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Diskutiere im Thema Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze

    Hey ho ihr Spezialisten,
    ich bin gerade in der Eindosierungsphase mit Medikinet adult.
    Da es sich hier um ein Medikament nach dem Betäubungsmittelgesetz handelt entstehen dadurch ja potentielle Stolperfallen im Alltag, z.B. mit der Polizei, die ich gerne im Vorfeld umgehen möchte.

    Wärend der Dosisfindung sollte man kein Auto fahren (musste ich auch unterschreiben). Wenn ich allerdings in naher Zukunft mit einer stabilen Dosis wieder mobil unterwegs bin besteht die Möglichkeit in der Polizeikontrolle positiv auf Amphetamine getestet zu werden (ist ja üblich bei Einnahme von MPH). Hier muss ich den Beamten schlüssig darlegen können dass ich das MPH legal besitze und einnehme.

    Abseits vom Strassenverkehr sind natürlich ähnliche Szenarien möglich
    Hier fehlt mir einfach auch die Aufklärung über die rechlichen Aspekte in der Klinik.
    Hätte mich mein Therapeut nich darauf angesprochen, wäre ich ziiieemlich ahnungslos in solche Situationen gestolpert. Mit wer weiß was für einem Ergebnis...

    Mein Psychotherapeuten hat mir dazu folgendes Empfohlen mit mir zu führen sobald möglich:

    - Kopie des aktuellen Rezeptes (Stempel, Datum, Unterschrift der Apotheke)
    - ärztl. Bescheinigung über Fahrtauglichkeit unter Einfluß von MPH (Medikinet adult)
    - BTM-Ausweis
    - nicht mehr als die aktuelle Tagesdosis am Mann zu haben

    Habt ihr Erfahrungen damit gemacht?
    Wie geht ihr damit um, bzw. habt ihr entsprechende Vorkehrungen getroffen.


    Grüße gringoringo

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.726

    AW: Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze

    Hallo Gringoringo,

    du wärest nur ahnungslos in eine solche Situation gestolpert, wenn du an einer Amfetamin-Kontrolle teilgenommen hättest. Und das passiert den allermeisten Autofahrern auch in Jahrzehnten sehr sehr selten. Ich habe das jedenfalls noch nicht erlebt und 99 % der anderen Teilnehmer hier sicher auch. Auch Anlass, durchsucht zu werden gibt es eher selten, und wenn doch hinterfragt praktisch niemand, welche Sorte Tabletten oder Kapseln das sind, die sich im Kulturbeutel befinden, schließlich nimmt ein großer Teil der Bevölkerung regelmäßig irgendwelche Medikamente.

    Aber wenn doch: Wir machen nichts Verbotenes, wir nehmen ein Medikament das uns verschrieben wurde. Auch zum Mitführen irgendwelcher Bescheinigungen sind wir nicht verpflichtet.

    Die machen es natürlich leichter. Ich habe auch eine Rezeptkopie beim Führerschein, aber nichts weiter.

    - nicht mehr als die aktuelle Tagesdosis am Mann zu haben
    Ja klar, aber das geht ja nicht immer. Wenn du oder ich gerade von der Apotheke kommen oder für mehrere Tage unterwegs sind, haben wir natürlich mehr als die Tagesdosis dabei. Und auch das ist nicht verboten.

  3. #3
    ellipirelli

    Gast

    AW: Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze

    die "aktuelle" Rezeptkopie dabei zu haben, ist wahrscheinlich nicht nur für ADHSler wie mich unrealistisch- das kopieren hätte ich bei 6 von 7 Rezepten vergessen

    Ich hab ein Schreiben meiner verordnenden Ärztin im Auto, das ich MPH nehme und die Fahrtauglich dadurch nicht beeinträchtigt ist. Um die "mitgeführte Menge" hab ich mir noch nie Gedanken gemacht und werde das auch in Zukunft nicht tun

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 301

    AW: Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze

    Wozu Kopien? Wenn man auch das Original mit sich führen kann ... ADHSler denken manchmal umständlich.

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze

    ich habe von meiner Psychiaterin einen Patientenausweis erhalten in dem die Diagnose (ADHS) und die Medikation mit Lisdexamphetamin festgehalten ist. Und falls die Rennleitung bei einer Kontrolle einen Drogenschnelltest durchführen möchte muss ich diese darauf hinweisen dass es zu einem Falsch-Positiven Resultat auf Amphetamine kommen wird da ich wie im Ausweis erklärt Elvanse nehme. Somit wäre es nötig den Test durch Blutabnahme / Screening durchzuführen.
    Ist bis jetzt einmal passiert, es wurde nach meiner Erklärung allerdings auf den Schnelltest verzichtet und ich durfte weiterfahren.

    Wenn du es belegen kannst (nicht nur erklären) dann sollte das kein Problem sein lass die Medikamente nur nicht offen im Auto auf dem Beifahrersitz oder auf dem Armaturenbrett rumliegen :p

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.726

    AW: Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze

    ellipirelli schreibt:
    die "aktuelle" Rezeptkopie dabei zu haben, ist wahrscheinlich nicht nur für ADHSler wie mich unrealistisch- das kopieren hätte ich bei 6 von 7 Rezepten vergessen

    Ich hab ein Schreiben meiner verordnenden Ärztin im Auto, das ich MPH nehme und die Fahrtauglich dadurch nicht beeinträchtigt ist. Um die "mitgeführte Menge" hab ich mir noch nie Gedanken gemacht und werde das auch in Zukunft nicht tun
    Nee, jedesmal kopieren wäre mir auch zu aufwändig. Ich hab gerade mal geguckt, ich hab eine von September 2014 in der Führerscheinmappe.

