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Diskutiere im Thema Macht Methylphenidat/Ritalin abhängig bzw. süchtig? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    DasBärchen

    Gast

    AW: Macht Methylphenidat/Ritalin abhängig bzw. süchtig?

    @ UngeheuerEs ist zur Langzeittherapie bei Sozialer Phobie und Depressionen zugelassen und wird auch gerne bei AD(H)S verordnet.. Es zählt zu den SSRI (Selektive Serotonin Wiederaufname Hemmer)Ich schreibe grad vom Smartphone, da weis ich noch nicht wie ich einen Link einfüge.. Schau mal bei Wiki.Meine Etzugssympome:Schwerste depression mit Suizidwunsch.Apathie, Weinkrämpfe, Fieber, Zittern.Anhaltendes Erbrechen, Magenkrämpfe.Schweißausbrüc he, Engegefühl in der Brust.Alles tut weh.. Weis nicht wie ich das Gefühl genauer beschreiben kann.Das passiert bereits wenn ich es einen Tag nicht genommen habe..

  2. #22
    DasBärchen

    Gast

    AW: Macht Methylphenidat/Ritalin abhängig bzw. süchtig?

    @UngeheuerNein, es ist zur langzeitbehandlung bei Depressionen und sozialer Phobie zugelassen. Wird auch oftmit MPH kombiniert. Es zählt zu den selektiven Serotonin wiederaufnahme Hemmern. (SSRI)Schau mal in wiki, kann im Moment kein Link einfügen da ich vom Phone schreibe. Sorry.Meine Entzugssymptome :Schwerste Depression mit Suizidwunsch,Schweißausbruch, Zittern, Apathie wechselt mit gesteigerter innerer Unruhe.Magenkrämpfe, übelkeit Erbrechen, Fieber bis zu 40°Der ganze Körper fühlt sich wie ein einziger Schmerz an...Ich kann mit Worten garnicht beschreiben wie es sit....Das passiert wenn ich einen Tag die Trevilor nicht genommen nhab

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Macht Methylphenidat/Ritalin abhängig bzw. süchtig?

    Ich hab jetzt ein Weilchen überlegt, aber ich mag mich doch dazu äußern.

    Ich selber ware Jahre lang auf Drogen und habe nun, seit noch nicht so langer Zeit, eine sichere ADHS Diagnose.
    In der Klinik in der ich war wurde von den Ärzten eine "selbstmedikation durch Drogen" als Hauptursache der Sucht festgestellt. Ich muss sagen, dass ich "nur" amphitamine konsumiert habe, davon aber extrem viel und extrem regelmäßig und der konsum wurde immer mehr bis es irgendwann an die körperliche grenze ging....
    Eine schlimme Zeit, die ich irgendwie verarbeiten muss , aber ich bin weg davon. Es gab einen Punkt in meinem Leben wo ich wußte, dass ich mich entscheiden muss, für Drogen oder fürs Leben und seit dem bin ich clean.
    Aber der Suchtdruck war immer da, er war stark, er hat mich beeinflusst und mir immer wieder aufgezeigt, dass mir etwas "fehlt", dass etwas nicht stimmt und das war nicht der Rausch sondern die innere Ruhe bzw den wunsch etwas ruhiger sein zu können. In der Klinik wo ich bis vor kurzem war bin ich mit MPH eingestellt worden und haben auch genau beobachtet und auch aufgeschrieben was es bewirkt und wieviel es mir nützt und was dadurch besser oder auch schlechter wird, weil ich selber sehr skeptisch war.
    Mir war von Anfang an klar, dass ein medikament nicht ein Wunder bewirken wird und alles gut ist, aber es hilft mir eine gewisse Ruhe zu finden und einen einigermaßen klaren Kopf damit ich meine Therapie und auch alles andere im Leben vernünftig angehen kann. Ich war 2 Wochen in der Klinik und habe von der Therapie in den Sitzungen so gut wie nichts mitnehmen können. Dann habe ich MPH bekommen und plötzlich klappte es und ich konnte die Dinge behalten und verstehen und den Leuten zuhören und auch mal in einer Gruppe zuhören und mich einbringen, einfach weil ich KONNTE! Gewollt hab ich die ganze Zeit, aber es ging einfach nicht wie ich wollte.

