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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 55

    Wechselhafte Wirkung von Medikinet Adult

    Hallo,

    ---------für Leute mit Aufmerksamkeit---------

    seit etwas mehr als zwei Monaten befinde ich mich nun schon in der Titrations-Phase und meine Erfahrungen sind insgesamt auf jeden Fall positiv.

    Bisher sieht es so aus als läge das Optimum bei mir um die 20mg pro Einnahme. Komischerweise hatte ich bei niedrigeren Dosen das Gefühl, von einer Retard-Einnahme am Vormittag oft ziemlich genau 5:15h Wirkung zu spüren (plus eine Stunde ganz ohne Wirkung, direkt nach der Einnahme). Die Wirkung war insgesamt eher subtil, der Rebound auch. Aber sie war da und sehr vielversprechend. Trotzdem gab's immer wieder Tage an denen ich das Gefühl hatte, dass es entweder schon zuviel, zu wenig oder fast gar nicht gewirkt hat. Ganz am Anfang hatte ich Kreislaufprobleme mit erhöhtem Blutdruck, Schlafprobleme, kalte Hände, zittrig und nach der Wirkzeit verstärkt depressiv. Dagegen habe ich 1.25mg Rampipril (Blutdrucksenker) verschrieben bekommen und mir ein Blutdruckmeßgerät angeschafft. Vom Ramipril habe ich Heißhunger-Attacken bekommen, während Medikinet meinen Appetit kaum zu beeinflussen scheint.

    Alle diese Nebenwirkungen sind aber ganz schnell komplett verschwunden als ich nach einigen Tagen Abstinenz einen neuen Anlauf gestartet habe und ganz behutsam hochdosiert habe. Mein Neurologe hatte mir direkt 2x10mg zu Beginn und dann jede Woche 10mg Steigerung verordnet (bis vorläufig 40mg). Das war in meinem Fall zuviel (habe allgemein einen schnellen Stoffwechsel), so dass ich mir 5mg habe verschreiben lassen und erstmal auf die zweite Einnahme verzichtet. Auch schreibe ich fleißig mein Medikamenten-Tagebuch um meine Erlebnisse festzuhalten. Das nur als Tipp für andere, evtl. mitlesende Anfänger.

    ---------------ab hier das Wesentliche--------------

    Mit Dosen von 15 - 25mg sind jetzt alle Effekte deutlicher geworden, höher bin ich noch nicht gegangen. Wenn es gut wirkt, bekomme ich das erhoffte Aha-Erlebnis und habe das Gefühl, so sollte es wohl bleiben. Dann bin ich tatsächlich ruhig (körperlich und geistig), kann mich super und lange konzentrieren (Schriftbild verbessert sich deutlich, viel weniger (unbemerkte) Flüchtigkeitsfehler), kann Dinge systematisch erledigen und habe dabei sogar ein optimistisches Grundgefühl. Besonders positiv fällt mir auch auf, dass ich mich in sozialen Situationen viel sicherer und gelassener/souveräner verhalten kann (glaube ich). Leider hält der Effekt keine 5:15h wie bei den niedrigeren Dosen sondern eher 3 Stunden und dann nur noch subtil. Stimmungsschwankungen mit wiederkehrenden depressiven Episoden und soziale Ängste begleiten mich schon lange und ich hatte starke Bedenken, dass es mit Medikinet noch schlimmer werden könnte aber tatsächlich scheint es mir während der Wirkdauer gegen die sozialen Ängste zu helfen. Richtung Depression ging es nur ganz zu Beginn nachdem die Wirkung verklungen war.

    Leider gibt es auch immer wieder Tage dazwischen, an denen ich mich nach der Einnahme eben nicht besser sondern unruhiger und zerstreuter als ohne Medikinet fühle. An anderen Tagen bin ich wiederum nicht unruhig sondern schwerfällig, gereizt, matschig, entscheidungsunfähig und unkonzentriert. Also quasi wie ein Dauer-Rebound. Auch ist es so, dass ich auch an Tagen mit positivem Effekt auf die Aufmerksamkeit und Stimmung schon manchmal richtig müde geworden bin (und ich auch gut damit geschlafen habe) während es mich anderntags aktiviert und ich eher zu lange nicht den Weg in's Bett finde. -> Meiner Beobachtung nach kommen die schlechten Tage gerne nach zu kurzen Nächten. Aber kann das wirklich so einen starken Einfluss haben?

    Sind solche Tages-Schwankungen bei gleicher Dosis ein Hinweis auf irgendwas und geht es nur mir so? An solchen Tagen kommen natürlich die Zeifel wieder hoch, ob es überhaupt das Richtige für mich ist, ob die Diagnose überhaupt zutrifft usw.. Andererseits sind die guten oder sehr guten Tage in der Mehrheit und mit so einem positiven Effekt, dass es wohl schon stimmen wird. Ich möchte auf diese auch nicht mehr verzichten. Dennoch, diese Schwankungen gehen mir auf die Nerven, auch weil sie für mich noch nicht erklär- oder vorhersehbar sind. Sollte ich mal Ritalin Adult oder was anderes probieren?

