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Diskutiere im Thema Theorie: medikinet selbstbetrug? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #61
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 723

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    Ich hab übrigens auch mal gedacht, dass ADHSler tendenziell zu sehr kritische Geister und mit unabhängigem Kopf sind, um auf Sektierer hereinzufallen, bis ich irgendwann eines besseren belehrt wurde.

    Man sollte übrigens niemals nur von sich ausgehen. Ich behaupte auch von mir, viel zu kritisch zu sein, um jemals empfänglich für Sekten zu sein. An mehreren anderen mir persönlich bekannten ADHSlern wurde ich eines besseren belehrt.

    Mein Onkel etwa hat ADHS-Diagnose und ist komplett abgedriftet in eine Welt spinnerter Verschwörungstheoretiker. Er will mir erklären, dass die Flüchtlingskrise eine Verschwörung des US-amerikanischen militärindustriellen Komplexes sei, mit dem Ziel, Europa zu schwächen und unter Kontrolle zu halten. Angela Merkel sei eine gesteuerte Agentin dieses militärindustriellen Komplexes. Auch stünde Europa unmittelbar vor dem Kollaps von Wirtschaft und staatlicher Ordnung. Ich hab ihn noch nicht gefragt, wieso die prognostizierte Währungsreform und Krise à la 1929 immer noch nicht eingetreten ist. Rationalen Argumenten ist er völlig unzugänglich und ideologisch lebt er mittlerweile in einer abgeschotteten Parallelwelt. Das ist zwar keine Sekte, aber vom Prinzip genau dasselbe.
    PS: mein Onkel ist übrigens sehr intelligent und recht gut gebildet. Mit mangelnder Intelligenz oder Bildungslosigkeit hat das wie im Normalfall gar nichts zu tun. Er hat vielmehr ständig den emotionalen Nebel vor sich.

    Auch diverse Ufo-Jünger, Area51-Nerds und vergleichbare Spinner, da findet man sehr viele ADHSler drunter.

    Im Übrigen haben die Strategen in diversen Sekten die Anfälligkeit von oftmals labilen ADHSlern auf der Suche nach dem Sinn des Lebens für Sekten längst erkannt und ADHSler als potentielle "Kunden" ausgemacht.
    Geändert von ChaotSchland (28.07.2016 um 21:34 Uhr)

  2. #62
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 723

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    https://m.youtube.com/watch?v=my_-RiKq3CU

    Der Film "Bis nichts mehr bleibt" stellt sehr anschaulich dar, wie ein junger,orientierungsloser Loser (so wie das in dem Film dargestellt wird, könnte man auch sagen , ein"ADHS-Loser" ) von S. Schritt für Schritt geködert wird und vermeintlich zum Siegertyp gemacht wird, bis am Ende nichts mehr bleibt.

  3. #63
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 617

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    @ChaotSchland

    Tendeziell sind dort eher die Menschen mit Persönlichkeitsstörungen unterschiedlichster Couleur anzutreffen, gerade schizophypische Persönlichkeiten sind für sogennante "Übersinnliche" wie geschaffen ( da geht auch leichter mit dem Gottes-Stimme-Hören).
    Und natürlich bei der Sekte, die man hier nicht mit Namen nennen kann, ist Soziopthaten-Anteil ziehmlich gross

    Und natürlich sind die Menschen mit ADHS sehr unterschiedlich.
    Ich habe auch gedacht, ADHS sind rebellerisch und gerechtigskeitfanatiker, bis ich einen Kollegen hatte, der definitiv ein ADHS-ler ist, aber nach dem Prinzip "Nach oben kuschen, nach unten treten" lebt

    P.S.
    Loser (auch ohne ADHS) neigen sowieso zu Verschwörungstheorien (damit lässt sich prima von eigenen Problemen ablenken).
    Geändert von Felis (28.07.2016 um 22:27 Uhr)

