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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 46

    Wissenschaft und ADHS

    Ich habe in einem Monat einen Termin mit meiner Psychiaterin, welche es für gut befand, dass ich MPH einnehmen sollte.
    Ich habe bisher abgelehnt, jedoch treibt mich der Gedanke an, dass ich dann durchaus bessere Noten in der Universität bekomme und mich weitaus mehr konzentrieren kann.
    Doch für welchen Preis?
    Sollte ich mich wirklich mit Tabletten stimulieren, damit ich in einem Bereich arbeiten kann, welcher mich unzureichend interessiert?

    Liest man sich im Internet einiges durch, dann wird einem schnell klar, dass viele mit ADHS auf MPH schwören.
    Schau ich jedoch auf spezielle Universitäten mit ausgezeichneten Forschern, dann wird einem schnell klar, dass man es sich mit MPH zweimal überlegen sollte.

    Da ich in der Wirtschaftsforschung arbeite und weiß wie schwer es ist mit Daten und Kausalitäten sowie Korrelationen umzugehen, verstehe ich nicht wie man MPH verschreiben kann. Das Gehirn ist weitaus komplexer als die Märkte und wir wissen über die Märkte weitaus mehr als wir es über das Gehirn tun. Wieso sollte ich dann MPH einnehmen, wenn die Risiken so extrem hoch sind. Vor allem verstehen wir nicht einmal die Risiken. Würde man das Risiko in einer Regression abbilden wollen, dann wäre das Eta unendlich groß.
    Also ein klares Liquidierungssignal.

    Mir bereitet das MPH zunehmend Kopfzerbrechen.

    --> Negative Auswirkungen auf Kreativität (https://www.researchgate.net/publica..._Disorder_ADHD)

    http://ideas.ted.com/the-neuroscience-of-adhd/

    http://www.educatorstechnology.com/2...-teachers.html
    Geändert von Nemesis (22.05.2016 um 00:28 Uhr)

  2. #2
    Pepperpence

    Gast

    AW: Wissenschaft und ADHS

    Nemesis schreibt:
    I
    Sollte ich mich wirklich mit Tabletten stimulieren, damit ich in einem Bereich arbeiten kann, welcher mich unzureichend interessiert?
    Nein, solltest Du nicht- so zumindest meine Meinung.

    MPH ist m.E. dazu da, dass man Defizite ausgleichen kann, also die Konzentration steigern und die Reizoffenheit etwas verringern um mit Hilfe dessen an seinen eingelernten Verhaltensweisen zu arbeiten und seinen Umgang mit seinen Schwierigkeiten ändern kann.
    Ganz idealerweise (das ist nur meine persönliche Meinung) kann man auf Dauer sein Leben so umgestalten, dass es irgendwann ohne MPH geht.

    MPH ist nicht dazu da Dich dahingehend wieder fitter zu machen, so dass Du munter weiter in die für Dich falsche Richtung laufen kannst. Und die falsche Richtung wäre m.E. ein Studium das einen nicht interessiert und das man vielleicht ohne MPH nicht schaffen würde weiter zu machen.

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Wissenschaft und ADHS

    dass ich dann durchaus bessere Noten in der Universität bekomme
    Damit stellst du eine Kausalität her, die es so nicht gibt.


    Also ein klares Liquidierungssignal.

    Mir bereitet das MPH zunehmend Kopfzerbrechen.
    Dann finde für dich doch andere Wege. Das ist ja nicht verboten.

  4. #4
    Pepperpence

    Gast

    AW: Wissenschaft und ADHS

    Also nimm es mir nicht übel, aber die Artikel befassen sich mit der Wirkung von MPH auf Kinder im Grundschulalter und darunter (und das eventuell zu viele Kinder mit Medikamenten behandelt werden). Ich dachte es geht um Dich und Dein Studium?


    Zum Punkt Kreativität: Ich kenne den TTCT Test nicht, stelle es mir aber generell problematisch vor wirklich gesichert etwas wie Kreativität zu messen. Wie soll das denn gehen?

    Falls es Dich beruhigt, ich arbeite in einem kreativen Beruf und kann nicht feststellen, dass meine Ideen mit MPH schlecher oder weniger zahlreich geworden wären, aber das drumherum ist umgekehrt etwas stressfreier geworden, so dass mehr Zeit und Raum für den eigentlichen Part, nämlich die Kreativität bleibt. Die negative Wirkung trifft also offenbar nicht auf jeden zu.

    Davon abgesehen können Medikamente m.E. eh nur ein kleiner Teil der Behandlung sein. Es ist wie Artikel 2 sagt. Medikamente sollten bei Kindern das letzte Mittel sein zu dem man greift. Gilt sicher auch für Erwachsene. Also vielleicht erstmal alles andere austesten. Wenn nur die Leistung in einem funktionierenden Studium gesteigert werden soll, das wäre für mich (und ich denke auch für die meisten Ärzte) kein ausreichender Grund um Medikamente zu nehmen. Dafür sind sie nicht gedacht.
    Geändert von Pepperpence (22.05.2016 um 00:50 Uhr)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Wissenschaft und ADHS

    In welcher Branche arbeitest du?
    Bzw. wie sieht dein Aufgabenbereich aus?

  6. #6
    Pepperpence

    Gast

    AW: Wissenschaft und ADHS

    Meine Branche und meine genaue Jobbezeichnung zu kennen würden an Deiner Zwickmühle auch nichts ändern - deshalb ziehe ich es vor meine Anonymität hier zu wahren.

  7. #7
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Wissenschaft und ADHS

    Wenn Dich der Bereich sowieso nicht wirklich interessiert,wäre eine Veränderung wohl eher angebracht,als irgendein Medikament.

    Und-ich glaube,ich wiederhole mich gerade,da war doch letztens schon mal was-die Medikamente sind ausdrücklich NICHT dazu da,allein die akademische Leistungsfähigkeit zu steigern,ich wüsste nicht,was in einem solchen Fall ÜBERHAUPT eine ADHS Diagnose rechtfertigen könnte und ein Arzt,der ohne Indikation Stimulanzien verordnet,handelt rechtswidrig.

  8. #8
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Wissenschaft und ADHS

    Und-ich glaube,ich wiederhole mich gerade,da war doch letztens schon mal was-die Medikamente sind ausdrücklich NICHT dazu da,allein die akademische Leistungsfähigkeit zu steigern,ich wüsste nicht,was in einem solchen Fall ÜBERHAUPT eine ADHS Diagnose rechtfertigen könnte und ein Arzt,der ohne Indikation Stimulanzien verordnet,handelt rechtswidrig.
    Wirklich wahr! Ich begreife immer weniger, wie sich diese unhaltbare Annahme der "Leistungssteigerung" (!!) mithilfe von MPH immer wieder erneut in Texten finden lässt. Noch dazu von jemandem - wie hier im Beispiel - der gleichzeitig kritische (oder pseudo-kritische?) Distanz zu MPH äußert.

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