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Diskutiere im Thema MPH-Einstellung durch den Hausarzt? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    MPH-Einstellung durch den Hausarzt?

    Hallo zusammen,

    Nach meiner Vorstellung hier habe ich in Tübingen an der Spezialambulanz für ADHS mich diagnostizieren lassen.
    Das Ergebnis war positiv und eine medikamentöse Behandlung mit MPH ist empfohlen, soweit so gut.
    Ich hab also bei meiner (bisherigen) Psychiaterin angerufen und dort erfahren, dass keiner der sechs(!) psychiatrischen Fachärzten der Gemeinschaftspraxis BTM verschreibt. Also so generell nicht

    Also habe ich mich an meinen Hausarzt gewandt, um nach einer weiteren Vorgehensweise zu fragen und da meinte mein HA nur, dass wenn er den Arztbrief der Ambulanz bekommt, sie auch MPH verschreiben. Jetzt meine Fragen:


    - Wie lange braucht eine Ambulanz nach dem Endgespräch, bis sie den Arztbrief versenden? Ist jetzt schon fünf Tage her...
    - Ich dachte die Einstellung mit Stimulantien darf nur ein Facharzt machen? Oder geht es hier nur um die Diagnosestellung?
    - Was ist der schnellste Weg, mit der medikamentösen Therapüie zu beginnen, falls das mit dem HA doch nicht klappt? Hat jemand Tipps zum Raum Böblingen?

    Vielen Dank im Vorraus,
    Euer Reli

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.351

    AW: MPH-Einstellung durch den Hausarzt?

    Hi Reli,

    dein Hausarzt darf meines Wissens nach schon BTM ausstellen, jedoch muss er von deinem Facharzt dazu "Befugt" werden.
    So hat es mir meine Mum erzählt. Da sie die Rezepte auch immer vom Hausarzt in meiner Kindheit bekam.
    Eben aber nur nach der Befugnis durch den Facharzt an den Allgemeinarzt.

    Es gibt ja auch Menschen (z.B. vom Dorf) wo kein ansässiger Facharzt vorhanden ist.
    Diesen ist ja nicht zuzumuten für jedes Rezept hunderte KM in der Gegend herum zu fahren.

    Ich hab also bei meiner (bisherigen) Psychiaterin angerufen und dort erfahren, dass keiner der sechs(!) psychiatrischen Fachärzten der Gemeinschaftspraxis BTM verschreibt. Also so generell nicht
    Das ist genau was ich immer sage, die Psychiater trauen sich gar nicht mehr MPH zu verschreiben.
    Dürfen tun sie dies jedenfalls.

    Schade das diese AD(H)S Ablehnung immer weitere Züge trägt. (Mhhhh warum wohl? )
    Kenne auch ein paar Betroffene, denen es auch einfach verweigert wurde, weil die Ärzte angst vor den Kassen etc. hatten.

    Mittlerweile "lügen" diese Ärzte dann einfach um sich Ärger zu ersparen.

    Bei meinem vorletzten Psychiater, hat er auch vor allen anderen Sachen gesagt, er würde auch kein MPH aus diesen Gründen verschreiben.
    Geändert von Brainman ( 8.08.2016 um 18:23 Uhr)

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.336

    AW: MPH-Einstellung durch den Hausarzt?

    Wenn der Hausarzt es macht, würde ich nicht lange zögern. Die andere Frage ist natürlich, ob er dich bei der Dosierung gut beraten kann. (Das ist bei manchem Psychiater allerdings genauso die Frage.)

    Also notfalls selbst kundig machen, eine gute Anleitung gibt es auf der Seite von Markus Seitz- ist allerdings schon älter, ich weiß nicht, ob dort schon die Retardkapseln berücksichtigt sind.
    http://www.pppraxis.ch/pinnwand/MerkblattStimulanzienbehandlun g.doc


  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.351

    AW: MPH-Einstellung durch den Hausarzt?

    Eine Einstellung darf meines Erachtens nur von Fachärzten erfolgen.

    Der Allgemeinarzt dient hier nur zur Rezeptabgabe nach der Befugnis durch diesen.

  5. #5
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.522

    AW: MPH-Einstellung durch den Hausarzt?

    Brainman schreibt:
    Eine Einstellung darf meines Erachtens nur von Fachärzten erfolgen.

    Der Allgemeinarzt dient hier nur zur Rezeptabgabe nach der Befugnis durch diesen.
    Ich habe noch einmal im Bundesmantelvertrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung nach geguckt. Der Bundesmantelvertrag regelt, welcher Arzt was darf. "Dürfen" steht hier im Sinne der gewährleisteten Qualitätssicherung der medizinischen Diagnosen und dient als Basis für die Bezahlung seitens der GKV (das alles gilt nicht für Privatärzte).