  4. #64
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    @ chillguitar: Antidepressiva machen definitiv nicht abhängig. Gewöhnung mag ja sein, aber eine Abhängigkeit zeichnet sich durch ganz andere Symptome aus, wie Gewöhnung. Psychisch kann man sich abhängig fühlen, Angst haben, das Medikament abzusetzen, und dergleichen, aber auch das ist keine Abhängigkeit sondern Angst und Vermeidungsverhalten. Wenn Du ein Medikament brauchst, bist Du abhängig davon, das liegt dann aber nicht am Medikament sondern an der Krankheit oder Störung. Und es ist auch definitiv eine Falschaussage, dass jedes Medikament abhängig macht. Chemie kann besser sein, als die Natur, die Natur kann auch tödlich sein. Also bitte etwas fundierter argumentieren. Chemie ist alles und Medikamente ist veränderte Natur und deshalb auch "natürlich" oder was auch immer. Es hilft nicht weiter, zwischen Natur und Chemie zu trennen, schwarz-weiss zu argumentieren.

  5. #65
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    @ kleine_gurke: Also MPH macht definitiv nicht abhängig, man sollte Abhängigkeit nicht mit Gewöhnung verwechseln. Wenn es nicht gut tut, müsste sich das aber auch irgendwie zeigen. Wenn Du das selbst nicht merkst, wieso sollte es Dir dann nicht gut tun. MPH ist keine Droge, es verändert nicht was Du wahrnimmst und macht auch keine Wahrnehmungen, wie Halluzinationen etc. Deine Frage ist also nur hypothetischer Natur und könnte so auf jedes Medikament bezogen gestellt werden.

    Die Frage ist auch, wie es kommt, dass Du Dir diese Frage stellst. Klingt nach einer Angst, verarscht zu werden und es nicht zu merken. So ein Medikament gibt es eigentlich nicht, wie sollte das auch gehen. Wenn ein Medikament so wirkt, dass Du Dich nicht mehr spürst, dass es Dich betäubt, ist es eine Droge. Aber genau das hat man bei MPH nicht. MPH wird auch kaum als Droge missbraucht, wie eine wissenschaftliche Studie in der Schweiz zeigen konnte, wenn man mal von den Leuten absieht, die meinen, sie würden damit besser lernen können und auch die werden davon nicht abhängig. Die merken eher nicht, dass es ihnen nicht wirklich hilft, besser zu lernen, es sei denn Sie leiden unter ADHS, sie können höchstens länger lernen.

    Ich glaube einfach, dass Du Angst hast, das Medikament macht etwas mit Dir oder Deinem Körper, das Du nicht willst oder das Deinem Körper schadet. Diese Angst ist sowohl verständlich als auch nicht ganz unberechtigt. Aber merken wirst Du das schon, wenn Du Dich persönlich veränderst, alleine schon durch die Rückmeldungen anderer. Die möglichen körperlichen Schäden kannst Du in Studien und auf guten Seiten nachlesen. Aber im Internet wird über Ritalin und Co. soviel Blödsinn erzählt, dass ich Dir nicht rate, zu googlen. Der Beipackzettel ist sehr ausführlich, da steht schon genug drin ;-).

  6. #66
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 317

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    Steintor schreibt:
    Hüther hat sich vom Thema ADHS im Öffentlichen distanziert.

    Gesendet von meinem HUAWEI U8666E mit Tapatalk
    wann und wo?

  7. #67
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 231

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    Hallo ChaotSchland,

    ChaotSchland schreibt:
    Ich hab übrigens auch mal gedacht, dass ADHSler tendenziell zu sehr kritische Geister und mit unabhängigem Kopf sind, um auf Sektierer hereinzufallen, bis ich irgendwann eines besseren belehrt wurde.
    Ich finde, man sollte sowieso mit solchen Verallgemeinerungen zurückhaltend sein. ADHS ist ja kein Qualitätsprädikat im Sinne einer intellektuellen Hochbegabung oder so ähnlich. In der SHG sehe ich ja selbst, dass dort ganz verschiedene "Typen" zusammenkommen (was Intellekt, Intelligenz etc. pp. anbetrifft), mit der kleinen aber dafür umso nachhaltigeren Gemeinsamkeit, dass sie ihre je individuellen Möglichkeiten auf Grund des - in der Regel stark ausgeprägten - ADHS nicht richtig zum Einsatz bringen können.

