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Diskutiere im Thema Appetit Steigerung durch Methylphenidat? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 74

    AW: Appetit Steigerung durch Methylphenidat?

    Huhu Alex

    Danke für deinen Beitrag.

    Jetzt hast du das auch so verstanden? mmmm Ich meinte aber nicht das das MPH schult an meinen Appetit ist.

    LG KaOsPrinzess

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 74

    AW: Appetit Steigerung durch Methylphenidat?

    Huhu Noid,

    erstmal herzlich Willkommen du bist ja noch ganz frisch.

    Danke für deinen Beitrag.

    LG KaOsPrinzess

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Appetit Steigerung durch Methylphenidat?

    hehe, frisch inwiefern? "G"

    Danke für dein Welcome!

    Lg NOid

  4. #14
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Appetit Steigerung durch Methylphenidat?

    ich denke, alex hat da ins schwarze getroffen...!

    am anfang meiner mph - behandlung hatte ich weniger gegessen und recht "gut" abgenommen... hatte zwar ein paar kilos mehr gehabt (80kg bei 173), aber die hatten mich nie sonderlich gestört. ich fühlte mich nicht fett, sondern gesund und weiblich. ^^

    durch das mph fing ich an, bewusster zu essen und mich mehr zu bewegen.
    das ließ die kilos nur so purzeln, was ich auch nicht weiter schlimm fand.
    bei 69 kilo zog ich aber die notbremse! ich wollte nicht aussehen, wie ein hungerhaken. da setzte ich mich abends hin und schob mir lauter leckere kalorienbomben rein...

    früher hat mich die waage selten interressiert, doch heute benutze ich sie regelmäßig 3-4 mal die woche, um zu kontrollieren, daß ich nicht unter die 70 komme...

  5. #15
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Appetit Steigerung durch Methylphenidat?

    Hey, ich versteh dich voll!
    Ich nehm seitdem nicht mehr zu weil ich glaube dass das an der Dosis liegt. Manche brauchen eine geringere manche mehr etc.....
    Ich muss früh eine höhere Dosis nehmen und abends hin ausschweifen lassen, abends bekomme ich dann langsam wieder appetit. Aber nicht mehr so wie vorher. Ich glaube ich wollte mich auch trösten... Hatte auch schon mal gelesen dass AD"H"S sler die nicht bzw. noch nicht mit Med. behandelt werden unbewusst mit Kohlenhydraten ausgleichen wollen. Vielleicht auch daher viel Süssigkeiten???
    LG Clamour

  6. #16
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Appetit Steigerung durch Methylphenidat?

    Hallo,also bei mir wird der Appetit durch MPH typischerweise stak gedämpft. Habe/Hatte sowieso schon seit zig Jahren Magersucht und hatte bei einer Größe von 1,63m es mühevoll geschafft auf ca. 48 kg zu kommen.Ich wiege mich eigentlich nicht mehr, um mich nicht mehr verückt zu machen, aber am Samstag dachte ich, naja gehst mal wieder drauf.Hatte ja eigentlich so eine Art Sicherheit, daß sich nicht viel verändert hat, hatte nur etwas Horror, daß ich auf 50kg gekommen bin. Und dann der Schock: 42kg. Einerseits war wieder so ein Hochgefühl wie in meiner Magersuchtszeit da, andererseits aber auch Angst, daß ich es nach unten hin nicht mehr kontrollieren kann.
    Also mein Appetit ist gleich Null, was durch Sorgen noch verstärkt wird. Und essen ohne Appetit sehe ich gar nicht ein, bekomme auch kaum was runter.
    Die magersüchtige Seite reizt mich wieder, es könnte ja auch ruhig noch weniger sein.Habe nur Angst vor Zwangseinweisung, das hatte ich schon oft genug.

    Also appetitsteigernd finde ich MPH nun wirklich nicht.

    Gruß Kaja

  7. #17
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 74

    AW: Appetit Steigerung durch Methylphenidat?