    Bundesmantelvertrag:
    http://www.kbv.de/media/sp/BMV_Aerzte.pdf

    In diesem steht:

    Ärztliche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, welche wegen der Anforderungen an ihre Ausführung oder wegen der Neuheit des Verfahrens besonderer Kenntnisse und Erfahrungen (Fachkunde) sowie einer besonderen Praxisausstattung oder weiterer Anforderungen an die Strukturqualität bedürfen, können in der vertragsärztlichen Versorgung nur ausgeführt und abgerechnet werden, wenn der Arzt die vorgeschriebenen Voraussetzungen erfüllt.
    Das bedeutet, dass ein Allgemeinmediziner durchaus eine ADHS-Diagnostik und ADHS-Medikationstherapie durchführen und abrechnen darf, ohne in ein Regress-Verfahren zu kommen und seine Approbation auf Spiel zu setzen (die Approbation benötigt er, um Arzt sein zu dürfen). Er muss aber nachweisen, dass er die medizinischen Kenntnisse hat.

    Im Beschlusstext des Gemeinsamen Bundesausschusses steht, wie eine Diagnostik zu erfolgen hat, aber nicht, wer diese durchführen darf. Zudem darf ein Allgemeinmediziner kein Methylphenidat in Eigenregie verordnen. Wenn ein Facharzt nun dem Allgemeinmediziner beauftragt, das Einstellen von Methylphenidat-Medikamenten zu übernehmen, so ist das seitens der Kassenärztlichen Vereinigung statthaft.
    Geändert von Steintor ( 9.08.2016 um 11:32 Uhr)

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: MPH-Einstellung durch den Hausarzt?

    Danke für die vielen Antworten

    Also das stimmt mich ja schonmal zuversichtlich. Ich habe jetzt nur das Problem, dass die Ambulanz sich halt Zeit lässt mit dem Arztbrief.
    Und ohne Arztbrief - mit Empfehlung einer Einstellung von einem Facharzt - sind meinem HA nunmal die Hände gebunden.

    Das Warten ist soo unerträglich, ich kann bei meinem HA ja auch nicht täglich anrufen und nach dem Brief fragen, da geh ich ja auch nur auf die Nerven!
    Auf der anderen Seite hab ich das Gefühl, dass es mir immer schlechter geht, je länger diese ganze Diagnose-Medi Sache sich in die Länge zieht.. Bei Depressionen geht Diagnose+Medi komischerweise in 15min Anamnese-Gespräch ich verzweifel langsam

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.336

    AW: MPH-Einstellung durch den Hausarzt?

    Zeit lässt sehe ich nicht bei sechs Tagen. Wenn der Brief nach 3 Wochen noch nicht da ist, würde ich mal dort nachfragen.

  8. #8
    Wohnt hier

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    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.351

    AW: MPH-Einstellung durch den Hausarzt?

    Steintor schreibt:
    I

    Das bedeutet, dass ein Allgemeinmediziner durchaus eine ADHS-Diagnostik und ADHS-Medikationstherapie durchführen und abrechnen darf, ohne in ein Regress-Verfahren zu kommen und seine Approbation auf Spiel zu setzen (die Approbation benötigt er, um Arzt sein zu dürfen). Er muss aber nachweisen, dass er die medizinischen Kenntnisse hat.
    .
    Bedeutet doch aber wieder gleichzeitig im Realfall, dass der Allgemeinarzt die erforderlichen Kenntnisse "normalerweise" nicht besitzt.
    Sonst hätte er sich ja wahrscheinlich spezialisiert oder wäre Facharzt geworden.

    Aber kann durchaus sein, dass es solche Ärzte gibt.
    Wäre ein Sonderfall aber möglich ... Will ich keineswegs bezweifeln.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.351

    AW: MPH-Einstellung durch den Hausarzt?

    Reli schreibt:
    Und ohne Arztbrief - mit Empfehlung einer Einstellung von einem Facharzt - sind meinem HA nunmal die Hände gebunden.

    Das Warten ist soo unerträglich, ich kann bei meinem HA ja auch nicht täglich anrufen und nach dem Brief fragen, da geh ich ja auch nur auf die Nerven!
    Auf der anderen Seite hab ich das Gefühl, dass es mir immer schlechter geht, je länger diese ganze Diagnose-Medi Sache sich in die
    Falls du wirklich stark darunter leidest, empfehle ich dir die psychiatrische Notambulanz deiner Gegend.
    Jedoch ohne feste Diagnose etc. wirst du hier auch Probleme haben.

    Bei Härtefällen müsstest du dich Stationär "Einweisen" lassen um das anzukurbeln.
    Denke jetzt aber nicht, dass AD(H)S ein Härtefall wäre.

    Außer du hast komorbide Störungen die extremen Leidensdruck verursachen.
    Geändert von Brainman ( 9.08.2016 um 15:12 Uhr)

  10. #10
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.757

    AW: MPH-Einstellung durch den Hausarzt?

    Ob Hausärzte in Deutschland Mph verschreiben dürfen oder nicht, weiss ich nicht. Ich würde dir allerdings empfehlen, die Einstellung zusammen mit einem Spezialisten vornehmen. Ich weiss nicht, wieviel Erfahrung dein Hausarzt beim verschreiben von Mph hat.
    Meiner Erfahrung nach kann es sehr lange dauern. Deshalb bleib dran, ruf nochmals in der Ambulanz an und sag denen, dass du den Arztbericht möglichst schnell brauchst.

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