    Und außerdem eine Kopie eines Berichtes des Psychiaters für meine Hausärztin, da steht die Tagesdosis drin. (Über Fahrtauglichkeit steht da nichts explizit drin, aber auch nicht das Gegenteil, und auch nirgendwo sonst.)

  7. #7
    cocolores

    Gast

    AW: Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze

    Sehe ich genauso wie Klavierkonzert und ellipirelli; ich aktualisiere meine Rezeptkopien nicht, auch weil ich sie meist überhaupt nicht erst kopiere ...
    Und ehrlicherweise möchte ich mir ähnlich wie ellipirelli keine überflüssigen Gedanken darüber machen, ob ich mich gerade einer gefühlten Drogendealerregel konform verhalte oder nicht; ich finde es eh schon anstrengend genug, dass ich dieses Thema im Leben (und damit das Medikament in der Tasche) überhaupt habe.

    Wenn ich im Auto sitzend von der Polizei aufgefordert werde, mich kontrollieren zu lassen und man sich veranlasst sieht, bei mir eine Drogenuntersuchung durchzuführen, dann hätte ich wahrscheinlich rein ursächlich gesehen ein ganz anderes Problem, bei dem MPH nicht helfen würde

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze

    santiagonio schreibt:
    ich habe von meiner Psychiaterin einen Patientenausweis erhalten in dem die Diagnose (ADHS) und die Medikation mit Lisdexamphetamin festgehalten ist. :p
    Das klingt jedenfalls nach etwas "handfestem".
    Wie siehtn das Ding aus? Hat dir deine Psychiaterin einfach einen uasgestellt oder musstest du irgendwo einen VOrdruck organisieren den die dann unterschreibt?

    Grüße gringoringo

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 168

    AW: Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze

    Ich trage ausser auf Auslandsreisen gar nichts mit mir herum, und zwar aus folgenden Gründen:

    Ich besitze dieses Medikament legal. Das lässt sich zur Not auch im Nachhinein feststellen, ein Grund für die Polizei mich deswegen festzuhalten gibt es nicht. Isst man große Mengen an Mohnsamen, ist ein Opiattest auch mal positiv. Ich hab noch nie gehört, dass man eine Mohnkuchenbescheinigung braucht. Wenn man Tilidin (ein Schmerzmittel, Opiat) verschrieben bekommt, muss man sich auch nicht ausweisen, denn aufgrund seiner Galenik ist das Mittel vom BtmG ausgenommen, kann aber trotzdem einen positiven Opiattest verursachen.

    Aus Erfahrung weiß ich, dass die "Verdachtsunabhängigen Kontrollen" der Polizei ziemlich nach Aussehen gehen. Als ich Dreadlocks hatte, hatte ich kaum eine Autobahnfahrt ohne Zoll- oder Personenkontrolle. Seit dem ich keine Dreads mehr habe, wurde ich nicht ein einziges mal mehr "Verdachtsunabhängig" kontrolliert. Hat man Angst vor Kontrollen, ist man quasi sicher davor, wenn man normal ordentlich auftritt.

    Routinekontrollen auf Drogen (Drogenschnelltests), ohne dass die Fahrenden auffällig sind, gibt es fast nur im Umfeld von Festivals. Wenn man nicht so aussieht, als ob man zur jeweiligen Zielgruppe gehört, ist man davor vermutlich auch sicher. Diese Tests kosten Geld und werden eher auf Menschen angewendet, wo im Vorfeld ein Verdacht herrscht. Und ganz ehrlich, die meisten von uns wirken ohne mph eher komisch als mit.

    Personenkontrollen finden im großen Stil vor Demonstrationen statt. Ist man gezielt dort, sollte man mit einer Tagesration keine Probleme bekommen oder hat halt doch eine Rezeptkopie dabei. Ist man ausversehen in der Nähe und wird versehentlich der Zielgruppe zugeordnet und hat per Zufall mehr als die Tagesration dabei und bekommt deswegen wirklich Probleme, lassen sich die Dinge ja auch im Nachhinein klären.

    Wenn die Polizei meint, mir Stress wegen meinen verordneten Medikamenten zu machen, dann dürfen sie sich gerne die Arbeit machen. Ich sehe mich nicht in der Position, mich an Ort und Stelle für ein verordnetes Medikament rechtfertigen zu müssen. Alle meine bisherigen Erlebnisse mit der Polizei habe ich eher als Schikane empfunden. Hätte ich wirklich illegale Drogen bei mir gehabt, hätten sie diese mit ihren oberflächlichen Suchmethoden nicht gefunden.

    Unabhängig davon sucht die Polizei meistens eher nach den nicht verkehrsfähigen Btms. Da sind Tablettenblister, wenn es nicht riesige Mengen sind, eher uninteressant. Illegale Drogen, auch die in Tablettenform, sind nie in Blistern. Der Schwarzmarkt für MPH existiert, aber spielt gegenüber anderen Substanzen vermutlich keine große Rolle. Weder in der Menge noch in der Gefährlichkeit des Stoffes.

    Fazit: Ob nun mit oder ohne irgendwelche Schreiben: Die Chancen mit dem Medikament innerhalb der Landesgrenzen negativ aufzufallen sind so gering, dass sich die Sorge darum nicht lohnt.

    Liebe Grüße!

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Umgang mit Metylphenidat im Bezug auf Behörden und Gesetze

    Mohnkuchenbescheinigung ist gut! Ich trage nichts mit mir rum wg.MPH u.auf Auslandsreisen nehme ich es nicht mit.Der Aufwand im Vorfeld ist mir zu stressig.

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