    Huhu Katja
    danke schön das du mir antwortest.
    Das mein Appetit durch MPH gesteigert wird hab ich nie geschreiben, darum ging es mir auch nicht wirklich. Mir ging es darum das ich gehofft hatte weniger Appetit zu haben.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Appetit Steigerung durch Methylphenidat?

    Hallo KaOsPrinzess!

    Ich kann Dich da verstehen.... Habe auch schon mein gesammtes Leben Probleme mit meinem Gewicht. Bei mir geht es in beide Richtungen und zwar sehr extrem.
    Als ich klein war hatte ich immer Übergewicht.
    Und wenn ich gesagt habe, dass ich ohne Schokolade nicht denken kann, dann wurde ich ausgelacht und als Spinnerin hingestellt.

    In der Pupertät wurde es dann immer schlimmer.
    Ich bin ein Riese von 1,60 m und wog vor meiner ersten Schwangerschaft 80 kg danach wog ich dann 108 kg. Dann fing ich an zu hungern und nach einem Jahr wollte mich meine Ärztin auf Kur schicken, weil ich nur noch 48 kg wog... und ich mich immernoch zu fett fand. Dann wog ich eine Weile 65 kg und nach meiner zweiten Schwangerschaft hatte ich ein Kampfgewicht von satten 148 kg. Also war dann Hungern angesagt.... auf 65 kg hab ich es geschafft. Dann fing ich wieder an zu fressen( alles süß) und hab ein haufen Süßkram getrunken (Energie drinks).

    Seid dem ich MPH nehme ist es das erste mal in meinem Leben so, dass ich gereglt essen kann. Appetit hab ich immer noch .... aber nun kommt es auch vor, dass ich eine Tomate esse und nicht nur Schoki in mich reinstopfe bis kurz vorm reiern.

    Ich bin froh, dass es nun nicht mehr nur diese Extremen für mich gibt und wie gesagt, das mit dem zu fett fühlen hatte ich auch bei 48 kg noch.

    L.G. Trotzkopf

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Appetit Steigerung durch Methylphenidat?

    KaOsPrinzess schreibt:
    Wenn ich einen besonders schlechten Tag hatte konnte ich das nicht mehr aushalten, ich ging Einkaufen. Ich teilte das auch jeden mit, ob er das hören wollte oder nicht. Heute sündige ich, ich hab es mir verdient!!! Schon beim Losgehen in den Supermarkt hatte ich richtige Glücksgefühle, wie Weihnachten...

    O japp, DIESE Art von Vorfreude ist eine ganz besondere Freude... das Kribbeln in Armen und Beinen, das warme und wärmende Gefühl in der Brust, das Nachlassen von bedrückenden, beengenden Gefühlen, wie Depression und Angst, das Gefühl, ausnahmsweise einmal ganz bei sich selbst zu sein, unablenkbar und völlig konzentriert auf das unmittelbar und in Kürze (SCHNELL, s`pressiert... "Herr Wachtmeister, i wollt wirklich ned zu schnell fahren, aber i MUSS zu meiner Oma ins Krankenhaus, die stirbt...") zu erreichende Ziel... http://www.smilys.net/essende_smilies/smiley2435.gifhttp://www.smilys.net/essende_smilies/smiley3222.gif - verbunden mit einem einigermassen gefüllten Geldbeutel, also zu Anfang des Monats... Heidanei, was würde ein "Gesunder", also jedenfalls ned an einer gewissen Störung Leidender, um die es uns hier spezifisch geht, nur dafür geben, diese Glücksmomente nur einmal nachempfinden zu dürfen... Ha jo, so muss man`s au mal sehen...

    Soso, Kaosprinzess, bist also ein Schleckermäulchen... a Naschkatz...

    Dann nehm i mal an, ich kenn Dich ja ned, aber ich frag`s einfach mal so ungeniert in die Runde, dass es Dir die Obst- und Frischgemüsetheke im Supermarkt weniger antut, als diverese andere Regalmeter mit auch recht feinen Produkten, wie zum Beispiel allem, des irgendwie nach ZUCKER, oder sonstwie süss aussieht...

