt es kein MUSS!

  5. #5
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.451

    AW: Lebenslange Einnahme MPH? Auswirkungen Dopaminsystem?

    Wenn Du aus'm Urlaub kommst,liegt es hoffentlich! daran,dass Du erholt aussiehst...

    Ich selbst sehe und wirke im Alltag!(nicht Urlaub) ohne MPH jedenfalls äußerst unerholt (aus). Laut Zeugenaussagen.Zum Funktionieren brauch' ich's eher nicht,bin ja keine Maschine...und hoffe natürlich darauf,dass sich die Langzeitfolgen in-bei langjähriger Medikamenteneinnahme-erwartbaren-Grenzen halten wird. Da ich noch anderes nehmen muss,gilt das nicht nur für's Ritalin Adult.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.482

    AW: Lebenslange Einnahme MPH? Auswirkungen Dopaminsystem?

    Naphie schreibt:
    Hallo,
    bin neu im Forum und hab jetzt auf die Schnelle nix zum Thema gefunden. Habe vor 6 Monaten die Diagnose ADHS bekommen und nehme seitdem Medikinet retard adult. Vor kurzem habe ich einen Auslassversuch für 3 Tage unternommen, unter welchem die Symptome wieder wie vor der Medikation auftraten.

    Jetzt habe ich die Sorge, dass MPH nachhaltig das Dopaminsystem schädigt. Wenn man im Internet sucht, kann man ja mitunter lesen, dass sich die Dichte des DAT-Proteins durch eine Langzeiteinnahme erhöhen soll. Gibt es hier jemand, der mehr darüber weiß? Was sind eure Erfahrungen mit Langzeiteinnahmen?
    Hallo Naphie,

    eine Studie, du meinst sicher diese hier
    http://www.welt.de/gesundheit/articl...ngseffekt.html
    hatte nachgewiesen, dass die Dopamintransporter bei 18 Erwachsenen, die ein Jahr Methylphenidat einnahmen, um durchschnittlich 24 % höher waren als vorher.

    18 sind nicht sehr viel für eine Studie, aber egal. Alles was darüberhinaus in dieser Veröffentlichung steht oder ähnlichen, ist Spekulation. Möglicherweise deute das auf einen Gewöhnungseffekt hin, heißt es. Aber einen Gewöhnungseffekt kann man ja messen, und davon ist hier nicht die Rede. Also hier steht nicht, dass die Wirkung des MPH bei diesen 18 Personen nach einem Jahr nachgelassen habe. Warum eigentlich nicht, das ist doch genau das was den Leser jetzt interessieren würde.

    Es steht da nur, dass die Wirkung des MPH oft mit der Zeit nachlasse. Oft ist ein dehnbarer Begriff, also was heißt das- bei 20 %? Oder gar 40 oder 60 %? Selbst 5 % könnte man noch schamlos mit oft bezeichnen. Und welche Zeit ist mit der Zeit? Gerade hier bleiben die Forscher vage. Es bleibt die Messung von Transporterdichten bei 18 ADHS-Betroffenen. Beweisen tut diese- nichts.

    In Foren wird von einem einmaligen, kurzfristigen Gewohnheitseffekt berichtet, das heißt dass manche Erwachsene oder auch Kinder die Einzeldosis nach zwei Monaten etwas erhöhen mussten, um denselben Effekt zu verspüren. Das wiederholt sich aber dann nicht. Eventuell wurde genau dies in der Studie abgebildet, dass die Transporterdichte sich etwas erhöht hat im Vergleich zu dem Zustand als noch kein MPH eingenommen wurde.

    Piero Rossi berichtet von einem Gewöhnungseffekt in Einzelfällen (!) bei Kindern, die Retardpräparate nehmen. Helfen würde ein Wechsel auf unretardiertes MPH, denn dabei seien Gewöhnungseffekte soweit er weiß noch nicht beobachtet worden.
    https://adhsspektrum.wordpress.com/2...eitpraparaten/

    Ich selbst nehme seit fast 13 Jahren Methylphenidat und spüre weder einen Gewöhnungseffekt (außer damals dem kurzfristigen nach wenigen Monaten) noch ein Nachlassen der Wirkung. Es ist nur so, dass es Bereiche gibt, bspw. das Aufschieben unangenehmer oder auch angenehmer Arbeiten, wo das MPH für meinen Geschmack weniger ändert als ich es mir wünsche, aber das war auch von Anfang an so und war nicht zuerst gut und später wieder schlechter.

    Und das ist auch das, was viele Betroffene in diesem oder dem anderen Forum äußern- die Wirkung bleibt über Jahre stabil, und wenn man es absetzt, ist der Zustand wieder so wie vorher, leider nicht besser, aber auch nicht schlechter.

    Die jahrzehntelange Zuführung von Stimulanzien ist auch sonst nichts Ungewöhnliches. Sehr viele Menschen führen sich viele Jahre Koffein oder Nikotin zu- und haben vielleicht aus anderen Gründen unerwünschte Langzeitwirkungen (beim Tabak sind es der Teer und einige andere sehr giftige Stoffe, die den Körper kaputt machen; beim Koffein besteht die Gefahr, dass man sich mehr wachhält als für den Körper gut ist), aber nicht weil der Dopaminhaushalt durch das Stimulans beeinträchtigt worden wäre.
    Geändert von 4.Kl.konzert (27.08.2016 um 17:10 Uhr)

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Lebenslange Einnahme MPH? Auswirkungen Dopaminsystem?

    luftkopf33 schreibt:
    Wenn Du aus'm Urlaub kommst,liegt es hoffentlich! daran,dass Du erholt aussiehst...
    Nein. So simpel ist das nicht! Ich kenne da ein paar Tricks aus der Zeit vor meiner Diagnose, die ich anwenden kann. Könnte ich immer so leben, dann bräuchte ich keine Medikamente, weil es reine Selbsttherapie ist. Leben, Aktivität, Handeln und vor allem der eigene Wille sind stärker als jegliche Pille. Die Pillen halfen mir aber dabei, das zu begreifen und helfen mir mich selbst zusammenzubauen. Ich hoffe ich schaffe es. Nächste Woche geht es wieder in den Kampf ääh Urlaub und dann kriegt das ADHS das gefrässige Maul gestopft, haha.

    :-)

  8. #8
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.451

    AW: Lebenslange Einnahme MPH? Auswirkungen Dopaminsystem?

    Leben,Aktivität und der eigene Wille sind Selbsttherapie und so geht's ohne Medikamente? Echt?
    Hmpf. Ich glaub,ich hab' die Falsche Störung. Oder Diagnose. Oder ein verkehrtes Leben.

    Bin dann ma wieder raus hier,bevor ich mich sinnlos aufrege...

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