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Diskutiere im Thema Theorie: medikinet selbstbetrug? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 2.018

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    3 Tage sind etwas wenig um etwas sagen zu können. Welche Dosis hattest du denn?
    Die passende Dosierung herauszufinden kann etwas dauern. Ich hatte damals unter ärztlicher Aufsicht die Dosis langsam gesteigert. Das Gefühl, das ich dann bei der Überdosierung hatte war äußerst unangenehm. Wieder etwas reduziert funktionierte es dann gut.

    Eine körperliche Abhängigkeit gibt es bei der zulässigen Dosierung nicht. Viele vergessen sogar die Einnahme, wenn sie sich nicht daran erinnern lassen.

    Wenn man merkt, daß man damit im Leben besser klar kommt will man vielleicht nicht mehr drauf verzichten, so wie ich z.B. nicht auf meine Brille verzichten will.

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.213

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    kleine_gurke schreibt:
    ich schreibe das nicht aus spaß an der freude oder weil mir grad langweilig ist, auch wenn es für manche vielleicht als provokation aufgefasst werden könnte, so bin ich selbst
    stark mit mir selbst im zwist, ob ich einen 2. versuch mit mph unternehmen soll oder nicht, da ich nach 3 tagen die *medikamentöse therapie* abgebrochen hatte aufgrund der
    für mich nicht aushaltbaren nebenwirkungen, die da waren: s.o. plus...weinerlichkeit, körperlich total zusammengefaltet und doch absolut angespannt. lustigerweise hatte ich NICHT
    wie alle anderen hier das gefühl mich besser konzentrieren zu können.
    findet ihr das ist ein indiz dafür, dass meine diagnose nicht stimmt??
    Letzte Frage zuerst: Nein, das ist ein Indiz für gar nichts.

    Du verwirrst mich. Erst schreibst du, du habest es 5 Wochen genommen und konntest gar nicht mehr aufhören, dann waren es nur drei Tage. Häh?

    Also war es nur hypothetisch. Also eine körperliche Abhängigkeit gibt es nicht, wohl aber eine schnelle Gewöhnung an das Gute sozusagen. Aber wenn es so gut wirkt, dass du nach 5 Wochen nicht mehr aufhören möchtest, wo ist das Problem?

    Also, da deine Erfahrungen zwiespältig sind, dosiere sehr vorsichtig und in längeren Abständen, wenn du es noch einmal versuchen solltest.

    Zum Threadtitel: Klar ist Selbstbetrug dabei, wie immer im Leben. Man schätzt den Placeboeffekt auf 30 %. Alllerdings sind die Erfolgsraten bei Methylphenidat ganz deutlich höher.

  3. #13
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.321

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    Ich gebe für heute auf, bevor ich noch mal was verkehrt lese.

    Ich bin immer für Excel-Tabellen, da sehe ich auf den ersten Blick was los ist.....

    Gute Nacht!

  4. #14
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 6.403

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    kleine_gurke schreibt:
    [...] bin [...] selbst
    stark mit mir selbst im zwist, ob ich einen 2. versuch mit mph unternehmen soll oder nicht, da ich nach 3 tagen die *medikamentöse therapie* abgebrochen hatte aufgrund der
    für mich nicht aushaltbaren nebenwirkungen,
    Jeder reagiert auf die Medikation mit Methylphenidat individuell. Es gibt sogar betroffene Personen, die gar keine Reaktion zeigen. Die wichtigste Voraussetzung, dass MPH helfen könnte ist aber die innere Bereitschaft dazu. Das Medikament macht keinen anderen Menschen aus dir. Es hilft dir, dein ADHS in den Griff zu bekommen, Wenn du dich aber dagegen stäubst, also mit dir "selbst im Zwist" bist, sind die Chancen, dass MPH hilft, reduziert.

    Ich nehme Medikinet Adult seit 11/2012 und habe mein Leben komplett umgekrempelt. Ich habe mich so sehr verändert, dass ich im Rebound stark an mir zweifele. Ich nehme also schon deswegen MPH, um nicht die Zweifel zu bekommen.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    kleine_gurke schreibt:
    nach 5 wochen seid ihr aber schon dermaßen davon abhängig, obwohl es euch nicht gut getan hat, dass ihr es selbst nicht mehr realisieren könnt und
    es weiter nehmt. ein teufelskreis entsteht....... kompletter humbug oder könnt da was dran sein?
    Hi kleine_gurke,

    nach nur 5 Wochen kann man in der Regel - so meine Erfahrung - noch nicht so viel darüber sagen, ob das Medikament einem auf Dauer hilft oder nicht, zumal ja gerade am Anfang meist die Dosierung erstmal mühsam eingependelt werden muss; das ist gleich eine Hürde, an der viele scheitern, da man damit oftmals alleine gelassen ist und nicht alle Neurologen/Ärzte kennen sich mit der Materie ausreichend gut aus.