    Dann nehm i mal an, dass es eher die salzigen Dinge sind, die die Kaosprinzessin interessieren, oder die fettigen, beispielsweis Nüsse, jedenfalls wenn sie salzig und fettig sind. Alternativ kommt au no fettig und süss in Frage. Ungesalzen, ungeölt, bioaktiv gehärtet und naturgeschält, noi, des ischd nix... Jedenfalls nix für Leut mit schwache Nerven...

    Dann nemm ich mal an, Kaosprinzess, dass Du so a ordentlich eingelegte, essigsaure Gewürzgurke (womöglich no auf am Cheeseburger, aber so weit wollmer uns gar ned erkühnen zu denken...), einer frischen Wassergurke jedenfalls aus dem heimischen Schrebergarten vorziehst...

    Dass Du vor die Wahl, Pizza UND Nudeln oder Reis UND Bohnen gestellt, auch eine relativ eindeutige Entscheidung treffen würdest...

    Kartoffeln sind natürlich au ein guts Gemüse, wennse frittiert sind...

    Selbstverständlich bedarf es zu einem ordentlichen Pizza- und/oder Nudelgericht (meischt "al dente", Herrschaftssechser, was brauchen die Dinger au immer so a halbe Ewigkeit lang, bisse ganz weich sind...), natürlich der richtigen SOSSE, jo, ich merk, Kaosprinzess, jetzt berührermer ein heikles Thema... wie wär`s denn beispielsweis mit einer würzig-scharfen Käse-, jetzt verglichen mit einer Tomatensoße, oder wie schnitte etwa die Sahne-Knoblauch-Chilly-Soße gegenüber der Zuchini-Blattspinat-Kräuter-Soße bei Dir ab? I weiss es ja ned, i frag ja bloss...

    Und was machscht eigentlich, wenn Du dir die Fertigpizza zwar im Vorbeihechten gegriffen hast, aber vor lauter unzurechnungsfähiger (Fress-)Gier des Tabasco und/oder die Sojasauce vergessen hast, tja, scheissele, gell? Hauptsach ist, Du nimmst an dr Kass beim Anstehen in dr Schlang (Gott, Grundgütig-Allmächtiger, ischd des langweilig... ) no schnell a Snickers mit (XXL, sieht ja niemand, gelle... jo, Zahnbürst bräucht ma au mal wieder a Frische, aber des ist ja nu wirklich grad ned so dringend, ned, des kann man ja au no wannanders mal mitnehmen...)?

    Na also, da sage noch einer, es bedürfe unbedingst chemischer Mittel, wie des berüchtigten Ritalins, um die Dopaminkonzentration (und/oder die anderer, wesentlicher Neurotransmitter) im Gehirn zu erhöhen. Ha noi, da gibt`s au no ganz andere, sozusprech "natürliche", geradezu "homöoaphatische" Methoden...


    Ja, aber jetzt mal Spass beiseite, ob des wirklich letztlich der gesündere Weg ist, des sei mal dahin gestellt. Also der geilere ist`s scho irgendwie, oder ned?

    Jupp, i bin leider Gott sei Dank kein Ernährungsberater, und kann leider ned sagen, was wie wirkt, ob jetzt Salz (Suppe, wenn`s denn unbedingt scho sein muss, bitte nur mit Maggi...) tatsächlich i. E. die Dopaminproduktion ankurbelt oder ob Schokolade (Weiss-Vollmilch-Nougat-Nuss, wir verstandad uns doch, oder?) m. E. die Serotoninproduktion ankurbelt...

    Aber so viel sei mal gesagt, es wirkt. Ha, no... leider immer bloss kurzfrischdig auf die Psyche und eher langfrischdig auf das Körperfett und die Rettungsringe, aber wirken dut`s auf alle Fäll, faschd scho zuu gut, möchte man sagen...

    Jupp. Aber ich wollt ja mal ernst werden.

    Also: Mph und Appetit.

    Höchst unterschiedlich, wie eben AD(H)Sler höchst unterschiedlich sind.