    Warum schreib ich das alles... einfach mal um den Vergleich Drogen/MPH mal ganz klar an den Pranger zu stellen! Denn ich weiß wie ich unter Drogen war, ich weiß wie ich mir damals alles kaput gemacht habe und wie schlecht es mir körperlich und psychisch ging. MPH ist für mich nicht mit einer Droge gleichzusetzen. Es ist ein Medikament das mir hilft, dass es mir psychisch besser geht und ich habe keine körperlichen Nachteile. Ich gehe damit gewissenhaft um und nehme das was mit meinem Arzt abgesprochen ist.

    Klar kann ein gesunder Mensch MPH als Droge missbrauchen, aber das verhält sich mit ganz vielen anderen Medikamenten auch so....

    Wenn ich MPH nicht nehme und das sehe ich als größten Unterschied, fehlt es mir nicht. Ich kann eben die Wirkung von MPH für mich nutzen um weiter zu kommen und klar es geht mir gut damit, aber wenn ich es nicht nehme, dann habe ich auch kein Verlangen oder das Gefühl "oh ich muss jetzt MPH nehmen".
    Es gibt keine Entzugserscheinungen und auch sonst fühle ich mich körperlich fit und geistig, naja so wie immer halt...

    LG

    Rose

    PS: Es gibt meines Wissens andere Medikamente die durchaus schnell abhängig machen von denen sehr viele Menschen abhänigig sind und darum wird kein so ein Bohai gemacht...

  4. #24
    DasBärchen

    Gast

    AW: Macht Methylphenidat/Ritalin abhängig bzw. süchtig?

    Ich habe einfach mal wiki befragt. Dort wird MPH ein hohes Suchtpotential nachgesagt wenn man es i.v verabreicht. Soll dann die Wirkung von Kokain haben. Bei der Tablettenform nur ein geringes Suchtpotential.

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Macht Methylphenidat/Ritalin abhängig bzw. süchtig?

    Ich finde die ganze Diskussion, ob Stoffe süchtig machen oder nicht, ohnehin müßig. Wichtig ist vorallem eine Aufklärung über Risikien.

    Wenn ich mir überlege, dass der Staat mir vorschreibt, was ich mit meinem eigenen Körper (!) machen darf und was nicht, da werde ich sogar wütend. Ich dachte die Zeit wo mein Körper Eigentum des Staates ist, ist vorbei.

    Alles, was bei jemanden schöne Gefühle auslöst, macht psychisch süchtig. Wenn ich mich mit Methlyphenidat besser fühle und deswegen öfters mal Glücksmomente habe, dann bin ich ganz sicher von diesem Stoff psychisch in gewisser Weise abhängig. Schlimmer finde ich da den Alkohol, der nicht nur psychisch und körperlich anhängig macht, sogar auch noch Zellen zerstört.

    Wichtig ist mir, dass die Langzeitbehandlung mit Methylphenidat meinem Körper nicht schaden wird. Ich glaube da kann man sich ziemlich sicher sein? Die sozialen Folgen sind bei allen ADHSlern ja auch ganz sicher nicht negativ, sondern eher positiv.

    Warum kann die Gesellschaft nicht mal etwas differenzierter diskutieren, anstatt Ritalin immer als Teufelszeug darzustellen...

  6. #26
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: Macht Methylphenidat/Ritalin abhängig bzw. süchtig?

    xilef schreibt:
    Wichtig ist mir, dass die Langzeitbehandlung mit Methylphenidat meinem Körper nicht schaden wird. Ich glaube da kann man sich ziemlich sicher sein?
    Ich denke, so sicher ist das garnicht. Ist die Therapie von Erwachsenen nicht erst am Anfang? Und die Kinder/Jungendlichen die es bekommen haben, haben meistens wieder damit aufgehört.

    Oder kann man einfach sagen, das gibt es schon 25 Jahre und länger und nix passiert.

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Macht Methylphenidat/Ritalin abhängig bzw. süchtig?

    gisbert schreibt:
    Ich denke, so sicher ist das garnicht. Ist die Therapie von Erwachsenen nicht erst am Anfang? Und die Kinder/Jungendlichen die es bekommen haben, haben meistens wieder damit aufgehört.
    100%ig sicher kann man sich wohl nie sein.