    Bei mir hat es ganze 2 Jahre gedauert, bis ich meine Einstellung - nach langen Pausen wegen Rückschlägen etc. - herausgefunden hatte. Jetzt nehme ich meine Dosis 1-2x täglich (je 15 mg retardiert) und fahre gut damit, bin am Morgen zügig wach und einsatzfähig, ohne ewig lange Dämmerphase und Schwerfälligkeit. Ich bin pünktlich 15-20 Minuten nach Einnahme im Tag angekommen. Nebenwirkungen sind keine feststellbar.

    Nebenwirkungen habe ich ab 20 mg Dosierung, denn da bin ich schon leicht überdosiert. Das wären dann Appetitlosigkeit, Trübsinn und erhöhte Herzfrequenz. Mit entsprechend noch höherer Dosierung werden diese Symptome jeweils immer schlimmer. Also tippe ich auch bei dir auf Überdosierung.

    Wichtig: Langsam und geduldig die Dosis erhöhen. Außerdem tätig sein, also mache das, was du sonst nicht machst: fordere dich heraus!
    Einfach die Medis nehmen und auf ein Wunder warten klappt bekanntlich nicht.

    Viel Glück!

    HS

    P.S.: Wurde ja schon gesagt, aber trotzdem nochmal: Abhängig wird man von MPH definitiv nicht! Das weiß ich deshalb, weil ich es die meiste Zeit (sehr zum Ärger meiner Neurologin) eigenmächtig abgesetzt hatte.
    Geändert von Holdischnald (27.07.2016 um 01:07 Uhr)

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 1.217

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    Hi "Gürkchen"

    wie schon einige vor mir sagten, ist die klinische Abgabe (Dosis) von MPH keineswegs Suchterzeugend...dies wurde mehrfach wissenschaftlich belegt.

    Der Beipackzettel ist länger als mein Arm (von MPH), jedoch hab ich mich nicht mit diesem auseinandergesetzt vor der Einnahme, da dies vielleicht zu unerwünschten "Placebo" Nebenwirkungen kommen könnte....

    Gerade nach der ersten Einnahme, wenn man dann zum ersten Mal in der "Realen Welt " ist und sich vorher alle 1000 Nebenwirkungen vor Augen hält, mit klaren strukturierten Gedanken....
    mmmhhh... weiß nicht ob das so förderlich wäre ?
    Gerade, wenn man ja mit sich selbst im "Twist" steht und dem Medikament sowieso zweifelhaft gegenüber steht ...(Lässt sich so herauslesen ^^)

    Es gibt genügend Alternativen zu MPH.... sprich doch bitte mit deinem Arzt darüber ...
    Manche vertragen dieses Medikament auch einfach nicht ..... und manche sind sogar Non-Responder...

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 428

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    Hi kleine_gurke,

    Du, zu Beginn meiner Einstellung bin ich tagelang erstmal ins Bett gegangen und hab den halben Tag verschlafen. Das ist wohl auch ganz normal.

    Auch bei jeder Dosis-Steigerung habe ich einen oder mehrere Tage lang Beschwerden wie Herzklopfen, auch gesteigerten Blutdruck gehabt.
    Das hat sich aber immer nach spaetestens einer Woche eingepegelt, der Koerper muss sich erst daran gewoehnen.

    Die positive Wirkung im Kopf habe ich bewusst erst eine Woche spaeter bemerkt.

    Ich kann mir vorstellen, dass diese Zeit durch die koerperlichen Nebenwirkungen kombiniert mit der neuen Wahrnehmung auch unangenehm sein kann.

    Auch wenn man schlecht Wetter ist - wie heute - fuehlt sich das im Kopf anders an.

    Eine Antriebsteigerung begann bei mir uebrigens erst bei einer Dosis von 30mg (Medikinet adult). Nach den morgendlichen 20mg war alles nur ok, aber als dann mittags nochmal 10mg dazukamen, wusste ich, aha, diese 30mg waeren morgens genau richtig. Und so war es.

    Und nun bin ich jeden Abend traurig, wenn die Wirkung nachlaesst und ich merke, dass ich z.B. den Film nicht weiter gucken kann/will, weil es zuviel wird.
    Geändert von DonBoleta (27.07.2016 um 12:12 Uhr) Grund: Klar faellt mir immer hinterher noch was ein...

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 78

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    also ich nehme Methylphenidat unretardiert 20mg morgends und 10mg mittags/nachmittags.

    Am Wochende oder im Urlaub nehme ich oft nichts und bemerke keine Entzugssymptome. Auch wenn jeder Mensch anders ist bzw bei Medikamenten anders reagiert halte ich es für extrem unwahrscheinlich, dass bei einer so niedrigen Dosierung (und retardiert!) eine Abhängigkeit entsteht.