    "Normalfall" ist eine deutliche Appetitminderung, jedenfalls zu Beginn der Behandlung.

    Es muss noch nicht einmal der Appetit gemindert sein (auf manche Speisen ist eine Appetitminderung des AD(H)Slers auch nur schwer möglich...), aber das Sättigungsgefühl setzt oft auf jeden Fall schneller ein. Wer also einem dringenden (ist immer dringend) Bedürfnis folgend, seinen Lieblingspudding oder -joghurt ausgelöffelt hat, kann sich unter Mph extremst und au unangenehm drückend vollgefressen, -gestopft fühlen, schon bei kleinen Mengen.

    Im Normalfall lässt des aber innerhalb der ersten Behandlungswochen nach.

    Und die alte Gier erwacht schneller, als es einem lieb sein mag...

    Andererseits: Was ist bei uns schon der "Normalfall", muss man jetzt au wieder fragen?

    So gibt es AD(H)Sler, die sich ihr ganzes Leben lang schwer taten mit dem Essen (ich spreche nicht von Essstörungen - des ist wieder ein anderes, heikles, aber durchaus "wohlvertrautes" AD(H)S-Kapitel), die zum Beispiel - ganz arg typisch - morgens überhaupt keine oder kaum feste Nahrung zu sich nehmen können/konnten (Stichwort: HILFE!!! KAFFEE!!!...http://www.smilies.4-user.de/include..._trink_215.gif) , mittags au nicht viel, und die erst abends zur "Hochform" auflaufen, d. h. wenn sie in soweit von Aussenreizen und -anforderungen abgeschirmt sind, dass sie - körperlich - einigermassen so entspannt sind, dass sie Hungergefühle überhaupt erst richtig spüren, so etwas wie Appetitt überhaupt erst richtig zulassen und einschätzen können.

    Solche Leut' beispielsweis können die entspannende, krampflösende, das ständige innere Nagen, das ja au immer am Magen "mitgestaltet" (vielen AD(H)Slern ist aus diesem Grund IMMER mehr oder weniger "schlecht", unabhängig davon ob, was oder wie viel sie gegessen haben...), besänftigende Wirkung von Mph als solchen Segen erleben, dass sie zum ersten Mal in ihrem Leben ÜBERHAUPT einen richtigen Appetitt (noi, ischd ned gleichbedeutend mit "Heisshunger" oder "Fressattack" nachts um Drei...) verspüren. Also , Pustekuchen mit Appetittminderung und Gewichtsverlust...

    Doch auch das Gegenteil, Appetitminderung, Gewichtsverlust kann der Fall sein.

    Wenn das "chronisch" wird, d.h. nach den ersten Behandlungswochen sich nicht abmildert, muss man eine zugrundeliegende Essstörung vermuten, und das ärztlich abklären - was nahezu ein Ding der Unmöglichkeit ist, denn Essgestörte sind erfahrungsgemäss noch bessere Schauspieler als alle anderen Suchtkranken (ich bin kein Fachmann und weiss ned, ob es medizinisch korrekt ist, Essstörungen unter Suchterkrankungen einzuordnen, weiss aber, dass es einen Zwangscharakter hat und definitiv noch schwerer loszuwerden ist...), d.h. jedenfalls, es lässt sich auf jemanden schliessen, der über eine schwere Komorbidität verfügt und der die Wirkung oder Nebenwirkung, in dem Fall unerheblich, von Mph dazu benutzt, sein Essverhalten zu kontrollieren. Besonders prekär dabei: Er benutzt Mph nicht therapeutisch zweckmässig, also für sein AD(H)S, sondern eben in Dosen, die ihn sein Essverhalten am besten kontrollieren lassen...

    Selbst für die (rar gesäten) Ärzte, die sich mit AD(H)S auskennen, ist das in einem ambulanten Rahmen so gut wie nicht einzuschätzen... Man kann daher nur zur Offenheit raten, was wiederum bei Essgestörten nahezu vergeblich ist. Wenn man es ihnen äusserlich nicht ansieht (wofür sie ja ihre ganze verbliebene Restlebensenergie aufwenden) und sie sich dem Arzt nicht offenbaren, sieht des ganz schlecht aus.

