Hallo,

ich wurde am Mittwoch frisch mit einer Verdachtsdiagnose auf ADHS ausgestattet. Hintergrund: All das, was ich meinem behandelnden Arzt erzählt habe, spricht absolut für ADHS, meine Grundschulzeugnisse unterstützen es, aber die Fragebögen, die meine Mutter und ich ausgefüllt haben (Wender Utah Rating Scale) würden mich als normales Kind beschreiben. Ich glaube zwar, dass man mir x mal den Fragebogen geben könnte und am Ende x verschiedene Ergebnisse rauskämen, aber mein Arzt meinte, deshalb könnte er keine fixe Diagnose abgegeben (Ich schätze deshalb nennt man es Verdachtsdiagnose? )

Seit Mittwoch habe ich nun medikinet adult 10 mg verschrieben und ich bin in der Einstellungsphase. Ich nehme 1 mal morgens täglich eine und bisher keine Änderung. Das ist nicht schlimm, denn dafür ist ja die Einstellungsphase da und wir werden uns der richtigen Dosis schon langsam nähern. Die Verdachtsdiagnose hat mich noch ein bisschen unsicher gelassen (Die letzten Restzweifel ob ich auch wirklich ADHS habe und nicht doch nur faul bin. Kennt ihr sicher. Dafür wäre mir ne klare Diagnose natürlich lieber gewesen.)

Aber dann fiel mir heute ein: Ist es nicht quasi ein Beweis, dass ich nichts merke? Ein "normales" Hirn würde doch ganz sicher auf das Medikament reagieren, oder?

Auf jeden Fall habe ich schon am 9. Juni den nächsten Termin mit meinem Arzt und freue mich drauf, ihm zu berichten und dann auszutüfteln, wie's weitergeht.

Die Erleichterung endlich zu wissen was Phase ist (trotz der Mini-Restzweifel) ist im Moment allerdings überwältigend. Die letzten 2-3 Wochen hatte ich mit nem bösen Tief zu tun (leide auch an Depressionen) dieses wurde von den Glücksgefühlen der Erleichterung weggeblasen. Ich kann wieder lachen und lächeln und bin grundsätzlich gut drauf.

PS: Ich bin noch ganz neu hier und ich hoffe es war okay, dass ich diesen THread erstellt habe. Wenn nicht, bitte in einen passenden verschieben, wenn das möglich ist. In dem Fall: Tschuldigung für die Mühe.