    LG
    KC

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    Hi DonBoleta,

    DonBoleta schreibt:
    Hi kleine_gurke,

    Du, zu Beginn meiner Einstellung bin ich tagelang erstmal ins Bett gegangen und hab den halben Tag verschlafen. Das ist wohl auch ganz normal.
    Würde ich jetzt nicht unbedingt als "ganz normal" bezeichnen, sondern klingt eher nach einer persönlichen Erschöpfung, mangelhafter Dosierung oder anderen Ursachen; eine deutlich erhöhte Müdigkeit gehört meines Wissens nach nicht zu den erhofften Wirkungen von MPH.


    DonBoleta schreibt:
    Auch bei jeder Dosis-Steigerung habe ich einen oder mehrere Tage lang Beschwerden wie Herzklopfen, auch gesteigerten Blutdruck gehabt.
    Das hat sich aber immer nach spaetestens einer Woche eingepegelt, der Koerper muss sich erst daran gewoehnen.
    Auch das hört sich für mich nicht so toll an, diese Nebenwirkungen hatte ich auch und zwar deshalb, weil über längere Zeit meine Dosierungen viel zu hoch waren. Klar gewöhnt sich der Körper irgendwann auch ein Stück weit an solche ungünstigen Dosierungen, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass die Dosis deshalb im idealen Bereich liegt. Ist jetzt nur meine persönliche Erfahrung - mir hat es geholfen, quasi nochmal von vorne zu beginnen und darauf zu achten, dass wirklich keine deutlich spürbaren Nebenwirkungen auftreten.

    DonBoleta schreibt:
    Eine Antriebsteigerung begann bei mir uebrigens erst bei einer Dosis von 30mg (Medikinet adult). Nach den morgendlichen 20mg war alles nur ok, aber als dann mittags nochmal 10mg dazukamen, wusste ich, aha, diese 30mg waeren morgens genau richtig. Und so war es.
    Wieder stutze ich etwas, denn ein gesteigerter Antrieb ist auch eine ungünstige Nebenwirkung, die man eher vermeiden sollte. Ich kenne den Effekt und er ist am Anfang verlockend; aber es ist nicht das, was man eigentlich mit MPH bezweckt: Du sollst ja nicht aus einer Depression oder Lethargie dadurch herauskommen (es ist KEIN Anti-Depressivum), sondern eine gleichmäßigere Wachheit und Konzentrationsfähigkeit erreichen.

    Wenn ich überdosiert bin (bzw. war), dann war ich für mein Umfeld kaum zu ertragen: Ich redete ohne Ende, war unglaublich redselig und kontaktfreudig - kurzum: Ich war nicht mehr ich, sondern überdosiert. Nach 2-3 Stunden kam dann ein heftiger Rebound und es ging mir mies, oftmals auch schon während der Wirkphase selbst.

    Also schau echt mal, ob du nicht doch zu hoch dosiert bist. Man sollte sich nicht aufgeputscht fühlen, sondern einfach (für mich ist der Morgen hier ein guter Indikator) gleichmäßig wach; du kannst dann in den Tag starten, so wie alle anderen Menschen auch, gehst gelassen pfeifend aus dem Haus und musst dich nicht dabei quälen. Aber mit "aufgeputscht" hat das (zum Glück) nichts zu tun.

    DonBoleta schreibt:
    Und nun bin ich jeden Abend traurig, wenn die Wirkung nachlaesst und ich merke, dass ich z.B. den Film nicht weiter gucken kann/will, weil es zuviel wird.
    Jeps. Klingt nach starken Rebound wegen zu hoher Dosis. Sorry wenn ich so direkt bin, aber ich habe in den letzten Jahren in der Hinsicht doch einiges an Erfahrung sammeln können, die ich einfach mal weitergeben möchte. Bitte keinesfalls als Klugrederei empfinden.

    Lieben Gruß
    HS

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 1.217

    AW: Theorie: medikinet selbstbetrug?

    Eine erhöhte Müdigkeit sollte eigentlich nicht der Fall sein... dies kann wirklich an "Überdosierung" liegen,auch die Gefühlseinbrüche (werden durchaus als Nebenwirkung erwähnt),
    sowie die typischen Anzeichen von "Überdosierung" wie Herzklopfen etc. sollten eigentlich nicht vorkommen...

    Wegen des gesteigerten Antriebs muss ich dir leider widersprechen, auch bei AD(H)S´lern können Antriebsschwäche etc. vorliegen, dies wird dann versucht durch die Medikation auszugleichen (Aufschiebeverhalten usw. ) gerade die "Hypo" aktiven werden mir hier zustimmen... die dann doch eher bei der Sache bleiben können und dann etwas angreifen....

    Wegen des Traurig am Abend gebe ich dir wieder vollkommen recht, dies deutet auf Überdosierung mit starkem Rebound hin...
    jedoch kann ich nicht sagen, ob eine Komorbidität vorliegt, weshalb ich dies nicht beurteilen kann...

    Geändert von Brainman (27.07.2016 um 18:04 Uhr)

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