    Jo, jetzt wieder auf Kaosprinzess zurückkommend. Mädle, i kenn mi mit dem Thema (Essstörung) leider ned aus. I bin mir aber definiv sicher, dass Du in dem Forum hier ein paar Mädels kennenlernen kannst, die absolute "Fachkräfte" auf dem Gebiet sind.

    I weiss bloss, das wenn jemand so wie Du, eigentlich beschreiben will, dass er unter Mph "leider Gottes" keine Appetitminderung verspürt, des aber eigentlich erhofft hat, aber eigentlich könnt`s ja dann manchmal so scheinen, dass der Appetit zugenommen hat, aber dann au doch wieder gleich blieben ist, und ein Kilo nunter oder zwei Kilo nauf - ABER in einem einzigen Post, i glaub 20 mal schreibt, wie viel er grad wiegt, wie viel er vorher wog, wieviel er vor zwei Tagen wog, wie viel er in drei Tag wiegen will... und so weiter...

    Also, Dein obsessives, ständiges Kreisen um und Starren auf die Waage und Dein Gewicht, des objektiv betrachtet völlig in Ordnung ist... des deutet schon auf etwas hin... was Du glaub am besten einschätzen kannst... I will mich au gar ned als Hellseher betätigen, oder Dir zu nahe treten, aber: HASCHD DES DEINEM behandelnden AD(H)S-Doktor KLIPP UND KLAR gesagt, dassd Probleme mit dem Essen hast, BEVOR Du mit dem Mph angefangen hast?

    Jo, des hann i mir denkt...

    Des ist aber ned schlimm, sollte es jetzt überhaupt so sein, Kaosprinzess. Des ist sogar der typische Fall...

    Aber halt auch der typische Fall, der eine Heilung/Linderung/Therapie/Behandlung von AD(H)S in der Praxis immer wieder verhindert/verzögert, INDEM vorhandene Komorbiditäten vom AD(H)S-Betroffenen entweder nicht benannt werden und/oder schlichtweg nicht bewusst sind und schlimmstenfalls auch dem Arzt nicht auffallen...

    Also, schwätz mit dem Burschen. Viele Essgestörte AD(H)S-Diagnostizierte verschweigen ihre Essstörung, weil sie Angst haben, in eine psychiatrische Einrichtung abgeschoben zu werden. Sollte des der Fall sein, dann sprich des an. Ein Arzt, der sich mit AD(H)S auskennt, weiss um dieses Problem.

    Des sind natürlich auch nur Menschen, unsere AD(H)S-Psychiater, die sich trauen, Erwachsene in Deutschland zu behandeln. Wünschenswert wär des natürlich schon, wenn sich jeder Arzt, der sich mit AD(H)S auskennt auch gleichermassen gut mit Essstörungen und Suchtmedizin und allem übrigen auskennen würde... Aber Leut, wir stehen ja hierzuland noch ganz am Anfang diesbezüglich, Gott, ich werd ganz sentimental, uff elle Fäll müssen wir unsere behandelnden AD(H)S-Ärzte mal ganz ausgiebigst knuddeln, wenn wir scho so oft auf sie schimpfen... Jupp, also wie gesagt, die Behandlung von AD(H)S ist eines der schwierigsten Steckenpferde auf dem psychiatrischen Gebiet überhaupt, die eigentliche Herausforderung könnte man sagen, jedenfalls wenn man in Amerika zu Hause wäre, nicht zuletzt deswegen, weil diese, von Kindheit an bestehende Störung die Tendenz hat, im Laufe der dadurch völlig gestörten (teils zerstörten) Entwicklung des Betroffenen, sämtliche anderen psychischen Störungen, die es so gibt, geradezu magnetisch anzuziehen, um auf diese Weise das ursprünglich eigentlich zugrundeliegende Störungsbild nahezu unauffindbar zu verdecken.