    Ich wäge meine Risiken einer Nichtbehandlung (schlimmere Depressionen, noch stärkere soziale Isolation, ggf. Alkoholsucht und was noch alles passieren könnte) mit einer Behandlung (keine 100%ige Sicherheit bzgl. Langzeitschäden) ab. Für mich persönlich habe ich mich entschieden das Risiko mit Methylphenidat einzugehen.

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 303

    AW: Macht Methylphenidat/Ritalin abhängig bzw. süchtig?

    ich muss auch sagen das die alternative aus täglich alkohol, cannabis und amphetamin bestehen würde....

    da nehm ich lieber mph in niedrigen dosen in kauf... immer noch GARANTIERT weniger nebenwirkungen alös bei ständigem alkoholkonsum!!!

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Macht Methylphenidat/Ritalin abhängig bzw. süchtig?

    Als ich las, wie einige User hier Ritalin verharmlosen, hatte ich direkt das Bedürfnis mich hier zu registrieren um meine eigene Erfahrung mitzuteilen.
    Zu eurer Information: Ich möchte Ritalin nicht verteufeln, da es auf jedenfall das potenzial besitzt Menschen zu helfen.

    Ich bin jezt 20 Jahre alt und bekomme vom Arzt seit 9 Jaren Ritalin verschrieben. Mein Arzt sagte mir, dass ich mit dem Ritalin mich besser konzentrieren kann und auch weniger scheisse baue, was dann auch eintraf. Der Arzt erhöhte die Dosies dann immer wieder. Von anfangs 10mg/Tag bis schliesslich zu 50mg. Wenn ich Ritalin genommen habe, war ich auffällig still, was auch den Lehrpesonen auffiel. Mit 16 bemerkte ich dann, dass mein sozialverhalten ohne ritalin völlig normal war, obwohl ich ADHS habe. Um mich in der Schule zu konzentrieren benötigte ich es jedoch weiterhin.
    Als ich die Matura absolvierte bemerkte ich, dass die Dosis 50mg/Tag zu wenig war, also habe ich selber hochdosiert. Ich legte vorallem am Abend nochmals nach, nahm aber immer so wenig wie möglich um mich aufs Arbeiten konzentrieren zu können. Es baute sich schnell eine Toleranz auf und ich muss bis heute immer mehr nehmen, damit das medikament eine Wirkung erzielt. Heute benötige ich bis zu 160mg pro Tag (ich wiege 70kg). Ich bezeichne mich selbs als Abhängig, da ich ohne das medikament im Alltag nicht klarkommen würde. Viele von euch werden sagen, dass das der Zweck des Medikaments ist. Ich sehe das jedoch anders:

    Mein Alltag wurde nur noch schwieriger durch das Medikament. Beim Abklingen der Wirkung leide ich gelegentlich unter Depressionen. Desweiteren leide ich extrem an Schlafmangel, da ich jede Nacht nur etwa 4h Schlaf finde. Um am nächsten Tag dennoch fit zu sein, benötige ich natürlich wieder Ritalin. So schliesst sich der Teufelskreis und das ganze beginnt wieder von vorn. Die Wirkung des Ritalins raubt mir meine Emotionen und stellt mich ruhig. Das erschwert es mir unheimlich mit jemandem ein Gespräch zu führen. Anders gesagt, will ich eigentlich gar kein Ritalin nehmen. Während den Semesterferien, indenen ich kein Ritalin nehme fühle ich mich viel besser(glücklicher, kontaktfreudiger usw.)
    Ohne Ritalin wäre ich bestimmt nicht ins Gymnasium gekommen und der schulische Druck wäre gar nie so hoch gewesen. Ich könnte jezt einer Beschäftigung nachgehen, die ich ohne Aufputschmittel meistern könnte. Das könnte ich auch heute noch, aber wie ihr euch bestimmt vorstellen könnt, ist das für mich jetzt extrem schwierig. Ich müsste mein Studium und alle meine Ziele aufgeben um clean zu werden. Ziele die ich ohne das Ritalin nie gehabt hätte. Weil mir das jedoch nicht der Wert ist führe ich mein leben einfach so weiter.

  10. #30
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Blödsinn. Du kannst das alles gleich gut oder besser ohne MPH so wie du es schilderst. Probier's mal.

    Was mich mal interessieren würde: Wieso bemerkt weder dein Arzt noch dein Apotheker den Missbrauch?

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