    Schönen Abend!
    HS

  8. #68
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 317

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    kleine_gurke schreibt:
    hmh, ich denke mein problem ist einfach, dass ich eben meistens einfach nur traurig bin ( jedenfalls glaube ich, dass ich depressiv bin). zusätzlich hab ich dann noch ne super schöne
    soziale phobie.....und ja, vor 2 jahren, als ich in einer klinik war, kam dann eben diese diagnose- adhs noch dazu und ich hab dermaßen *komisch?*(s.o.) auf die medikamente reagiert,
    dass ich echt angst habe ( wirklich angst habe!) mich aufgrund dieser diagnose falsch medikamentös therapieren zu lassen und damit alle weiteren probleme zu verschlimmern, denn
    meine depressionen wurden in den 3 tagen stärker und meine ängste ( zittern, angespannt sein) ebenfalls. ich bin echt verzweifelt, weil ich nicht weiss, wo ich medikamentös ansetzen soll
    und DA ich das nicht weiss, mach ich da jetzt seit den 2 jahren gar nichts mehr, merke aber leider viel zu oft, dass mein leidensdruck dafür einfach viel zu groß ist...
    Es wird immer wieder diskutiert und im Beipackzettel steht meines Wissens nach auch, dass Angststörungen eine Gegenindikation für MPH sind. Meine Erfahrungen sind hier sehr unterschiedlich, ich erlebe aber immer wieder, dass MPH bei starken Stimmungsschwankungen und bei Angststörungen/sozialer Phobie nicht wie gewünscht wirkt, die Gefühle sogar verstärken kann, wie chillguitar bereits gut dargestellt hat.
    (Die restlichen Ansichten von ihm teile ich aber explizit nicht, im Gegenteil, beinhalten seine Kommentare derart viel Unwissen, Halbwissen und Vorurteile, dass ich dazu gar keine Stellung nehmen möchte, dass würde einfach zu lange dauern)

    Die Frage bei Dir, kleine_gurke ist doch, sind Deine Fragen und Befürchtungen nicht Ausdruck, Deiner starken Ängste? Leidest Du komorbid oder hauptsächlich unter einer Depression oder/und Angststörung und ist die ADHS-Symptomatik nur Folge davon? Dann wird der Erfolg der Behandlung Dir zeigen, ob Du auf dem richtigen Weg bist. MPH heilt Deine Angststörung nur, wenn sie durch das ADHS verursacht ist. Das glaube ich aber ehrlich gesagt bei Dir nicht.

    Depression und Angst hängen sehr eng zusammen und ADHS-Symptome treten dann auch stark gehäuft auf. Schwierig hier zu unterscheiden, das kann nur der Fachmann und zwar ein wirklich guter und auch der wird dir das nicht mit Sicherheit sagen können, sondern nur annähernd. Es bleibt Dir nicht viel anders übrig, als Dich auf den mühsamen langen Weg zu machen, heraus zu finden, was Dir gut tut und hilft und mit Widersprüchen und Unklarheiten zu leben.

  9. #69
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    Hirnforscher Professor Hüther, ist Initiator des Projekts „via nova“ der Sinn-Stiftung, der mit ADS-Kindern auf einer Südtiroler Alm ein Projekt durchgeführt hat.
    Wenn es sowasnochmal gibt,fände ich es spannend für meine 8 Jährige Schwester zb.
    Ihr könnt Euch schlau machen wenn ihr wollt.

  10. #70
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    Professor Hüther ist Neurobiologe und arbeitet in der Neurobiologischen Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen. Wissenschaftlich befasst er sich u. a. mit den Wirkungsmechanismen von Psychopharmaka, mit dem Einfluss früher Erfahrungen auf die Hirnentwicklung, mit den Auswirkungen von Angst und Stress und der Bedeutung emotionaler Reaktionen bei Lernprozessen und der neurobiologischen Verankerung von Erfahrungen.

    Beeindruckend finde ich.

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