    Jo, was hier so etwas undefinierbar und geschwollen klingen mag, hat seinen einfachen psychiatrischen Hintergrund in den Stichworten: Fehldiagnose und Fehlbehandlung.

    Jupp, des soll man nicht für möglich halten, aber Tatsache ist des trotzdem, es gibt in Deutschland beispielsweis durchaus Spezialisten, Psychiatrieprofessoren ohne Fehl und Tadel in Forschung, internationaler Reputation und Lehre, astreinem Platz in der Focus-Ärzte- und/oder anderer Bewertungs-Listen, die ein hypoaktives ADS in klinisch beobachtetem Verhalten und Empfinden des Betroffenen PERFEKT beschreiben und anamnesieren können. UND auf Schizophrenia simplex oder Schizoide Persönlichkeitsstörung oder ein Prodromalstadium einer ausgewachsenen Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis diagnostizieren.

    Jupp, des ist möglich. Des zeigt die schwerwiegende Brisanz des Themas AD(H)S, was aber anscheinend hierzulande noch niemand richtig begriffen hat.

    Nun könnte man sagen, wie das meine erstdiagnostizierende Kinderärztin mal, wenig scherzhaft, zu mir sg. gesagt hat: "Du lieber Himmel, was wollen Sie eigentlich, des ist ein Psychiater und auch noch ein Professor, da können sie bezüglich der Kenntnis von AD(H)S doch nichts erwarten!" Jupp, wie dem auch sei, ob man sich dieser, allerdings auf jahrzehntelanger leidgeprüfter Erfahrung im Kontakt mit Psychiatern basierenden Einschätzung nun anschliessen möchte oder nicht...

    Mit der Aussage, des ist ein Psychiater und noch dazu ein Professor (s.h. jemand, der ernsthafter um seine internationale Reputation und entsprechendes Zitate-Ranking bemüht ist, als um die Behandlung konkreter Fälle = Patienten in seinem Verantwortungsbereich = Klinik), mithin sich sehr unwahrscheinlicherweise mit AD(H)S auskennt, ist es aber nicht getan. Denn mit Schizophrenie kannte sich der Bursche im Beispielsfall durchaus aus, um nicht zu sagen, dass er auf diesem Gebiet eine international anerkannte Kapazität ist.

    Jupp, des ist ja bloss EIN Beispiel. Genauso gut, gibt es Spezialisten für manische Depressionen, die bei einem Hyperaktiven ADHSler eine solche glaubhaft diagnostizieren können. Auch diese mögen keine Ahnung von AD(H)S haben. Sind aber Spezialisten und absolute Kapazitäten auf dem Gebiet der Bipolaren Störungen.

    Was ich damit sagen will: Während AD(H)S in der breiten Öffentlichkeit weitesgehend für eine psychische "Störung" gehalten wird, die auf den drei Hauptfaktoren a) Einbildung, b) Faulheit/Demotivation und c) Mangelnde Einsicht in die Verhaltensgestörheit mit mutwilliger Persistenz diese willentlich fortzusetzen, also sich nicht zu ändern... beruht, wird AD(H)S von den angesehendsten psychiatrischen Kapazitäten dieses Landes wahlweise für Schizophrenie, Bipolarität, Borderline und weiss der Kuckkuck no für was alles nicht nur gehalten, SONDERN DIAGNOSTIZIERT, begutachtet, und entsprechend behandelt...

    Das heisst AD(H)S KANN, i sag`s noch einmal, es sind hier nicht immer psychiatrische Dilettanten am Werke (obwohl in diesem Berufsstand die Dunkelziffer diesbezüglich höher als im Klempnergwerbe sein dürfte), KANN als Schizophrenie oder Bipolarität oder anderes diagnostiziert werden.

    Was ich sagen will, diese professoralen, psychiatrischen Fachkapazitäten mögen zwar keinen Schimmer von AD(H)S haben, als Dilettanten im engeren Sinne, kann man sie aber selbst mit dem bösesten Willen nicht bezeichnen.