    Ich bin ein Mischtyp neige aber schon immer mehr in Richtung Träumer / ADS ohne Hyperaktivität. In dem Zusammenhang stelle ich mir die Frage ob Stimulanzien bei ADS nicht eher aktivierend / antriebsteigernd und bei ADHS eher dämpfend wirken?

    In meiner Theorie treffen sich beide Typen im Idealfall in der "normalen" Mitte sobald der Dopamin-Spiegel stimmt. Aber ob das wirklich so ist, habe ich noch nicht herausfinden können. Wenn ja müsste da jedenfalls dringend mehr Aufklärung her, da die vielen widersprüchlichen Erfahrungsberichte im Netz sich in diesem Licht besser verstehen ließen. Was meint ihr dazu?

    PS: Nehme das Medikinet immer mit dem Frühstück ein, unterschlage aber die Zwischenmalzeit öfter mal. Auch das Weglassen der Kapsel teste ich aber einen direkten Zusammenhang mit der wechselhaften Wirkung konnte ich noch nicht erkennen.
    Geändert von Mörtel (19.06.2016 um 20:46 Uhr)

  2. #2
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Wechselhafte Wirkung von Medikinet Adult

    Hey,

    ich möchte mich mal kurz fassen. Das kommt mir sehr bekannt vor. Bei mir ist die Wirkung extrem stark vom Essen abhängig.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 131

    AW: Wechselhafte Wirkung von Medikinet Adult

    Deine Nahrungsaufnahme ist einfach nicht täglich gleich oder unterschiedlich zur Medikamenteneinnahme. Ritalin Adult soll diesbezüglich weniger beeinflusst werden. Dazu gibt es aber gefühlte 20348421 Threads.
    Geändert von C9H13N (21.06.2016 um 03:19 Uhr)

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Wechselhafte Wirkung von Medikinet Adult

    Sobald ich sicher bin meine optimale Medikinet Adult-Dosis gefunden zu haben, werd ich meinen Neurologen fragen ob er mir das Ritalin Adult auch mal zum probieren verschreibt. Die Berichte bisher klingen wirklich gut. Vorallem die Zwischenmalzeit ist manchmal einfach schwer einzuhalten und die verursachten kleinen Wirklöcher sind suboptimal.

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 484

    AW: Wechselhafte Wirkung von Medikinet Adult

    Mörtel schreibt:
    Sobald ich sicher bin meine optimale Medikinet Adult-Dosis gefunden zu haben, werd ich meinen Neurologen fragen ob er mir das Ritalin Adult auch mal zum probieren verschreibt. Die Berichte bisher klingen wirklich gut. Vorallem die Zwischenmalzeit ist manchmal einfach schwer einzuhalten und die verursachten kleinen Wirklöcher sind suboptimal.
    Macht nur bedingt Sinn. Manche brauchen bei Rita Adult weniger, weil die Wirkung gleichbleibend ist und nicht wie bei Medi ggf. nötig hoch anzufangen um nach kurzer Zeit nicht unter die persönliche Wirkschwelle zu kommen. Ich empfinde, dass ich bei gleicher Dosis an Rita Adult mehr bräuchte, da ja die selbe Dosis über längeren Zeitraum wirkt und somit die abgegebene Menge pro Stunde geringer ist.
    Könnte so doppelte Arbeit bedeuten, was du machst.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Wechselhafte Wirkung von Medikinet Adult

    AddOn schreibt:
    Macht nur bedingt Sinn. Manche brauchen bei Rita Adult weniger, weil die Wirkung gleichbleibend ist und nicht wie bei Medi ggf. nötig hoch anzufangen um nach kurzer Zeit nicht unter die persönliche Wirkschwelle zu kommen. Ich empfinde, dass ich bei gleicher Dosis an Rita Adult mehr bräuchte, da ja die selbe Dosis über längeren Zeitraum wirkt und somit die abgegebene Menge pro Stunde geringer ist.
    Könnte so doppelte Arbeit bedeuten, was du machst.
    Ich verstehe was du meinst aber mein Gedankengang war ein anderer. Da ich meiner Ideal-Dosis Medikinet Adult insgesamt schon sehr nahe gekommen zu sein scheine und es damit definitiv besser ist als ohne, möchte ich diese Titration abschließen und erst dann Ritalin Adult testen - einfach um richtig vergleichen und bei Bedarf wieder dahin zurückkehren zu können. Dass ein neues Medikament wieder neues Titrieren bedeuten ist mir klar (obwohl ich hoffe aber dann wenigstens schon grob die Richtung erahnen zu können).
    Geändert von Mörtel (21.06.2016 um 20:50 Uhr)

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