    Wie des jetzt vom Standpunkt des ärztlichen Handwerks aus genau zu betrachten ist, steht dabei gar nicht zur Debatte. Es ist bundesrepublikanische Praxis, Alltag. Und von Fehldiagnosen im engeren Sinne, oder gar irgendeiner Fahrlässigkeit, kann meist gar nicht gesprochen werden - das ist ja der eigentliche "Witz" an der Sache.

    Jetzt wär`s ja ganz praktisch, wenn denn des Lithium au gegen die AD(H)S-"Manie" wirken täte, oder des Neuroleptikum gegen die "schizophrenen" Wahrnehmungsverzerrungen des ADSlers, oder zumindest gegen seine innere Unruhe. Tut`s aber ned. Noi, des kann inzwischen gewissermassen praktisch und im Feldversuche als erwiesen angesehen werden. Jo, des darf ja mal gesagt werden, a Spritzle Haldol in dr Arsch, wirkt halt ned gegen Konzentrationstörungen, jo, ischd schad, aber was willschd macha...

    Also, des ist doch interessant: Während AD(H)S von psychiatrischen Fachkapazitäten unter klinischer Beobachtung NICHT von schwerstwiegenden psychiatrischen Störungen unterschieden werden kann, ist anderseits eigentlich für jeden Laien sonnenklar, der sich auch mal 2 Minuten mit dem Thema beschäftigt hat, dass AD(H)S eigentlich nichts ist, was man nicht durch ein bißchen guten Willen, Psychotherapie, Almauftrieb und Kühemelken in den Griff kriegen könnte...

    Jupp, i bin jetzt a bissele abgeschweift. Aber interessant ist des trotzdem, find i...

  10. #20
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Appetit Steigerung durch Methylphenidat?

    aber Eiselein wie soll eine Essstörung denn behandelt werden, wenn sie als Ursache das ADHS hat? Es gibt außerdem keine klassische "Heilung", man spricht hier von einem lebenslangen Kampf mit sich selbst.
    Als Beispiel mich selbst: Nahrungsmittel sind bis dato ersatz für MPH gewesen.
    Sie stimulieren, beruhigen mich in etwa so wie heute Ritalin. Hätte ich Ritalin nicht bekommen, hätte ich weiterhin Gewichtsschwankungen von 20 Kilo.
    Darf ich jetzt kein Ritalin mehr nehmen, weil ich zwar dadurch mein Gewicht endlich halten kann, aber die Essstörung noch immer insgeheim da ist?
    Eine Essstörung ist in etwa sowas wie eine Überlebensstrategie der psyche, so wie eigentlich jede Sucht, daher würde ich sie auch als eine Sucht sehen, und sie funktioniert eigentlich bestens, auch wenn das einem nicht passt.

    Die Essstörung bei ADHS`lern hat zweierlei Charakter: Zum einen löst der ungleiche Dopaminhaushalt einen Mangel aus, den der Körper ausgleichen will, am besten mit Mitteln, die uns schon von klein auf als wohltuend und befriedigend bekannt sind ( orale phase--> Muttermilch, Geborgenheit-->Nahrungsmittel, Süßigkeiten von der Oma etc) zum andern führt ADHS sehr oft zu einem Sozialen Problem, bzw zu der Auseinandersetzung mit dem ANDERS-SEIN, was in weiterer Folge wiederum dazu führen kann dass man sich mit Nahrungsmitteln auf einer Ebene belohnt und beruhigt, die nichts mehr mit dem ursprünglichen Dopamin-problem zu tun hat. Hier wird die Essstörung dann zu einer Überlebensstrategie, um das Leid das dieses spezielle leben erzeugt abzufedern.
    Wenn dann MPH weggelassen wird und die Therapie einsetzt:
    Wann ist also eine Fressattacke ein physiologischer Ausgleich und wann ein psychologischer?
    oder gar beides?
    henne oder ei?

    ich glaube dass es unmöglich ist, das eine vor dem anderen zu behandeln.

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